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Tati74
Hallo!

Ich bin schon lange hier angemeldet und lese immer eifrig mit.
Ich leide unter Panikattacken,starker PMS und Depressionen.
Nun bräuchte ich mal eure Meinung zu meiner derzeitigen Situation, wo ich
Einfach nicht,ehr weiter weiß! Ich könnte schon immer schlecht meine Meinung sagen
Aus Angst vor Ablehnung und Nein sagen ist für mich auch sehr schwer, da ich mich immer für andere verantwortlich fühle, da ich hochsensibel bin.
So, jetzt zu meiner derzeitigen Situation: Ich bin verheiratet und habe ein Tochter,
die jetzt bald in die Schule kommt. Ich bin jetzt 2 mal umgezogen, berufsbedingt wegen meinem Mann, der immer unbefristete Arbeitsverhältnisse hatte und jetzt
Gottseidank ein unbefristetes(Klage vor dem Arbeitsgericht). Jetzt sind wir alle in mein Elternhaus in die Wohnung über meinen Eltern gezogen, da meine Mutter schwer krank war und ich bei der Pflege unterstützen wollte. leider ist sie Ende März schon verstorben und ich hatte keine 5 Monate hier bei ihr. Mein Vater hatte den Mietern in der Whg wegen Rigenbedarf gekündigt, damit wir darein konnten. Leider haben wir das finanzielle, sprich die Miete nicht geklärt bevor wir eingezogen sind! War für mich
Ja kein Thema, und wie sich jetzt herausstellte der größte Fehler überhaupt!
Mein Mann und mein Vater sind sich nicht mehr Grün, obwohl sie sich vorher gut verstanden hatten, wegen dem Geld! Nimmt man von der Tochter soviel Miete, die extra dahingezogen ist mit ihrer Familie, obwohl er, mein Vater das nicht nötig hat?
Er sitzt auf seinem Geld, wovon ich garnichts haben möchte. Er hat eine gute Rente und hat es nicht nötig. Ich versteh das alles nicht, habe auch schon mit ihm 2 mal drüber geredet, aber er sieht es nicht ein, dann sollen wir eben wieder ausziehen, des lieben Friedens willen. Er macht mir nur Vorfürfe, er hätte alles getan für uns, aber was haben wir denn getan, welcher Schwiegersohn zieht schon freiwillig zu den Schwiegereltern ins Haus? Alles mir zu Liebe und für meine verstorbene Mutter.
Jetzt ist es sogar noch so, das bei ihm Krebs diagnostiziert wurde, ist aber alles weggemacht worden, da dachte ich, dass er seine Sicht auf das Leben mal verändert, dass Geld nicht wichtig ist, aber nein, dieses Haus ist sein Lebenswerk und mein Mann
Verdient gut, dann kann er das auch zahlen? Mir ging es nie ums Geld, von mir kann man das letzte Hemd haben, bin einfach zu gut.
So, jetzt sitz ich in der schei. und wir werden wohl wieder umziehen müssen, dass macht mich kaputt zwischen den beiden Männern zu stehen, die sich nicht mehr verstehen.
Wie seht ihr das? Ist es normal von der Tochter und Schwiegersohn soviel Miete zu nehmen, obwohl ich ja später irgendwann mal alles erben soll? Wir wollen ja nicht umsonst da wohnen, aber etwas Entgegenkommen wär doch angebracht, oder seh ich das falsch? Meine Panikattacken und Depressionen werden wieder stärker und ich bin am Boden zerstört, dass mein Vater es nicht einsieht, grad wegen seiner Krankheit und er liebt ja auch seine Enkeltochter, die er dann nicht mehr so oft sehen wird wenn wir wieder weg sind.
Schauen jetzt nach Eigentum.
Bitte um eure Meinung!

