hallo ihr lieben,

ich muß mich mal ausko....
mir geht es im moment wieder mehr als besch..
Ständig habe ich schmerzen, kopf, links in der brust und herzgegend, in armen, nacken, ect.
seit vorgestern wiederso schlimm, dass ich denke, es geht zu ende. nicht nur wegen der schmerzen. Dieser druck im kopf, ich habe das gefühl ich sehe alles zeitverzögert, mir ist schummerig, wackelige beine, absolut keine kraft. hände zittern. herzrasen, rhytmusstörrungen, aber ich habe keine panikattacke.
gestern abend war es so schlimm, dass ich angst hatte schlafen zu gehen, weil ich dachte ich wach nicht mehr auf.
ich wollte schon wieder den notarzt rufen. hab es dann aber gelassen, weil ich dachte, denen sagst du dass unter einer angststörrung leidest und dann biste eh abgestempelt.
nimmt dich eh net ernst.
ich kann einfach nicht mehr. die psychotherapie bringt mich nicht weiter. denn ich meine, ich bekomme angst wenn ich körperliche symptome habe. nicht umgekehrt. ich versuche mich abzulenken, aber es funktioniert nicht.
ich weiß nicht mehr weiter....

03.06.2012 11:54 • 07.06.2012 #1


7 Antworten ↓


Hi,

du hast ein Satz geschrieben, wo ich auch immer gedacht habe mich versteht keiner:

" ich bekomme angst wenn ich körperliche symptome habe. nicht umgekehrt."

Jein..körperliche Symptome entstehen oder verstärken sich durch der Angst auch wenn du glaubst, in diesem Moment keine Angst zu haben. Ich habe auch manchmal Phasen in denen es mir gut geht aber die Symptome sind noch mehr oder weniger vorhanden. Was bei mir hilft, nicht auf Krampf ablenken. Ich sage mir, die Symptome sind da, es wird mir nichts passieren, alles easy. Was glaubst du, wie schnell die sich zurückbilden. Ich habe auch manchmal wochenlang nur über die Symptome nachgedacht, sowas bringt dich aber kein Stück weiter. Akzeptiere diese als temporäre Begleiterscheinungen, die sind nicht das Problem. Es ist schwer aber machbar.

Auch ich hatte gestern Abend Schwindel, Herzstolpern usw. Ich war dennoch im Club, habe bisschen gefeiert und ich lebe noch. Mir geht es auch heute besser als wenn ich gestern nicht gewesen wäre, da bin ich mir sicher. Also Kopf hoch, wenn du ärtzlich untersucht worden bist und nichts gefunden wurde hast du es selbst in der Hand ob die Symptome für dich ein Problem sind oder nicht.

Alles Gute.

03.06.2012 12:07 • #2


ja das problem ist, wenn ich keine körperlichen beschwerden habe geht es mir gut. keine angst, keine panik.
ich lenke mich nicht auf teufel komm raus ab, weil das geht meines erachtens auch gar nicht. aber es gab zeiten da habe ich mich mich auf die couch gelegt und das wars dann. ich bin soweit, dass ich weiß dass dies genau nichts bringt. also habe ich angefangen trotzdem weiter zu machen. raus zu gehen, und so.

ich bin ärztlich abgecheckt, ja. ich will dem auch trauen. aber manchmal fällt essehr schwer.
naja, es gibt ja nur zwei möglichkeiten, entweder man "überlebt" es oder man fällt um.

03.06.2012 17:40 • #3


ich kenne das auch alles, mit den symtomen, einpaar wochen oder tage das eine, dann kommt was anderes.......im moment habe ich brustschmerzen , da mein bruder vor kurzem herzinfarkte hatte und ich jetzt eben auch die schmerzen wie herzinfarkt habe, dann könnte ich AUCH VERRÜCKT werden........

ich kann mich einigermassen mit hörbüchern ablenken, von louise hay, oder engelsmeditation und sowas, das hat mir viel geholfen.....

aber weg geht das bei mir auch nicht, aber man lernt vielleicht etwas besser damit umzugehen......ich wünsche es dir von ganzem herzen, ich bete für dich und schicke dir engel um hilfe, die du übrigens auch selbst um hilfe bitten kannst......

ganz liebe grüsse an dich und denk dran ,,,,du bist gesund......es ist der kopf !

