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Hallo bitte um Schilderung Eurer Angstsymptome. Ich habe starke Schwäche, Herzstolpern, zittern und Angst vor allem.
Ich mache gerade in der Klinik einen Benzo-Entzug, Antidespressiva bewirken nicht viel.
Hab' Angst, nie mehr gesund zu werden.
Danke für Eure Nachrichten.
Venezia

30.11.2008 14:52 • 18.01.2009 #1


9 Antworten ↓


Liebe Venezia,

da ich einen Rückschlag habe, kann ich dir meine Angstsymptome brandheiß beschreiben.

Es fängt damit an, daß ich mit Herzrasen und Vibrieren im ganzen Körper aufwache. Die Angst kriecht in mir hoch. Achte dann auf jedes Zucken in meinem Körper...Herz stolpert..kann nichts essen. Kann dann auch nicht raus gehen, ich bestehe nur aus Angst. Die Gründe des Rückschlages kenne ich diese Mal. Wichtig ist , der Angst den Krieg anzusagen...ich laß mich nicht unterkriegen. Telefoniere mit Freunden (auch aus diesem Forum zum Teil), schaue schöne Filme an und mach momentan die Weihnachtsdeko.

Wünsche dir gute Besserung und die Kraft dagegen anzukämpfen, denn das lohnt sich immer.

Alles Liebe von
Claudia

30.11.2008 15:03 • #2



Symptome von angst

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Hallo venezia,

es ist gut, dass du dich entschlossen hast, diesen Entzug zu machen.
Wie wäre es mit einer psychosomatischen Klinik? Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht und gelernt, mich mit meiner Angst auseinanderzusetzen und Stück für Stück besser damit umzugehen.

Und: glaube an dich! Du schaffst das ... gehe kleine Schritte, der erste gute Schritt, der Entzug ist ja schon gegangen, gehe deinen Weg weiter!
Vor allem: erwarte nicht zu viel auf einmal (das war mein Problem).

Mein Weg dauerte mehrere Jahre, aber es geht immer etwas besser; natürlich dürfen da auch mal Rückfälle sein, aber dann gehst wieder einen Schritt nach vorne.

Ganz liebe Grüße
Michael

30.11.2008 16:06 • #3


Zitat von Michael/Saarland:
Hallo venezia,

es ist gut, dass du dich entschlossen hast, diesen Entzug zu machen.
Wie wäre es mit einer psychosomatischen Klinik? Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht und gelernt, mich mit meiner Angst auseinanderzusetzen und Stück für Stück besser damit umzugehen.

Und: glaube an dich! Du schaffst das ... gehe kleine Schritte, der erste gute Schritt, der Entzug ist ja schon gegangen, gehe deinen Weg weiter!
Vor allem: erwarte nicht zu viel auf einmal (das war mein Problem).

Mein Weg dauerte mehrere Jahre, aber es geht immer etwas besser; natürlich dürfen da auch mal Rückfälle sein, aber dann gehst wieder einen Schritt nach vorne.

Ganz liebe Grüße
Michael


Lieber Michael, leider habe ich deine Antwort erst jetzt entdeckt.Sorry!

Danke für die Ratschläge. Ich bin in einer psychosomat.Klinik, allerdings wird dort keine Psychotherapie gemacht. Ich habe Kunst-, Ergotherapie und kurze Gespräche mit den Ärzten.

Jetzt bin ich fast bei 0. Am schlimmsten ist die Benommenheit, die physische Schäche - meine Beine zittern, dementsprechend unsicher fühle ich mich. Wie waren deine Symptome? Werden sie mit der Zeit schwächer? So könnte ich jedenfalls meinen Beruf nicht ausüben.

Was hast du genommen und wie lange? Wie lange dauerte es, bis du dich besser gefühlt hast?

Viele Fragen auf einmal!

Lg,venezia

18.01.2009 10:31 • #4


Liebe Venezia,

zuerst ist mal wichtig, dass du den Benzo-Entzug hinter dir hast ...
haste doch bestimmt schon geschafft.

