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Hallo zusammen,

es geht mir heute extrem schlecht. Meine Panickattacken sind sehr stark, deshalb bitte ich um Erfahrungen /antwort von euch.
Das ich normal unter Angstzuständen leide ist klar. Ab und an kommen aber noch komische Gefühle, Wahrnehmungen dazu. Ich fühle mich dann als würde ich mich nur von außen sehen oder als gehörten die Menschen um mich nicht direkt zu mir. Das geht nicht den ganzen Tag so aber schubweise. Jetzt kann ich vor Panik kaum schreiben. Hab das Gefühl umzufallen. Bin soo kraftlos.
Aber wahrscheinlich mache ich mich wieder selbst umsonst verrückt.
Seit ca 3 Wochen habe ich öfter Panikattacken. Das ist mir irgendwann bewusst geworden und dann fängt mein Hirn an zu rattern und es kommt eine Befürchtung nach der anderen.warum ist das plötzlich mehr? Stimmt was mit meiner Schilddrüse nicht, oder bin ich in den Wechseljahren oder...und das ist das schlimmste... habe ich nun eine richtige schlimme Psychose und muss über Wochen stationär? Ich denke aus diesen unterschwelligen Befürchtungen habe ich mich in so einem Strudel begeben. Die Gedanken lösen wiederum Angst aus, die vermehrte Angst löst (Angst)Gedanken aus und aus diesem kreis hat sich glaube ich das entwickelt, was ich unwirklchkeitsgefühl nenne. Ich bin irgendwie so tief in mir und meiner Angst drin...und dieses Gefühl macht mir wiederum Angst. Ich sehe und fühle mich irgendwie schon als sehr psychisch kranke Frau oder sagen wir mal, ich befürchte das so extrem, dass ich mich auch schon so fühle. Ich glaube, das was mir Angst macht, sind diese vielleicht nicht ganz so häufigen, typischen Gefühle oder Wahrnehmungen Angstbedingt...oder kennt das noch jemand? Mach ich mich zu sehr verrückt oder sollte ich mich sofort irgendwo einweisen lassen?
Hinzu kommt, dass ich eine starke Erkältung habe und eh starke Symptome wie Schwindel, Schwäche, Schwitzen, Ohrenrauschen.

Bitte um Antwort

01.02.2017 19:12 • 06.02.2017 #1


17 Antworten ↓


Möwe01
Hallo Takie,

ich kann dich sehr gut verstehen, ist man einmal in diesem Strudel drinne, versinkt man immer mehr darin.Je mehr man nachdenkt desto ängstlicher wird man und das kostet wiederum viel viel kraft. Also ist es völlig normal das du so erschöpft bist. Eine Klinik könnte deiner Seele mal sehr gut tun, einfach mal kraft tanken und gedanken sortieren..Vielleicht hilft es dir ja ich kenne viele die gesagt haben wäre ich bloss viel früher da... viel viel kraft..

01.02.2017 19:31 • #2



Angst vor Krankenhaus , Kontrollverlust des Körpers

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Danke für deine Antwort.

Ich hab ja auch schon einige Therapien, auch ambulant und so, hinter mir. Da ich aber auch panische Angst vor Krankenhäuser habe und Angst davor mich mehr als 10 Minuten Autofahrrt von zu Hause zu entfernen, macht mir das tierische Angst.
Wäre vielleicht auch nicht nötig, wenn ich mich nicht so verrückt machen würde. Denn wenn ich mal nicht drüber nachdenke, geht es mir minutenlang gut.
Vielleicht reicht es morgen vormittag erstmal meinen Psychologen zur Rate zu ziehen.....?

01.02.2017 19:35 • #3


Möwe01
Guter Plan, so mach ich das auch oft, das hilft ungemein..

01.02.2017 19:45 • #4


Perle
Hallo Tackie, das Unwirklichkeitsgefühl, was Du beschreibst, nennt man Depersonalisation. Es gibt auch die Derealisation. Beides sind typische Begleitsymptome einer Angststörung, hierbei nimmt man sich selbst oder die Umwelt als unreal wahr. Mit einer Psychose hat das nichts zu tun.

Du brauchst davor keine Angst zu haben.

