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Mia1988
Hallo ihr Lieben, ich bin seit heute in der Gruppe, habe etwas durchgestöbert bin aber nicht wirklich auf Antworten gestossen. Und zwar geht es darum das ich meine Panikattaken eigentlich ganz gut im Griff hatte bis jetzt. Ich habe seit 2 Wochen einen neuen Job und musste beruflich auch schon eine Woche ins Ausland. Am Anfang dachte ich es geht locker bis ich dann den vierten Tag auf einmal bei einem Geschäftsessen keine Luft mehr bekam ich hätte das Gefühl meine Kehle schwillt zu und ich ersticke ich versuchte unauffällig weiter zu essen doch ich merkte der Bissen ging nicht mehr runter mein Hals war wie verschlossen auch trinken konnte ich nicht mehr ich brachte hat nichts mehr durch.... So leid es mir um das super Essen tat habe ich dann eine Magenverstimmung vorgetäuscht es war mir so mega peinlich sofort zurück ins Hotel, es ging mir dann zwar besser aber ich konnte mich nicht mehr einkriegen bis ich das ganze abgebrochen habe und nach hause bin. Nun wieder zurück fällt mir der Alltag und meine Arbeit wieder richtig schwer. WIE bewältigt ihr das? Könnt ihr euren Job ohne Probleme ausüben? Freue mich schon auf eure Antworten

01.02.2018 20:58 • 02.12.2019 #1


32 Antworten ↓


Das mit den Panikattacken kenne ich nur zu gut. Nur äußern sich meine Panikattacken etwas anders. Ich werde rot und fange an zu schwitzen. Mein Tipp an Dich: Versuche die Situation durchzustehen, egal wie schlimm es ist. Denn wenn man ständig Schutzverhalten bzw. Vermeidungsverhalten an den Tag legt, wird es nur noch schlimmer...

01.02.2018 21:10 • #2



Trotz Panikattacken den Alltag meistern?

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koenig
Eine Zeit lang habe ich auch oft Angstzustände gehabt und Panik. Ich habe alles gemacht, egal was war oder wie es mir ging. Hab mir immer gut zugeredet. Ich hatte eigentlich noch größere Angst vor dem Vermeidungsverhalten glaube ich.

01.02.2018 21:25 • #3


Mia1988
Bei mir ist es aber dann häufig so dass sich diese Panik über Tage zieht kennt das jemand? Oder zumindest die Angst davir das es wieder kommt ist dann so extrem das ich es nicht schaffe durchzustehen

02.02.2018 07:29 • #4


koenig
Zitat von Mia1988:
Bei mir ist es aber dann häufig so dass sich diese Panik über Tage zieht kennt das jemand?


Du wirst nicht tagelang Panik haben, aber wahrscheinlich ein sehr unsicheres Gefühl, dein Körper wird angespannt sein und du unter Dauerstress mit all seinen Symptomen stehen.

Was machst du? Eine Therapie? Entspannungsübungen, Sport, Mediationen?

02.02.2018 08:59 • x 1 #5


Mia1988
Es ist für mich oft schwer zu beschreiben sry ich will damit sagen das auch nach der Panikattacke ich immer dabei bin mich auf meine Atmung auf schlucken usw zu konzentrieren und das Gefühl habe ich könnte nur zuhause liegen da mir jede Anstrengung zu viel ist u ich wieder das Gefühl bekomme zu ersticken. Auch am Tag danach fühle ich mich richtig zerlegt und steigere mich dann so in die letzte Attacke hinein das ich es manchmal nicht schaffe die Arbeit zu beenden u wieder nach Hause flüchte.Ich mache keine Therapie, momentan gar nichts da bei mir diese Symptome ja erst wirst seit circa 1-2 Wochen da sind.

02.02.2018 09:56 • #6


koenig
Warst du schon bei deinem Hausarzt?

02.02.2018 10:23 • #7


Mia1988
Ja ich war schon des öfteren bei meinem Hausarzt speziell früher wo ich noch mehr darunter gelitten habe. Dieser nahm mich aber nie wirklich ernst und wollte mir sofort aber antidepressiva verschreiben was ich aber strikt ablehne. Ich möchte einfach zuerst nichts unversucht lassen bevor ich u dieser art medis greife

02.02.2018 11:12 • #8


lala_95
Ich habe auch öfters solche Attacken im Alltag, diese äussern sich bei mir aber in Form von Erröten und Schwitzen. Geholfen hat mir der Tipp einer Bekannten,
dass ich mein Verhalten akzeptiere und nicht zu oft darüber nachdenke oder mich schäme, dass es schon wieder passiert ist. Man soll seine Schwäche
akzeptieren, was am Anfang schwer fällt.

02.02.2018 11:17 • #9


Mia1988
Danke für deinen Tipp aber bei mir funktioniert das momentan nicht da meine Gedanken immet nur um das eine kreisen u der Berufsalltag richtig schwer für mich ist. Besonders anstrengend ist wenn mir mein Chef odr jemand etwas erklärt u ich aufmerksam sein muss. Zudem fällt es mir beim Essen schwer zu schlucken u verschlucke mich immer ich habe das Gefühl nicht mehr schlucken können es verlernt zu haben... Kennt das jemand?