Also wäre es jetzt wichtig, psychotherapeutisch in Verbindung mit Bewegungs- Entspannungs- Ergo-Therapien und Gruppen-Therapien (Angstgruppe, Depri-Gruppe) zu arbeiten.

Wichtig sind auch die Einzelgespräche (1 bis 2 mal wöchentlich) mit
deinem Psychologen.
Bei dir scheint das keine typische Psychosomatische Klinik zu sein.

Ich war 2 mal in Psychos.Kliniken
2001: 8 Wochen in Donaueschingen = Baar-Klinik
2007: 6 Wochen in Bad Bergzabern = Park Klinik

Mir haben die Aufenthalte sehr viel gebracht. 2001 konnte ich nicht
mehr Auto fahren und nicht mehr arbeiten. Ein richtiges Burn-out.
Die haben mich dort wieder hingekriegt!

2006 habe ich einen kleineren Rückfall bekommen, konnte aber noch
arbeiten, dann hat mir der Aufenthalt in Bad Bergzaber sehr viel
gebracht. Eine sehr gute Klinik.

Informier dich mal, ob du nicht in einer anderen Klinik besser aufgehoben bist.

Übrigens: Ich nehme täglich noch 20 mg Citalopram, das macht nicht
abhängig, ich vertrage es gut ... mit dem Ziel, es im Sommer 09
abzusetzen.

Alles Liebe, und ... du wirst es schaffen!
Michae

18.01.2009 12:59 • #5


Zitat von Michael/Saarland:
Liebe Venezia,

zuerst ist mal wichtig, dass du den Benzo-Entzug hinter dir hast ...
haste doch bestimmt schon geschafft.

Also wäre es jetzt wichtig, psychotherapeutisch in Verbindung mit Bewegungs- Entspannungs- Ergo-Therapien und Gruppen-Therapien (Angstgruppe, Depri-Gruppe) zu arbeiten.

Wichtig sind auch die Einzelgespräche (1 bis 2 mal wöchentlich) mit
deinem Psychologen.
Bei dir scheint das keine typische Psychosomatische Klinik zu sein.

Ich war 2 mal in Psychos.Kliniken
2001: 8 Wochen in Donaueschingen = Baar-Klinik
2007: 6 Wochen in Bad Bergzabern = Park Klinik

Mir haben die Aufenthalte sehr viel gebracht. 2001 konnte ich nicht
mehr Auto fahren und nicht mehr arbeiten. Ein richtiges Burn-out.
Die haben mich dort wieder hingekriegt!

2006 habe ich einen kleineren Rückfall bekommen, konnte aber noch
arbeiten, dann hat mir der Aufenthalt in Bad Bergzaber sehr viel
gebracht. Eine sehr gute Klinik.

Informier dich mal, ob du nicht in einer anderen Klinik besser aufgehoben bist.

Übrigens: Ich nehme täglich noch 20 mg Citalopram, das macht nicht
abhängig, ich vertrage es gut ... mit dem Ziel, es im Sommer 09
abzusetzen.

Alles Liebe, und ... du wirst es schaffen!
Michae

Lieber Michael, herzl. Dank für deine Antwort. Ich befinde mich in einem größeren Klinikum in einer psychosomat. Abteilung. Das Angebot an Therapien ist dort eher dürftig, vor allem, was Gespräche anbelangt.

Aber es ist nicht weit von meinem Wohnort, da ich die Wochenenden zuhause verbringe.
Es geht nun primär um den Entzug, der diese Woche abgeschlossen sein dürfte.

Allerdings fühle ich mich mehr als wacklig,Schwindel u. Benommenheit und könnte mir nicht vorstellen, einen Meter Auto zu fahren oder meinen Beruf zu bewältigen.

Diese Symptome verursachen zusätzlich Angst, da ich Zweifel habe, dass diese irgendwann nachlassen.
Bitte teile mir mit, mit welchen Symptomen bzw. wie lange du damit zu kämpfen hattest.