LG, Martina

01.02.2017 19:59 • x 2 #5


Nine1
Hallo zusammen,
Wie du dich momentan fühlst kenn ich zu gut momentan ist es auch wieder schlimm ..
Ich hatte auch schon so oft Therapien und das ganze drum herum , nur leider bringt mir das nur was für eine kurze Zeit.
Ich habe mir vor paar Wochen ein Buch bestellt das heist: wenn der körper plötzlich Alarm schlägt.
Ist von einer Frau geschrieben Dr. Christina M. Wiesemann. In diesem Buchstaben alles so schön detailliert geschrieben und Übungen wie man wieder runter kommt..Ich selbst mache diese Übung auch wenn es mir mal wieder so schlecht geht und finde es gut. Man erkennt sich da in vielen Sachen wieder und habe auch das Gefühl , wenn ich das Buch wieder zur Hand nehme wird es besser. Vlt schaust du einfach mal im Internet nach diesem Buch
LG:)

01.02.2017 20:01 • x 1 #6


vielen, vielen Dank für deine Antwort. Das beruhigt mich ein wenig. Da ich mir IMMER zuviele, völlig unsinnige Gedanken mache, interpretiere ich auch immer sonstwas in meine ganz normalen Körpergefühle.
Und dann steiger ich mich rein. Zwischendurch ging es mir nämlich dann heute wieder gut (von der Erkältung mal abgesehen, die mich diesmal wirklich schlimm erwischt hat)und dann schwupp...denk ich wieder an meine panikattacken und komme nicht davon los. Mir fehlt wohl manchmal das Selbstvertrauen , auf meinen VERSTAND zu hören.

Ich bewundere meine Schwägerin, die keine angstzustände hat, sich aber auch nicht wegen ALLES Gedanken macht.

Letzendlich sagt mein Verstand mir jetzt auch: Bleib mal cool. Dramatisier das nicht und halte dich an die tollen Momente. Sobald es mir gut geht, ist es als ob ich plötzlich über meinen eigenen "Mut", die Angst nun wegzuschieben und sich auf was anderes zu konzentrieren, erschrocken bin oder zumindest dem Braten nicht traue:-( Das kenn ich aber schon von mir. Am liebsten hätte ich für alles im Leben eine 100%ige Sicherheit...aber die gibt es nun mal nicht.

leider sind insbesondere bei Angstpatienten Gefühl und Verstand aber manchmal so weit auseinander. Normalerweise komm ich mit meinen Angstzuständen ganz gut klar...um so erschrockener bin ich, dass sich das die letzten tage so verschlimmert hat...aber genau das ist es wahrscheinlich. Meine Erschrockenheit...die bringt dann wieder Zweifel, dass es doch schlimm "enden" könnte. und das ich mit der panickattacke nicht fertig werde...u.s.w

Naja, deine Antwort hilft mir aber schon mal weiter. Und vielleicht erreiche ich morgen meinen Psychologen.

und vielleicht ist es auch einfach wegen der Grippe schlimmer....

Dir auf jeden Fall lieben dank

02.02.2017 03:07 • #7


Nine1
Guten morgen
Ja ich bin auch so ein Mensch, hab diese Attacken eigentlich auch ganz gut im Griff aber wenn iwas komisch ist dann höre ich vlt auch zu tief in mich rein und interpretiere iwelche symptome und dann fängt das Chaos bei mir wieder an. Zurzeit ist es bei mir so das ich angst hab einen Schlaganfall zu bekommen, muss dazu sagen meine Tante hatte letztes Jahr ein und ist darauf verstorben und vor paar tagen war der Todestag undvwir haben alle darüber wieder gesprochen und nun zack denk ich jeden tag dran und such iwelche symptome ..
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft:) lg

02.02.2017 07:12 • x 1 #8


cube_melon
Zitat von Takie:
und vielleicht ist es auch einfach wegen der Grippe schlimmer....


Lies dir das noch einmal von @perle durch.
Eine Psychiose hat ganz andere Merkmale. DP und DR sind völlig normale Schutzreaktionen des Gehirns. Sie treten beispielsweise auf, wenn das emotionale Leid oder der Stress zu groß werden oder Angst in Folge des Überschreiten der Angstschwelle ausgelöst wird.

Eine grippaler Infekt ist eine Belastung für Körper und Seele. Da wird eine grundlegende Angststörung gerne verstärkt. Gerne spiralt man sich auch selber rein. Aber das hast Du selber schon erkannt.
Was hast Du denn an Mitteln die dir langfristig und kurzfristig dein Stresslevel senken?

