Huhuuu,

Mann, ich geh mir mittlerweile sowas von selbst auf die Nerven - ich weiss langsam echt nicht mehr weiter..Den ganzen Tag war es gut - ich hab mir gesagt, dass die Schmerzen in den Händen / Füßen vielleicht Rheuma oder so sind...Aber eben hat sich mein Fuß verkrampft und mein Fuß und Bein fühlen sich auch kribbelig an, so wie kurz vorm Einschlafen..Das hat mich wieder total zurückgeworfen..Vor allem das mit dem Verkrampfen..
Warum kann es mir nicht mal länger als ein paar Stunden am Stück gut gehen?!?!! - vielleicht hab ich ja echt ALS..Ich mein - die ganzen Symptome bilde ich mir doch nicht ein..Wobei ich mich halt frage, ob es wirklich in den Händen UND Füßen anfangen kann - ich google aber jetzt nix dazu..Aber ich glaub, es fängt nur an einer Stelle an...Würde dann doch eher für Rheuma oder so sprechen aber WARUM hatte ich dann eben einen Fußkrampf und WARUM fühlt sich alles so kribbelig an!?! Und das, obwohl es mir heute eigentlich gut ging und ich wirklich guter Dinge war
Ich bin einfach nur frustriert und sauer und will endlich auf andere Gedanken kommen! Ich will meine Kinder nicht mehr ansehen und denken, dass sie bald keine Mama mehr haben - das ist doch KRANK!

Frustrierte Grüße
Lucky

01.10.2010 18:33 • 03.10.2010 #1


16 Antworten ↓


Hallo Lucky,ich hatte Dir schon mal geantwortet nachdem Du insbesondere auch eine Bandscheibenverkrümmung geschildert hast.Dieses Taubheitsgefühl hatte ich speziell im Fuß aber mein Neuro-Chirurg hat gesagt das könnte durchaus zusätzlich in den Armen auftreten.Kribbeln,Fuß schläft ein,diese ganzen Symptome hatte ich auch.Ich konnte mit den rechten Fuß nicht mal nen Schuh anziehn weil ich ihn nicht mehr steuern konnte.Alles was rauskam war "nur" ein Bandscheibenvorfall.laß doch mal ein MRT machen von der LWS od HWS je nachdem wo diese Krümmung bei Dir ist.Liebe Grüße Maggie

01.10.2010 19:43 • #2


Hi Maggie,
danke für Deine Antwort - ich glaub allerdings, Du verwechselst mich..
Ich hab keine Bandscheibenkrümmung
LG
Lucky

01.10.2010 19:50 • #3


Hallo Lucky,

ich bin ganz neu hier, lese aber schon ein paar Tage mit.
Ich kenne das, was du schreibst, dieses Gefühl, dass es doch so nicht mehr weitergehen kann mit mir. Die Ängste rauben die ganze Lebensfreude. Ich beneide oft Menschen, die einfach unbeschwert sind und die tollsten Zukunftspläne schmieden. Ich "trau mich das nicht", weil ich ja immer an meiner Zukunft zweifle.
Mein Angstfokus liegt auf Krebs. Egal, wo mir was wehtut (oder auch nicht), es könnte immer Krebs sein, der dahintersteckt.
Und weißt du, was mir aufgefallen ist hier im Forum? Dass Menschen mit denselben Symptomen doch verschiedene Krankheitsbilder dahinter vermuten. Was du beschreibst, wäre bei mir wahrscheinlich ein Tumor im Rückenmark oder im Gehirn - eben weil mein Fokus auf dieser Krankheit liegt und mir ALS erst gar nichts sagte und mich jetzt auch erstaunlich "kalt lässt"...
Ich habe eine Therapie angefangen und dann abgebrochen, weil mir der Therapeut nicht lag. Er hat mir dennoch etwas "beigebracht", was mir ab und an hilft: ich stelle mir, wenn es "mich überkommt", etwas komisches, völlig absurdes vor. Das lenkt meine Konzentration von dem Thema weg - und sei es nur kurz - und verhindert damit, dass ich total panisch werde.
Letztes Jahr habe ich dann längere Zeit eine Therapie gemacht und frage mich seitdem immer, warum ich mich so wichtig nehme in dieser großen Welt? Und ja, mit dem Gedanken gehe ich manchmal raus und freue mich daran, dass es viel mehr gibt, als mich. Und seit ich zwei Kinder habe, weiß ich, dass ich nicht einfach weg bin, wenn ich mal sterbe, sondern in meinen Kindern weiterlebe. Irgendwie hilft mir das.