Grüße

24.06.2016 10:33 • 24.06.2016 #1


10 Antworten ↓


Liebe Tati!
Puh... das ist echt eine schwierige Situation und ich kenne das nur zu gut. Bei mir ist es ähnlich, mein Freund und ich wohnen auch in einer Wohnung im Haus meiner Eltern. Kinder haben wir allerdings keine. Was ist den "viel" Miete? Wir zum Beispiel zahlen 200 Euro im Monat, deckt im wesentlichen die Betriebskosten, mehr verlangen meine Eltern nicht. Dafür gibt es allerdings andere Probleme. Fühle mich ständig unter Beobachtung fühle mich so wie wenn mit 29 mein Leben noch nicht selbst unter Kontrolle habe und für alles Rechenschaft ablegen muss (wenn Besuch kommt, wenn wir Sonntag einen Ausflug machen, wenn wir weggehen etc) Dazu kommt dass ich alle Probleme meine Eltern serviert bekomme und ich eigentlich in der Famlie immer der Prellbock für alle war. Das ist ein wesentlicher Punkt der mich belastet und auch bestimmt ein Grund für meine Panikattacken. Von mir wird viel erwartet, weil ich gutmütig bin und auch viel tue, von anderen die weniger tuen erwartet man es auch nicht. Es steht außer Frage dass meine Eltern viel für mich getan haben und dafür bin ich auch sehr dankbar und will es auch zurück geben, aber das wäre bei meinen Geschwistern genauso der Fall!
Genug von mir...
Eltern sind da ganz veschieden... ich denke man muss das abwägen dein Vater wird seine Meinung in diesem Punkt vermutlich nicht mehr ändern. Wenn du denkst, dass das gute Verhältnis zwischen deinem Vater und eurer Familie dadurch zerbricht und ihr keinen Vorteil habt momentan dort zu wohnen (weniger Miete etc.) wärs vielleicht besser auszuziehen, ihr könnt euch ja etwas ganz in der Nähe suchen.

Liebe Grüße

24.06.2016 11:14 • #2



Wohnen im Elternhaus - Konflikt wegen Miete macht mich fertig

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ich versteh nicht, dass ihr das nicht schon vor dem Einzug geklärt habt. Ihr müsst doch auch alle anderen Dinge wie z. B. Nebenkosten, Reparaturen, Haftung etc. klären und schriftlich festhalten.
Ich seh es so ihr seid Mieter dein Vater Vermieter Familie hin oder her da gehört ein normaler Mitvertrag gemacht eben um beide Seiten abzusichern.
Davon abgesehen ja "vielleicht" erbst du mal alles, vielleicht reitet deinen Vater aber auch der Teufel und er vererbt alles irgendwann dem Tierheim.
Ich denke ihr solltet euer Mietverhältnis und die Familiendinge trennen, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Meine Kinder werden hier auch mal alles erben trotzdem werden sie für unsere Einliegerwohnung mal Miete zahlen wenn sie dort einziehen wollen. Momentan wohnt meine Mutter dort als ganz normale Mieterin die einen regulären Vertrag hat, die eine reguläre Miete zahlt und der gegenüber wir Pflichten als Vermieter haben. Ich hätte nämlich keine Lust dass wir uns, so wie ihr, irgendwann über sowas in die Wolle bekommen.

24.06.2016 11:20 • #3


dont_panic
Ich finde es völlig normal, daß ihr eine normale Miete zahlen sollt.
Drehen wir es mal um und stellen uns vor, du bist Ärztin und dein Mann Handwerker. Würdet ihr also die Verwandtschaft komplett kostenfrei behandeln und auch umsonst alle Reperaturen durchführen ? Oder wo zieht ihr die Grenze ? Nur Verwandte ersten Grades ? Wieviel Prozent Nachlass gibt es für die restliche Sippschaft ?
(natürlich wäre die Situation anders, wenn ihr euch die Miete nicht leisten könntet, aber da ihr jetzt schon nach Eigentum sucht, ist das ja wohl nicht der Fall)

