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Hallo liebe Forumsmitglieder,
mich würde interessieren, wie eure Angehörigen und Partner mit euren Panikattacken umgehen. Mein letzter Freund hatte sehr wenig Verständnis ( bin aber mittlerweile getrennt, weil noch mehr nicht gestimmt hat ) aber ich denke gerade die Agoraphobie ist ja schon sehr "hinderlich" bei gemeinsamen Unternehmungen und so. Da ist ja nix mit schön Essen gehen oder in die Stadt bummeln oder auf ein Fest gehen..und die Unternehmungen doch sehr eingeschränkt oder? Und ich denke, dass es auch verständlich ist, dass der Partner gerne was unternehmen möchte und das doch ein ganz schöner Streitpunkt in der Beziehung werden kann.

Ich bin im Moment schwer verliebt, aber ich hab Angst zu sagen dass ich unter Agoraphobie leide, weil ich im Moment echt nicht in die Stadt gehen kann und Angst davor habe, bei einer Abfuhr noch tiefer in ein Loch zu fallen.

Wie ist es bei euch?

Mensch, ist dieses Forum klasse. Habe es gestern entdeckt und bin schon um 4 Steine leichter, ist das toll zu wissen dass ich nicht die einzige bin die diese Ängste hat. Meine Familie und Freunde sind zwar für mich da, aber wirklich nachvollziehen kann mans halt doch nicht.
Tut echt gut, deswegen nerv ich euch schon wieder mit einem Beitrag
Alles Liebe,
das Nachtleben

05.05.2009 20:55 • 23.05.2009 #1


9 Antworten ↓


hallo, schön das es dir ein wenig besser geht, dank dem forum...

..ich bin hier auch seit zwei tagen und ich fühl mich ein wenig erleichtert,seit ich weiß das ich nicht allein bin mit meinen problemen.

..also mein freund unterstützt mich in jeder hinsicht...ich leide seit ein jahr an ständiger überlkeit und an depressionen....
...er lenkt mich viel ab und erträgt meine launen...ich bin froh,dass es ihn gibt...

...also ich würde ihn einfach mal drauf ansprechen,gleich mit offenen karten spielen....ich meine wie stehst du denn da,wenn er es später erfährt und gar nicht damit umgehen kann...dann bist du sehr verletzt und er,weil du es ihm nicht gesagt hast...

...ich denke wenn du es ihm ruhig erklärst und er dich genauso mag,wie du,dann wird er dich so akzeptieren wie du bist.

05.05.2009 21:05 • #2



Wie gehen Angehörige/ Partner damit um?

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Huhu,

das negative vielleicht vorweg^^

Meine Eltern und Geschwister verstehen das alles gar nicht. Da bekomm ich oft zu hören "Stell dich nicht so an" oder "Du bist doch nur zu faul"
Verständnis kommt von der Seite also gar nicht.

Mein Ex-Freund und Vater meiner Tochter konnte sehr gut damit umgehen. Verstanden hat er es vielleicht nicht wirklich aber immerhin konnte er mir Halt geben und hat es akzeptiert.

Seit kurzem bin ich verliebt. ich war von Anfang an offen was meine Agoraphobie angeht. ich denke Ehrlichkeit ist da sehr wichtig. Es belastet dich nur, wenn du dich verstellst oder versuchst dich zusammen zu reissen.

lg
Fera

06.05.2009 10:38 • #3


Alexandra07
Also mein Schatz versucht mir zu helfen, wo er nur kann. Und ich denke, Offenheit ist wichtig. Ich habe aber persönlich auch keine negativen Erfahrungen damit gemacht bisher.
Es ist wohl für "Aussenstehende" echt schwierig das zu verstehen. Bis vor einem halben Jahr gehörte ich ja auch noch dazu.

06.05.2009 10:48 • #4


Hallo,

Für jeden, der PA nicht selber kennt, ist es unvorstellbar, wie es uns geht.
Da hilft nur Erklären. Oftmals höre ich dann von Freunden oder der Familie: "So heftig ist das? Das kann ich mir gar nicht vorstellen!"

Trotzdem versuchen bei mir Alle, zu helfen.

Wenn ich mal wieder Angst vor etwas habe sagen sie: "Ach, das schaffst du schon! Glaub an dich!" und bauen mich damit auf.
Meine Familie und Freunde können zwar nicht verstehen, wie es mir geht (und das erwarte ich auch nicht), aber sie versuchen, mir zu helfen, indem sie mich aufheitern, ablenken und aufbauen.

