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sonne47
Hallo, ich bin heute auf dieses Forum gestoßen. Auch mich quälen Ängste vor Krebs. Meine beiden Eltern sind an Krebs gestorben und irgendwie sehe ich überall nur noch Krebs, in den Nachrichten, in Zeitschriften, im Bus wenn sich die Menschen unterhalten auf Veranstaltungen Menschen mit Kopftuch u.s.w.

Ich mache auch gerade eine Therapie mit dem Thema und habe das Gefühl es wird dadurch nur noch schlimmer.

Ich würde so gerne mal Urlaub von diesen Gefühlen machen. Ich bin schon so erschöpft.

Es ist aber tröstlich in diesem Forum zu lesen, ich weiss nun ich bin nicht die einzige mit diesem Problem.

31.05.2015 08:59 • 31.05.2015 #1


5 Antworten ↓


Herzlich willkommen sonne,
hier bist du richtig!

Ich habe noch keine Therapie gemacht, weil ich genau das was du sagtes, befürchte!

Auch rede ich mit niemanden über meine Probleme, aus den selben Gründen.

Aber hier verstehen mich die meisten, weil wir alle im selben Boot sitzen

31.05.2015 09:49 • #2



Die Angst an Krebs zu erkranken quält mich jeden Tag

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Kathi15
Hallo sonne47
Habe auch seit ca.1 Jahr das Problem.mich belastet die Sache sehr. Meine Therapie wurde nun endlich genehmigt und ich fange nächste Woche damit an.meine Hoffnung ist da sehr hoch, dass sie was bringt.
Kann auch nichts mehr über Krebs lesen und hören.
Beschäftige mich den ganzen Tag über mit meine Körper.Jedes zwicken und jede Missempfindung wird als was schlimmes interpretiert.
Wie läuft bei euch so eine Therapiestunde ab, was wird da gemacht.
Ich bekomme eine Verhaltenstherapie

31.05.2015 11:04 • #3


sonne47
Hallo, ich mache gerade eine Konfrontation, ist richtig harte Arbeit. Wenn ich ein Symptom entdecke, schreibe ich als erstes die Situation auf, dann die Gedanken, dann mein Handeln. Dann führe ich eine Liste und schreibe die Argumente auf, die dafür sprechen, das das Symptom Krebs ist, dann die Prozentzahl wie hoch die Angst nun ist. Dann schreibe ich die Argumente auf die dagegen sprechen und dann wieder die Prozentzahl. Für mich ist es sehr schwer, auf meine Angst zu schauen, habe das Gefühl nie mehr froh werden zu können. Ich werde nun einen anderen Weg gehen, ich bin gläubig, war heute morgen auch wieder in der Gemeinde, bin in einer freien evangelische Gemeinde. Für mich ist die einzige Hilfe und mal das Gefühl von Entspannung die Ausrichtung auf Jesus. Meine Therapeutin weiß das, und ich will ihr morgen sagen, das die Konfrontation mich nur tiefer in die Problematik bringt. Ich wünsche dir aber viel Erfolg bei deiner Therapie, vielleicht ist das ja auch der richtige Weg für dich.

31.05.2015 12:50 • #4


Kathi15
Ich danke dir für deine Information und wünsche dir viel Kraft für deinen Weg.
Habe für mich ja schon festgestellt, bin ich abgelenkt geht es mir eigentlich gut. Habe ich wieder Zeit zum nachdenken, geht es wieder los. Heute tut mir mein linker Arm weh, fühlt sich wie Muskelkater(habe aber keine Sport gemacht) an, aber meine Gedanken lenken es in auf einen anderen Weg.

31.05.2015 13:08 • #5


Dein Problem liegt in der Angst vor dem Tod, verständlich aber:

Irdisches Leben ist endlich, das muß man akzeptieren...


Bitte mach dir klar das irdisches Leben endlich ist, genau aus diesem Grunde sollte es ausgefüllt sein und lebenswert. Die Angst vor dem Tod, der Endlichkeit des Lebens und dem zurückweichen vor dem Thema Tod trägt nicht zum gewünschten Lebensglück/Gefühl bei.

Das Thema Tod ist eines der letzten Tabuthemen und wir verdrängen es schnell. Je mehr wir es aber verdrängen um so stärker wird es uns untergründig bedrängen. Um damit besser umgehen zu können ist eine gelassene Auseinandersetzung damit sinnvoll. Tausch dich mit dem Partner, einem guten Freund aus darüber. Sobald du gelernt hast darüber zu reden wird der Tod lagsam seine bedrängende Kraft verlieren. Wenn wir die Endlichkeit des Lebens akzeptiert haben, wird es uns gelingen unser Augenmerkmal auf den Augenblick auf das Hier und Jetzt zu lenken. Denn die größte Angst besteht in der Vergangenheit und der Zukunft.
LG
Heartattack

31.05.2015 13:34 • #6




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