02.02.2018 11:22 • #10


Hallo Mia,


schaue mal unter, http://www.ratgeber-panik.de Merkblatt für den Notfall. Ist auch für dich Koenig.

02.02.2018 11:24 • x 1 #11


Mia1988
Danke euch allen für die Hilfe es ost echt toll das es diese Gruppe gibt. Ich habe meine Familie und mein Freund die immer für mich da sind abet sie können es hald nicht wirklich verstehen was da mit einem passiert. Und zudem hat jeder seine Probleme sodass ich auch nicht immer und immer wieder bei ihnen am jammern sein kann denn sie können mir auch nicht helfen, ich habe oft das Gefühl das kann niemand ich fühle mich oft richtig verloren

02.02.2018 11:44 • #12


Mittnacht
Liebe Mia,

ich habe für mich festgestellt, dass die Panik besonders im Arbeitsleben ein Ausdruck meiner Anspannung ist. Und damit meine ich nicht den alltäglichen Stress, sondern die innere Anspannung. Ich muss funktionieren, ich darf nicht unangenehm auffallen, was sollen die Leute von mir denken... Genau diese - oft unbewussten Gedanken sind es, die bei mir Panik auslösen. Jahrelang war Arbeit die absolute Hölle für mich, weil ich die Jobs ohnehin gehasst habe, unzufrieden war und dennoch das Geld braucht und gute Miene zum bösen Spiel machen musste.

Wie ich aus diesem Zustand heraus gekommen bin? Ich habe mich für den Frontalangriff entschieden. Ich gehe inzwischen offen mit meiner Krankheit um. Wenn es mir schlecht geht, weil sich die Angst anschleicht, dann verberge ich es nicht mehr. Brauche ich fünf Minuten an der frischen Luft, dann geh ich eben ans Fenster oder nach unten an die Tür. Wenn mich jemand fragt, was mit mir los ist, dann erzähle ich offen von meiner Panik. Auch meine Chefs wissen Bescheid und es ist überhaupt kein Problem. Seit ich mich nicht mehr zu verstecken versuche, ist es wesentlich besser geworden. Früher hatte ich auf der Arbeit zwei bis drei Panikattacken pro Woche. Heutzutage sind es noch zwei oder drei im kompletten Jahr. In anderen Bereichen habe ich das leider noch nicht so gut im Griff, Agoraphobie halt.

Ich kann wirklich nur empfehlen, dieses innere Versteckspiel sein zu lassen. Ich habe noch nie jemanden kennengelernt, der mich dafür verurteilt hat oder der mich deswegen rauswerfen wollte. Im Gegenteil: Die Offenheit half sogar, Spannungen zu lösen und einander besser zu verstehen.

Vielleicht würde dir das ein wenig helfen...?

Liebe Grüße,
Mitti

02.02.2018 12:05 • x 2 #13


Mia1988
Liebe Mitti, danke für deine Worte. Ich muss dir sagen bei meiner alten Arbeit ging es mir ganz gut es wussten alle über meine PA Bescheid dann fiel somit schon mal viel Druck von mur ab. Nun aber bin ich seit 2 Wochen in meinem neuen Job den ich auch nur mit viel Glück bekommen habe und mein Chef ist sehr anspruchsvoll. Ich habe einfach Angst dadurch meine Stelle eventuell zu verlieren. Zumindest kann ich nicht jetzt schon mit sowas kommen ohne überhaupt mich beweisen gekonnt zu haben. Es ist alles nicht einfach es zählt immet nur das blöde Geld u arbeiten u funktionieren. Ich arbeite gerne bitte nicht falsch verstehen aber wenn es einem nicht gut geht ist alles so qualvoll

02.02.2018 12:44 • #14


koenig
Zitat von Mia1988:
Nun aber bin ich seit 2 Wochen in meinem neuen Job den ich auch nur mit viel Glück bekommen habe und mein Chef ist sehr anspruchsvoll. Ich habe einfach Angst dadurch meine Stelle eventuell zu verlieren. Zumindest kann ich nicht jetzt schon mit sowas kommen ohne überhaupt mich beweisen gekonnt zu haben.


Siehst du, da ist der Druck und deine massive Anspannung!

Ich würde jetzt auch nicht gleich sagen, dass ich eine Angststörung habe. Aber du solltest sehen wie du dir selbst den Druck nehmen kannst.
Ratgeber lesen, Entspannungsübungen machen, Psychotherapie, Ausgleich zum Job, Sport, Gutes tun, Hobbys pflegen

02.02.2018 14:09 • x 1 #15


Mia1988
Danke koenig für die netten Tips. Ja ich bin mir schon bewusst das mrin neuer Job damit zu tun hat es ist bald schwer bis man lernt damit umzugehen

02.02.2018 15:57 • #16


squashplayer
Hallo Mia,

ja das mit den Schluckbeschwerden kenne ich nur zu gut. Ich hatte das Episodenweise. Ich kann dich aber beruhigen, es ist harmlos und es wird wieder weggehen. Ist das Gefühl als ob es ein Kloß im Hals ist. Dieses Symptom will dir sagen: Ich kann es nicht schlucken, d.h. wenn man z.B. beruflich nicht glücklich oder überfordert ist. Bitte lass dich davon nicht verrückt machen, aber überleg einmal, was dein Körper dir damit evtl. sagen möchte. Das kannst nur du sagen.

