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Hallo zusamen,

ich weiss das ich damit ein sehr sensibles Gebiet betrete, aber ich möchte die Thematik doch ansprechen.


Um genau zu sein geht es mir um Todesgedanken,ich meine damit keine konkreten Suizidgedanken, sondern eher solche gedanken wie zB.
.. das man sich manchmal wünscht eine panikattacke habe einen (vllt auch gefährlichen) körpleriche ursache, die eben vielleicht auch tödlich sein könnte wie zB ein schlaganfall, nur damit endlich mal was gefunden wird...
..oder das man (in dunklen phasen und doller panik) denkt, wenn man wirklich Tod sei, dann sei es zumindest vorbei und die Angst vor dem Tod sei dann auch vorbei..
..oder das man sich fragt ob die angst nach dem tod vielleicht doch weitergeht.


Wollte gern wissen ob ihr manchmal auch solche gedanken habt oder ob ich da alleine bin? und wie empfindet ihr das?

Ich hab da immer n ungutes gefühl, weil ich sehr gern endlich aus dieser depressiven verstimmung und den ängsten raus will..und im moment die chancen auch nicht schlecht stehen da ein neuer psychotherapeut sich niedergelassen hat und sich vielleicht ein termin ergibt. Hab auch absolut keine draht zum tod an sich, habe gott sei dank nie den tod eines nahen menschen erleben müssen und möchte damit auch nichts zu tun haben, aber die beschäftigung kommt ja zwanghaft mit den krankheitsängsten ):

Wie sieht es bei euch damit aus?

Liebe Grüße

01.09.2011 23:05 • 14.09.2011 #1


11 Antworten ↓


Hallo Himmelsfeder

ich habe machmal auch sone gedanken das ich mir wünsche denn soll es doch vorbei sein denn sind die ängst endlich weg !! nur denn wieder nein ich kann mein sohn ja nicht alleine lassen er ist noch so jung und brauch meine hilfe ..

aber gewünscht habe ich mir das auch schon und gedacht .......

01.09.2011 23:10 • #2



Angst und 'sensible' gedanken

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Schlaflose
Hallo Himmelsfelder,

um ehrlich zu sein, wünsche ich mir seit Jahren zu sterben, weil ich dann endlich meine Ruhe hätte und mir nicht ständig Sorgen machen musste, wie es mit mir weitergeht. Drei von meinen ehemaligen Freundinnen sind schon gestorben, und ich beneide sie darum.
Ich habe immer einen genügenden Vorrat an Schlaftabletten zu Hause, um mich umzubringen, wenn ich es nicht mehr aushalte. Ich hätte es auch schon längst getan, wenn meine Mutter nicht wäre. Aber ich kann ihr das nicht antun, weil sie dann ganz alleine zurückbleiben würde und wir haben ein sehr enges Verhältnis. Sie würde daran zerbrechen und das will ich nicht.

Viele Grüße

02.09.2011 08:08 • #3


Stopp!! Hey seid ihr wahnsinnig?! @schlaflose bist du verrückt?! Wie lange habt ihr eure Angst und Panikattacken schon?! Ich, meine seit 7 Jahren und ich bringe mich definitiv nicht um,dafür liebe ich mein Leben zu sehr trotz meiner Psyche!! Klar denkt man ok dann ist alles vorbei aber Hey schaut euch um, gibt es nicht auch schöne Momente auch wenn es nur kleine sind?! Ich saß oft heulend zuhause und wusste nicht vor und zurück,hab viele Todesfälle miterleben müssen,bin ständig beim Arzt,Kh etc und habe stetig Angst bald nicht mehr zu lebeb.Da wäre ich wahnsinnig mich umzubringen. Außerdem ist noch meine Familie,mein Freund,meine Tochter. Die haben das nicht verdient. Ich stehe zu meinem oft chaotischen Leben und will noch viel erleben. Und werdet euch bewusst. Nach dem Tod ist da gar nichts mehr

02.09.2011 09:15 • #4


Schlaflose
Hallo miezze,

du hast einen Freund, eine Tochter, eine Familie. Außer meiner Mutter (75) habe ich nichts und niemanden. Ich habe auch keine Panikattacken, sondern eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung, die dazu geführt hat, dass ich nach 22 Jahren in meinem Beruf einfach nicht mehr arbeiten kann. Gestern hatte ich ein Gespräch, wo man mir einen Job in der Verwaltung versprochen hat, aber es hat sich herausgestellt, dass ich dabei auch Informationsveranstaltungen und Vorträge halten müsste, was ich ja bei meiner psychischen Störung nicht kann. Also stehe ich wieder da und habe keine Ahnung, wie ich meinen Lebensunterhalt bestreiten soll, wenn ich kein Krankengeld mehr bekomme.
Zitat von miezze:
Nach dem Tod ist da gar nichts mehr
Das ist für mich der größte Trost.

