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koenig

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Ich finde es schlimm und schreibe diesem Thema auch eine Verantwortung zu, nämlich der Angstmacherei durch Medien und Politik. Insbesondere den zahlreichen Vorsorgestests der Krankenkassen ist auch mal misstrauisch zu begegnen. Einigen wird in der Tat kaum Nutzen zugesprochen.

Ich denke, deswegen sind auch viele Menschen verunsichert und es entstehen Ängste.

22.12.2018 x 3 #1


105 Antworten ↓
marialola

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Danke Toni, und ja, das ist die große Gefahr, die ich dabei sehe.
Es gibt Tumore, die den Menschen nie beeinträchtigt hätten.
Aber wenn er davon erfährt, wird sein Leben von da an nie mehr unbeschwert sein. Das ist furchtbar.
Wir werden das nie ergründen, was nun besser ist.
Ich denke bei einigen Formen wie Melanome oder Gebärmutterhals bestehen absolute Heilungschancen,
da ist Vorsorge sinnvoll.
Was mich traurig macht ist, dass gerade die Bekannten, die ich verloren habe, ganz vorbildliche Arztgänger waren. Ich beschreibe das hier nicht, weil es uns nicht gut tut es zu vertiefen.
Gäbe es gute Aussicht auf Heilung, wäre die Entscheidung klar.
Aber oft gewinnen die Patienten nur wenige Monate oder Jahre und erkaufen diese mit qualvollen Behandlungen.
Ich betone aber, es gibt Menschen, die tatsächlich gerettet werden. Hoffnung gibt es immer.
So, und nun kommt es auf den Einzelnen an, wie er leben möchte und wie er sich entscheidet.
Das Risiko eingehen und möglichst lange unbeschwert leben und dann ist es irgendwann so weit und geht hoffentlich schnell, oder man nimmt in Kauf, sich vielen Begegnungen mit der Medizin auszusetzen.
Das kommt auf die Persönlichkeit an, es gibt Menschen, die das noch relativ gut wegstecken, vielleicht weil sie damit aufgewachsen sind. Und es gibt Menschen, denen das der größte Horror ist.
Ich finde daher den psychologischen Druck, dem die Menschen durch Medien und auch Ärzte ausgesetzt sind, verwerflich. Es wird suggeriert, wer dem nicht folgt, der spielt mit seinem Leben.
Es werden immer ausgefeiltere Untersuchungen angeboten.
Gentests gibt es heute schon. Die bedeuten aber nicht, dass die vorhergesagte Krankheit tatsächlich ausbrechen muss.
Demnächst kommt ein Bluttest auf den Markt, der sofort fast alle Erkrankungen anzeigt, die aber trotzdem nicht unbedingt bestehen müssen und der Test eine Zeit später ein ganz anderes Ergebnis bringen kann.
Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was das wieder mit sich bringt.
Danke fürs Zuhören, mich bewegt das alles sehr, weil ich da sehr empfindlich bin und schnell zu den schlimmsten Ängsten neige, wenn es um das Thema geht.
Irgend jemand hat hier im Forum geschrieben Keinen Gedanken mehr verschwenden das hat mir sehr geholfen. Danke auch dafür. Das ist jetzt mein Mantra, wenn die Angst nach mir greift.

21.12.2018 12:37 • x 5 #98


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angstmacherei z B durch Vorsorge

x 3


marialola

marialola
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Hallo, dieser Thread hat den Ausschlag gegeben, dass ich mich hier doch registriert habe.
Bisher war ich jahrelang stiller Mitleser.

Der Eröffner des Themas spricht mir aus der Seele und ich finde, man muss unsere Sichtweise respektieren.

Wohlgemerkt, es ist Fakt, dass einige Leben tatsächlich durch diese Vorsorgeuntersuchungen gerettet werden.
Das muss man wissen und selbst für sich entscheiden.

Fakt ist aber auch, dass man dann mit den Konsequenzen zurechtkommen muss, wenn man sich zur Teilnahme an der Untersuchung entscheidet. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Ich persönlich habe für mich entschieden, dass ich mit den eventuellen Konsequenzen nicht leben könnte.

