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Hallo liebe Forengemeinde,

meine Ängste und die Panikattacken kamen vermutlich wegen Überforderung ... selbstproduzierter.
Jetzt lese ich immer wieder, dass man Stress vermeiden soll, was ich gleichsetze mit sich schonen. Auf der anderen Seite höre ich aber auch, dass man sich den Ängsten stellen soll, die ja bei Stress besonders auftreten, die ich aber mit der Schonhaltung vermeide.
Weiterhin habe ich Angst nie wieder belastbar zu werden und durch die besondere Schonhaltung das auch noch zu fördern.
Was meint Ihr, wie es richtig ist ? Auch um seine Ängste endlich überwinden zu können ?
Danke für Eure Meinungen und Erfahrungen.

Viele Grüße, wölfin

16.08.2009 12:56 • 17.08.2009 #1


8 Antworten ↓


wenn du die ängste los werden willst dann musst du in die situationen gehn die dir angst machen...also konfrontation!
das am besten mit einem therapeuten weil so lernst du es schritt für schritt und fühlst dich nicht so schnell überfordert

das mit dem stress is mir neu evtl. wird das in zusammenhang mit bournout o.ä. in verbindung gebracht?!

16.08.2009 13:49 • #2



Sich schonen ?

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ZZerRburRuSs
Hi

Schonen taugt nichts ! Durch schonung machst du es auf Dauer nur schlimmer.

Stress vermeiden oder auch ihn abzubauen hat nichts mit übermässigem schonen zu tun . Wenn der Stress wieder eine möglichkeit hat aus dir abzufliessen und der somit gar nicht zu einer ungesunden Grösse werden kann ist der gar nicht so schlimm.

Irgendwo hats Herr Hans Morschitzky mal ganz verständlich niedergeschrieben , ich weiss aber grad nicht mehr wos steht

Das Gegenteil ist jedenfalls hilfreich !
Abhärten macht viel Sinn .

Wenn du leichten Ausdauersport betreibst und ihn dann "langsam" steigerst hilft dir das bei Angst und Panik sehr viel mehr als wenn du darauf achtest deinen Körper nicht zu sehr zu belasten .
Das Ziel muss es gar nicht sein ne Mega Sportskanone zu werden !
Aber es darf durchaus zu einem wohlverdienten Muskelkater kommen

Auch kaltes Wasser ist ne super Sache
Am rechten Fuss und an der Vade langsam anfangen abzuspülen dann weiter hoch zum Oberschenkel und Po .
Danach das gleiche am linken Bein .

Dabei ziehen sich die Adern etwas zusammen und das Blut fliesst schneller
, es belebt also und der Motor dreht sich wieder etwas schneller
! Das ist etwas sehr sehr positives ! und in keiner Weise schädlich .
Ausserdem wird die Haut ein wenig unempfindlicher .

Zusätzlich kannst du dir was leichtes für nach dem Aufstehen raussuchen und angewöhnen . Vielleicht gefällt dir Lu Jong ? Dies oder anderes sind schöne kleine Übungen die dir besser in den Tag helfen .

Bei all dem ist deine innere Einstellung wichtig .
Der Menschliche Körper ist nicht zum rumsitzen gemacht worden das schadet ihm ! Im Gegenteil der ist ganz schön leistungsfähig und extrem flexibel .
Du kannst also ganz sicher sein das ihm vernünftige Belastung eher zu gute kommt als ihm schadet .

Wenn es beim Sport hier und da mal zwickt oder das kalte Wasser sich "brrrrrr ganz ganz schön herb auf der Haut anfühlt" ist das nicht gefährlich
sondern normal .

Verstehe und Glaube das es gut für dich ist den alles andere stimmt nicht. Dann hilft dir das sehr gut auf deinem Weg .

lg ZZ

16.08.2009 14:12 • #3


Hallo Wölfin,

meine eigene Erfahrung ist so, dass man Stress natürlich auf ein Minimum reduzieren soll, dann besteht immer ein gewisser Spielraum bis zu dem Punkt, an dem die Angst extrem wird. Auch das häufige Erleben von Attacken muss keineswegs zur Heilung und Einsicht, es wäre ungefährlich, führen, auch wenn das immer wieder platt wiederholt wird.