Auch wenn ich dir jetzt nochmal sage, dass ich alle deine Symptome - ganz ohne Wissen über ALS - auch schon hatte - über Jahre hinweg - und bei mir Nerveneinklemmungen im Bereich des Kreuzbeins dahintersteckten, dann wird dich das nicht beruhigen. Aber: du musst es einfach akzeptieren, dass du niemals "sicher sein kannst", keiner von uns hier. Aber wir haben die Wahl, ob wir uns damit abfinden und uns mit unserem Befürchten das Leben zur Hölle machen wollen (als solche empfinde ich diese panischen Ängste) oder ob wir uns in die Hände von entsprechend geschulten Therapeuten begeben und unser Leben hier auch wirklich LEBEN. Mit diesen Ängsten kann man es doch nicht wirklich leben nennen, es ist ein einziger Kampf. Und gegen wen kämpfen wir eigentlich? Gegen uns selbst. Es ist ein Kampf, den wir nur verlieren können...

Allen, die hier von Krebsangst geplagt sind, kann ich ein Buch wärmstens empfehlen: "Das Antikrebs Buch" von David Shervan-Schreiber. Und auch sein Buch "Die neue Medizin der Emotionen" ist sehr sehr gut und hilfreich. Gerade bei Ängsten und Depressionen.

Er macht so richtig gut deutlich, dass doch unser Körper die Kraft hat, krank zu werden aber ebenso die Kraft wieder gesund zu werden bzw. nicht erst krank zu werden. Warum wollen wir uns selbst nicht vertrauen? Ich weiß doch wohl am besten was ich brauche? Wenn ich das nicht stetig ignoriere, dann schaffe ich mir damit beste Voraussetzungen, mein Leben genießen zu können und dabei gesund zu bleiben...

Jetzt hab ich mal nach der ALS geschaut: sie ist insgesamt selten, trifft Männer häufiger als Frauen und hauptsächlich zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf. Also im Ernst, wieso glaubst du denn, dass du überhaupt daran erkrankt sein könntest? Die Wahrscheinlichkeit liegt wohl bei unter einem Prozent!!
Ich frage mal andersherum: wenn ich dir anbieten würde, für 1000 Euro ein Los zu kaufen, mit welchem zu mit 1% Wahrscheinlichkeit deinen Einsatz verdoppelst und mit 99% Wahrscheinlichkeit alles verlierst. Würdest du es kaufen??
Ich denke mal nein!
Aber warum glaubst du dann, dass du diesen "Treffer" in Bezug auf diese Krankheit landen könntest?
Merk dir das - und es wird dir in Kürze schon viel besser gehen!

Lass dich umarmen. Ich weiß, dass es so einfach nicht abzuschalten geht. Aber reiß dich mal da raus, geh unter Leute und mach etwas, woran du "früher" immer Spaß hattest. Tu es deiner Tochter zuliebe, wenn du es nicht für dich schaffst. Kinder geben soviel Kraft! Nimm sie doch an. Deine Tochter braucht dich - jetzt und in 30 Jahren immer noch! Und sie wird dich auch in 50 Jahren noch haben, ganz sicher!

Liebe Grüße,
Sabine

02.10.2010 07:34 • #4


jadi
liebe lucky..ich bitte dich das googlen ganz zu lassen............es bringt dich nicht weiter du bildest dir immer mehr symptome ein.....ich lese hier jeden tag deine beiträge und habe den eindruck es wird schlimmer statt besser..........du verrennst dich total in deine symptome....die alle von deinem kopf kommen...............ich habe dir schon viele gute tipps gegeben...bitte versuche doch mal deine denkweise zu ändern.........fahr doch mal den leckarschweg.............der wird dir helfen..........es ist traurig das zubeobachten