Ich hatte lange angstfreie Zeiten bis ich Ende 2017 einen Rückfall hatte in Form eines Zusammenbruchs mit Herzrasen, Übelkeit, Krankenhaus etc. Vor diesem Zusammenbruch hatte ich ein paar Wochen versucht mich durchzuboxen bei der Arbeit, aber irgendwie wurde alles immer schlimmer. Die Symptome der Anspannung wurden immer schlimmer und irgendwann ging es dann einfach nicht mehr. Selbst an den Wochenenden konnte ich mich nicht erholen. Da habe ich mir gesagt: Bevor du dich kaputt machst, lässt du dich krankschreiben. Und so bin ich jetzt schon 8 Wochen lang krank. Am Anfang hatte ich krasse Depressionen und Angst vor allem und habe auch schon sehr dunkle Gedanken gehabt. Silvester war der absolute Nullpunkt für mich. Ich hatte sogar Angst, zu feiern, saß allein zu Hause. Etwas schlimmeres habe ich selten erlebt. Danach ging es ganz langsam besser und ich habe meinen Aktionsradius (Agoraphobie, soziale Phobie - gut Kombination ) langsam wieder erweitert. An Arbeit denke ich noch nicht. Es ist mir momentan ehrlich gesagt egal. Ich denke jetzt mal an mich. Ich will sagen: wenn du merkst, es geht nicht mehr, zieh die Reißleine lieber zu früh als zu spät. Oder lerne dich mit dem Job zu arrangieren, alles ist denkbar.

Gruß

03.02.2018 16:51 • #17

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Mia1988
Lieber squashplayer, danke für deine Geschichte es es tut irgendwie gut zu hören das man nicht alleine auf der Welt ist mit diesen gefühlen/ gedanken. Bitte nicht falsch verstehen ich gönne das wirklich nicht mal meinen grössten feind. Ich verstehe genau wie du dich fühlst das habe ich auch schon alles mal durchgemacht und es nimmt kein Ende es kommen immer wieder neue seltsame sachen dazu kaum habe ich mich mit ein symptom abgefunden kommt das nächste. Ich zweifle manchmal an alles und hatte auch lange den druck in mir noch umzubringen ich habe mir aber immer versucht vor augen zu halten das alles vorbei geht und das ist so man muss nur durchhalten auch wenn es oft sehr sehr schwer ist. Manchmal weine ich einfach nur so vor mich hin und das tut mir gut somit lasse ich es auch zu.

03.02.2018 17:49 • #18


Mia1988
An squashplayer. Noch eine Frage nimmst du irgendwelche medikamente oder hast vielleicht sonst jemand erfahrung mit Medikamenten? Ich bin eigentlich total dagegen aber es würde mich trotzdem sehr interessieren da ich oft das Gefühl habe ohne gehts auch nicht mehr

03.02.2018 18:00 • #19


squashplayer
Hallo Mia,

also ich kenne mittlerweile so viele Leute aus dem Freundes- und Verwandtenkreis, die irgnedwann man Angst, Depression oder was anderes schlimmes hatten...es sind weit mehr Leute als man denkt!

An Medikamenten nehme ich Opipramol und zwar 200 mg am Tag. 100 mg zur Nacht (hilft mir gut beim Schlafen), 50 mg morgens und 50 mg mittags oder nachmittags. Wenn ich mich ganz gut fühle nehme ich auch mal nur 150 mg.

Für Notfälle hat mein Arzt mit Diazepam und Tavor gegeben und zugegeben, manchmal wenn ich keinen Bock mehr auf den ganzen Mist habe, haue ich mir eine Diazepam rein und hab mal einen Abend Ruhe. Aber nicht öfter als 1x die Woche, wg. Abhängigkeitsrisiko.

Vorher hatte ich auch mal Atosil, ein sedierendes Neuroleptikum. Es macht eine dumpfe Müdigkeit ohne Euphorie...aus meiner Sicht nicht längerfristig geeignet, man fühlt sich fast schon depressiv und leer damit. Aber für Notfälle zum Schlafen sicher mal ganz gut.

Bei meinen vorherigen Episoden hatte ich Paroxetin 20 mg, aber in dieser Episode hat es mir nicht mehr geholfen, keine Ahnung warum. Es hat auch gewisse Nebenwirkungen, die ich nicht möchte.

Kurz: Opipramol beruhigt ganz gut, hat wenig Nebenwirkungen. Damit fahre ich derzeit ganz gut.

Und was nimmst du?

EDIT: Ach so und was ich noch vergaß: Eine der besten Therapien für mich ist etwas tun, was mir Spaß bringt und sei es nur Spazieren. Offene Gespräche mit Freunden und Partnerin waren immens wichtig für mich.

03.02.2018 18:47 • x 1 #20



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