24.06.2016 11:38 • #4


Tati74
Ja gut, jeder hat seine Ansichten. Deshalb hab ich auch hier gefragt, um auch andere Meinungen zu hören. Nur für mich gibt es bestimmte Finge, die kann man nicht mit Geld bezahlen! Wir wollten helfen, sprich ich wollte und habe meine Mutter gepflegt und auf sie aufgepasst, was wie du dir vorstellen kannst nicht einfach war!
Was kosten Pflegekräfte und das ganze Drumherum? Ich habe alles aus Liebe zu meinen Eltern gemacht und für mich ist es selbstverständlich mich darum zu kümmern! Wir zahlen jetzt für unsere Whg an meinen Vater 625,- Euro und er ist nicht darauf angewiesen, er könnte sich ein zweites Haus bauen und Bar bezahlen, nur soviel. Er ist sehr geizig und ich weiß, was er besitzt und das hat er sich auch erarbeitet. nur ich für meinen Fall wüsste, wenn meine Tochter später einmal zu mir freiwillig ziehen würde und ich nicht darauf angewiesen wäre, dann würde ich sie sogar umsonst( plus Nebenkosten) wohnen lassen. Daher ich bin einfach zu gut und sehe das Leben aus einem anderen Blickwinkel, wo mir materielle Dinge nicht wichtig erscheinen, Hauptsache man ist gesund!
Das ist meine Meinung.

24.06.2016 11:49 • #5


Ihr seid doch erwachsene Menschen, warum händelt Ihr das Thema also nicht wie Erwachsene ? also Mietvertrag aufsetzen der klar die Rechte und Pflichten beider Parteien darlegt. und warum solltet Ihr weniger Miete zahlen nur weil das Haus der Familie gehört ? ich halte es für einen Fehler zu denken dass innerhalb der Famlie alles "for free" ist. das sorgt meist nur für Unfrieden. also entweder Mietvertrag aufsetzen und Miete zahlen, oder ausziehen.

24.06.2016 12:00 • #6


Zitat von Tati74:
wo mir materielle Dinge nicht wichtig erscheinen, Hauptsache man ist gesund!


Ich seh das auch ähnlich wie du, Familie ist ein geben und nehmen! Ich würde von meinen Kindern auch keine 700 Euro nehmen wenn ich es nicht notwendig habe, wie es meine Eltern nicht tun. Wir legen mehr Wert auf gegenseitige Hilfe und Zusammenhalt. Dein Vater scheint das aber allerdings anders zu sehen leider.
Wie ich es sehe hast du dir deine Meinung schon gebildet und brauchst unseren Rat nicht und nochmal: ich denke nicht dass dein Vater seine Meinung nochmal ändern wird, ältere Menschen sind da doch recht festgefahren. Wenn dir etwas am guten Verhältnis lieg und ihr ohnehin keine Vorteile habt, wäre es vielleicht besser was neues zu suchen.

vielleicht denkt sich dein Vater auch (weil du sagtest dass du das ohnehin einmal erben wirst) dass das Geld bei ihm gut angelegt ist und ihr dann einmal bestimmt auch brauchen könnt.

24.06.2016 12:03 • #7


Icefalki
Genau das sind die Situationen, die zu Ängsten führen. Hier haben wir Abhängigkeit, Erwartungshaltungen, Eltern- Kindkonflikte, nicht ausgesprochene Wünsche, zwischen den "Stühlen" sitzen, keine klaren Fakten.

Dich zerreißt es und führt zu Ängsten. Kein Wunder.

Das was ich oben beschrieben habe, gehe das mal durch und versuche jedes einzelne Wort für dich zu klären, auch deinen Anteil, schließlich willst du unausgesprochen auch eine Belohnung.

Ich löse zwischenzeitlich meine Konflikte, indem ich zuerst meine eigenen Beweggründe analysiere, die des anderen, und offen ein Gespräch suche. Anschließend wird solch ein Gespräch innerlich bewertet und die Fakten angeschaut.

Daraufhin treffe ich meine Entscheidungen. Allerdings führe ich diese Gespräche versucht ohne Emotionen. Und im Hinterkopf habe ich immer meine Frage an mich: was ist mir das alles wert?

Seit ich so an Alles herangehe, geht es mir gut.

Allerdings solltest du auch ehrlich deinen Anteil, evtl. versteckte Wünsche genau analysieren, um korrekt entscheiden zu können.

