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WunschPunsch
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Hallo,

aktuell beschäftigt mich ein Thema ganz besonders. Wie Atme ich richtig?
Seit Tagen habe ich bei meiner normalen Atmung durch die Nase das Gefühl als würde ich nicht ausreichend Luft bekommen. Dazu hole ich dann öfters durch den Mund Luft, mal normal Mal tiefer. Wie oft ist das normal? Dieses Seufzen? Ich habe noch nie in meinem Leben auf meine Atmung geachtet es sei denn ich hatte Angst und wollte mich regulieren durch richtiges Atmen. Nun weiß ich nicht mehr was richtig und falsch ist. Und bitte erspart mir dieses, es atmet dich. Ja wir tun es aus Reflex, aber was ist wenn man dabei das Gefühl hat es stimmt was nicht und es sei nicht ausreichend?

Ich bin ärztlich bestens untersucht worden, es ist mein Kopf. Meine Sauerstoffsättigung ist immer zwischen 94-97-98.

02.08.2026 x 1 #1


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moo
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Die Atmung ist normalerweise eine extrem unterbewusste Sache. Es ist wie das Autofahren - nach 10 Jahren oder mehr "fährt" man nicht mehr, sondern es läuft sozusagen alles "automatisch", ohne dass man etwas bewusst beabsichtigt und dann ausführt.

Sobald sich der Geist mal auf ein Objekt (hier: die Atmung) fokussiert hat und damit etwas "verbindet" (hier: die Angst, nicht "richtigt" zu atmen), ist der unterbewusste, automatische Ablauf gestört. Das ist alles.

Da die Atmung eine gewisse Sonderstellung einnimmt (s. o. - "Schnittstelle zwischen Körper und Geist"), ist es nicht so einfach, diese Fokussierung wieder zu mildern. Ist eine Frage der Zeit. Der Geist muss quasi das "Nicht-Autofahren" wieder lernen zwinkern. Dass Du es in Wellen der Intensität wahrnimmst, hängt unmittelbar mit der Bewusstheit bzw. Unbewusstheit zusammen.

Ich möchte Dich nochmal daran erinnern, eben NICHT zu versuchen, Dich abzulenken, wenn der Fokus mal wieder aufkommt sondern lediglich festzustellen, dass Du jederzeit in der Lage bist, Deine Atmung bewusst in einem gewissen Rahmen zu beeinflussen. Gleichzeitig solltest Du Dich aber auch daran erinnern, dass die Atmung auch "ohne Dich" (also: unterbwusst) funktioniert.

Wenn Angst vor "Rückfällen" aufkommt: Habe keine Angst vor der Angst. Zwänge haben die Angewohnheit, sich immer wieder andere Objekte zu suchen, auf die sie sich fokussieren können. Die Angst vor der Angst (= Angststörung) gehört insofern in den Formenkreis der der Zwangsstörungen. Ängste und Zwänge bedingen sich gegenseitig wie die Innen- und Außenseite einer Hand.

Dies nur am Rande. Mach´s Dir aber nicht zu kompliziert. Ich schreibe das nur auf, damit Du es bei Bedarf mal nachlesen kannst. Im Alltag genügt das Wissen, dass Atmung bewusst oder unbewusst ablaufen kann. Lass beides zu und Du "verlierst" das Interesse an der Atmung.

Schönes Wochenende!

PS Ab 11.30h heute kann man wahre Atmungsmeister bei der Königsetappe der Tour de France erleben...

25.07.2026 07:45 • x 1 #32


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Wie atmet man richtig

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moo
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Zitat von WunschPunsch:
Denn ich habe keine Lust da ständig mir Gedanken drüber machen zu müssen und zu merken sie wird anders.

Hinter jeder Zwangsstörung steht eine "Angst vor x.". Begleitet wird diese Angst von dem Gefühl von Kontrollverlust. Der Geist ist ja erfinderisch: Er sucht sich eine stellvertretende, ähnlich dramatische Angelegenheit, die er dann versucht, zu kontrollieren. Die Atmung bietet sich hier hervorragend an: Sie ist immer präsent und bedeutet, vereinfacht gesagt, die Macht über Leben und Tod (hier "funktionell": die Lösung des Problems). Im militärischen Duktus bedeutet dies: Die "Kontrolle" der Atmung ist ein Stellvertreterkrieg zwinkern.

Ein sehr üblicher Versuch, damit klarzukommen, ist eben die "Flucht" - also die Ablenkung. Dass dies nur sehr kurzfristig funktioniert liegt in der Natur der Zwangslogik. Der Fluchtversuch ist quasi Teil des Zwangs (siehe oben: Sorge - Erleichterung - Sorge - Erleichterung...).