02.02.2017 09:05 • x 1 #9


Also bisher bin ich immer ohne Medikamente ausgekommen....

Habe heute morgen meinen Psychologen angerufen ( es war jetzt aber auch 2-3 Jahre therapiepause). Als er hörte, dass es mir so mies geht, hat er mir gleich für morgen früh einen Termin gegeben. Und er hat gesagt, es gäbe auch die Möglichkeit stationär was zu machen oder wenn es mir so schlecht geht, dass ich auch die halbe Nacht wach bin, kann ich auch vorübergehend zur Hilfe was leichtes einnehmen. Dazu könnte ich mich heute ja bei meinem Hausarzt beraten lassen. Gesagt, Getan! Die Beratung war auch sehr gut und mühevoll, ABER sie hat auch eine neue Angsdt hervorgerufen. Mal abgesehen davon, dass ich eh schon Angst habe Medikamente zu nehmen. Ich nehme auch NIE Schmerzmittel, weil ich ja dann die eine bin mit den Nebenwirkungen...Jetzt fühle ich mich noch viel kränker und bestätigt, dass es mir ganz schlecht geht. Hab das Beratungsgespräch kaum ertragen, so heftig waren die Panikschübe da.
Fazit ist, dass ich mir nun NEUREXAN aus der Apo geholt habe. Kennt das jemand? Naja und der Hausarzt hat dann noch was aufgeschrieben, dass ich dann längerfristig , so 2-3 Monate nehmen müsste, dass aber nicht abhängig macht, aber eben auch nicht mehr pflanzlich ist. Da soll ich mich morgen mit meinem Psychologen besprechen, ob er so einer vorübergehenden , begleitenden medikamentösen Therapie zustimmen würde.
Aber ich bin mir da halt unsicher. ich kann das momentan noch nicht als Hilfe ansehen, sondern sehe das als Rückschritt an. Ich bin 42 Jahre, habe seit meinem 14 Lebensjahr mit Ängsten zu tun, mal mehr , mal weniger. Und nun doch Tabletten? Und das mit meiner Tablettenangst?

Fällt es euch auch schwer , euch mit eurer Angst auseinanderzusetzen? Hab einen Riesenschiss vor dem Gespräch morgen.
Und schon wieder mach ich mich zu sehr verrückt

02.02.2017 18:32 • #10


cube_melon
Schau, ich stehe Medikamenten skeptisch gegenüber. Nur wäge ich nutzen und Nebenwirkung ab und zu dem geht es halt manchmal nicht anders. Tendenziell würde ich persönlich AD nehmen wenn a) der Leidensdruck zu groß wird und b) wenn meine Handlungsfähigkeit gefährdet ist.

Schmerzmittel nehme ich auch nur wenn es nicht anders geht. Beispielsweise bei Verletzungen des Bewegungsapparates halte ich es tendenziell für gut eine kurze Zeit lang eines zu nehmen. Und zwar in der Phase wo die Schmerzen kaum erträglich sind. Thema "Schmerzgedächtnis".
Habe mal Neurexan gegoogelt. Scheint wirklich relativ harmlos zu sein.

Du hast echt ein großes Glück, das Du gleich von deinem Therapeuten einen Termin bekommen hast.

Sich dem zu stellen was einem Angst bereitet, ist vermutlich den wenigsten "angehehm". Ein Therapeut fällt aber auch nicht gleich mit der Tür ins Haus und zudem scheinst Du auch eine Vertrauensbasis zu ihm zu haben. Diese Vertrauensbasis ist das mentale Sicherheitsnetz bei einer Therapie. Dein Therapeut kennt dich ja schon lange und weiß mit Sicherheit was Du zulassen kannst und wo er stoppt.

Sich verrückt zumachen und hineinzuspiralen ist verständlich, aber ja. Das kann gut sein das es bei dir gerade so ist.

Versuche dich an das Vertrauen der vergangenen Jahre bei ihm zu erinnern. Das stellt dir wieder die Realität her.
Und Tschakka - Du schaffst das.

02.02.2017 19:39 • #11


Danke für deine Mühe. Handlungsunfähig bin ich jetzt schon vor Angst. Hab das Gefühl gleich umzufallen. Panik hört nicht auf....ich kann echt nicht mehr. Ohrendruck und rauschen und zu und schwäche , kann kaum sprechen....

mal sehen, ob das Mittel hilft.

