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Hallo,

meine Frage wäre was man machen kann wenn man solch große Angst hat vor die Tür zu gehen das man es nichteinmal mehr packt einzukaufen bzw. den Gang zum Arzt zu bewältigen um sich Hilfe zu holen ?

Meine Symptome draußen nerven gewaltig beim einkaufen mit Hitzewallungen/Schweiß, ich denke viele hier wissen was ich mein. Mein Vater hat vor ein paar Jahren aufgrund einer Depression und Burnout Cipralex verschrieben bekommen, ich hab mich dann belesen und festgestellt das mir das auch helfen könnte, also zwackte ich mir immer einen Blister von diesen Pillen ab und schlich sie mit 5mg eine Woche ein ( ich weiss nicht gerade schlau, aber ich wusste da einfach nicht weiter), nachher dann 10mg. Bis die Pillen alle waren bzw. mein Vater wegzog und ich nicht mehr rankam. Das ist nun ca. 1 Jahr her und nun hab ich wieder derbe Angst. Welche Tipps könntet ihr mir geben ? Ich bestell mir oftmals einfach Essen nach hause aber das geht natürlich ins Geld und auf Dauer kann das einfach keine Lösung sein.

Vielen Dank und einen schönen endlich sonnigen Montag

08.04.2013 14:10 • 17.04.2013 #1


13 Antworten ↓


Hallo Bogart,

Mir geht es gerade genau so. Mir fällt es sogar schwer, mich in meiner Wohnung zu bewegen. Bist du in therapeutischer Behandlung? Ängste kannst du nur los werden, in dem du dich ihnen stellst. Ich könnte jedes mal gegen die wand schlagen, wenn ich das Höre. Denn wie willst du vor die Türe gehen, wenn deine Beine so zittern, als ob sie gleich einknicken würden? Oder du keinen schritt mehr weiter gehen kannst, weil du das Gefühl hast, dass dein Herz gleich explodiert und du in Ohnmacht fällst? Das beste ist aber, wenn du nichts mehr sehen kannst, weil dir so extrem schwindelig ist! Aber es nützt alles nichts. Hast du dich beim Arzt untersuchen lassen? Wenn du also wirklich gesund bist, dann Versuch deine Symptome einfach hinzunehmen. Es ist in Ordnung, wenn du weiche Knie hast, bisher bist du noch nicht eingeknickt, oder? Es ist auch in Ordnung, wenn du Herzklopfen hast, dU kannst nämlich nicht ohnmächtig werden, weil dein Kreislauf dabei so richtig schön in Schwung kommt akzeptiere deine Symptome, je mehr du das tust, umso klarer wird dir werden, dass sie dir nichts anhaben können, weil sie nur in deinem Kopf sind. Sag dir das, wenn du bemerkst, dass du wieder Herzklopfen bekommst und dann geh weiter. Lass dich nicht aufhalten. Dir kann nichts passieren. Fang mit kleinen schritten an. Geh die Straße vor deiner Wohnung rauf und runter und sei stolz, wenn du das geschafft hast. Falls du Panik bekommst, stehe die Panik durch, so wirst du merken, dass dir nichts passieren kann. Übe das ein bisschen und dann geh einen schritt weiter. So überwindest du deine Panik. Hast du jemanden, der dich in besonders schwere Situationen begleiten kann? Z.b. beim einkaufen, damit du wieder was im Kühlschrank hast?
Es gibt leider keinen trick oder einen weg, bei dem es ganz schnell und ohne Angst geht. Da müssen wir einfach durch...
Ich gehe jetzt auch ein bisschen üben. Mein Ziel ist es, zur Poststelle zu gehen und ein Paket zu versenden...
Eigentlich müsste es doch zu schaffen sein, schließlich kann mir ja nichts passieren... )
Hoffnungsvolle Grüße

08.04.2013 15:52 • #2



Was tun wenn Angst extrem kommt?