Und mein Freund ist ein echter Schatz. Ich hab die PAs seit mein Vater gestorben ist.
Schon da war er immer für mich da, und auch jetzt, wo ich an den PA leide, ist er immer für mich da. Er hält mich und beruhigt mich, wenn ich akkut eine habe, und sorgt ansonsten dafür, dass ich abgelenkt bin und Spaß haben kann und einfach den Kopf frei habe.

Ich bin sehr froh und dankbar, wie Alle damit umgehen.

Bei einer ganz frischen Verliebtheit.. da wüsste ich nicht, wie ich damit umgehen würde. Kommt auf die Intensität der Gefühle und den Anderen an, denke ich.

Liebe Grüße,
Pilongo

06.05.2009 12:16 • #5


Als ich meinen Mann kennengelernt habe hab ich ihm gleich gesagt was mit mir los ist

Am Anfang war es schwierig weil er es nicht kannte und nicht wußte wie er damit umgehen sollte aber mit den Jahren (seit 2001) hat er gelernt damit umzugehen.

Ich habe viel geredet mit ihm und vieles erklährt
Nun sind wir ein eingespieltes Team und ich vertraue ihm und somit schaffe ich es auch ab und an mal das Haus zu verlassen wenn er an meiner Seite ist.

08.05.2009 07:17 • #6


Ich hab ihm endlich gesagt, dass ich Agoraphobie mit Panikattacken habe und erklärt, was da passiert. Er hat suuuuuper reagiert und war total verständnisvoll, aber auch sehr betroffen.
Ich denke auch, dass es nichts hilft was vorzuspielen sondern man erwartet ja gerade in einer partnerschaftlichen Beziehung Offenheit und Vertrauen. Und ich finde, jemandem von einer Angststörung zu erzählen ist schon ein sehr großer Vertrauensbeweis.
Naja, vielleicht traue ich mich auch dann irgendwann ihm zu sagen dass ich Gefühle für ihn habe

11.05.2009 14:50 • #7


Ich habe da sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Einige Freunde verloren und das schlimmste war, dass meine Frau mich deswegen verlassen hat. Wärend ich in der Psycho-somatischen Klinik gekämpft habe hat sie mich betrogen. Das zum Thema " Beziehungsängste" denn die habe ich danach auch noch bekommen.

11.05.2009 14:56 • #8


zerschmetterling
ich glaube es ist aufjedenfall eine sehr starke belastung für angehörige.
als ich mit meinem freund zusammengelebt habe, war das auch sehr oft ein reibungspunkt. ich konnte oftmals tagelang nicht das haus verlassen und einkaufen ging so gut wie nie alleine. dadurch musste er eine ganze menge arbeit alleine übernehmen, die wir uns in einer "normalen" beziehung geteilt hätten.
außerdem stehen angehörige ja oftmals unter ständiger "abrufbereitschaft". wenn irgendwas ist, "müssen" sie ja zur stelle sein, egal wie spät es gerade ist oder was sie vor haben.
nicht zu vergessen gehen panikattacken ja meistens auch mit starken stimmungsschwankungen bis hin zu depressionen einher, bzw. ziehen diese nach sich.
mein freund hat mir außerdem schon oftmals gesagt, dass die situationen, in denen ich panik bekomme, mit die schlimmsten ohnmachtsgefühle (nicht im sinne von schwindel, sondern im sinne von hilfslosigkeit) in ihm auslösen, die er je erleben musste.
menschen die dich lieben leiden ja auch jedes mal mit dir.. das führt bei mir oft dazu, dass ich versuche meinen zustand zu verstecken und das irgendwie mit mir alleine auszumachen...

21.05.2009 01:01 • #9


also ich gehe damit offen um wenn einer eine frage hat versuche ich es der person zu erklären und wenn ich nicht genau weiß wie hab ich paar seiten im internet gefunden dei das dann können
ich denke das bekannten ,freune der partner genau so wie wir auch mal überfordert ist denn sie wollen helfen aber wissen nicht genau wie !
wo mit ich probleme habe wenn einer sagt ja geh einfach raus man ihn das erklärt und er immer noch sagt wo ist das problem ....
natürlich ist das schwer für leute dei das nicht haben sich das vorzustellen aber sie sollten es versuchen!
aber sonst hab ich keine schlimmen erfahrungen damit das jemanden mitzuteilen

23.05.2009 17:25 • #10



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