rosesraining89

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Hallo ihr Lieben!

Oh man - ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals wieder in ein solches Forum schreiben muss. Ich hatte meine Angstgedanken sooo gut im Griff die letzten 4 Jahre. Ich hatte schon insgesamt zweimal solche Phasen, in denen ich so Angst hatte, an einer Psychose zu leiden, beide immer kombiniert mit schlimmen Schlafstörungen, da ich vor lauter Panik und Gedankenkarussell gar nicht einschlafen kann.
In den angstfreien Phasen hatte ich einen vorbildlichen Blick von außen auf alles und sah alles so realistisch. Die Angst war wie weggeblasen und kam mir lächerlich vor. Ich verfüge also über die Mechanismen, mit der Angst klarzukommen, kann sie aber gerade leider nicht aktivieren. Wie das halt immer so ist.

Dann kam irgendeine Art Trigger (Vorfall am Frankfurter HBF) und ich bin wieder gefangen in der Gedankenspirale. Seit diesem Ereignis habe ich wieder sooo Angst, dass ich psychotisch werden könnte und komplett die Kontrolle über mich und mein Leben verliere. Das wäre echt das Schlimmste für mich. Es geht von übertriebenem Achten/Kontrollieren der eigenen Gedanken bis hin zum ständigen Überprüfen, dass ich auch ja keine Halluzinationen habe. Das Schlimme, ja vermutlich sogar das Schlimmste an allem, ist vermutlich die Schlaflosigkeit nachts. Ich verharre die ganze Nacht in der Phase, in der einem nur wirre Gedankenfetzen im Kopf herumschwirren. Dann muss ich immer wieder die Augen öffnen, damit das aufhört. Normalerweise bekommt man diesen Vorgang vermutlich noch nicht mal wirklich mit bzw. beachtet diese Übergangsphase zum richtigen Schlaf gar nicht. So geht es mir zumindest in meinen angstfreien Phasen. Da denke ich mir immer Ah, das ist der Zustand, den du damals so schlimm fandest. Ja und jetzt ist dieses damals wieder ganz nah. Ich habe den ganzen Tag Angst vor der nächsten Nacht, zumal ich auch leider ergooglet habe, dass extremer Schlafmangel Halluzinationen auslösen kann. Das ist einfach so ein Teufelskreis.
Daher meine Frage: Welche Tipps habt ihr, um mit der Angst vor einer Psychose klarzukommen? Ich brauche mal wieder eine Erinnerung, wie das geht.
Und wer kennt das mit den Schlafproblemen vor lauter Angst und Panik? Was kann man dagegen tun?

Ich freue mich über eure Antworten!
Liebe Grüße

08.08.2019 18:11 • 09.08.2019 #1


3 Antworten ↓


Kimsy

Kimsy


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Hallo Du, ich kenn diese Angst verrückt werden zu können sehr gut. Jedesmal wenn Panik ansteht, denke ich ich könnte psychotisch oder schizophren werden. Das ist aber eine sehr häufige Begleiterscheinung der Panikstörung. Schlafstörungen habe ich seit langem. Um dem Grübeln vorm Schlafengehen zu unterbrechen höre ich mir Hörbücher oder Hörspiele an. Irgendwann bin ich so in der Geschichte drin, dass ich garnicht mehr grübele und auch einschlafe. Aber wenns sehr schlimm wird nehm ich Insidontropfen ein. Das hilft mir auch gut. Nimmst du irgendwelche Medikamente ?

08.08.2019 19:27 • #2


rosesraining89

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Danke für deine Antwort
Nein, ich nehme keine Medikamente. Ich habe es bisher immer ohne geschafft und will es jetzt auch wieder probieren. Wie gesagt, bis vor ein paar Tagen ging es mir noch richtig gut und ich hätte nie gedacht, dass mich diese Ängste wieder so umhauen können...
Bist du nach einer schlaflosen Nacht dann auch so gerädert am nächsten Tag? Ich hab irgendwie so Angst, meinen Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Ich bin Lehrerin aus Leidenschaft und muss funktionieren. Das setzt mich so unter Druck...

08.08.2019 19:34 • #3


Kimsy

Kimsy


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Ja , nach einer Nacht mit wenig Schlaf bin ich richtig platt und zu nix mehr zu gebrauchen. Du kannst ja auch leichte Wirkstoffe aus Pflanzen wie z.B. Baldrian, Hopfen etc. ausprobieren, die beruhigend und schlaffördernd wirken, ohne die grosse Chemiekeule zu nehmen.Ich wünsch dir viel Kraft und Energie, dass es dir wieder besser geht. Lg kimsy

09.08.2019 07:21 • #4



Dr. Matthias Nagel