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Nei ich bin nicht in Behandlung, wie gesagt ich weiss ja das Konfrontation die beste Möglichkeit ist, aber wenn ich es hinbekommen sollte raus zu gehen, dann wäre ja alles dufte. Mich stört vorallem wenn ich an der Supermarktkasse oder so stehe und ich anfange zu schwitzen und nervös werde, das bekommen meine Mitmenschen natürlich mit und dann fühl ich mich gleich noch unwohler, weil das mit dem "mir kann nichts passieren" ja dann auch Quatsch ist wenn ich da wie so ein schwitzendes nervöses Etwas an der Kasse stehe und die Leute ja natürlich denken " Was ist denn mit dem los.. is der auf Dro...." oder so etwas in der Art. Naja morgen werd ichs trotzdem mal versuchen mit dem einkaufen. Ich wünsche auch dir das der Gang zur Post erfolgreich vonstatten ging.
Manchmal wunder ich mich wirklich über wieviel Macht unsere Gedanken verfügen.
Sonnige Grüße

08.04.2013 19:29 • #3


Das kann ich nachvollziehen! Ich uebelege.mir quch, was die leute von mir denken, wenn ich ueberall rote flecken bekomme, ganz zittrig bin und nicht still stehen kann. Aber im prinzip kann es uns doch egal sein was andere menschen denken. Das sind doch fremde.und wiebhoch ist die wahrcheinlichkeit, dass wir die nochmal sehen? Und ich wette, niemand kriegt, dass wir schwitzen oder sonst was fuer symptome haben. Die meisten sind doch eh mit sich selbst beschaeftigt. Mach dir ueber die gedanken anderer keine gedanken, die.sollen erst mal.das leisten, was du in dem moment durchmachst! Ich druecke dir ganz fest die daumen

08.04.2013 19:37 • #4


Sorry fuer die ganzen tippfehler, mit dem handy ist es echt schwieirg zu schreiben )

08.04.2013 19:39 • #5


Ich kenne solche Situationen nur zu gut und will nicht in Abrede stellen, dass mir das auch wieder passieren könnte. Aber ich war wenn, nur wenige Tage nicht raus. Und das darf man wirklich nicht einreißen lassen! Vor allem darf man keine anderen Leute für sich einspannen. Es sei denn, man liegt mit einer Krankheit niedergestreckt im Bett natürlich...

Seit ich mir sage, dass mich ja unterwegs schon einer aufraffen wird, ist es besser geworden! Ich gehe eigentlich wieder in alle Geschäfte. Auch große.

Ich hatte schon die dollsten Attacken. Bin aber niemals umgefallen. Wenn es ganz schlimm war, habe ich sehr viele Baldrian geschluckt. Ich bilde mir ein, dass die in hoher Dosis schon helfen.

Bitte lass es nicht weiter einreißen! Ich habe hier schon so viel gelesen. Von Leuten, die JAHRELANG nicht raus waren. Und das möchtest du ganz bestimmt nicht.

08.04.2013 20:18 • #6


Was meinst du mit, dass dich unterwegs schon jemand aufraffen wird?

08.04.2013 20:20 • #7


Na wenn ich im Supermarkt allen Ernstes neben meinem Einkaufswagen zusammenklappe, wird mich wohl der ein oder andere Kunde oder Verkäufer vom Boden popeln, oder?! Ebenso auf der Straße oder sonstwo. Seit ich mir das immer wieder sage, ist es bedeutend besser geworden! Ich habe mittlerweile so die Nase voll, dass ich auf Vieles pfeife. Ich will auch wieder ein normales Leben führen. Mir reicht´s. Zwei Mal jahrelang Panikattacken reichen!

08.04.2013 20:28 • #8


Deine einstellung ist super! Manchmal krieg ich das denken auch hin und dann zieh ich meine jacke an und gehe einfach raus und dann krieg ich ploetzlich weiche knie... aber manchmal schaffe ich es dann aber auch

08.04.2013 20:33 • #9


Ja Respekt das du das so schaffst, ich hatte letzte Woche den Fall, das ich schon im Hausflur war aber kurz vorm rausgehen wieder in meine Wohnung "geflüchtet"bin, das hört sich so komisch an wenn man das so schreibt aber echt keine schönes Gefühl, gerade jetzt wo das Wetter wieder schön wird und ich auch mal wieder was mit meiner Freundin machen will der das ganze auch keinen Spass mehr macht, weil mit mir nix anzufangen ist zurzeit.

