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Haim05
Hallo, alle zusammen,

da ich mich jetzt seit Monaten mit diesen Problemen und Ängsten herumschleppe, dachte ich, es wäre mal an der Zeit, dass ich hier einen Beitrag schreibe und hoffentlich ein paar Antworten oder Tipps für Maßnahmen gegen meine Beschwerden erhalte.
Ich bin 18 Jahre alt, männlich und habe seit nun ca. 3 Monaten immer wieder verschiedenste Krankheitserscheinungen. Mal ist es Herzrasen, dann ein Kopfdruck, der mich komplett zu kontrollieren scheint, dann ist es Schwindel, das Gefühl, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren oder auch mal ein seltsames Ziehen im Magen oder der „Herzumgebung“.
Ich habe bereits einen normalen EKG, einen Belastungs-EKG und einen 24h-EKG gemacht, war auch schon beim Internisten und beim Kardiologen. Mir wird jedes Mal gesagt, ich sei komplett gesund und die ersten Stunden (oder manchmal sogar Tage) bin ich auch davon überzeugt, dass nichts Schlimmes passieren wird bzw. ich keine ernsten Krankheiten habe. Dann kommen die genannten Beschwerden allerdings wieder zurück und es fühlt sich jedes Mal etwas anders an, sodass ich das Gefühl nicht loswerde, wirklich schwer krank zu sein. Die letzten Monate waren also immer wieder ein Auf- und Ab meines Befindens und anfangs habe ich mich deshalb stark zurückgezogen, da ich sonst befürchtete, ich könnte irgendwo zusammenklappen oder einen Herzinfarkt bekommen.
Im Internet habe ich nun schon vieles über die „Hypochondrie“ gelesen und all diese Erlebnisse, von denen dort berichtet wurden, oder auch die beruhigenden Wendungen zum Besseren, haben dafür gesorgt, dass ich mich besser fühlte. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, diese „Anwandlungen“ unter Kontrolle zu haben, bis ich dann wieder einen totalen Einbruch hatte und erneut bei 0 anfing. Nachdem ich mich bis gestern drei Tage komplett gesund, fit und fröhlich gefühlt hatte, war gestern meine Führerscheinprüfung und mein Herz hat so schnell gepocht, als würde es gleich aus der Brust springen. Danach war ich den ganzen Tag müde und zu fast nichts mehr in der Lage (konnte mich nicht einmal richtig über die bestandene Prüfung freuen) und hatte auch abends wieder riesige Angst einzuschlafen, da mein Herz sich oft anfühlte, als würde es aussetzen, wenn ich meine Atmung nicht regelmäßig kontrolliere.
Diese Dinge mögen sich teils übertrieben und lächerlich anhören, doch ich komme damit nicht klar und merke auch, wie meine Persönlichkeit sich langsam verändert, ich regelmäßig gereizt bin und meine Freunde und Hobbies komplett vernachlässige, was sich scheinbar auch nicht sonderlich gut auf meine Beschwerden auswirkt.
Kann mir jemand von Euch sagen, ob all diese Erscheinungen, die bis zu der Angst die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren reichen, wirklich mit einer Hypochondrie, übermäßigem Stress oder auch großer Angst über Monate hinweg zusammenhängen können?

Und sollte ich weiterhin versuchen allein aus dieser Sache herauszukommen, oder soll ich mich darum kümmern, z.B. einen Verhaltenstherapeuten zu kontaktieren?

Danke im Voraus für Antworten jeglicher Art!

17.04.2015 20:31 • 18.04.2015 #1


2 Antworten ↓


Ich würde dir eine Therapie empfehlen. Bin natürlich kein Arzt und will auch keine Diangnose stellen. Aber ich kenne sowas. Das kann deine Psyche sein. Zumindest kann eine Therapie nicht schaden. Versuche es doch einfach ^^

17.04.2015 22:48 • #2


Haim05
Danke schon mal für die schnelle Antwort!
Ich werde mir das mit der Therapie mal genauer angucken und erst mal gucken, wie sich das ganze über die nächsten Tage verhält!

Liebe Grüße!

18.04.2015 12:09 • #3




Dr. Matthias Nagel