02.10.2010 07:58 • #5


Hallo Ihr Beiden,
vielen Dank..
@Sabsi: Danke für Deinen tollen Beitrag - der hat mich wirklich sehr bewegt, weil Du ja so Recht hast..Warum ich darauf komme, dass ich das haben könnte?
Also angefangen hatte es mit Schmerzen in der rechten Wade - wie aus Spaß hab ich mich über die Krankheit informiert und dann nach und nach diverse Symptome entwickelt..Die Schmerzen in der Wade kamen übrigens von leicht erweiterten Venen durch die Schwangerschaft..
Naja, auf jeden Fall bin ich dann mit den ganzen Symptomen zum Hausarzt, der natürlich nichts von meiner Krankheitsangst wusste / weiss und das ernst genommen hat. Hat gleich einen Bluttest gemacht und dabei kam raus, dass mein CK-Wert stark erhöht war..Er meinte, dass würde mich in der Annahme bestätigen, dass was mit meinen Muskeln nicht stimmt..Dadurch hab ich quasi ein richtiges ALS-Trauma bekommen - das war fast der schlimmste Tag meines Lebens und ich bin abends noch in die Notaufnahme...Ich wusste ja, dass der CK Wert ein Indiz dafür ist, dass sich Muskeln abbauen. Abends in der Notaufnahme war der Wert schon fast zur Hälft wieder runter (auf 1000, 140 ist normal) und dann ein paar Tage später war er noch bei 450..Danach hab ich mich nicht mehr getraut, einen Bluttest machen zu lassen..Also seitdem überlege ich ständig, wie wohl der Wert ist, lasse es aber nicht mehr kontrollieren..Der Neurologe sagte mir dann, der Wert könne sehr schnell bei Belastung etc. hochgehen und mir ist dann eingefallen, dass ich an dem Tag der ersten Blutentnahme Muskelkater hatte..WÄRE eine mögliche Erklärung und auch dass der Wert zurückging, aber ich hab wie gesagt keinen Test mehr gemacht bislang und hab Angst, dass er immer noch zu hoch ist..450 war ja immer noch sehr hoch, wobei das auch nur eine Woche später war und die Tendenz fallend war...
Daher kommt auf jeden Fall mein ALS-Trauma, weil ich an dem Tag so geschockt war, dass ich überzeugt war, dass jetzt alles zu Ende ist. Ich hatte einen richtigen Zusammenbruch...

@Jadi: Ich weiss, dass Du schon so oft geschrieben hast und ich könnte verstehen, wenn Du langsam keine Lust mehr hast, mich aufzubauen..
Ich strenge mich derzeit aber wirklich an und versuche positiv zu denken, wirklich! Mein Mann hat mir aber eben gesagt, dass er Mittwoch nicht da ist und auch meine Mutter und Schwester sind weg und jetzt hab ich schon wieder Panik, den ganzen Tag allein zu sein...Meistens ist dann was - ich hab einfach Angst vor meinem eigenen Körper derzeit - verrückt

LG
Lucky

02.10.2010 10:52 • #6


aber wie kommst du denn darauf, dass es eine derartige krankheit sein könnte? du liest beim googlen wahrscheinlich nur das bedrohlichen, nicht die besänftigenden informationen, was? da steht doch eindeutig, dass selbst jogging die konzentration auf ca. 1000 steigen lassen kann. und bei ner muskelerkrankung ist der wert bei 25000 steht da noch. außerdem fällt er doch dann nicht wieder ab - und gleich mal gar nicht in so kurzer zeit?!

also entschuldige mal: das ist doch ein ganz klarer fall. du hattest muskelkater, deine muskeln waren beansprucht worden, daher der erhöhte wert. und dann ließ der muskelkater nach und der wert fiel ab. da brauchst du dir nun wirklich mal absolut keine gedanken machen.

du brauchst einfach ruhe und entspannung und ne riesige portion gelassenheit.
und wenn es wirklich allein der punkt ist, dass du dich so um deine kinder sorgst, so bist du doch in der luxuriösen situation einen mann zu haben, der dann noch für sie da WÄRE - groß geschrieben, weil quatsch! du bist und BLEIBST ja da.
so und nun atme mal tief durch, nimm dich selbst nicht so wichtig und überleg mal, mit wem du dich mittwoch verabreden könntest.

02.10.2010 14:06 • #7


Hi Sabsi,
Du hast ja so Recht und ich glaub auch, ich brauch einfach jemanden, der mir mal in den A** tritt Hat Jadi übrigens auch schon gesagt..
Klar ist es logisch zu erklären, aber man steigert sich so schnell in was rein - Du bist ja sicher auch nicht umsonst hier, oder?! Ich hatte halt Muskelzuckungen etc. etc. - die ganze Pallette eben - wobei mich der Hausarzt zusätzlich verunsichert hat - vor allem, als er dann noch was von Muskelbiopsie gesagt hat und mir "viel Glück" gewünscht hat..
Er ist ein Nachbar von uns, daher war mir das mit meiner Krankheitsangst peinlich und ich hab nix davon gesagt..Sonst hätte er wahrscheinlich anders reagiert..