Viele Grüße

02.09.2011 09:54 • #5


Liebe Schlaflose,

das macht mich sehr traurig....wieso versuchst du nicht, dein leben auf vordermann zu bringen?? Eine Persönlichkeitsstörung ist doch keine tödliche Krankheit oder ein schicksal, mit dem man sich abgeben muss! Geh raus und leb dein leben! (ich spreche aus erfahrung, ich bin meine ganze jugendzeit noch nicht mal in die schule gegangen!)

02.09.2011 10:10 • #6


Schwarzer Engel
Hallo ihr Lieben,

von ein paar Jahren als mein Bruder Selbstmord begangen hatte und ich nach einiger Zeit anfing Stimmen zu hören, dachte ich auch daran meinem Leben ein Ende zu bereiten. Ich war fest entschlossen und hatte schon so gut wie alles vorbereitet.

Der Grund, warum ich es dann doch nicht gemacht hatte war, dass ich meiner Mutter versprechen musste, nicht das gleiche wie mein Bruder zu tun. Als ich dann den Schmerz in ihren Augen sah, konnte ich nicht anders als ihr dieses Versprechen zu geben.

Seitdem spiele ich zwar ab und zu mit dem Gedanken, aber ich habe gesehen, wie sehr es die Menschen verletzen würde, wenn ich es tun würde.

@ Schlaflose

Auch wenn es momentan nicht so aussieht, aber auch für bergt das Leben noch eine schöne Seite.

Liebe Grüße
Schwarzer Engel

02.09.2011 10:49 • #7


Hallo an ALLE,

auch wenn man manchmal denkt das Leben ist so schei.,
und es geht einfach nicht mehr.
Die Kraft ist nicht mehr da, es geht.
Ich bin 56 Jahre alt, meine Angsterkrankung fing so mit ca.
10 Jahre an, und nach der Geburt meiner 1. Tochter mit 17 Jahren,
ging es richtig los. Dann kamen noch Depressionen dazu.
Ich kämpfe bis heute, bin immer noch in Therapie, und habe verdammt
viele Ängste, aber sterben will ich trotzdem nicht. Ich habe immer gesagt,
was war der Tag schlimm.
Eines Tages sagte ein guter Freund, bei jedem Lächeln, bei jedem schönen
Gefühl stecke dir eine Erbse in die Hosentasche.
Ich hab gedacht, da wird abends keine einzige Erbse drin sein.
Ich hätte es selbst nicht geglaubt, es waren viele, sogar sehr viele Erbsen in meiner
Hosentasche. Wir haben nicht nur Angst und Panik, wir vergessen nur immer sehr schnell die schönen Momente.
Erfreut Euch an den kleinen Dingen des Lebens.
All die körperlichen Beschwerden die Ihr beschreibt, all die habe ich auch.
Ja, auch ich hab dolle Angst, aber ich lebe immer noch, und hoffentlich noch sehr
lange trotz Angst und Panik.
Ich wünsche Euch von Herzen alles Liebe und Gute
Jess:-)

02.09.2011 12:28 • #8


Schlaflose
@ Püppi

Die Persönlichkeitsstörung an sich hat mich z.B nicht davon abgehalten 22 Jahre lang die Zähne zusammenzubeißen und mich meiner beruflichen Situation zu stellen. Aber während der gesamten Zeit hatte ich deswegen so extreme Schlafstörungen, dass es einfach nicht mehr ging, weiter zu arbeiten. Genauso ist es auch bei anderen Dingen. Schon eine kleine Verabredung zum Kaffeetrinken führt dazu, dass ich tagelang vorher nicht schlafen kann. Die Persönlichkeitsstörung kann ich mit meinem Willen bezwingen, aber sie sucht sich den Weg durch die Schlafstörung und da kann man mit seinem Willen nichts erreichen.
Im Moment geht es bei mir in erster Linie darum, einen Job zu bekommen, den ich trotz Persönlichkeitsstörung bewältigen kann, d.h. eine Arbeit, wo ich nichts mit Menschen zu tun habe, wo es null Stress gibt, wo es nichts ausmacht, wenn man mal schlecht drauf ist,
wo nichts Unvorhergesehenes passiert.
Zitat von püppi123:
wieso versuchst du nicht, dein leben auf vordermann zu bringen??