24.06.2016 12:08 • #8


Ich muss seit 1998 520 Eur Miete (warm, aber Müllkosten sind extra und normaler Strom halt noch dazu) im Haus der Eltern zahlen - und habe bis 2013 mehr als Vollzeit 560 bis 580 Eur netto verdient....sie sagten damals wenn ich 40 bin, kann ich umsonst wohnen....das ist nun vorbei, sie sagten man darf auch die Kinder nicht umsonst drin wohnen lassen (Finanzamt usw?)....

24.06.2016 12:15 • #9


Luna70
Wir haben früher mietfrei im Haus meiner Eltern gewohnt, haben allerdings auch Geld in Dachausbau und andere Sanierung investiert und nötige Reparaturen immer selbst gemacht. Seit einigen Jahren gehört das Haus mir, es wurde per Notarvertrag auf mich übertragen.

Meine persönliche Meinung ist, dass man in der Familie nicht die normale Miete verlangen sollte, da man ja auch andere Pflichten hat als ein normaler Mieter (man macht Reparaturen selbst usw.) und das Risiko das ein Vermieter trägt geringer ist (Mietnomaden, Mietausfall usw.) Noch dazu will ich ja an meiner Familie nichts "verdienen". Ich lege nur die Nebenkosten um und würde möglicherweise, wenn es denn nötig wäre, einen Anteil für meine Raten fürs Haus anteilig umlegen.

Wir haben bei uns vertraglich festgelegt dass ich mich um meinen Vater kümmern muss. Früher hieß das mal "Wart und Pflege", es wird wohl aber jetzt wohl anders formuliert. Wie stellt sich dein Vater das denn vor, wenn er mal Pflege braucht? Ich würde ihn genau das fragen. Will er dann ein Pflegeheim oder einen Pflegedienst bezahlen? Am besten legst du ihm mal Zahlen dazu vor was sowas kostet. Und sage ihm gleich dazu, dass du ganz sicher nicht für 255 Euro Pflegegeld bei Pflegestufe 1 seine Pflege übernehmen wirst, wenn er heute die normale Miete von euch fordert.

Man kann das sogar hochrechnen, was eine Verpflichtung zur Pflege "wert" ist. Das wird aus dem Lebensalter usw. berechnet. Vielleicht könntest du mit deinem Vater über diesen Punkt verhandeln und damit die Miete mindern. Das hat natürlich nur einen Sinn, wenn ihr dort auch wohnen bleiben wollt und du die Pflege auch wirklich machen möchtest.

Zitat von Ivy78:
das ist nun vorbei, sie sagten man darf auch die Kinder nicht umsonst drin wohnen lassen (Finanzamt usw?)....


Das darf man natürlich schon. Allerdings muss man die fiktiven Mieteinnahmen versteuern, auch wenn man sie tatsächlich gar nicht einnimmt weil Angehörige mietfrei wohnen. Deine Eltern müssten also an das Finanzamt Steuern zahlen, auch wenn du gar keine Miete zahlen würdest.

24.06.2016 12:35 • x 1 #10


Tati74
Hallo Luna!
Genau das sind ja auch meine Überlegungen, ich würde mich ja um alles kümmern. Er hat mir ja
auch schon alle Vollmachten erteilt. Was ich vergessen habe zu erwähnen war, das als mein Vater sagte, dann sollen wir halt wieder ausziehen, des lieben Friedens Willen, er mir sagte, dass mir ja das Erbe oder Erbteil meiner Mutter vom Haus zustehen würde! Auf diese Idee bin ich garnicht gekommen!
Und es liegt mir fern, sowas überhaupt zu denken! Geschweige denn haben zu wollen, auch wenn es mir zusteht und wir selbst Eigentum haben möchten, nach all dem.
Auf so ein Niveau lasse ich mich nicht herab und ich bin unsagbar traurig, dass er sowas überhaupt erwähnt hat!
Mal sehen was noch so passiert, aber nachher schauen wir uns was an.
Vielen Dank für die Meinungen!

24.06.2016 13:30 • #11



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