Bzgl. Deiner Gedanken um das Wesen der Atmung: Es gibt keine "normale" Atmung. Es gibt höchstens eine statistisch übliche Atemamplitude. Aber mit "normal" im Sinne von "richtig" hat das überhaupt nichts zu tun. Die Atmung reagiert und agiert. Soll heißen: Sie kann mal den Geist (und den Körper) "steuern" und umgekehrt. Sie ist mal Ursache, mal Wirkung.

Wir müssen uns mit der manipulativen und manipulierbaren Natur der Atmung abfinden. Viele Menschen nutzen diese bidirektionale Funktion ja auch z. B. in der Atemtherapie. Ich mag den Spruch "Du wirst geatmet" auch überhaupt nicht. Eben weil es reine Lyrik ist, die sich zwar schön anhört, aber halt überhaupt nicht der Realität entspricht. Wenn etwas sehr akut offenbart, was bzw. wie "wir gerade sind", dann ist es die Atmung. That´s Menschsein... zwinkern

20.07.2026 10:24 • x 1 #26


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Micholilu
@WunschPunsch wie du schon selber sagst: es ist alles untersucht und alles ist in Ordnung! Durch diesen Fokus drauf legen fängst du an anders zu atmen und dass macht dann Probleme. Setze den Fokus wo anders drauf. Und wie du auch schon selbst sagst: Atmen ist ein normaler Vorgang und Reflex

#2


W
Zitat von Micholilu:
@WunschPunsch wie du schon selber sagst: es ist alles untersucht und alles ist in Ordnung! Durch diesen Fokus drauf legen fängst du an anders zu ...

Das Problem fängt da an, sobald man merkt man würde nicht richtig und ausreichend Luft bekommen. Dann versucht man sich abzulenken was nicht leicht ist. Dann klappt es Mal, und kommt wieder mehrmals über den Tag hinweg.

x 1 #3


W
Heute besonders schlimm.

#4


Micholilu
@WunschPunsch ich hatte das ganz lange, einen regelrechten Zwang hatte ich da entwickelt, das ist nicht gut

#5


W
Zitat von Micholilu:
@WunschPunsch ich hatte das ganz lange, einen regelrechten Zwang hatte ich da entwickelt, das ist nicht gut

Das es nicht gut ist weiß ich aber was soll man denn tun wenn man es spürt? Ablenken okay bringt aber nicht immer was.

#6


Schlaflose
Zitat von WunschPunsch:
Wie Atme ich richtig?

Das musst du gar nicht selbst wissen, dein Körper kann das von allein. Atmen ist ein Reflex und der Körper passt die Atmung an den Sauerstoffbedarf an. Sobald man aktiv in diesen Prozess eingreift, gerät das System durcheinander und man atmet dann falsch, z.B. zu oft, zu tief, zu oberflächlich, zu hastig etc. u d das erzeugt das Gefühl von Atemnot.

x 2 #7


W
Zitat von Schlaflose:
Das musst du gar nicht selbst wissen, dein Körper kann das von allein. Atmen ist ein Reflex und der Körper passt die Atmung an den Sauerstoffbedarf ...

Aber wie reguliert sich das denn wieder?

#8


Schlaflose
Zitat von WunschPunsch:
Aber wie reguliert sich das denn wieder?

Indem man einfach nicht bewusst an das Atmen denkt. Das hat die Natur so eingerichtet, damit man beim Schlafen nicht erstickt. Und alle Tiere können atmen, obwohl sie nicht denken können.

x 1 #9


W
Zitat von Schlaflose:
Indem man einfach nicht bewusst an das Atmen denkt. Das hat die Natur so eingerichtet, damit man beim Schlafen nicht erstickt. Und alle Tiere können ...

Ja leichter gesagt. Ich bin gerade draußen und merke die Atmung dauerhaft das was nicht stimmt. Und ich atme normal weiter und greife nicht ein.

#10


DrSeltsam
Zitat von WunschPunsch:
das was nicht stimmt

Was meinst Du denn was nicht stimmt?

#11


W
Zitat von DrSeltsam:
Was meinst Du denn was nicht stimmt?

Na als würde nicht genug an kommen, eben das die Atmung nicht ist wie sie sein sollte. Unbefriedigend.

#12


Schlaflose
Zitat von WunschPunsch:
Na als würde nicht genug an kommen,

Wenn nicht genug ankäme, würde dir schwindelig oder ohnmächtig werden.

x 1 #13


DrSeltsam
Zitat von WunschPunsch:
Na als würde nicht genug an kommen, eben das die Atmung nicht ist wie sie sein sollte. Unbefriedigend.