Dazu muss man verstehen, dass ärztliche Vorsorgeuntersuchungen immer auch bedeuten, dass falsch positive Diagnosen gestellt werden, die zur Folge haben, dass eine Reihe belastender Untersuchungen, sogar unnötige Eingriffe folgen können.
Ich kenne nicht wenige Frauen, die tatsächlich ins KH mussten und operiert, um dann zu erfahren, dass sie nichts bösartiges haben. Das Makabere dabei ist, dass sie sich für den unnötigen Eingriff noch bedanken.
Natürlich kann man nun argumentieren, das ist besser, als der umgekehrte Fall. Sicher ist sicher.
Für mich wäre die Situation aber gänzlich unerträglich.
Das hat nicht nur mit meiner Angst vor dem Medizinbetrieb zu tun, es kann einen zuvor gesunden Körper schon massiv schädigen. Die wochenlange Angst, Krankenhaus, Eingriffe, Narkosen, Infektionen.
Es gibt viele Statistiken, die beweisen, dass Menschen, die regelmäßig zur Vorsorge gehen, auch öfter in KH eingewiesen werden.
Zudem ist es leider so, dass viele Menschen, trotz regelmäßiger Vorsorge an der Krankheit sterben.
Alle meiner Bekannten, die gestorben sind, waren ganz fleißige Arztgänger.
Umgekehrt weiß man, dass viele Menschen jahrzehntelang mit Tumoren lebten, ohne je davon erfahren zu haben.
Das weiß man durch Obduktionen, wenn Jemand auf ungeklärte Weise durch Unfall oder Gewalt gestorben ist.
Gerade ältere Männer sterben an ganz anderen Sachen und erfuhren zum Glück nie von Ihrem Prostata Tumor.
Ähnliches gilt für andere Erkrankungen.
Daher wird tatsächlich durch Maßnahmen wie Mammographie Screening häufig überdiagnostiziert und unnötig therapiert.
Ob hingegen die erkannte Erkrankung tatsächlich geheilt wird, ist nicht immer sicher.
Häufig erfahren die Menschen nur früher von ihrer Krankheit, haben von dem Moment auch von der verbleibenden Lebensspanne nichts mehr.
Ich betone, natürlich rettet die Medizin viele Leben.
Es gibt Menschen, die durch Früherkennung geheilt werden und danach jahrzehntelang glücklich leben.
Aber, Früherkennung ist leider nicht immer die Garantie für langes Leben und kann auch ein gefährlicher Weg sein.
Ich kenne Beispiele im Bekanntenkreis.
Nur eines, mein Beitrag ist schon so lang.
Bei einem Bekannten wurden zwei Punkte auf der Lunge entdeckt. Nur eine Lungenoperation hätte Gewissheit bringen können. Wohlgemerkt, der Mann hatte nie Beschwerden, fühlte sich bis zu dem Zeitpunkt sehr gut.
Es handelte sich um eine betriebliche Reihenuntersuchung.
Von dem Moment an, war sein Leben nie mehr das, was es vorher war. Er war hin und hergerissen von Todesangst und Hoffnung. Er entschied sich abzuwarten und lebt heute noch beschwerdefrei.
Ich wäre daran zerbrochen.
Deswegen mein Satz, gleich am Anfang, man muss für sich selbst wissen, ob man die eventuellen Folgen tragen will.
Ich war übrigens eine Zeit ganz fleißig mit den Untersuchungen.
Bis ich es plötzlich nicht mehr ertrug, das ist eine ganze Weile her.
Das Problem ist tatsächlich, dass einem dafür massiv gedroht wird und Angst eingejagt und die schlimmsten Horrorszenarien ausgemalt werden. Ich war nur zur Tetanus Impfung, schön erhob der betreffende Arzt den drohenden Zeigefinger. Was es doch alles für tolle Untersuchungen gibt und was ich alles haben könnte.
Toll, das braucht man als Ängstler.
Also, bitte abwägen und bitte kein schlechtes Gewissen, wenn man sich dagegen entscheidet.
Auch wenn schon eine Menge Selbstbewusstsein erforderlich ist, sich so zu entscheiden.
Deswegen stimme ich dem Themenstarter auch zu.
Trotzdem habe ich vollen Respekt vor denen, die so vorbildlich dort hingehen.

