Zitat von life:
Die Sache ist ganz einfach und logisch und normal - jeder Mensch hat die Symptome die du hast mal, der Unterschied ist diese bewerten diese anders!
Hallo,
das kann ich bestätigen. Die Palpitationen z.B., die mich so nerven, habe ich bereits seit Jahren. Ich war einmal beim Arzt, der hat ein kleines EKG geschrieben, gemeint, es sei alles ok und ich solle mich mehr schonen. Damit war damals die Sache für mich erledigt und ich habe dieses Herzklopfen nicht mehr so stark empfunden, weil ich ihm keine Bedeutung mehr beigemessen habe.
In meiner Schwangerschaft fing das Herzstolpern an. Ich lag abends im Bett und dachte "Ups, was warn das Lustiges? Was man alles so kriegt als Schwangere..." und gut wars. Herzstolpern ignoriet.
Schwindel und Matschbirne habe ich auch schon lange. Manchmal habe ich es aufs Wetter geschoben, dann auf den Blutdruck, dann auf zu wenig Schlag oder zu wenig Essen und Trinken. Und gut wars. Schwindel war halt da, iss halt so. Leg ich mich halt hin und gut ist.
Kopfschmerzen? Nehme ich ne Paracetamol, gut ist.
Aber seit meiner ersten richtig fetten Panikattacke im Dezember sind alle diese Symptome Vorboten meines nahen Todes! Ich will das nicht ins Lächerliche ziehen, sondern ich glaube das phasenweise wirklich. Herzstolpern und Palpitationen sind Zeichen für mein schwaches Herz, Kopfschmerzen, Schwindel und Matschbirne zeugen von den Durchblutungsstörungen, wegen der ich einmal einfach so umfallen werde. Mal ganz zu schweigen von dem Kribbeln in meinen Extremitäten, das ebenfalls ein Symptom für eine Mangeldurchblutung des Hirns ist....
Ich bewerte diese Dinge, die ich teilweise schon seit Jahren mit mir herumschleppe, vollkommen anders. Und damit sind sie viel präsenter. Psyche und Physis lassen sich ja auch nicht so wie mit dem Skalpell trennen. Wenn ich in einer psychisch labilen Phase schlecht für mich sorge beeinträchtigt das nachhaltig die Funktion meines Körpers (wenig Essen, falsch essen, wenig trinken, wenig Schlaf). Damit erzeuge ich u.U. auch Symptome, die dann wiederum die Angst verstärken können. Dann noch Verspannungen durch eine entsprechende Haltung usw....das ist halt alles miteinander höchst verzworbelt
Von daher wäre eine Therapie sicher gut und vielleicht überlegst Du Dir auch, was Du Dir körperlich gutes tun kannst. Bäder, Mass., Yoga, Entspannungsübungen, Kneippen, (a propos Kneippen, ich qäule mich momentan recht erfolgreich zu Wechselduschen, wenn ich morgens übelst schwummerig bin. Es scheint zu helfen, allerdings befürchte ich dabei immer einen Herzinfarkt zu bekommen.....), da gibt es vieles. Machst Du denn Sport oder etwas zur Entspannung o.ä.?
Ansonsten, liebe Nolleck, kenne ich einiges von dem was Du schilderst, ausser den Schmerzen. Gestern Abend bin ich nach ner knappen Stunde Schlaf z.B. plötzlich mit Herzrasen und Ohnmachtsgefühlen wach geworden..... da ich aber so müde war, gelang es mir diesmal ganz gut wieder einzuschlafen. Sonst liege ich im Bett und denke, wenn Du jetzt wieder einpennst, wars das. Du wirst nie wieder wach werden! Und schrecke dann jedes Mal hoch, wenn ich in den Schlag hinübergleite... gruselig.
Liebe Grüße
Seitanschnitzel