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Hallo,
bin ziemlich hilflos,mein Sohn leidet an einer sozialen Phobie und hat ständige Angst vor Schul oder anderen Situationen.
Der Psychologe möchte ihm nun ein Medikament geben,das ihm das Gefühl vermittelt in Extremsituationen darauf zurückgreifen zu können.
Das heißt das Medikament in der Tasche zu haben aber nicht einzunehmen.
Promethazin wirkte leider gar nicht.Nun war auch Tavor im Gespräch.
Meine Frage:Erziehlt Tavor das Gefühl das die Angst akut nachlässt?
Welche Nebenwirkungen hat es (nur bei einmaliger Gabe)?
Bin selbst Krankenpfleger und mir über die Gefahr bewusst!
Kennt Ihr ein besseres Medikament für soziale Phobie?
Gruß
Volker

25.02.2004 13:53 • #41


ich bin auch krankenschwester und habe immer angst zur arbeit zu gehen. Ich kann nicht sagen das mir tavor gut geholfen hat jedenfalls nicht wenn es schnell gehen soll. dieses medikament macht mich immer sehr schlapp und körperlich abgeschlagen

25.02.2004 14:28 • #42



Tavor: Suchtgefahr ?

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hallo

da kann ich mich nur anschliessen. tavor macht einfach nur schlapp und müde. und es hilft schliesslich auch nicht gegen die ursache. wenn man einmal mit benzos anfängt, ist es nit leicht wieder davon los zu kommen. ich habe tavor ein paar tage genommen und seitdem nie mehr. ich würde meinem kind jedenfalls kein so starkes medi geben. da gibt es sicherlich alternativen.

lieben gruss sara

25.02.2004 16:59 • #43


warum verschreibt ein psychloge eine medikament?
darf er doch gar nicht, es sei denn, er ist psychiater u psychotherapeut, jedenfalls studierter MEDIZINER...
darüber hinaus bin ich der meinung, dass er -gerade wenn er psychologe ist- seine aufgabe zu erfüllen hat, und die ursache des problems herausfinden sollte.
nur so kann es auf dauer dem jungen besser gehen!
psychopharmaka wie antidepressiva oder tranquilizer, die oftmals gegen ängste eingesetzt werden, helfen nur, solange man sie einnimmt:
in der zeit unterdrücken sie das problem bzw beseitigen die symptome für einen augenblick.
die suchtgefahr gerade bei tranquilizern wie zb tavor ist extrem hoch allerdings- soweit ich informiert bin- nicht bei einer einmaligen anwendung, sofern es dabei bleibt (was sehr oft NICHT der fall ist!)
hinzu kommen die nebenwirkungen:
wenn man tavor (oder auch andere tranquilizer etc )auf lange dauer einnimmt, schädigen sie z.b. idR die leber.
insofern würde ich versuchen, dem jungen nicht auf diese weise zu helfen...
viel glück noch auf der suche nach der effizientesten therapie!

27.02.2004 22:33 • #44


hi !

also, ich habe Tavor 0,5 in einer Klinik 6 Wochen lang 3 mal am Tag eingenommen und selbstständig abgesetzt als ich wieder zuhause war.
ich wurde nicht süchtig davon und hab auch keine entzugserscheinungen gespürt.
ich würde dir trotzdem so nebenbei raten von Tavor 1mg die hände zu lassen.
denn die 1mg dosis wirkt sehr stark und ich denke dadurch ist die suchtgefahr auf jeden fall um einiges höher!

28.02.2004 05:25 • #45


noch etwas hinzuzufügen:

am besten überhaupt nicht regelmässig einnehmen ..

denn lieber die hölle durchqueren und irgendwann hinter sich lassen als ständig reinzugeraten und jedesmal wieder rauszuschlüpfen.

28.02.2004 05:33 • #46


Hallo Karin,

würde gerne mit dir über Tavor sprechen, denn Du scheinst Dich gut mit auszukennen. Ich nehme es jetzt seit über einem Jahr, allerdings hatte ich einige Pausen und nehme es auch nicht jeden Tag, momentan so 3 x die Woche. Habe aber riesige Angst abhängig zu werden.
Warum hast Du denn angefangen Tavor zu nehmen? Bekommst du es trotz der langen Einnahmezeit immer noch vom Arzt verschrieben?
Bitte melde Dich, ich würde mich sehr freuen!

