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London
Ihr lieben, ich bräuchte mal euren Rat..

Ich habe vor ca. einem Jahr eine Therapie wg. Agoraphobie/Panikattacken begonnen, es lief auch alles super, ich mache viel mehr als damals, traue mich wieder Dinge, die ich vorher lange nicht gemacht habe usw. und ich bin auch regelmäßig hingegangen.

Naja, Anfang Februar war ich das letzte mal bei meiner Therapeutin, dann begann der Frühling und da habe ich immer tierisch Probleme mit Migräne, außerdem war ich erkältet und familiäre Probleme kamen auch noch dazu. Sprich, ich habe nochmal nen Termin vereinbart, den ich aber absagen musste und mich dann wegen der gerade genannten Gründe bis jetzt nicht mehr bei meiner Therapeutin gemeldet.

Heute wollte ich um einen neuen Termin bitten, da kam von ihr eine kurze und knappe Antwort, dass nach der langen Funkstille der Therapieplatz anderweitig vergeben wurde, weil man davon ausgehen musste, dass kein Bedarf mehr besteht.

Tja und jetzt steh ich da mit der Info und weiß nicht so recht weiter.. natürlich ist mir klar, dass ich mir das auch selbst zu verdanken habe, ich hätte mich ggf. zwischendurch mal melden sollen usw. (bin gerade auch echt sauer auf mich selber und könnte mir in den A**** beißen) Aber ich wusste wirklich nicht, dass mein Anspruch auf die Therapiestunden (insgesamt hatte ich 25 genehmigt, es sind jetzt aber nur noch wenige, ca. 3 übrig) einfach verfallen kann. Dass mein angestammter Termin, den ich mal hatte, weg ist, das ist mir ja klar, aber dass ich die Stunden jetzt nicht mal zuende nehmen darf?

Damit hätte ich echt überhaupt nicht gerechnet.. Und ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll.
In der Mail von der Therapeutin stand auch gar nichts weiter drin, kein Tip, was ich jetzt machen könnte..

Das hat mich gerade irgendwie total umgehauen. Gut, wir hatten in der letzten Zeit eh lange Phasen zwischen den Terminen, ca. 3-4 Wochen, weil es mir eben schon viel besser ging, aber ich wollte das ganze schon wenigstens irgendwie ordentlich 'abschließen'.

Puh, habt ihr einen Rat (außer 'selber schuld' - das weiß ich selber.. )

Danke schon mal...

03.07.2014 18:00 • 03.07.2014 #1


7 Antworten ↓


Ich habe keinen wirklichen Rat, weil ich nicht weiß wie die rechtliche Lage aussieht.
Finde es aber schade das Deine Therapeutin so reagiert hat. Meine, da bin ich mir sicher hätte mal gefragt ob ich noch den Rest brauche bevor sie mich einfach streichen würde

Bin der Meinung das Du Dich da nicht alleine so schuldig sehen solltest, das war von ihr einfach nicht nett.
Somit wäre ich nicht nur leicht betreten sondern auch ein wenig stinkig auf die gute Frau.

Am Ende lässt sich wohl jetzt nichts machen. Wie ist das denn bei Dir? Denkst Du das Du jetzt auch ohne Therapiestunden zurecht kommst oder geht es auch ohne?

Ich würde Ihr mal ein paar Zeilen schreiben, das Dir wohl bewusst ist das Du den Eindruck hinterlassen haben musst keine Unterstützung mehr zu brauchen, Du Dich aber sehr gefreut hättest wenn sie Dich mal kontaktiert hätte bevor sie dich so einfach raus schmeißt. Sowas in der Art halt.

Denn Therapeuten sind halt auch nur Menschen und haben sehr unterschiedliche Charaktere, das sie Psychologie studiert haben heißt nicht das sie unfehlbar sind.

LG

03.07.2014 18:14 • x 1 #2



Therapieplatz verloren

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London
Danke dir Lila70 Lieb dass du mir gleich geantwortet hast.

Ich glaube, ich habe damals schon relativ früh bemerkt, dass dieses nicht mehr aus dem Haus gehen wollen usw. ne psychische Ursache hat, und das war mein Glück, weil ich dann auch relativ frühzeitig die Therapie beginnen konnte. Ich war also nicht 'ganz unten', sondern konnte das noch ganz gut abfangen.

VOn daher geht es mir jetzt nicht schlecht, aber es ist auch nicht so, dass ich komplett wieder so 'normal' drauf bin, wie vor ein paar Jahren. Wie gesagt, die Stunden wären eh bald zuende gewesen und dann hätte man sowieso schauen müssen, wie es weiter geht, aber ich hätte die Therapie halt gerne vernünftig zuende gebracht. Und mir ggf. eben noch nen Rat von der Therapeutin geholt, wie ich jetzt weiter verfahren soll. So fehlt irgendwie ein Abschluss und das finde ich schon irgendwie blöd.

