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Hallo liebes Expertenteam,

heute komme ich mal wieder mit einer Frage, die mich beschäftigt und es mich sehr beruhigen würde, eine Antwort zu bekommen.
Ist eine ängstliche Persönlichkeitsstruktur gleich mit einer ängstlichen Persönlichkeitsstörung?
Vielen lieben Dank schonmal für die Antwort und herzliche Grüße aus dem dunklenauenwald

19.03.2011 16:46 • 20.04.2011 #1


3 Antworten ↓


Hallo dunklerauenwald,

beide Begriffe haben miteinander zu tun, sind aber nicht identisch. In erster Linie ist der Unterschied graduell, d.h. ängstliche Persönlichkeitsstruktur weist darauf hin, dass jemand in der Bewältigung von Anforderung rasch und überwiegend mit ängstlichen Mustern reagiert. Dies bedeutet aber noch keinen Krankheitswert.
Ängstliche Persönlichkeitsstörung bedeutet dagegen, dass die allermeisten Lebensbereiche von Angst geprägt sind, kaum eine Wahl besteht, auch anders zu reagieren und die Angst ein ganz zentraler Teil der Persönlichkeit ist, ihn kennzeichnet und meist auch als "zu einem gehörend" erlebt wird.

Gruß

Bernd Remelius

23.03.2011 17:24 • #2



Unterschied ängstliche Persönlichkeitsstruktur / Störung?

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Guten Tag

seit kurzem bin ich ja nun in Therapie und es hilft mir auch total. Nun ist meine Therapeutin für 3 Wochen in Urlaub und ich hätte eine wichtige Frage. Nun möchte ich diese bitte hier stellen.
Wie stellt man den Unterschied zwischen Agoraphobie mit Panikstörung und generalisierter Angststörung fest im Bezug auf das Nicht Rausgehen und Nicht allein daheim bleiben können fest?? Wegen welcher Angst nun kann ich also nicht raus oder länger allein daheim bleiben??
Ich war nämlich total erstaunt, dass meine Therapeutin nicht die Agoraphobie zu erst behandeln möchte, sondern meinte das größere Problem wäre meine generalisierte Angsttstörung.
Bis dahin wußte ich gar nicht, dass auch eine generalisierte Angststörung ähnliche Auswirkungen haben kann, wie eine Agoraphobie. Puh. Ich freue mich schon auf Ihre Antwort, dann klärt sich sicher einiges für mich.
Vielen Dank schonmal und herzliche Grüße aus dem Auenwald

19.04.2011 14:45 • #3


Hallo,

vergiss doch einfach mal diese Etiketten ! Das ist nicht wichtig und dient der Kommunikation unter Experten oder dass die Krankenkasse die Therapie zahlt. Wichtig ist nur - wovor hast Du Angst, weshalb, woher kommt das möglicherweise, wie machst Du Dir die Angst innerlich, wie reagierst Du, vermeidest Du oder konfrontierst Du Dich, wie kannst Dui die Angst besser bewältigen, was musst Du dafür anders machen, zu welchem Preis, und ähnliches mehr. Diagnosen sollten nicht Lebensinhalt werden, sondern Lösungen !

Alles Gute für Dich

Bernd Remelius

20.04.2011 15:02 • #4