Hallo alle miteinander,
Zunächst einmal vielen Dank für die Erstellung dieses Themas. Die Angst vor Langzeitschäden durch die Coronaimpfung hat mich seit gut 2 Monaten komplett aus der Bahn geworfen. Ich litt früher schon häufig unter den wahnsinnigsten Hypochonderfantasien aber diesmal fühlt es sich natürliche, wieder mal anders an.
Ich finde es sehr gut, dass hier Platz ist sich mit anderen über die Angst auszutauschen. Dafür ist dieses Forum doch auch da. Daher meine dringende Bitte an die Moderation diesen Thread nicht, wie einige andere zuvor zu schließen.
Es ist richtig, der Thread wird für niemanden Gewissheit bringen und ja, es gibt verhärtete Fronten bei diesem Thema. Aber das Thema deswegen nicht mehr zu diskutieren kann auch nicht richtig sein.
Ich würde mir wünschen, dass sich beide Seiten verständlicher zeigen. Ich habe das Gefühl es gibt nur noch die Fraktion pro-impfen, die jede Kritik daran als Schwachsinn, Schwurbel usw. verächtlich macht und dem gegenüber steht die Anti-impf-Seite die auch keine sachliche Diskussion zulassen will. Das finde ich schade.
Ich selber wurde als gesunder, sportlicher 30 Jähriger 3x geimpft und zwar relativ frühzeitig, was ich wie man schon vermuten mag, inzwischen arg bereue. Allerdings habe ich mich damals impfen lassen, weil zu diesem Zeitpunkt noch das Narrativ „Herdenimmunität“ galt und ich meine junge Familie sowie auch die älteren schützen wollte.
Alle Ärzte rieten mir damals zur Impfung (auch welche, die ich persönlich kenne und denen ich vertraue). Aber es stimmt natürlich auch, wenn gesagt wird das ich am Ende selber "JA" gesagt habe und genau das ist es, was meine Angst nun sehr stark triggert.
Trigger
Ich habe das starke Gefühl und meine Gedanken kreisen seit zwei Monaten eigentlich um nichts anderes mehr, als hätte ich mein Urteil jung zu versterben und meine Kinder, welche dann ohne ihren Papa aufwachsen müssen mit der Zustimmung zur Impfung selbst unterschrieben.
Ich bedauere meine eigene Entscheidung, welche ich im guten Glauben getroffen habe, heute sehr und dieses Bedauern aber die Tatsache es nicht ändern zu können und somit auch noch selber "schuld" zu sein macht mich komplett fertig.
Gleichzeitig und das spreche ich jetzt auch mal einfach aus: Bin ich unfassbar Neidisch auf diejenigen, welche nicht im Zugzwang waren sich damals impfen zu lassen. Die nicht auf der Arbeit dem Druck zur Impfung ausgesetzt waren oder schlichtweg einfach in einem anderen Umfeld waren was der Impfung kritischer gegenüber stand. Das war bei mir leider nicht so, da mein komplettes Umfeld bis auf eine einzige Person pro Impfung war. Der eine, der kritisch war und auch das ist eine Kritik von mir: war nicht kritisch weil er sachlich auf Risiken hinwies sondern nur von einer großen Verschwörung usw. faselte. Schlussendlich kam ich dann mit Sicherheit auch wieder durch die Angst damals halt vor Corona zu der Entscheidung das in der Risiko-Nutzen-Abwägung, so wie es auch die allermeisten Wissenschaftler, Ärzte Institutionen empfahlen der Nutzen der Impfung überwiegt.
Inzwischen glaube ich, dass die Wahrheit in der Mitte liegt.
Ich glaube nicht an die große Verschwörung. Ich glaube aber dass man die Impfung schlichtweg nicht vollständig durchdrungen und verstanden hat und sie trotzdem eingesetzt hat. Es sind vermutlich einfach Dinge passiert, die man vorher schlichtweg nicht wusste. Man hatte ein theoretisches Wirkprinzip, hat aber einige andere Prozesse welche die Impfung im Körper auslöst vermutlich einfach nicht abschätzen können. Das wiederum würde bedeuten: Ja, wir sind als geimpfte quasi gerade Versuchskaninchen wenn auch ungewollt.
Jetzt noch zur eigentlichen Angst:
Trigger
Auch ich sehe und glaubt mir ich wünschte es wäre nicht so, in meinem eigenen Umfeld nach der Impfung vermehrt Fälle von Herzbeschwerden, Schlaganfällen und Krebserkrankungen in jungen Erwachsenen die keiner klassischen Risikogruppe zuzuordnen sind. Klar, sowas mag es früher auch mal im Einzelfall gegeben haben aber definitv nicht in dieser Häufigkeit und da weigere ich mich auch, dass auf subjektive Wahrnehmung zu schieben, denn ich bin mein Leben lang schon Hypochonder und war für sowas schon immer sensibel. Aber hier sind mir einfach zu viele Zufälle dabei.
Doch was nun tun?
Wir sprechen über das Problem aber was ist mit der Lösung?
Ich hatte schon viele, viele andere Krankheitsängste zuvor. Diese konnte ich immer erfolgreich bekämpfen indem ich mich habe ausgiebig untersuchen lassen. Ich habe Tests gemacht usw. bis ich die Sicherheit hatte okay... du hast das nicht!
Das einzige was den geimpften die nun auch unter dieser Angst leiden, so wie ich, wird wohl sein das Immunsystem so gut es geht in Schuss zu halten und regelmäßig zur Krebsvorsorge zu gehen. Eine andere Idee die Angst ziehen zu lassen habe ich momentan einfach nicht. Sehr unbefriedigend! Letztendlich wird auch die Zeit zeigen ob die Impfung wirklich harmlos oder doch harmful war. Ich denke bis dahin wird es aber noch einige Jahre dauern.
Viele Grüße
Spyro
P.S.: Liebe Moderation bitte versucht das Thema offen zuhalten und an alle anderen auch die Bitte: Es hilft keinem den anderen hier von der Gefährlichkeit oder Ungefährlichkeit überzeugen zu wollen. Wie zuvor schon gesagt führt das zu nichts.