Das ist ja ein Zufall, dass ich das genau jetzt hier lese. Bei mir ist das seit heute Nacht auch plötzlich und ich bin die ganze Zeit innerlich nervös und Unruhig und habe diese Adrenalinschübe. Kenne das allerdings aus der Vergangenheit her auch. Aber diesmal so ohne erkennbaren Auslöser. Vllt steht der Körper generell unter Stress. Tips habe ich keine leider..habe von Sport bis Ablenkung alles probiert und hilft dann auch nur temporär. Meistens ist es irgendwann wieder verschwunden
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#21
Lilith8990 Mitglied
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Bei mir fühlt es sich wie unter Strom stehen an. Kribbeln Mal stärker Mal schwächer
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#22
A
Wie fühlt sich innere Unruhe an?
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healMe Mitglied
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Und habt ihr auch dieses Gefühl im Kopf, was einem das Gefühl gibt, dass es nicht besser wird? :-S
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#23
Cillybelle Mitglied
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Zitat von Greenhouse:
So ist bei mir auch. Bewege mein Kopf nach unten oder oben, dann spüre ich was in Brustkorb ( Muskeln , Faszien oder was auch immer) und gehe sofort ...
Bei mir ist ähnlich. Wobei ich den Kopf immer dann hin- und her neige, wenn ich tatsächlich verspannt bin, im Schulter-Nacken-Bereich. Ansonsten neige ich dazu, in mich hineinzuhorchen, wenn ich ver- bzw. angespannt bin und versuche es zu lokalisieren.
Außerdem habe ich dieses innerliche Aufschrecken, wenn ich kurz mit dem Gedanken gerade völlig weggesackt bin.
Im Grunde ist meine innere Unruhe ein Gefühl von Unwohlsein, dass ich sofort wieder loswerden will. Was mir hilft ist Lavendel (als Duftöl oder als Kapseln zum einnehmen), meditieren (derzeit wieder etwas unregelmäßiger) und bestimmte Faszien-Übungen gegen die Verspannungen. Gerade Verspannungen im Bereich HWS und BWS können ja Unruhe und Ängste auslösen.
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x 1#24
Schlaflose Mitglied
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Zitat von healMe:
Kennt das jemand von euch?
Bei mir kommt die innere Unruhe immer nachts im Bett. Dann fängt der ganze Körper an zu vibrireren und irgendwie zu summen und ich habe den Drang mich ständig hin und her zu werfen, weil auch im Unterleib eine starke Erregtheit zu spüren ist. Dann hilft nur ein Beruhigungsmittel (Alprazolam).
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#25
CosmicPancake Mitglied
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Hallo, ich bin neu hier. Mich würde interessieren, ob ihr die innere Unruhe so beschreiben könntet wie ich. Es ist eine Art Gefühl, das wie ein Springbrunnen von oberhalb des Bauchnabels bis zu den Schultern geht. Eine Mischung aus Druck, Ziehen, Hitze, Kribbeln. Ich horche dann auch in mich hinein, bekomme Angst. BWS und HWS ist immer verspannt bei mir und das Gefühl ist richtig schwer zu lokalisieren. Bewegungsdrang bekomme ich auch immer und manchmal kribbelt es auch in den Beinen.
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#26
Kedici Mitglied
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Zitat von CosmicPancake:
Hallo, ich bin neu hier. Mich würde interessieren, ob ihr die innere Unruhe so beschreiben könntet wie ich. Es ist eine Art Gefühl, das wie ein ...
Ich würde es auch so beschreiben..Nur den Bewegungsdrang habe ich nicht.
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#27
CosmicPancake Mitglied
77
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@kedici Danke für die Antwort. Bei mir ist es manchmal kaum wahrnehmbar, und manchmal ist es den ganzen Tag so. Schwierig ist für mich das daraus entstehende Gedankenkarussell, dass es was an Herz, Lunge oder so sein könnte (würde alles gecheckt). Geht's dir da ähnlich und wie gehst du damit um?
