Sorry, wenn ich hier kurz einhaken muss:
Die EBV-infektion hat man nur einmal - richtig, denn der Virus bleibt für immer im Körper. 97% der 30jährigen sind infiziert. Durch den EBV wird das Pfeiffrische Drüsenfieber ausgelöst, welches verschiedene Verlaufsformen hat: Einmalig, chronisch und rezidivierend.
Die Ersterkrankung wird häufig für einen starken grippalen Infekt gehalten, daher wird "Pfeiffrisches Drüsenfieber" oft gar nicht diagnostiziert, weil es einfach nicht erkannt wird. Meistens wird es erst diagnostiziert wenn die Symptome massiv über einen grippalen Infekt hinaus gehen: Schwindel, dass man nicht mal mehr alleine auf die Toilette gehen kann, starkes Fieber und noch viele andere dinge die wir hier gar nicht wissen wollen. Wird die Ersterkrankung am Pfeiffrischen Drüsenfieber nicht richtig auskuriert, kann sie sich zu einer chronischen oder rezidivierenden Verlaufsform entwickeln.
Die rezidivierende Verlaufsform zeichnet sich dadurch aus, dass sie in unterschiedlichen Zeiträumen wieder aufflammt. Rezidivierend halt. Bei diesem Aufflammen sind die Symptome aber wesentlich "zahmer" als bei der Ersterkrankung. Die EB-Viren sind während eines solchen Aufflammens MEIST wieder aktiver. Sind die EBV-Werte im Labor erhöht, spricht das für einen "Pfeiffer-Schub". Sind die EBV Werte im Bereich einer "abgelaufenen" Infektion (Viren da, aber nicht aktiv) heisst das aber nicht automatisch, dass definitiv kein Pfeiffer aktiv ist, sodnern nur, dass die Wahrscheinlichkeit geringer ist.
Schulmedizinisch kann Pfeiffrisches Drüsenfieber wenn, dann nur symptomatisch behandelt werden. Heilpraktiker haben meist Behandlungsmethoden die gegen Pfeiffrisches Drüsenfieber helfen sollen. Das geht von der Eigenbluttherapie bis zu intravenösen Vitamincocktails. Wer auf welche Therapie anspricht und wer auf gar keine, ist vermutlich Glaubenssache. Bei mir halfen die Vitamincocktails.... bilde ich mir zumindest ein.
Das Pfeiffrische Drüsenfieber hat zu meiner Erkrankung mit Sicherheit beigetragen. Ich denke allerdings nicht, dass es der alleinige Auslöser war.
Was das für Dich heisst: Gegen das Pfeiffer, kannst du eh nicht viel tun. Sollten im Labor die Leukozyten erhöht sein, oder du andere objektive Krankheitszeichen haben (Schnupfen, Fieber, Husten usw) solltest Du erstmal auf Sport verzichten, bis diese Dinge wieder im normalen Bereich sind. Trotzdem solltest Du aber auch Deiner Psychologin glauben, dass Du an einer Depression leidest, denn die ist vermutlich mit dabei. und selbst wenn nicht, hast Du auf alle Fälle seelische Unterstützung beim Umgang mit den objektiven physischen Symptomen.
Kopf nicht in den Sand stecken und durchhalten.
Alles Gute,
Jonbon
P.s.: Ein wiederaufflammender Pfeiffer-schub muss nicht zwangsläufig mit Fieber einhergehen. sonst würden Menschen mit der chronischen Verlaufsform ja jahrelang mit Fieber rumrennen....