Lg, venezia

18.01.2009 14:25 • #6


Hallo venezia,

bei mir fing das vor ca. 16 Jahren an: Kreislaufprobleme, Angst umzufallen, überfüllte Kaufhäuser ... damals wurde ich nur auf Kreislaufprobleme behandelt.
Vor ca 9 Jahren hat ein befreundeter Arzt die Angst- und Panikattacken erkannt, also dann: Psychotherapie ambulat. Wirkte ganz gut; die richtige Besserung kam aber erst mit der 1. Klinik.
Vom Herbst 2006 bis Sommer 2007 = Klinikaufenthalt war die schlimmste Angst- und Panikzeit in meinem Leben. Ich konnte nicht mehr
Autofahren, hatte Attacken in Geschäften, beim Essen in Lokalen,
zittrige Beine, Erbrechen.
Dann: Paroxetin verordnet bekommen, hat nach ca. 4 Wochen gewirkt, konnte wieder Auto fahren, dann: Klinikaufenthalt, Absetzen Paroxetin, gute Therapien.

Was mir sehr geholfen hat waren und sind noch heute:
- Bewegung: Fahrradfahren, Walken
- Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson ... davon bin ich so überzeugt, dass ich eine Kursleiterausbildung im Okt. 07 gemacht habe. Seit über 1 Jahr halte ich jetzt Kurse ab, zuletzt für Mitarbeiter in einem Krankenhaus hier im Saarland
- und ganz wichtig: Änderung meiner Einstellung zur Arbeit u. zu meinem Leben: ich arbeite freitags mittags nicht mehr (wenn es finanziell ginge, würde ich sogar freitags gar nicht mehr arbeiten)

Mir geht es zur Zeit gut, habe meine innere Mitte gefunden.

Habe Mut, tue einen Schritt nach dem anderen.

Lieben Gruß: Michael

18.01.2009 14:51 • #7


Zitat von Michael/Saarland:
Hallo venezia,

bei mir fing das vor ca. 16 Jahren an: Kreislaufprobleme, Angst umzufallen, überfüllte Kaufhäuser ... damals wurde ich nur auf Kreislaufprobleme behandelt.
Vor ca 9 Jahren hat ein befreundeter Arzt die Angst- und Panikattacken erkannt, also dann: Psychotherapie ambulat. Wirkte ganz gut; die richtige Besserung kam aber erst mit der 1. Klinik.
Vom Herbst 2006 bis Sommer 2007 = Klinikaufenthalt war die schlimmste Angst- und Panikzeit in meinem Leben. Ich konnte nicht mehr
Autofahren, hatte Attacken in Geschäften, beim Essen in Lokalen,
zittrige Beine, Erbrechen.
Dann: Paroxetin verordnet bekommen, hat nach ca. 4 Wochen gewirkt, konnte wieder Auto fahren, dann: Klinikaufenthalt, Absetzen Paroxetin, gute Therapien.

Was mir sehr geholfen hat waren und sind noch heute:
- Bewegung: Fahrradfahren, Walken
- Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson ... davon bin ich so überzeugt, dass ich eine Kursleiterausbildung im Okt. 07 gemacht habe. Seit über 1 Jahr halte ich jetzt Kurse ab, zuletzt für Mitarbeiter in einem Krankenhaus hier im Saarland
- und ganz wichtig: Änderung meiner Einstellung zur Arbeit u. zu meinem Leben: ich arbeite freitags mittags nicht mehr (wenn es finanziell ginge, würde ich sogar freitags gar nicht mehr arbeiten)

Mir geht es zur Zeit gut, habe meine innere Mitte gefunden.

Habe Mut, tue einen Schritt nach dem anderen, suche dir im Anschluß nach dem Entzug eine Psychosom.Klinik, in der du an deiner Angst arbeiten kannst.

Lieben Gruß: Michael

18.01.2009 14:56 • #8


Für venezia:

was heute leicht ist,
schien gestern noch schwer

das Schwere von heute
wird morgen leicht sein.

LG Michael

18.01.2009 14:58 • #9


[Anwendungsfehler
Michael

18.01.2009 14:59 • #10



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