08.04.2013 21:26 • #10


Hallo an alle bin heut zum ersten mal in diesem Forum und ich muss sagen ich kenne diese Probleme selber seit über zehn
Jahren leide ich unter Angst und panikattacken eine zeitlang waren die so schlimm das ich kaum aus der Wohnung raus bin zusätzlich hat mich meine Freundin verlassen was ich auch verstehe aber von da an ging es langsam bergauf habe meine eigene Wohnung konnt in den Urlaub einkaufen ging teilweise auch gut hab dann fast alles ohne Probleme ausgehalten bis es vorkurzem wieder angefangen hat Angst hat sich gesteigert Schwindel herzstolpern innere Unruhe etc.
Mache auch seit Jahren eine Verhaltenstherapie und mein Therapeut meinte das es zu viel mit dem Umzug war undhabe
zwei Jobs mache noch meinen Führerschein (Mpu ) geh noch nebenbei zu einem Heilpraktiker der mir bei
den Verspannungen und Atmungsübungen hilft.
Also lasst den Kopf nicht hängen es wird besser und ihr seit nicht allein

13.04.2013 19:00 • #11


Wenn man Angst davor hat umzukippen, kann man sich dasmit dem vom Boden kratzen sicher gut einreden und es wird ja auch so sein. Hab noch nicht erlebt das jemand umgekippt ist ohne das nicht sofort Leute zur Stelle waren. Irgendeiner hat immer versucht zu helfen.
Aaaaber was kann man tun wenn die Angst gar nicht so spezifisch ist? Wenn da einfach nur Angst ist? Wenn da einfach alles zu viel ist (Menschen, Geräusche, Gerüchte,..) und einfach nur soetwas wie ein Fluchtreflex ausgelöst wurde? Wenn ich dem nicht nachgehe fängts auch an mit erst kaltem schweiß, dann heiß, trockener Mund, der Bauch zieht sich zusammen,...
Mir zu sagen, dass da ja gar nichts ist und nichts passiert hilft irgendwie meistens nicht. Ich habs leider nicht nur einmal fertig gebracht direkt vor dem Supermarkt wieder umzudrehen oder nur die Hälfte einzukaufen. Und einmal sogar mein vollen Einkaufswagen stehen zu lassen und zu gehen, was mich erstrecht fertig gemacht hat, da ich ja ganz tolle Sache drin hatte und die zurück lassen musste und so. Das war irgendwie, wie so ein doppelter Niederschlag :/ wie kann man sich denn dann behelfen?

17.04.2013 00:57 • #12


HeikoEN
Zitat von where.there.is.light:
Mir zu sagen, dass da ja gar nichts ist und nichts passiert hilft irgendwie meistens nicht.

Doch genau das hilft und ist u.a. auch zentraler Bestandteil der kognitiven Verhaltenstherapie.

Was Du mit "sagen" meinst, ist übersetzt die Bewertung der körperlichen Symptome.

Wenn man sich den Angstkreislauf ansieht, kann man genau erkennen, dass exakt DORT, der Punkt ist, um "auszusteigen" aus dem Angstkreislauf.

DAS ist auch der Grund, warum kognitive Verhaltenstherapie überhaupt funktioniert.

17.04.2013 11:11 • #13


Ähm. Das ist schön das es zentraler Bestandteil der kong. Verhaltenstherapie ist und in vielen auch was bringt.
Bei mir bringt es aber nichts. Es klappt nur bei ganz leichten Sachen. Aber nicht mehr, wenn es heftig daher kommt. Ich werde dann nämlich weder ruhiger, noch lassen Symptome und Anspannung nach. Im Gegenteil. Je länger ich mich dennoch in der Situation dann befinde, desto schlimmer wirds.
Nur bei ganz leichten Sachen klappt das noch, aber eben nicht wenn es extrem kommt. Zumindest bei mir.

17.04.2013 14:12 • #14



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Dr. Reinhard Pichler