Und darauf hin hast Du den Drang mal tief einzuatmen und danach ist es erstmal wieder gut?

#14


W
Im Endeffekt läuft es so ab.
Ich stehe morgens auf und merke schon das die Atmung sich komisch anfühlt. Nicht ausreichend. Dann kommt dieses es fehlt irgendwie Luft. Ich mache dann meine Sachen und dann kommt Mal dieses Tief durch den Mund atmen, und dann ist erstmal gut. Passiert es zu oft wird das Gefühl aber stärker und stärker. Bei Ablenkung ist es halbwegs weg, kommt dann aber bei Bewegung auch wieder durch. Ich lasse die Atmung Fließen. Allerdings weiß ich dann nicht wann es richtig ist durch den Mund zu atmen oder nicht. Also Beispiel, ich war eben auf'n Rückweg und die Nasen Atmung lief, dann kam der Mund dazwischen und ich denke mir dann soll es durch den Mund oder durch die Nase jetzt sein? Also bin ich wieder in der ich beobachte Schiene mit drin, und greife mit dazwischen. Also wie soll man bitte da versuchen von abzuweichen? Atme ich normal und fließend fühlt es sich nicht ausreichend an, atme ich durch den Mund ist es okay aber kommt dann auch wieder dieses es stimmt was nicht Gefühl.

Ich sage mir dann immer folgendes. Ich kann dabei reden, es wird nix blau, und ich habe kein Schwindel oder keine Ohnmacht. Also ist alles okay. Nur einfach schwierig.

#15


W
Jetzt als Beispiel. Ich liege in der Badewanne Spiele ein Spiel auf'n Handy hole dann 2-3x unbewusst tiefer Luft also Seufze, und schon ist dieses komische Gefühl da.

#16


Schlaflose
Zitat von WunschPunsch:
Also Beispiel, ich war eben auf'n Rückweg und die Nasen Atmung lief, dann kam der Mund dazwischen und ich denke mir dann soll es durch den Mund oder durch die Nase jetzt sein? Also bin ich wieder in der ich beobachte Schiene mit drin, und greife mit dazwischen

Lass deinen Körper einfach machen. Die Mundatmung kommt automatisch dazu, wenn durch die Nase nicht genug Luft kommt. Das kann sein, wenn man erkältet ist oder die Nase sonstwie nicht ganz frei ist oder wenn man sich körperlich anstrengt. Dann reicht die Nasenatmung allein nicht.

#17

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Flousen
Zitat von Schlaflose:
Lass deinen Körper einfach machen. Die Mundatmung kommt automatisch dazu, wenn durch die Nase nicht genug Luft kommt. Das kann sein, wenn man ...

Hier ist doch aber ganz klar das (Lass deinen Körper einfach machen) eben nicht der Punkt ist welcher gefragt wird. Denn ich und einige andere hier haben exakt das selbe Problem. Natürlich läuft alles automatisch, aber achtet man bei Ängsten Mal auf etwas bedrohliches ist man im Überlebensmodus und fokussiert andauernd. Also wo fängt man an wenn man die Atmung als negativ wahrnimmt? Erstmal zu wissen das es nix Organisches ist. Dann dem Drang tiefer einatmen zu wollen oder zu müssen zu reduzieren. Nicht ganz weg lassen aber auch nicht jeden Impuls. Das Gefühl steigert sich, man denkt oh da stimmt was nicht, es klingt aber auch wieder ab und genau da ist der Schlüssel des ganzen. Beobachten, Durchhalten, Abspeichern. Sport damit du deinem Körper zeigen kannst das du mehr als genug Luft kriegst. Dann kommt der Rest mit der Zeit.

Also ja, die Atmung läuft aus Reflex. Aber dieses Gefühl was wir entwickeln das kann man nicht einfach beiseite schieben.

#18


Schlaflose
Zitat von Flousen:
Hier ist doch aber ganz klar das (Lass deinen Körper einfach machen) eben nicht der Punkt ist welcher gefragt wird. Denn ich und einige andere hier haben exakt das selbe Problem. Natürlich läuft alles automatisch,

Aber ganz offensichtlich weiß der TE nicht, wie Atmung funktioniert und hält normale Vorgänge für etwas Krankhaftes. Das versuche ich richtig zu stellen.

#19


W
Zitat von Schlaflose:
Aber ganz offensichtlich weiß der TE nicht, wie Atmung funktioniert und hält normale Vorgänge für etwas Krankhaftes. Das versuche ich richtig zu ...

Dann Frage ich mich aber was dieses falsche Gefühl dazwischen zu suchen hat das es eben nicht ausreicht.

#20


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