03.06.2012 18:35 • #4


@ StrassenkindKs

danke für deine engel

03.06.2012 19:45 • #5


Hey ich rate dir zu einer Verhaltenstherapie - das mal am Rand.

Du hast Recht wenn du sagst, dass du Angst bekommst wenn du körperliche Symptome hast.

Die Sache ist ganz einfach und logisch und normal - jeder Mensch hat die Symptome die du hast mal, der Unterschied ist diese bewerten diese anders!

Zum anderen scheinst du dich einfach ziemlich reinzusteigern.

Es kann stimmen dass du diese Symptome echt stark erlebst, doch das liegt nicht daran dass mit dir irgendwas nicht stimmt, sondern ganz eiinfach daran dass deine ganze Aufmerksamkeit (unbewusst) total auf dein Inneres, deinen Körper gerichtet ist. Dadurch wirst du zwangsläufig alles viel intensiver erleben.

Du schreibst das wäre keine Panikattacke, dem muss ich widersprechen.

Das ist deine Art der Panikattacke, du steigerst dich rein du spürst ein Symptom - das bewertest du falsch nämlich negativ mit zB Angst vorm Sterben etc. - dann schaust du automatisch wie ein gedanklicher "Check" nach dem Motto " ok ich verspüre gerade einen Druck im Kopf,... schei... was ist mit meiner Lunge? Atme ich noch ok? was ist mit meinen händen?"

Diesen Gedankenprozess kriegst du nicht mit aber er ist da - deswegen musst du dir dem bewusst werden.


Du musst anfangen zu verstehen die Symptome sind normal, vlt. verstärkt wegen deiner übertriebenen Aufmerkamkeitslenkung auf deinen Körper ( dahinter steckt die Überzeugung das mit dir iwas nicht stimmt).


Du musst ansetzen an der Bewertung - Der Fehler den du machst ist dass du die Symptome falsch bewertest. Bewerte sie anders, sage dir ok ich verspüre einen Druck im Kopf aber was solls, wirds schon weggehen.


Hoffe dir damit geholfen zu haben

05.06.2012 18:53 • #6


Zitat von life:

Die Sache ist ganz einfach und logisch und normal - jeder Mensch hat die Symptome die du hast mal, der Unterschied ist diese bewerten diese anders!


Hallo,
das kann ich bestätigen. Die Palpitationen z.B., die mich so nerven, habe ich bereits seit Jahren. Ich war einmal beim Arzt, der hat ein kleines EKG geschrieben, gemeint, es sei alles ok und ich solle mich mehr schonen. Damit war damals die Sache für mich erledigt und ich habe dieses Herzklopfen nicht mehr so stark empfunden, weil ich ihm keine Bedeutung mehr beigemessen habe.

In meiner Schwangerschaft fing das Herzstolpern an. Ich lag abends im Bett und dachte "Ups, was warn das Lustiges? Was man alles so kriegt als Schwangere..." und gut wars. Herzstolpern ignoriet.

Schwindel und Matschbirne habe ich auch schon lange. Manchmal habe ich es aufs Wetter geschoben, dann auf den Blutdruck, dann auf zu wenig Schlag oder zu wenig Essen und Trinken. Und gut wars. Schwindel war halt da, iss halt so. Leg ich mich halt hin und gut ist.

Kopfschmerzen? Nehme ich ne Paracetamol, gut ist.