Ich weiß nicht, was du konkret damit meinst und wie ich das anstellen soll. Du musst auch nicht traurig wegen mir sein. Ich bin auch nie traurig wegen anderen, irgendwie fehlt mir dieses Gefühl. Ich habe nur meiner Mutter gegenüber Gefühle und Angst um sie. Ich glaube, das ist ein Teil meiner Persönlichkeitsstörung.

@ Schwarzer Engel

Da geht es mir wie dir. Der Schmerz, den meine Mutter hätte, wenn ich mich umbringen würde, hält mich davon ab.

02.09.2011 12:40 • #9


Habe jetzt erst das gefühl mir diesen thread nochmal angucken zu können. Ähnlich wie euch plagen mich auch gedanken, das es ja manchmal besser wär wenns vorbei ist auch wenn man eigentlich so gern leben möchte- nur eben ohen diese ständige angst vor quallvollen schmerzen und Tod.

hab momentan wieder sowas. Hab riesige angst vor einer lungenembolie, bei jedem atmen schmerzt meine brust so sehr und mir wird schwindelig...habe auch schon seit geraumer zeit schmerzen im linkein bein, es würde also theoretisch passen..hadere ob ich zum arzt soll.

Ich weiss einfach nicht wie ich Dinge mehr interpretieren soll, alles dreht sich nur noch ums krank sein, ich schaff nichts mehr und bin in einer mittelgradigen depression gerutscht...hab keinen antries mehr damit weiterzumachen ohne aussicht auf besserung.

Wie motiviert ihr euch bei solchen gedanken? irgendwie will man ja trotz allem besserung uÄ..

13.09.2011 17:20 • #10


Schwarzer Engel
Hallo Himmelsfeder!

Mir geht es im Prinzip genau wie dir, bei mir sind es nur andere Gründe, warum ich diesen Weg in Betracht ziehen würde. Bei mir ist es auch wie bei dir nicht so, dass ich konkrete Suizidgedanken habe, aber ich finde den Gedanken schön, dass wenn es einfach alles zu schlimm wird, man der Sache selber ein Ende bereiten kann. Zum Beispiel werde ich in zwei Monate operiert, und wenn ich gerade einen besonders schlimmen Tag habe, denke ich daran wie es wäre, wenn ich aus der Narkose einfach nicht mehr erwachen würde…

Zitat von Himmelsfeder:
Wie motiviert ihr euch bei solchen gedanken? irgendwie will man ja trotz allem besserung uÄ..
Ich versuche dann mich schon über kleine Dinge des Lebens zu freuen, wie zum Beispiele über meine Tiere: mein Hund, der immer schon an der Tür steht und sich freut, dass ich da bin, egal ob ich den halben Tag nicht da war oder nur 5 Min. den Müll rausbringen, über meine Katze, die immer zu mir kommt, wenn sie wieder Streicheleinheiten benötigt oder mein Pferd, das ich schon habe seit sie noch ganz klein war, die schon immer am Zaun steht und wartet wenn sie mein Auto hört. Ich versuche mich darüber zu freuen, wenn die Sonne scheint und nutze die Gelegenheit hinauszugehen.

Aber wie schon gesagt, der Hauptgrund, warum ich überhaupt noch da bin ist meine Mutter. Der Gedanke daran, sie meinetwegen leiden zu sehen, könnte ich nicht ertragen.

Wegen deiner Angst vor einer Lungenembolie würde ich dir empfehlen wirklich einfach mal zu einem Arzt zu gehen. Der kann dir genau sagen was mit dir los ist, wenn man nämlich die ganze Zeit in Ungewissheit lebt, kann dieses einen ziemlich belasten.

Liebe Grüße
Schwarzer Engel

14.09.2011 10:42 • #11


@Jess:

das mit den Erbsen hast du wunderbar geschrieben! Und ich finde es immer wieder schön, wenn du schreibst, da spürt man sehr viel Wärme, Mitgefühl und ein großes Verständnis für die Menschen!

Euch allen eine gute Nacht,

Charly

14.09.2011 21:54 • #12



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