Naja, wir waren gerade spazieren und ich hab das Ziehen in den Beinen soweit ignoriert und mir gesagt, dass es kein Wunder ist, da ich seit 2 Jahren KEINE Sport mehr mache (durfte in der Schwangerschaft nicht) und ziemlich untrainiert bin (dabei allerdings trotzdem zu dünn, was mir dann auch immer wieder Sorgen macht )

Naja, danke auf jeden Fall - ich versuche mich wirklich zusammen zu reißen und endlich mit dem Thema abzuschließen - hab ich mir aber schon öfter vorgenommen...haha

Wie geht es Dir denn überhaupt?
LG
Lucky
P.S.: Danke, dass Du Dich so mit der "Materie" beschäftig hast - KLAR lese ich nur das Bedrohliche - ich hab direkt mit ALS angefangen und alles andere außen vor gelassen - super dämlich, ich weiss...Naja, ich google aber eh nix mehr - das ist überhaupt nicht gut...

02.10.2010 16:02 • #8


Nataraja
Ich kann Sabsi nur vollkommen Reht geben!

Zitat:
David Shervan-Schreiber. Und auch sein Buch "Die neue Medizin der Emotionen" ist sehr sehr gut und hilfreich. Gerade bei Ängsten und Depressionen.


Das kann ich auh sehr empfehlen.. ir wurde es ausgeliehen und ich bin grad dabei das abends zu lesen.. vor allem in Situationen, wenn ich mal wieder nicht einschlafen kann, weil ich ir so Gedanken mach, oder der Tinnitus ganz schlimm ist..da nehm ich mir das Buch und lese.. und wie ein Wunder beruhigt es mich gleich total.

Liebe Lucky, ich hab dir auch schon gesagt, dass du sicherlich kein ALS hast; dass es völlig normal ist mal Muskelkater zu haben..

Wenn du dir das Buch mal durchliest, wirst du verstehen wie es dazu kommt, dass du solche Symptome hast.. es hängt alles von dir hab.. von deiner Psyche.. die ist so enorm mächtig!

Klar, wenn man ständig vor was Angst hat, dann setzt man seinen Focus darauf.. wie soll es da besser werden?

Ich hab auch schon mal gesagt, dass man sich einfach mal sagen muss, dass es die Psyche ist.. wenn du ALS hast, dann würde es auch nichts ändern, ob du daran denkst oder nicht.. und wie gesagt..die Warscheinlichkeit ist so gering... du solltest dir eher Gedanken darum machen, dass etwas mit deiner Psyche nicht stimmt.. diese Warscheinlichkeit ist nämlich extrem hoch und dagegen kann man was tun.. aber man muss sich eben aktiv dait beschäftigen und nicht diese Möglichkeit einfach verdrängen!

Mir geht es auch grausam..ja, ich bin nicht um sonst hier angemeldet.. aber seit ich das Buch lese und selbst festgestellt hab, dass es mir besser geht, wenn ich mal garnicht an meinen Körper denke, weil ich meinen Focus auf etwas anderes lege.. da ist mir klar, dass es auch besser werden kann.. und es wird auch besser.. man hat auch immer Rückschläge, aber gib dich nicht auf! Mit der Einstellung die du derzeit hast, tust du es nämlich..

Auch wenn es jetzt hart klingt.. es ist einfacher sich eine Krankheit einzuregen, als gegen die eigene Psyche anzukämpfen..

Sei einfach mal stark und kämpf endlich dagegen an!

03.10.2010 07:11 • #9


Liebe Lucky,

ich verstehe dich zu gut - ich machs ja selbst nicht anders. Insofern schreibe ich dir genau das, was mir eigentlich auch geschrieben werden müsste - nur bezieht sich meine Angst auf Darmkrebs (zurzeit - obwohl - eigentlich schon seit ca. 14 Jahren
Es hält sich allerdings in Grenzen, also ich bin nicht panisch zurzeit.
Ich hab halt (seit Jahren) oft Bauchschmerzen - und ich merke ganz deutlich einen Zusammenhang zwischen Stress und den Empfindungen. Wenn ich mich aufrege, dann liegt mir das im wahrsten Sinne wie ein Stein im Magen - was mir dann wieder Angst macht usw.