20.12.2018 20:16 • x 5 #88


Zum Beitrag im Thema ↓


Gerd1965
Welcher Vorsorgeuntersuchung würdest du den Garaus machen?
Welche Vorsorgeuntersuchung ist vollkommen umsonst?
Welche Vorsorgeuntersuchung schürt Angst? Sollte die Vorsorgeuntersuchung nicht beruhigen, um Krankheiten frühzeitig also behandelbar und heilbar zu begegnen?

x 5 #2


Schlaflose
Zitat von koenig:
Ich denke, deswegen sind auch viele Menschen verunsichert und es entstehen Ängste.


Aber nur bei Hypochondern Wink
Ich war noch nie bei einer Vorsorgeuntersuchung außer bei der Mammographie, wo man eine extra Einladung bekommt und sich nicht selbst darum kümmern muss.

x 2 #3


Zazazu
Wie passend. Ich habe vor fünf Minuten gelesen wie nützlich jährliche Blutuntersuchungen sind da man ja immer denkt, dass man daran was festmachen könnte. Auch hier ist es ganz klar im Internet, dass man Krebs nicht am Blutbild erkennen kann. Ich frage mich wie man sonst sicher sein kann dass man gesund ist? Mir macht diese Ausweglosigkeit echt Angst... man liest so viele schlimme Geschichten von Menschen die immer gesund waren keine Anzeichen hatten und dann plötzlich Stadium 4, tot! Ich hab so eine Angst davor man macht und tut und Ende ist es eh Lotto. Mich würde das vll nicht so sehr beängstigen wenn ich kein Kind hätte aber so....ich hab einfach Angst sie allein zu lassen Sad

#4


M
Zitat von Zazazu:
Wie passend. Ich habe vor fünf Minuten gelesen wie nützlich jährliche Blutuntersuchungen sind da man ja immer denkt, dass man daran was festmachen könnte. Auch hier ist es ganz klar im Internet, dass man Krebs nicht am Blutbild erkennen kann. Ich frage mich wie man sonst sicher sein kann dass man gesund ist? Mir macht diese Ausweglosigkeit echt Angst... man liest so viele schlimme Geschichten von Menschen die immer gesund waren keine Anzeichen hatten und dann plötzlich Stadium 4, tot! Ich hab so eine Angst davor man macht und tut und Ende ist es eh Lotto. Mich würde das vll nicht so sehr beängstigen wenn ich kein Kind hätte aber so....ich hab einfach Angst sie allein zu lassen Sad


So geht es mir auch. Da hilft aber nur die Akzeptanz, dass es im Leben keine 100%igen Sicherheiten gibt. Du kannst zur Vorsorge gehen und zwei Tage später bildet sich aggressiver Krebs.

Schwer zu akzeptieren. Ich feile da auch noch oft dran.

x 2 #5


Gerd1965
Als ob Krebs die einzige Erkrankung wäre, die Menschen bedroht Rolling Eyes

x 6 #6


Zazazu
Nein das natürlich nicht dennoch ist es die häufigste und die meist ausweglose. Natürlich macht das Angst! Jeder zweite erkrankt an Krebs das ist schon mehr als übel!

#7


Gerd1965
Und wieviele sterben an Herz Kreislauferkrankungen, Todesursache Nr. 1?

x 5 #8


Zazazu
Herz Kreislauferkrankungen treffen meist ältere Menschen. Menschen mit Übergewicht oder schlechter Ernährung. Stress natürlich dbenso! Man kann aber ein wenig was gegen tun oder sich zumindest etwas schützen. Krebs trifft JEDEN wahllos! Und man kann nichts tun. Und man leidet dahin...

x 1 #9


Gerd1965
Dass man nichts tun kann stimmt nicht.
Aber ich bin mit dem Auto unterwegs.
Überleg mal, welche Risiken jeder einzelne minimieren kann um Krebs zu bekommen.

x 2 #10


Uropanoel
Vorsorgeuntersuchung, welche denn wäre sinnvoll?