16.04.2005 21:57 • #47


Kurz und Bündig:
Das Zeug macht schnell abhängig und ohne Tavor geht dan garnix mehr... Das runterkommen davon macht keinen Spaß und auch später (z.B. bei OPs) hat man noch viele "schöne" Nachwirkungen... Im ganz schlimmen Notfall kann man es mal nehmen. Teufelszeug

03.01.2006 19:58 • #48


Hat Insidon dir geholfen?
Weil Insidon mir im Gegensatz zum Tavor garnix bringt... Aber Tavor auch erst ab hohen Dosen

03.01.2006 20:00 • #49


Hi! Mir hat Insidon geholfen. Wichtig bei dieser Arznei ist der Aspekt, dass man davon nicht abhängig werden kann. Hat zwar ein paar Nebenwirkungen ( Die Sekretbildung an allen im Körper befindlichen Drüsen wird gehemmt), aber die halten sich in
Grenzen.

14.01.2007 20:11 • #50


Manchmal hat man nicht die Wahl: ich habe mich lange gesträubt gegen Medikamente generell und gegen Benzos im Besonderen. Das was ich dazu sagen kann ist, dass sie, wenn man sie wirklich so nimmt wie der Arzt (am besten Facharzt) sie verschreibt gar nichts passieren kann. Viele Menschen wissen nicht einmal, dass sie ein Benzodiazepin einnehmen: z.b. jeder, der ein Muskelrelaxanz einnimmt, nimmt Benzos ein.

Ich kämpfe seit vielen Wochen gegen starke posttraumatische Angst. Zum Schluss hatte ich eine fette Magenschleimhautentzündung, Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit und eine Austrocknung, weil mein Magen ein Einfuhrstopp verhängt hat. Tavor hat dem Kessel den DAmpf entzogen und meinen Allgemeinzustand verbessert.
Nun bin ich auch bereit ein SSRI zu versuchen und dann kann man Tavor wieder langsam ausschleichen.

Ich hatte schon Diazepam über ein halbes Jahr und das ging damals problemlos abzusetzen. Da hatte ich mit Aponal viel größere Schwierigkeiten. Auch SSRI sind nicht einfach auszuschleichen.

Sicher muss man kritisch bleiben. Aber manchmal schadet einem eine übermäßige Vorsicht auch mehr. Ich vertraue meiner Ärztin voll - sie würde mir nie schaden. Und wenn sie sagt, ich soll das einnehmen, dann übe ich mich im Vertrauen. Manchmal tut das gut.

06.08.2010 14:25 • #51


Hallo,

ich selbst nehme auch ab und an Tavor..aber mindestens immer 1,5 Mg - 2,5 Mg..
im Durchschnitt 1 mal die Woche..um überhaupt ein wenig rausgehen zu können!

Aber...irgendwie wirkt es bei mir nicht so effektiv...
wenn ich die nehme bin ich trotzdem noch voller Angst & zittrig auf den Beinen...
Ich weiß auch das die Süchtig machen könnnen..ich zeige ja auch ein Suchtverhalten, weil ich denke "Wenn ich rausgehe muss ich vorher eine Tavor nehmen"

Aber es hält sich ja in Grenzen...

LG

07.08.2010 00:06 • #52


Das sehe ich nicht als echtes Suchtverhalten! Das ist dann einfach Deine "Krücke".
Wenn man überlegt, wieviele Menschen ebenfalls zu den verschiedensten Hilfsmitteln greifen und sich nicht eine Minute lan einen Kopf drum machen......

Vielleicht gehört das auch zum Angstpatienten dazu. Eine echte Abhängigkeit bemerkt man als erstes ja an der Dosissteigerung. Eine psychologische Abhängigkeit ist davon zu trennen.

Ich will nicht leugnen, dass Tavor das Potential hat.
Ich habe während meiner Tätigkeit in der Psychiatrie mehrere lebensbedrohliche Entzüge bei Patienten mit erlebt. Alles andere als harmlos. Da ist Dro. noch beinahe besser zu überstehen.

08.08.2010 16:17 • #53


Hallo!

Lasse dir doch lieber Opipramol verschreiben,das macht nicht abhängig.Alle anderen Medis machen auch abhängig,Opipramol ist ein Antidepressiver und ist auch gegen Angst-und Panik.
Macht nur müde,hat sonst keine Nebenwirkungen.



Gruß,FlorianD

09.08.2010 11:32 • #54


Das ist eine super Idee. Leider kann ich sie nicht vertragen, bekomme extrapyramidale Nebenwirkungen. Aber die Wirkung ist klasse, fand ich.

09.08.2010 18:49 • #55


HI Nickl,

Ich weiß wovon Du sprichst.
Wie alle anderen rate auch ich Dir lass die Finger von dem "Dreck".
Ich hatte Phasen da hab ich 4x 2,5 Tavor bekommen und es war wahnsinn das wieder in den Griff zu bekommen.
Such Dir lieber etwas woran Dein Herz hängt und lebe dafür, bevor Du Dich mit dem Mist
kaputt machst.

In diesem Sinne,
alles Liebe

27.08.2010 14:05 • #56



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