Hallo zusammen,
ich lese schon recht lange mit, habe aber nun leider einen Grund, selbst etwas zu schreiben, weil ich einfach nicht weiter weiß. Seit einer Panikattacke vor gut 3 Jahren leide ich unter verschiedenen Ängsten, u. a. der Angst zu sterben durch Krebs, Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Je nachdem was gerade bei Freunden oder Verwandten aufgetreten ist. Ich könnte hier wahrscheinlich schon ein ganzes Buch schreiben mit allen Problemen, die ich in dieser Zeit hatte.
Die Anzahl der Besuche bei Ärzten oder in der Notaufnahme kann ich kaum noch zählen, deswegen fällt es mir auch immer schwerer zu unterscheiden, ob ich "wirklich etwas" habe oder dies wieder nur durch Stress, Angst und Panik ausgelöst wurde.
Seit einigen Monaten sanieren wir unser neuer Haus aus den 80ern. Es gab in der Zeit mehrere Stellen, von denen ich vorsichtig Proben genommen und diese auf Asbest im Labor testen lassen habe, alles negativ. Jetzt gab es vor knapp 2 Wochen aber einen Vorfall, wo das Abbruchunternehmen unvorsichtig war und eine Fensterbank zerbrochen hat. Ich ließ mir das Bruchstück von der Fensterbank kurz zeigen und tütete es vorsichtig (ohne Handschuhe
😥) ein und verschloss sie vernünftig. Gleichzeitig ging ich kurz für max. 2 Minuten in den Raum um ein Foto von der Fensterbank zu machen (ohne Maske.
😥). Noch vor Ort ist mir meine Dummheit aufgefallen und ich ging mir erstmal die Hände waschen. Zuhause angekommen die Kleidung vorsichtig ausgezogen und direkt geduscht. Die Waschmaschine danach nochmal einzeln gereinigt und die Kleidung bis heute in einem Sack verpackt. Wie sich einen Tag später herausstellte, war diese aus 5-25% Asbest.
😱 Ab dem Tag brach für mich die Welt zusammen. Noch am selben Tag des Ergebnisses fing ich an, husten und schnupfen zu bekommen und gleichzeitig ging das googlen/KI-Befragen nach Symptomen los. Ich habe sofort Bauchschmerzen, Sodbrennen, Halsschmerzen, Brustschmerzen bekommen und eine Kurzatmigkeit stellte sich langsam ein. Am nächsten Tag dann noch am Abend Luftnot und eine Panikattacke bekommen. An den nachfolgenden Tagen wurde es nicht besser. Mit Ablenkung war es anfangs noch kurzzeitig besser, aber das hielt nicht lange an. Termine beim Hausarzt und Lungenfacharzt habe ich mir schon geholt, die sind aber erst in einigen Tagen. Das Kratzen wird weniger, Fieber habe ich nicht, die Halsschmerzen bleiben, der Rachen ist gereizt und ich merke, dass ich einfach nicht zur Ruhe komme. Ich rede mir immer wieder ein, dass da eigentlich nach so kurzer Zeit nichts sein kann, aber die geringe Restchance reicht aus, dass ich aus der Todesangst nicht rauskomme. Ich bin auch in Therapie seit ca. 2 Jahren.
Was kann ich noch machen? Ich weiß einfach nicht weiter und für meine Beziehung wird das auch immer mehr zur Belastung.

Ich hatte eben schon viele ernsthafte Probleme in der Vergangenheit, die dann aber niemals medizinisch bestätigt wurden (Ausnahme: vor einigen Monaten ein Lungenfunktionstest, der mich an der Grenze zum leichten Asthma einordnete).
LG
Kyamo