Es gibt viel zu viel Krebsarten, dann müßte man auf alle Krebsarten Voruntersucht werden.
Ich habe auch alle Voruntersuchungen machen lassen und am ende bekommt man doch was ganz anderes.
Mein Frau macht es richtig, die kümmert sich um soetwas nicht und läßt es auf sich zu kommen.
Es gibt einfach zu viel Krebsarten. Und wie Gerd schon schrieb, es gibt auch andere Tode die man Sterben kann.
Was kommt das kommt und am Ende sterben wir alle.

x 4 #11


C
Es erscheint einem immer das am realsten, was man am intensivsten ins Auge fasst, wohin sich die meiste Aufmerksamkeit richtet.

Ob man zu den Sich-VORher-SORGEn-machen-Untersuchungen geht, muss man selbst wissen; ich für mein Teil bin froh, dass uns die Gesetze noch die Freiheit für die eigene Entscheidung lässt.

Es gibt keine Sicherheit, nur die, die wir in uns selbst finden.

x 4 #12


Zazazu
Zitat von Gerd1965:
Dass man nichts tun kann stimmt nicht.
Aber ich bin mit dem Auto unterwegs.
Überleg mal, welche Risiken jeder einzelne minimieren kann um Krebs zu bekommen.


Und das wäre? Zig. und Stress meiden und mehr Bewegung. Was ist mit Kindern? Womit haben sie das verdient?

@uropanoel
Wenn man älter ist sagt man das vll leichter heraus. Als junger Mensch der noch Kinder hat oder vll noch selbst Kind ist - ist das schon grausam

#13


Gerd1965
Boah, die Diskussion, wer was verdient passt hier nicht hin.

x 3 #14


Abendschein
Zitat von Zazazu:
Herz Kreislauferkrankungen treffen meist ältere Menschen. Menschen mit Übergewicht oder schlechter Ernährung. Stress natürlich dbenso! Man kann aber ein wenig was gegen tun oder sich zumindest etwas schützen. Krebs trifft JEDEN wahllos! Und man kann nichts tun. Und man leidet dahin...

Vernünftige Ernährung, aber heutzutage ist ja überall der ganze Giftscheiß drin.
Alles Haltbarkeitsgift. Evil or Very Mad

#15


Zazazu
Okay dann formuliere ich um bezüglich deines Kommentars man könnte das Risiko minimieren:

Was sollen Kinder tun um es zu minimieren?

#16


E
Ich gehe zur Vorsorge , nicht nur wegen der Bonuspunkte der KK.
Natürlich kann ich dadurch nicht verhindern vielleicht einmal ernsthaft zu erkranken.
Auch mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung kann ich einiges
abwenden.

x 2 #17

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Abendschein
Zitat von Zazazu:

Und das wäre? Zig. und Stress meiden und mehr Bewegung. Was ist mit Kindern? Womit haben sie das verdient?

@uropanoel
Wenn man älter ist sagt man das vll leichter heraus. Als junger Mensch der noch Kinder hat oder vll noch selbst Kind ist - ist das schon grausam

Niemand hat es verdient. Kinder nicht und der Rest der Menschen auch nicht.
Wer verdient sich denn Krebs und andere Krankheiten? Ist ein blöder Spruch, mit dem verdienen.

x 1 #18


Abendschein
Zitat von Zazazu:
Okay dann formuliere ich um bezüglich deines Kommentars man könnte das Risiko minimieren:

Was sollen Kinder tun um es zu minimieren?

Die Erwachsenen leben es den Kindern vor.

x 2 #19


Zazazu
Boah nun wird auch noch alles auf die Waage gelegt! Ganz ruhig es ging um die Frage was man gegen Krebs tun kann und wieso es auch Kinder trifft die nun wirklich GAR nichts falsch gemacht haben....

Was leben die Eltern den Kindern vor die mit zb 5 Monaten Leukämie bekommen? Versteh den Zusammenhang nicht.

#20


A


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