Oft ist der Stress ja eine Folge von Ängsten, die schon bestehen, auch wenn sie nicht das Ausmaß von Attacken erreichen. Wenn man überperfektionistisch ist, diesem Druck immer nachgibt und sich verausgabt, ist das keine Konfrontation, sondern erhält im Gegenteil die Ängste aufrecht, von denen man meint, dass man sie nur mit einem enormen Druck, mit dauernder Anstrengung im Alltag im Griff halten kann. Hexe und ZZerRburRuSs haben so geantwortet, als wäre mit Schonung die Vermeidung von angstbesetzten Situationen gemeint. Ich habe es anders verstanden. Solange das nicht zu ständiger Vermeidung führt, ist gegen Schonung überhaupt nichts einzuwenden, finde ich.

Grüße

pc

16.08.2009 14:50 • #4


Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Meinungen und Erfahrungen.
Es war sowohl als auch gemeint. Konkret sieht es bei mir so aus, dass ich 4h am Tag arbeite und sobald Stress aufkommt und sei er klein, fangen bei mir die Panikattacken wieder an. Deshalb versuch ich den Stress auf Arbeit zu vermeiden, was bei mir ganz gut klappt, da ich in einer Reha-Maßnahme bin. Allerdings ist mein Ziel ja wieder belastbarer zu werden und daher die Frage, ob ich Stück für Stück auch Stress wieder zulassen sollte, um mit den PAs besser umgehen zu lernen ?

Versteht Ihr, wie ich das meine ?

Da meine Ängste nicht situationsgebunden sind, kann ich die Situationen auch schlecht meiden. Meine Ängste sind immer da (generalisierte Angst) und die PAs kommen meist auf "Arbeit".

Viele Grüße,
wölfin

16.08.2009 18:32 • #5


ZZerRburRuSs
Das was ich weiter oben beschrieben habe bezieht sich zwar sehr auf den Körper. Währenddessen wird aber ganz viel negativer Stress abgebaut !

Also wenn du Stress reinlassen möchtest musst du einen Weg finden ihn auch wieder rauszulassen . Dann ist Stress gar nich sowas schlimmes .

lg ZZ

16.08.2009 20:10 • #6


Um mit dem Stress besser umgehen zu können musst du ihn natürlich zulassen. Aber immer nur in kleinen Schritten. Und am besten wenn du danach auch die Möglichkeit hast dich direkt zu entspannen.

Am besten versuchst du auf der Arbeit denn Stress soweit zu vermeiden bis es gegen Feierabend geht. Damit du nach Feierabend direkt entspannung findest.

Mit der Zeit gewöhnt sich der Köper wieder an stressige Situationen und die PAs werden nicht mehr so schlimm.

Natürlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, aber mir hats etwas geholfen. Wenn es alleine nicht geht such dir am besten einen Therapeuten der dich auf diesem Weg begleitet. Somit lernst du auch dauerhaft mit deinen PAs umzugehen.

16.08.2009 20:25 • #7


Hi Wölfin,

es ist wirklich eine Gratwanderung. Wenn schon Stress zulassen, dann wirklich nur vorsichtig, um mal die Erfahrung zu machen, dass man es überlebt, auch wenn es mit Angstgefühlen verbunden ist. Meine frühere Meinung, das bloße Zulassen von Stress würde einen abhärten, hat sich nicht bestätigt. In der Ruhe liegt die Kraft, hat meine ehem. Psychiaterin immer Goethe zitiert. Und effektiver arbeitet man doch eigentlich mit einem kühlen Kopf. Den mal länger als ein paar Tage zu behalten, gelingt mir allerdings nicht oft .

Grüße

pc

17.08.2009 10:46 • #8


Ja, mein Fazit ist auch, den Stress nur schrittweise zulassen. Ich hoffe einfach, dass ich auch wieder belastbarer werde. Allerdings wird das wohl nicht von heute auf morgen gehen (wie schade ) Mittlerweile hab ich auch gemerkt, dass ich gegen die PAs immer ankämpfe, anstatt sie einfach zuzulassen. Ich hab noch eine Menge zu üben und dann hoffe ich, dass die PAs und die Daueranspannung nachläßt und ganz verschwindet. Mit halben Sachen gebe ich mich auch nicht gern zufrieden.

Viele Grüße und danke euch.

wölfin

17.08.2009 13:11 • #9





Dr. Hans Morschitzky