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Theking

Theking
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Hallo ihre Lieben,

ich bin seit heute in Ungarn, um mein 6wöchiges Praktikum absolvieren, welches ich für meine Uni benötige. Merkte bereits seit 1/2 Wochen eine innere Unruhe aufkommen und jetzt, während ich in meiner Unterkunft bin, überwältigt mich irgendwie ein Mischmasch aus Angst, Verzweiflung, Heimweh und leicht depressive Verstimmungen. Am liebsten würde ich meinen Koffer packen und sofort die Biege machen, aber ich weiß auch, dass so meine Angst immer gewinnen wird. Ich hatte auch letztes Jahr, als ich mit einem Kumpel in Japan war, extreme Ängste, konnte kaum schlafen, dachte ich könnte nie mehr ordentlich schlafen und total hypochondrisch. war echt heftig, doch auch dort kam ich aus dem Loch raus. Nun habe ich hier ähnliche Ängste, hier durchzudrehen, mich gehen zu lassen, kaum schlafen können. einfach ein Gefühlschaos aus Ängste. Leider habe ich auch im Erwachsenenalter diesen starken Drang nach Sicherheit. Immer ziehe ich mich bei meinen Eltern zurück, sobald etwas ungemütlich wird. sei es Ängste in meiner WG usw. Ich zpg auch öfters wieder zu meinen Eltern. Also ich verstehe nichtmal, warum ich Angst habe. Habe lezte Woche lasea geholt, vielleicht dämmt das ein wenig meine Angst. Habt ihr Tips, wie ich am besten damit umgehen kann? Ich denke einfach zu sehr an die Zukunft, anstatt einfach mal den Moment zu genießen. Hatte jemand auch mal einen längeren Auslandsaufenthalt mit starken Ängsten und Engegefühl? Manchmal wünsche ich mir, gelassener zu sein wie andere, sich einfach mal zu freuen auf die neuen Erlebnisse.

Ich freue mich auf eure Antworten!

• • 02.10.2026 x 1 #1


43 Antworten ↓

thokrifu
Grüß dich @Theking Direkt, so wie du das beschreibst kommt mir das vertraut vor, wenngleich das Setting ein unterschiedliches war. Abnabelungsprozesse, Sensibilität, zu enge Bindung zu einzelnen Elternteilen, bis hin zu emotionaler Abhängigkeit, Anpassungsstörung, so ungefähr beschreibt sich das, was ich damals zu bewältigen hatte.

• #2


A


Starke Ängste während Auslandspraktikums

x 3


Idefix13
@Theking
Mein Vorredner hat ja schon einige stimmige Prozesse und Störungen aufgeführt, die ich mit einem weiteren Begriff ergänzen möchte:
Überbehütet aufgewachsen.
Dein Engegefühl gepaart mit Ängsten - Zukunftsangst könnte man auch als Agoraphobie deuten. Hier wäre meine Frage hast du Angst auch raus zu gehen. Allgemein, nicht ausschließlich im Ausland.

Hier wäre es zu empfehlen herauszufinden, vor was du speziell Angst hast. Wie würde dein Worst-Case-Szenario aussehen. Von wo oder wem geht Deiner Meinung nach die größte Gefahr aus.?

• x 1 #3


Theking
@Idefix13 danke für die Antwort! Es ist einfach so vor allem die Angst vorm Alleinsein vorm Fremden usw. Ich bin hier in Ungarn und fühle mich verdammt unwohl. Ich will einfach wieder nach Hause zur Familie. Fühle mich wie als wäre ich im Gefängnis. Ich habe zwei Optionen , aufgeben und zurück zu den Eltern, dafür verzögert sich mein Studium oder hier Geduld haben und langsam in den Alltag reinkommen. Ich weiß aber nicht wie… Ich kenne meine Person hier nicht keine Identität usw. Bin total verzweifelt und fühle mich richtig einsam hier. Bin auch total depressiv verstimmt. So in der Heimat machte ich Sport hatte Struktur, Freunde meine Projekte, Musik usw. Hier fühlt sich alles sinnlos an. So auf einfache Sachen wie morgens mal mit ein Kaffee gönnen, macht keinen Spaß. Tatsächlich in der Heimat rausgehen und so, solange ich die Orte kenne oder diese nicht weit weg sind, geht voll. Damit habe ich keine Probleme. Aber hier alleine im Ausland, weit weg von der Familie, da kommt mein altes 10 jähriges, ängstliches Ich hervor. ich weiß auch, dass das notwendig ist, ich durch die Hölle muss und es besser wird. Denn irgendwann muss ich ja auf beide Beine stehen, spätestens mit Partner und Kinder.

• x 1 #4


Z
Ähm, wenn ich richtig gelesen habe, bist Du erst seit zwei Tagen in Ungarn 🤔 da ist es völlig normal, dass man sich fremd und unwohl fühlt... Du bist ja gerade erst angekommen... Ich würde mir auf jeden Fall eine zweiwöchige Frist oder so setzen. Das schaffst du, auch wenn es dir vielleicht nicht super dabei geht.. Und dann schaust Du nochmal. Da kannst Du eine viel realistischere Einschätzung vornehmen. Fühlst dich auch nicht so unfähig, Du hast es dann ja versucht.