Ich bin übrigens auch recht untrainiert und doch sehr dünn. Was mich auch manchmal verunsichert. Andererseits sage ich mir immer, dass es doch bestimmt schon schlimm um mich stünde, wenn " da wirklich was wäre", dabei sind die Symptome immer dieselben. Mal mehr, mal weniger... Also realistisch gesehen, hab ich eher nen Reizmagen/Reizdarm, als Darmkrebs. Aber mein Fokus liegt bei allem immer auf der entsprechenden Krabsart. Seit ich Shervan-Schreibers Buch gelesen habe, geht es mir aber doch deutlich besser. Denn er zeigt auf, dass es kein unabwendbares Schicksal ist - und selbst wer Krebs hat, muss nicht daran sterben. Das hat mir Kraft gegeben. Und ich arbeite auch viel an meiner Ernährung - und das gibt mir auch ein gutes Gefühl. Weißt du, wenn ich denke, dass ich etwas für mich tun kann, dann geht es mir besser.
Und ich bin dabei, mich mit meinem Körper zu verbünden: zusammen schaffen wir das! Ich darf nur der Psyche nicht soviel negativen Spielraum geben.
Weißt du, was mir hilft, wenn ich sehr negativ denke? Ich lächle.
Versuchs mal. Wenn man lächelt, ist es extrem schwer, zu glauben, dass man zum Sterben veruteilt ist. Zumindest ists bei mir so, dass ich, sobald ich lächle, auch plötzlich Platz in meinem Kopf mache für positive Gedanken.

Und sag mal, wie wäre es denn, wenn wir eine "aus dem Angst-Teufelkreis-rauskommen-Motivier-Gruppe" gründen? Das wäre doch mal was.
Wir könnten uns täglich irgendetwas vornehmen, was wir für uns tun wollen - und dann gegenseitig "kontrollieren", wie erfolgreich wir waren.

Ich weiß zum Beispiel, dass mir Sport enorm hilft. Der sorgt für Glückshormone und ich bekomme den Kopf frei. Vielleicht sollte ich heute gleich mal wieder was tun... Ja, die Sonne scheint. Das Leben ist schön - und ich lebe doch! Und - abgesehen von meinen Ängsten - auch sehr gut und glücklich. Also: auf in den Kampf!!

03.10.2010 08:19 • #10


jadi
lucky...nun hör mal zu.....wir haben einen trauerfall im freundeskreis...eine süsse kleine family wurde auseinander gerissen durch einen unfall.....meine freundin hat ihren mann verloren ihre kleine süsse tochter ihren papa......man sollte lieber jede freie minute seines leben geniessen und nicht nur auf sein inneres hören und sich mit eingebildete wehwehchen beschäftigen..(es ist so!!)ignoriere sie du weisst tief in dir drin es ist ne kopfsache....ändere deine denkweise.und konzentriere dich auf deine süsse kleine family.........nutze es.........es kann jeden tag alles aus sein ,egal auf welche weise.....schrieb dir letztens schon...wenn du ALS wirklich hättest ....(was unheilbar ist)müsstest du deine restliche zeit auch nutzen um dein leben noch zu leben...........

03.10.2010 09:02 • #11


Hi,

Ihr habt Recht und gestern war der erste Tag seit langem, an dem ich mich wirklich besser gefühlt hab, DANKE
Ich hab mir jetzt vor Augen geführt, dass die Wahrscheinlichkeit wirklich gering ist und versuche, Zucken etc. zu ignorieren..Heute morgen tun mir meine Gelenke der rechten Hand weh und ich hatte mal wieder das Gefühl, dass die Hand schwach ist, aber ich ignoriere es und es klappt auch ganz gut

@Sabsi: Darmkrebs war bei mir von Januar bis Juni ein ganz großes Thema. Ich hatte davor so eine Panik, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte - ein HALBES Jahr lang..Ausgangspunkt war Blut und 2 positive immunologische Selbsttests..Hatte natürlich auch ALLE Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Blässe etc. Ich konnte allerdings keine Spiegelung machen lassen, da ich schwanger war..8 Wochen nach der Geburt hab ich es dann machen lassen - war natürlich alles ok.
WENN es Dich wirklich so beunruhigt, dann lass doch eine Spieglung machen - das ist in 20 Minuten erledigt - warum quälst Du Dich seit 14 Jahren?! - von der Spiegelung bekommst Du überhaupt nichts mit und die Vorbereitung ist mittlerweile auch viel einfacher geworden (also das Abführen)..Ich empfand es wirklich als überhaupt nicht schlimm und war danach sehr erleichtert.

