Moin!
Nachdem ich hier nun schon gut und gerne 10 Jahre stiller Mitleser bin, habe ich mich jetzt angemeldet.
Bin 29 Jahre, selbstständig und schon seit Kindesalter ein "kleiner" Hypochonder.
Über die Jahre gab es immer mal wieder Phasen, wo ich mich in meiner Angst vor irgendwelchen Krankheiten von A-Z (mit Hilfe von Doktor Google) extrem hochgeschaukelt hab. Diese Phasen endeten meist in extremen körperlichen Beschwerden (passend der eingebildeten Krankheitssymptome) und dann beim Arzt. Nach den Arztbesuchen dauerte es meist nur einige Tage bis Angst + Symptome einfach verschwunden waren.
Jetzt kürzlich einen Fall von Krebs und einer trockenen Lungenentzündung im näheren Umfeld gehabt und es ging wieder los:
- ständiges Googlen
- genau auf alles im/am Körper achten
usw. usw.
Es drehte sich wortwörtlich wieder mal wochenlang alles nur um Krankheiten. Dazu kam noch die Corona-Thematik und etwas finanzielle Sorgen + alltäglicher Stress.
Vor ca. 4 Monaten ging es mir dann von hier auf jetzt extrem schlecht:
- Zittrig
- Fiebergefühl
- Übelkeit (ohne Erbrechen)
- Schwindel
- und allgemein Symptome wie bei einer Grippe, vielleicht auch Migräne-Anfall? Keine Ahnung.
Zeitgleich oder auch schon etwas davor üble Durchschlafstörungen und ständiges Aufwachen zu gleichen Zeiten (3Uhr, 5Uhr)
Nach 3 Tagen war alles wieder gut. Zwei Tage weiter bemerkte ich dann beim gehen ein Schwanken, was dann den ganzen Tag anhielt. Am nächsten Tag war es zuerst wieder weg und kam dann gegen Mittag wieder.
Seit 4 Monaten habe ich den "Schwindel" nun jeden Tag. Meist beginnt das Schwanken gegen Mittag und ist dann dauerhaft da.
Beim Sitzen und liegen nur wenig bemerkbar, beim Gehen und besonders beim schnellen/ruckartigen Bewegen der Schulterpartie verstärkt.
Es ist kein Drehschwindel und bin deswegen auch in der Zeit noch nicht umgefallen. Ich kann ganz normal gehen und habe auch sonst keine Einschränkungen.
Habe mir im Internet Schwindeltests rausgesucht (mit Augen zu 50 Schritte auf der Stelle machen, Finger auf Nasenspitze, Augen zu stehend mit Armen ausgestreckt, Fersengang, gehen auf Zehenspitzen usw. usw.). Alles laut eigenen "Befund" unauffällig bzw. problemlos durchführbar.
Vor einer Woche habe ich die Problematik auch schon meinem Arzt geschildert, der meinte es liege an Bluthochdruck. Nehme auch schon seit einigen Jahren 5mg Ramipril und soll jetzt 10mg nehmen. Laut eigener Blutdruckmessung ist das Schwanken trotz gutem Blutdruck aber trotzdem da. Der Arzt meinte ebenfalls, dass es bei mir alles vom ständigen Grübeln kommt.
Nachdem ich gelesen habe, welche Arztodysseen einige hier schon hinter sich haben mit gleichen Symptomen, möchte ich mir das erst einmal ersparen. Auch MRT usw. würden mir denke ich mehr Angst machen als alles andere.
Meine Frage jetzt: Ist es höchstwahrscheinlich die Psyche bzw. der Stress der dieses ständige Schwanken verursacht?
Wie gesagt, habe ich sonst nur extrem Verspannungen, keine weiteren Ausfälle und laut der Gleichgewichtstests auch sonst keine Probleme.
Bzw. muss ich mir Sorgen machen, dass es etwas lebensbedrohliches sein kann?
Sry für diesen ganzen Roman hier.

Bedanke mich im Voraus für eine Antwort.