Toitoitoi!

• x 1 #5


Theking
@Zita ja da hast du recht! Ich habe ja auch 2 Wochen Japan überstanden, wo es mir anfangs überhaupt nicht gut ging! Manchmal muss ich Vertrauen, dass ich das schaffen werde. Und dieser Aufenthalt wäre auch perfekt, um dann in Zukunft auch alleine ohne ständig Hilfe von Mutti zu leben. Wobei ich zugeben muss, es ist echt hart durchzuhalten

• x 1 #6


Greta__
Eins meiner Kinder war mit 15 auf Sprachreise auf Malta, bei einer Gastfamilie.

Die ersten 2. Tage waren Hölle, gefühlt alle paar Minuten WhatsApp, Anrufe mit Tränen. Ich war schon hektisch nach Flügen am gucken, dass ich nach Malta fliege und ein paar Tage bleibe.

An Tag 3 war dann Unterricht und da waren Jugendliche im gleichen Alter aus Deutschland. Ab da war alles gut und der Aufenthalt wurde eine super Zeit.

Wohnst du allein? Lernst du andere Kommilitonen kennen? Ich denke das wird dir sehr helfen.

• #7


Theking
@Greta__

Bin alleine in einer Unterkunft, die auch einengend ist. Morgen gehe ich dort wo ich mein Praktikum mache. Da sind auch deutsche, also da verstehen wir uns. Wollten auch morgen grillen zum kennenlernen. Es ist nur so heute ist Sonntag. Bin total alleine im Kaff, will nicht mehr meine Mutter ständig anrufen. Mir fehlt einfach die Routine und Sicherheit aus der Heimat. Wo ich meine Struktur Freunde Arbeit Uni hatte. Hier spricht keiner meine Sprache usw. Wie soll man das überleben? Ich weiß auch, bin sehr sensibel, aber dass es mich mental so heftig trifft, hätte ich nicht gedacht.

• #8


Greta__
Zitat von Theking:
@Greta__ Bin alleine in einer Unterkunft, die auch einengend ist. Morgen gehe ich dort wo ich mein Praktikum mache. Da sind auch deutsche, also da ...

Nun, morgen ist ein Lichtblick.

Für heute: Spaziergang durch den Ort? Gaststätte fürs Abendessen? Laptop an, Lieblingsserie schauen?

Du hast Heimweh und das ist nicht verwerflich.

• #9


Theking
@Greta__ Danke ! Aber es ist wirklcih gerade schwer, sitze hier alleine alles fremd fühle mich so depressiv. Gebe mal die nächsten Tage die Chance vielleicht wirds besser, wenn ich in der Schule bin. Was soll ich den Leuten sagen, die jetzt davon ausgehen, dass ich 6 Wochen weg bin, wenn ich doch abbreche wegen dem ganzen Druck? Jeder, aus der Arbeit, bekannte, aus der Uni, ausm Sprachkurs vom Sportverein geht aus, dass ich weg bin. Wenn ich einknicke kann ich entweder mich zuhause verstecken bis die 6 Wochen rum sind oder sage ehrlich ich musste abbrechen. Ich habe Angst durch diesen Aufenthalt keine chronische Depression zu bekommen, weil merke dass ich in einer temporären reingerutscht bin, die ich öfters mal bei solchen Momente habe, die sich aber legen, weil ich dann schnell zuhause bin.

• #10


K
@Theking wovor hast du am meisten Angst, wenn du in einem fremden Land bist? Kannst du es benennen oder ist es eher ein diffuses Gefühl?

Zitat von Theking:
ich weiß auch, dass das notwendig ist, ich durch die Hölle muss und es besser wird.

Hast du denn diese Erfahrung schon einmal gemacht, dass es später besser wird? Und kannst du an diese Erfahrung anknüpfen? Kannst du Ressourcen schöpfen aus jener Erfahrung?

• x 1 #11


Theking
@Kunigunde-die45 ich weiß nicht mal ob es Angst ist. Es ist einfach so ein sehr unangenehmes Gefühl was tiefer ist. So ein Gefühl was sagt ,,hier wirst du nicht überleben du wirst entweder sterben oder durchdrehen“ jede Aktivität die ich mache ist mühselig. Fühle mich total fremd hier. Vor allem meine Unterkunft. Dort wenn ich liege werde ich sofort unruhig. Jetzt das Dilemma, dass ich nette Kollegen kennenlernte merke die sind für einen da, ich brauche die Prüfungsleistung, um mein Studium abzuschließen. Aber dieser Horror im Kopf diese depressive Stimmung mit dem Drang irgendwo zu fliehen aber weiß nicht wo, das quält mich enorm. Ich komme einfach mit dem allein sein mit dem Weg von gewohntem Umfeld überhaupt nicht klar. Ich rede jetzt mit meinem Therapeuten und frage ihn, was seine Empfehlung ist.