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#28
Kedici Mitglied
1191
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Im Moment habe ich es hauptsächlich nachts. Sobald ich aufwache bin ich schon total gestresst und auch während des Schlafens. Wenn ich dann aufwache habe ich meistens für ne kurze Zeit Herzrasen und Druck auf der Brust. Auch wenn ich mal auf der Couch einschlafe. Ja manchmal habe ich dann schon ein ziemliches Gedankenkarussel. Vor allem wenn es mal tagsüber auch nicht so gut geht. Bis auf wenige Ausnahmetage/nächte schaffe ich es aber das einfach zu ignorieren und halbwegs normal zu leben. Aber so insgesamt mach ich mir trotzdem oft Sorgen was das alles ist und ob es irgendwann mal schlimm kommt...
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#29
Patrick Mitglied
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Bei mir durch Herzrasen.
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#30
Sprotte Mitglied
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@CosmicPancake Genauso fühlt es sich an.
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#31
CosmicPancake Mitglied
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@Sprotte Es tut irgendwie gut mal zu lesen, dass ich damit nicht alleine bin. Ich habe leider noch keine gute Vorgehensweise, wie ich die Unruhe los werde.
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R
RosinenBomber Mitglied
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@Panikade
Zitat:
Und ich habe das Gefühl als müsste ich jetzt "fliehen"
Perfekt beschrieben.
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#33
T
Tobeatthedevil Mitglied
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Hallo zusammen,
bei mir schwelt die innere Unruhe oft über Stunden und drückt sich in einem diffusen Unwohlsein aus, das wellenartig kommt und geht (über den Tag verteilt): Kurze Schwindel- und Übelkeitsanfälle, Druck auf der Brust, starkes Schwitzen einhergehend mit eiskalten Händen, Tinnitus, zittrige, "wacklige" Beine und alles in allem das Gefühl, gleich um zufallen, Kurzatmigkeit, Herzrasen. Ich hatte schon seit ca. einem Jahr keine "starke" PA mehr (definiert als eine zeitlich sehr begrenzte und extrem akute Empfindung), vielmehr fühlen sich bei mir Phasen der inneren Unruhe an wie eine einzige seeeeeehr langgezogene leichte bis mittelschwere PA; wie ein "Vorbote", so als würde die starke Panik gleich folgen (was sie in der Regel nicht tut). Ich mache auch in diesen Phasen – bei mir sind es Phasen, in denen diese Beschwerden auftreten, manchmal habe ich wochenlang gar keine Symptome – trotzdem mein ausführliches Sport-Programm, Yoga und Atemübungen, und versuche, mich von den Beschwerden nicht total vereinnahmen zu lassen. Denn je länger eine Unruhe-Phase andauert, desto "mächtiger" werden die Beschwerden, auch im Kopf. Und wenn die Unruhe bzw. die Beschwerden zu stark werden, nehme ich, so mit meinem Psychiater abgesprochen, ein halbe Tavor-Tablette, die dann recht zuverlässig als 'Circuit Breaker' wirkt und den Körper wieder etwas herunterfährt. Das versuche ich aber zu vermeiden wenn irgend möglich. Was sind eure Strategien gegen die Unruhe und damit einhergehenden Beschwerden?
Viele Grüße und einen schönen Abend!
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x 2#34
R
RosinenBomber Mitglied
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@CosmicPancake versucht es mit Bewegung! 45 Minuten spazieren und je schlimmer die Angst wird, desto schneller läufst du.
Meine Erachtens ist das sehr wirksam weil dein Körper in solchen Momenten darauf gedrillt wird seine Energie Reserven für eine Kampf oder Flucht Situation zu nutzen, wenn du dich nun wirklich körperlich betätigst sei es nur die Wohnung zu putzen, wird die Energie genutzt und die angespannte Muskulatur kann sich etwas beruhigen.