Warum steiger ich mich da nun so rein....Mist

02.02.2017 20:15 • #12


cube_melon
Das hat man ohne diese Spirale zu begreifen nur bedingt in der Hand.

Ja, ich kann nicht nachempfinden wie es dir geht. Nur weiß ich grundsätzlich wie sich so etwas anfühlt. An dem Punkt wo Du jetzt bist war ich auch einmal in der Vergangenheit.

Man hat wirklich eine Chance da heraus zu kommen.

02.02.2017 20:19 • #13


Nine1
Guten Abend zusammen , ja diese Tabletten angst hab ich auch , bin auch immer eine die alle möglichen Nebenwirkungen bekommt die in der Beilage drinne steht deswegen nehm ich auch keine mehr..Was ich immer noch nehme sind bachblüten , hat mein Therapeut mir auch empfohlen sind komplett pflanzlich. Es gibt von denen 2 verschiedene einmal mit Alk. und ohne in der Apotheke, ich persönlich nehme Kügelchen ohne Alk. schmecken bisschen wie Zitrone und nehme sie immer wenn ich merke ohh jetzt kommt was. Da ich alleinerziehende mama bin möchte ich auch nicht iwelche "harten" Medikamente nehmen..Mir helfen sie , man sie auch über den Tag öfter nehmen.
Ein guter Tipp von meinem Therapeuten war ,gerade weil ich auch immer Angst hab um zukippen , sollte ich mir immer vor Augen halten: der körper wenn man keine Panik hat und Kreislauf Schwäche hat fühlt man sich ganz schlapp , fühlt kaum puls und man hat kein herzrasen ..Aber bei panik dann merkt man ja sehr oft das , dass Herz rast und man denkt man könnte jeden Moment umfallen aber das kann ja nicht sein da der körper auf Hochtouren ist durch den adrenalin..
Mir wurde auch damals eine Übung beigebracht deswegen: wenn ich den Mut hatte sollte ich mich ständig im Kreis drehen bis mir schwindelig wurde ( natürlich war auch ein Stuhl in der nähe) und wenn ich dann steh bliebe und sich alles gedreht hatte kam sofort die panik , musste es aushalten und zu lassen, da ich es herausgefordert hatte und wenn man diese Übung öfters macht merkt sich auch das Gehirn : Moment das hab ich selber gemacht davor brauch ich keine angst haben. Diese Übung mach ich auch noch oft wenn ich mal wieder Tage habe..Ist oft im Sommer bei mir wenn es immer so warm wird. Da bekomm ich auch schnell diese panik.
Vlt kannst du es deinem Therapeuten mal vorschlagen das er solche Übung macht:)

02.02.2017 20:39 • x 1 #14


so, zum Psychologen hab ich es geschafft.
Eigentlich hat mir das auch geholfe.
Nur meinte er, dass man zur Sicherheit, es auch neurologisch abklären muss.

Und schwupp. die spirale geht weiter. Neurologisch abklären heisst was ? Bzw. mache ich mich nun schon wieder verrückt, was ist WENN es neurologisch ist? Ich kann das ja erst frühstens am Montag abklären. Was heißt das für mich für das Wochenende?
Bringt es denn dann was mit der angst genau so umzugehen wie jetzt?

Wurde gefragt, ob ich sehstörungen hab. Nun fallen mir natürlich sämtliche Symptome auf, die neurologischer Herkunft sein könnten. brennende Augen, Lichtempfindlichkeit, Dröhnen in den Ohren...gut, kann auch alles von meiner Erkältung her sein...Aber da ich es nicht GENAU weiß, mach ich mich wieder panisch.

Nervig. Von eine Spirale in die andere. Und das passt nu natürlich auch. Da es mir so schlecht ja noch nie ging, KANN es ja nur noch einen ZUSÄTZLICHEN Grund haben...Augenverdreh...

03.02.2017 14:46 • #15


cube_melon
Du scheinst halt wieder voll in einer Spirale zu stecken.

Des wegen solltest Du immer und immer wieder den Bezug zur Realtiät herstellen.