• x 1 #12


K
Zitat von Theking:
. Ich rede jetzt mit meinem Therapeuten und frage ihn, was seine Empfehlung ist.

Das finde ich eine sehr gute Idee!

Zitat von Theking:
Aber dieser Horror im Kopf diese depressive Stimmung mit dem Drang irgendwo zu fliehen aber weiß nicht wo, das quält mich enorm. Ich komme einfach mit dem allein sein mit dem Weg von gewohntem Umfeld überhaupt nicht klar.

Kann es sein, dass du sehr den Fokus aufs Weg sein von Zuhause legst und dabei weniger im Blick hast, bzw es "nicht sein darf", dass dich die fremde Umgebung belastet und ängstigt? Es muss ja nicht immer sein, dass es das Heimweh ist, sondern es könnte auch der Kulturschock sein, also dass dich die fremde Umgebung so sehr verunsichert und verwirrt (weil alles so ungewohnt und fremd ist) dass du einen Fluchtreflex spürst und lieber zuhause wärst.

Kannst du dich an irgendeine Situation in deinem Leben erinnern, als du im Urlaub warst o.ä. und es ganz schrecklich war? Und wie war es für dich am ersten Schultag, alleine in dem fremden Gebäude unter den Blicken dieser vielen Leute? Hattest du dich damals fremd und verloren gefühlt? Du schreibst nämlich mehrmals von der Unterkunft, die dich einengt. Deswegen kam ich jetzt drauf, dass es vielleicht mehr das Fremde ist, das dich ängstigt, und weniger das Zuhause, das du vermisst?
Entschuldige, falls ich zu tief grüble. Ich wünsche dir jedenfalls viel innere Sicherheit und Gedankenberuhigung abends.

• #13


Theking
@Kunigunde-die45 ich danke dir sehr für deine Hilfe! Ich weiß es nicht. Ich fühle mich einfach total schlecht will einfach Naxh Hause aber da kriege ich miesen Scham. Jeder denkt ich bin weg . Meine Schule wo ich arbeite, meine Freunde, von irgendwelchen Kursen. Überall. Jetzt einzuknicken würde meinen Ruf komplett ruinieren. Aber was soll ich sonst tun? Ich ertrage es nicht diese Mischung aus allen sch. Gefühlen (tut mir leid für die Wortwahl)

• #14


Theking
Danke für eure Hilfe! Habe mit meinem Therapeuten geredet. Er meinte ich soll dem ganzen ne Chance geben. Da hat er recht, manchmal ist es aussichtslos aber wenn ich was mache, Menschen kennenlerne, werde ich bestimmt mein Hirn umstrukturieren.

• x 1 #15


Theking
Hier ein kurzes Update, wozu ich mich abgrundtief schäme. Hatte gestern einen extremen Nervenzusammenbruch und mich entschieden, dass ich heute wieder abreise. Dieser psychische Druck, eine Mischung aus Angst, Panik, Depressionen und das Gefühl durchzudrehen, halte ich hier nicht aus. Mein Kopf ist nachts vor allem eine foltermaschine. Andauernde Gedanken, Eindrücke von den letzten Tagen. Ich konnte nur 2 Stunden wenn überhaupt Schlafen. Ich will mich erholen nachts, komme zur Ruhe, aber jedes Mal schiesst mein Kopf automatisch kurz vorm einschlafen so unruhige Gefühle, dass ich dann komplett durchdrehe und das zog sich die ganze Nacht durch. So schwer es mir tut, ich glaube, es wäre ein guter Schritt, mir Hilfe zu holen. Würde heute wenn ich wieder ankomme auch zum ärztlichen Bereitschaftsdienst gehen und mir ggf. was gegen diese quälende Unruhe verschreiben lassen. Kennt einer von euch diese Unruhe, es ist so schwer zu beschreiben. Eine Art Urangst oder so. Ich träume oft und dieses extreme Gefühl ist so schmerzhaft und folternd, das kann ich nicht beschreiben. Bin wirklcih vorm Wahnsinnig werden.

• x 1 #16


K
Bitte nicht schämen!

Das hast du in dieser Situation für dich so entschieden und das war in dieser Situation mit den entsprechenden Umständen richtig für dich.

• x 1 #17

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Theking
@Kunigunde-die45 ich danke dir! Ich habe nur diese panische Angst auch in der Heimat solch Schlafprobleme zu haben. Diese adrenalinrausch, stundenlang unruhig sein, ohne zu wissen warum. Aber vielleicht hilfts eine ist mir egal Einstellung anzunehmen. Wenn ich wachliege dann ist es so. Bin wieder zuhause kann aufwachen wann ich will.

• #18


kadisha
@Theking wann fährst du denn wieder zurück ? Wissen deine Eltern und Freunde schon Bescheid?

• #19


Theking
Ja bin im Flughafen wollte Augen schließen, brachte nichts. Nur noch unruhiger . Ich glaube ich brauche unbedingt ein Medikament, welches gegen meine akute Unruhe hilft. Damit ich wenigstens etwas Schlaf haben kann. Ich kann nicht mehr. Ich drehe durch

• #20


A


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