LG
Lucky

03.10.2010 09:37 • #12


Danke Lucky, du machst mir Mut.
Vielleicht sollte ich echt mal ne Spiegelung machen lassen?
Aber davor hab ich auch Angst.
Mein Arzt meinte, das sei überhaupt nicht nötig, denn es spräche rein gar nichts dafür, dass ich irgendetwas habe (außer meines psychischen Problems...)
Wann hattest du denn Blut im Stuhl? Ich hab in dem anderen Beitrag schon meinen "Werdegang" geschrieben, mein Arzt meint, das kann ganz häufig passieren...

03.10.2010 10:12 • #13


Hi Sabsi,

bei mir meinte der Arzt auch, es sei nicht nötig, da es sicher durch eine harmlose Entzündung oder durch die Schwangerschaft käme - aber beruhigt hat mich das nicht..
Wie alt bis Du denn? Ich als wahrer "Darmkrebs-Experte" kann Dir sagen, dass das in jüngeren Jahren eh so gut wie gar nicht vorkommt (aber das hast Du sicher selber auch schon alles in Erfahrung gebracht)..Und wenn Du seit 14 Jahren schon Darmkrebs hättest, dann würdest Du das garantiert merken, glaub mir - das ist sehr unschön und bei Dir ganz sicher rein psychisch...
Aber wie gesagt - MICH hat nur die Spieglung beruhigt, daher ist Darmkrebs doch eine "ganz gute" Krankheit, weil man sie so schnell und problemlos ausschließen kann.
Du brauchst vor der Spiegelung wirklich absolut keine Angst zu haben - ich wollte es selber nicht glauben (obwohl mir das auch alle gesagt haben), aber es ist wirklich so...Du bekommst ein Dormicum und schläfst das ganze locker durch..Und wie gesagt, das Abführen hat sich auch schon sehr verbessert. Ich musste nur am Abend vorher und am nächsten Morgen je einen Liter trinken und vom Geschmack her ging es..Ich hatte nämlich voll Angst, dass ich mich davon übergeben muss, aber leicht gekühlt und mit Nase zu war es kein Problem
Ich hatte das Blut im Januar entdeckt und dann im Februar und im März je einen Test gemacht - die waren wie gesagt positiv und das war dann jedes Mal mal wieder ein Weltuntergang und sicheres Todesurteil für mich

Also mach Dich nicht länger verrückt und lass es machen.
LG
Lucky

03.10.2010 12:28 • #14


jadi
ich habe die spieglung auch vor 2 monaten machen lassen aus den selben gründen wie du lucky...blut im stuhl....bauchweh.........und ich muss sagen nur die abführung war nen krampf einen tag vorher.....die spieglung an sich ging nur das ich nicht einschlief trotz schlummerspritze.........und danach war alles oki........kein befund alles supi.........und bei dir wird auch nix sein sbsi.lg jadi

03.10.2010 12:30 • #15


aber mein arzt erklärt mich echt für blöde, wenn ich da hingehe und auf ne spiegelung bestehe - eben weil er von meinem problem weiß und meint, dass man nicht mehr untersuchungen machen muss, als wirklich medizinisch nötig.
außerdem ist es auch so, dass man mit unserer veranlagung zwar die eine sache ausschließt, dann aber ruck zuck die nächste auf der tagesordnung steht...

03.10.2010 13:42 • #16


..ja, das stimmt schon. Es kommt halt darauf an, wie sehr es Dich belastet..Ich hab das Thema seitdem durch und wenn diese ALS Sache ausgestanden ist, hab ich auch so ziemlich alle Krankheiten durch, die mir Angst machen bzw. ich google ja nix mehr und weiss somit auch nix mehr
Naja, wenn es nur an dem Arzt hängt, dann sag ihm, Du hättest so einen Selbsttest gemacht (gibt es von Heumann, kannst Du auch im Internet bestellen) und der wäre positiv gewesen..Dann MUSS er eine Spiegelung machen..
Aber wie gesagt, ich weiss nicht, ob Dir das wirklich hilft oder ob das nicht Kontra-Produktiv ist, weil Du Dich dann auf die nächste Sache stürzt..
Naja, im Grunde weisst Du ja selber, dass es unmöglich ist, seit 14 Jahren Darmkrebs zu haben und Du jetzt noch hier sitzt
LG
Lucky

03.10.2010 19:08 • #17





Prof. Dr. Heuser-Collier