Dein Stresslevel in deinem Körper ist hoch.
So hoch das Du knapp vor, bzw. darüber.
Der Körper schüttet Adrenaln aus.
Dein Unterbewusstsein nimmt all seinen Mittel in die Hand um dich vor einer vermeindlichen Gefahr zu schützen.
Du bist erkältet, dein Körper geschwächt. Das erkennst Du an dem brennen der Augen, dem Druck und rauschen im Ohr.
Durch die Schwächung bist Du empfindlicher und überreagierst auf die kleinsten Sinnesreize.
Der Stresslevel steigt weiter an.

Imginationsübung
Dein Kopf fährt im Kreisverkehr - Runde für Runde. Stell dir bildlich ein riesen Stopschild vor.
Winke damit, zeige es ihm und bring dein Unterbewusstsein zum stoppen.
Wenn das Schild nicht hilft, blockiere die Straße mit großen Betonklötzen.
Ist der Wagen gestoppt, gehst Du als zu ihm und fragst ihn was los ist.
Erkläre ihm das es falsch liegt und Angst unnötig ist, da Du führsorglich auf es aufpasst.
Nimm es an der Hand, lass es aussteigen und dir den Zündschlüssel übergeben.
Geh mit ihm entspannt an einen schönen Ort. Einen Kaffee trinken oder nur die warme Sonne genießen.

03.02.2017 15:34 • #16


oh, das hast du aber super geschrieben.
Ja, das mit dem Adrenalinausstoß erklärt vieles.

Nur meinte mein Psychologe, ich soll mal versuchen mich nicht von der Angst abzulenken. Sondern sie auszuhalten...

Aber ich denke, dass es mehrere Methoden gibt...oder ist es so falsch sich auch bei manchen Dingen vor Augen zu halten, dass man eigentlich gar keine Angst haben muss? Gut...diese Vernunft hilft dennoch oft nicht. Verstand und Gefühl sind nicht immer eins..

schei. spirale im Moment. Zwar sind die akuten Attacken etwas besser geworden, allerdings stehe ich den ganzen Tag so unter unwirklichkeitsgefühl und gedanken immer bei der Angst und immer fühle ich mich psychisch krank...komisch .
Aber manchmal bin ich auch unbeschwert und lache. darauf baue ich auf....

Gut zu hören, dass es hier Menschen gibt, die ähnliches haben/hatten...

06.02.2017 18:59 • #17

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cube_melon
Danke.

Wir alle sind unterschiedlich in dem Ego, der Vorgeschichte, der Situation.
So gibt es viele Lösungsansätze. Offen zu bleiben, damit man evtl. das was einem am besten zusagen/helfen kann nicht verpasst ist wichtig.
Ich komme halt aus der Schiene Traumatherapie: Skills, Ressourcen, Imagination, inneres Kind.

Die Angst auszuhalten ist eine Art Konfrontation. Da bitte behutsam sein. Dein Therapeut sollte dir, bzw. hat die bestimmt auch gesagt wie Du das ab besten tun solltest.
Die Schrittweite und die Dosierung sind hier wichtig. Und immer schön im hier und jetzt bleiben.

Die Regelkreise Sinnes- und Situationsbewertung sind bei dir "hellwach". Diese kann man wieder in ein vernünftiges Maß zurückbringen.
Dazu gehört auch die Wiederherstellung bzw. Rückkehr in die Realität. Das ist das Stopschild was ich meinte.
Anfangs muss man das unzählige male tun. Danach werden alle Komponenten die die Angstreaktion auslösen positiv beeinflusst.
Dieses anfangs bewusste umprogrammieren wird nach und nach automatisiert und geht aus dem Bewusstsein.
Es ist ein ganz klein wenig mit dem Lernen ein Musikinstrument zu spielen oder eine Sprache zu lernen.
Anfangs ist viel bewusste Konzentration erforderlich um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen. Später geht das ohne groß nachzudenken.

Kennst Du die Übungen "Erden und zentrieren" oder die Imaginationsübung "sicherer Ort", "Traumreise" oder "Tresor"?

Das Du es auch unbeschwert kennst und wahrnimmst ist gut. Du siehst dann live und eins zu eins das es "nur" in deinem Kopf entsteht.
Es ist wichtig sich immer wieder an schöne Momente zu erinnern. Diese wärmen uns und bieten oft halt und Trost.

06.02.2017 19:20 • #18



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Dr. Matthias Nagel