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x 1#35
T
Tobeatthedevil Mitglied
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@RosinenBomber
Das kann ich nur unterstreichen – Bewegung ist so entscheidend. Meiner Erfahrung nach tut alles gut, was die Aufmerksamkeit nach "außen", also weg von den Körperempfindungen lenkt. Auch Schreiben (handschriftlich) hilft mir sehr, da die Feinmotorik dieser Tätigkeit meine gesamte Aufmerksamkeit erfordert. Ebenso leichte Hausarbeit – Spülmaschine ein- bzw. ausräumen, staubsaugen etc... Außerdem eine kalte Dusche. Allerdings gibt es bei mir auch "gebrauchte" Tage, an denen nichts so wirklich hilft. Tage, an denen die Unruhe durch o. g. Tätigkeiten zwar nachlässt, aber zurückkehrt, sobald ich die jeweilige Tätigkeit beendet habe. Kennt Ihr das? Ich bin dann oft der Verzweiflung nahe so denke mir, DAS KANN DOCH NICHT SEIN! WAS SOLL ICH DENN NOCH TUN, UM MEIN NERVENSYSTEM (NACHHALTIG) ZU BERUHIGEN? Ich meine, man kann ja nicht den ganzen Tag staubsaugen...
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#36
Kedici Mitglied
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Zitat von Tobeatthedevil:
@RosinenBomber Das kann ich nur unterstreichen – Bewegung ist so entscheidend. Meiner Erfahrung nach tut alles gut, was die Aufmerksamkeit nach ...
Ich denke das Problem ist oft dass wir schon Gedankenmuster über Jahre entwickelt haben die wir bewusst schon gar nicht mehr wahrnehmen. Das läuft alles im Hintergrund. Sobald du deine Tätigkeit beendet hast läuft im Hintergrund das Programm : sch. jetzt bin ich fertig jetzt geht's garantiert wieder los mit der Unruhe. Und das allein erzeugt Angst und Stress und befeuert wieder das Nervensystem und man wird automatisch unruhig. So ist man in einem ewigen Kreislauf gefangen. Bis man es schafft diese Gedanken zu verändern. Mit neuen positiven Gedanken zu verknüpfen. Solange das hinsetzen mit Unruhe, Grübeln, nicht mehr abgelenkt sein verknüpft ist reagiert der Körper mit Unruhe.
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#37
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Tobeatthedevil Mitglied
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Absolut, @kedici, danke für deine Rückmeldung. Ich kann – muss – für mich selbst tatsächlich konstatieren, dass Ruhe quasi "Gift" ist. Einfach auf dem Sofa sitzen "is nich". Es ist quasi eine gute befahrbare neuronale Autobahn, diese Unruhe in der Ruhe. Schon krass, diese unbewussten Prozesse im Gehirn – ich denke mir oft, dass, wenn es nicht soooo unfassbar unangenehm wäre, wäre es tatsächlich superspannend.
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#38
CosmicPancake Mitglied
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Ich kann auch schlecht ruhig sitzen. Meine Frau beklagt das, aber ich finde Ruhe in Bewegung. Tatsächlich erwische ich mich immer wieder dabei, wenn ich die Unruhe "vergessen" habe, weil ich gut genug abgelenkt war. Dann ist sie aber sofort wieder da und die Ablenkung muss wirklich gut sein. Routinearbeit oder Dinge, die nicht alle Sinne beanspruchen, helfen z.B. bei mir meist nicht.
@CosmicPancake Bei mir sind es exakt die gleichen Symptome...
Bevor ich meine Depression bekam konnte ich das überhaupt nicht einordnen, hab es immer als Stress, Unruhe oder Nervosität abgetan... Und das kann ja eigentlich nicht sein (im Sinne von stell dich nicht an, andere haben schlimmere Probleme)
Fällt immer schwer den Zustand in Worte zu fassen aber deine treffen es wirklich gut.
Katastrophisieren gehört oft mit dazu. Die Gelassenheit im Umgang mit Unruhe oder Panik, die mir auch Mitpatienten in der Klinik geschildert haben werde ich wohl nie erreichen, wohl aber einen Weg damit leben zu können und keine Angst davor zu haben. Am mit großem Abstand allerbesten haben mir Atemübungen geholfen (4444, 487...)