Ich komme schon so zurecht, der Alltag läuft ganz normal (sprich ich traue mich ganz normal raus, einkaufen, in die Stadt gehen usw.), aber ich habe noch Probleme wieder ins 'normale' Berufs/Arbeitsleben einzusteigen. Ich bin -bedingt durch unerkannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, nem damit verbundenen langen Leidensweg mit Dauer-Durchfall usw. (daher auch das nicht-aus-dem-Haus-trauen)- Langzeitstudent, sehe aber darin irgendwie keine Zukunft mehr und bin gerade dabei, ein Fernstudium zu machen und möchte das mit Kursen bei der VHS ergänzen.

Bei letzterem (den VHS-Kursen bzw. generell regelmäßig Termine wahrnehmen) bräuchte ich glaube ich schon noch Hilfe, auch wenn ich es vielleicht irgnedwie auch alleine hinbekommen würde, das habe ich noch nicht probiert.

Aber ein bisschen allein gelassen fühle ich mich jetzt schon. Hätte mit so einer (irgendwie abgeklärten) Reaktion echt nicht gerechnet.

Wie das rechtlich ist, weiß ich auch nicht. Aber selbst wenn ich einen Rechtsanspruch hätte - möchte man zu so einer Therapeutin zurück, gesetzt den Fall, sie lässt jetzt wirklich nicht mehr mit sich reden?

Wahrscheinlich ist es wirklich das beste, ich schreibe ihr nochmal und versuche, ihr meine Situation zu erklären. Aber perplex bin ich irgendwie schon..

03.07.2014 18:29 • #3


Hallo,
das ist dumm gelaufen aber leider so. Wenn du dich länger nicht gemeldet hast dann muß sie den Platz anderweitig vergeben da sie ja die freie Kapazität decken muß. Das leidige Geld aber aus ihrer sich verständlich.
Aus Sicht der Krankenkasse ist es ebenso, denn sie muß der KK Meldungen über den Therapiestand geben. Wenn du nicht da warst dann ist die Therapie beendet. Leider.
Du kannst dir nur einen neuen Therapeuten suchen, einzige Möglichkeit.
Auch bei deiner alten Therapeutin muß du in die Warteschleife, wenn sie dich wieder nehmen würde.

03.07.2014 18:34 • x 1 #4


London
Hallo mattes,
auch dir danke für die schnelle Antwort

Ja, das Argument mit dem Geld bzw. dem 'freien' Platz leuchtet mir natürlich ein. Ich habe auch etwas auf meinen Platz warten müssen und es ist ja nur gerecht, dass 'mein' Termin nicht für andere geblockt ist, die auch Hilfe brauchen.

Weißt du zufällig, wie das mit der Krankenkasse ist? Kann die mir Probleme machen, weil ich die Therapie nicht zuende gemacht habe?

Bzw. wie war/ist das eigentlich bei euch? Habt ihr nen Nachweis bekommen, wie viele Stunden ihr absolviert habt? Ich hab mir das immer privat in nem Kalender notiert, aber was Offizielles habe ich von meiner Therapeutin nicht bekommen (daher weiß ich das mit der Stundenzahl auch nur ungefähr, wollte das nächste mal mit ihr darüber reden, wie das nun weitergeht).

Puh.. irgendwie überfordert mich das gerade. Ich weiß, dass es mir so ganz gut geht und ich jetzt auch nicht ganz ganz dringend auf ne Therapie angewiesen bin, aber verloren fühle ich mich jetzt schon irgendwie.

03.07.2014 18:44 • #5


Die Therapeuten machen der Krankenkasse eine Meldung über den Therapiestand. Natürlich kann es sein das du jetzt von der KK befragt wirst warum du die Therapie, so in deren Augen, abgebrochen hast. dann sagst du die Wahrheit und wartest ab. Aber nochmal würde ich das an deiner Stelle nicht so schleifen lassen, dann kann es sein das sie die Kostenübernahme verweigern.

03.07.2014 18:49 • #6


London
Ne, jetzt wo ich weiß, wie das abläuft und dass da eben auch nicht mal nachgefragt wird und dergleichen, würde ich das nicht mehr so machen.

Hm, ich denke, ich werde ihr morgen nochmal schreiben und mal schauen, was dabei rauskommt. Wie gesagt, es wären sowieso nicht mehr viele Stunden gewesen (ich hab mal nachgeschaut, ich war 21 mal da, zumindest hab ich mir das so notiert - von 25), aber ein Abschlussgespräch hätte ich schon noch gerne gehabt. So fühlt sich das irgendwie ziemlich unvollständig an..

03.07.2014 19:24 • #7


So solltest du tun

03.07.2014 19:27 • #8




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