Aber seit meiner ersten richtig fetten Panikattacke im Dezember sind alle diese Symptome Vorboten meines nahen Todes! Ich will das nicht ins Lächerliche ziehen, sondern ich glaube das phasenweise wirklich. Herzstolpern und Palpitationen sind Zeichen für mein schwaches Herz, Kopfschmerzen, Schwindel und Matschbirne zeugen von den Durchblutungsstörungen, wegen der ich einmal einfach so umfallen werde. Mal ganz zu schweigen von dem Kribbeln in meinen Extremitäten, das ebenfalls ein Symptom für eine Mangeldurchblutung des Hirns ist....

Ich bewerte diese Dinge, die ich teilweise schon seit Jahren mit mir herumschleppe, vollkommen anders. Und damit sind sie viel präsenter. Psyche und Physis lassen sich ja auch nicht so wie mit dem Skalpell trennen. Wenn ich in einer psychisch labilen Phase schlecht für mich sorge beeinträchtigt das nachhaltig die Funktion meines Körpers (wenig Essen, falsch essen, wenig trinken, wenig Schlaf). Damit erzeuge ich u.U. auch Symptome, die dann wiederum die Angst verstärken können. Dann noch Verspannungen durch eine entsprechende Haltung usw....das ist halt alles miteinander höchst verzworbelt

Von daher wäre eine Therapie sicher gut und vielleicht überlegst Du Dir auch, was Du Dir körperlich gutes tun kannst. Bäder, Mass., Yoga, Entspannungsübungen, Kneippen, (a propos Kneippen, ich qäule mich momentan recht erfolgreich zu Wechselduschen, wenn ich morgens übelst schwummerig bin. Es scheint zu helfen, allerdings befürchte ich dabei immer einen Herzinfarkt zu bekommen.....), da gibt es vieles. Machst Du denn Sport oder etwas zur Entspannung o.ä.?

Ansonsten, liebe Nolleck, kenne ich einiges von dem was Du schilderst, ausser den Schmerzen. Gestern Abend bin ich nach ner knappen Stunde Schlaf z.B. plötzlich mit Herzrasen und Ohnmachtsgefühlen wach geworden..... da ich aber so müde war, gelang es mir diesmal ganz gut wieder einzuschlafen. Sonst liege ich im Bett und denke, wenn Du jetzt wieder einpennst, wars das. Du wirst nie wieder wach werden! Und schrecke dann jedes Mal hoch, wenn ich in den Schlag hinübergleite... gruselig.

Liebe Grüße
Seitanschnitzel

05.06.2012 20:24 • #7


ich danke euch für eure ausführlichen antworten.

@life
eine verhaltenstherapie mache ich bereits. vorher machte ich eine tiefenpsychologische therapie, die mir mehr als schlecht tat. von daher habe ich sie abgebrochen.
die vt tut mir auch ganz gut, und ich komme besser klar. ich habe seit etwa 3monaten keine panikattacke mehr gehabt. also, das was ich jetzt habe sind definitiv keine PAs. Denn die kenne ich zur genüge, und die sind mehr als ein mal im KH geendet.
Sicher bewerte ich, oder wir, die symptome über. da widerspreche ich garnicht. Ich bin auch ruhiger im umgang mit den symptomen geworden. aber manchmal ist es so heftig von den schmerzen, dass dann doch sorgen aufkommen und angst.
aber deine worte haben mich mal wieder zum nachdenken gebracht und das ist gut.

@seitanschnitzel
therapie mache ich, und nächste woche gehts zum besprechungstermin in eine tagesklinik.
ich bekomme regelmäßig Mass.. und auch so tue ich einiges nur mich selbst. ich habe mir den druck genomen, alles perfekt machen zu müssen, ich lass auch mal was liegen. ich lese wieder viel, und sticke, dasist meine entspannung.
das mit dem hochschrecken kenne ich auch. anfangs wußte ich nicht wie mir geschieht und was das ist. aber jetzt lass ich mich nicht mehr davon stören. ich habe das oft, wenn ich mich mittag was hinlege und eindöse. abends komischerweise nur gaaanz selten.

07.06.2012 15:23 • #8




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