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Hallo zusammen! Ich bin neu hier. Ich suche menschen, die das gleiche durchmachen oder durchgemacht haben.
Es fing bereits vor 9 Jahren an mein Sohn wurde im Dezember 2010 geboren. Es war alles super, egal ob es die Schwangerschaft, die Geburt oder die Zeit danach war. Klar war es anstrengend da mein Sohn echt viel geweint hat und kaum geschlafen hat aber es war machbar. Dann kam diese eine nacht. ich weiss es noch wie heute, es war ostersonntag. Ich bin gegen 23 Uhr 30 aufgewacht und mir war total übel. Es war nicht diese normale Übelkeit die man kennt, es war anders und es machte mir angst. Ich bin zur Toilette weil ich dachte spucken zu müssen aber nichts. Nach knapp 10 Minuten war alles wieder gut. Ich dachte dann nicht mehr daran und es ging mir auch erst eine Zeit lang besser. Einen Monat später fing es wieder an und diesmal ging es nicht so schnell weg. Zu dieser Zeit kursierte auch das ehec Virus und plötzlich dachte ich es zu haben. Ich hatte Todesangst auch weil mein Sohn ja erst 5 Monate alt war. ich wollte ihn nicht anstecken. Ich bin auch direkt zum arzt, der mich aber beruhigt hat. Die Übelkeit und die Angst verfolgten mich aber weiterhin den ganzen tag. Ich habe in drei Monaten 15 Kilo abgenommen weil ich nichts mehr essen konnte. Ich hatte sogar regelrecht Panik vor dem Essen und dem kochen. Was aber noch schlimmer ist , ich hatte Angst vor meinem kind. Wenn er morgens wach wurde hätte ich abhauen können. Ich habe nur noch geweint und hatte dauerangst. Ich bin gefühlt 1000 mal beim Arzt gewesen und habe alles mitgenommen. Magen- darmspiegelung , allergietests, blutabnahmen. Alles negativ. Irgendwann sagte mein Arzt dass es wohl eher psychisch ist. erst wollte ich es nicht einsehen aber als ich schon an Selbstmord dachte, wusste ich, dass ich was machen muss. Ich habe dann mit citalopram 20 mg begonnen und habe zwei Therapien gemacht. Leider verfolgt mich das alles bis heute. also seit 9 Jahren. Mit dem citalopram geht es aber an absetzen ist nicht zu denken. Habe es mehrmals versucht. Nach paar Wochen muss ich wieder anfangen.
Ich habe mich sehr geändert. Ich bin nicht mehr spontan, mag nicht mehr in den Urlaub fahren und habe Angst vor bus/ Bahn fahren und auch vor meinem kind wenn ich im Restaurant esse habe ich danach Angst mit einem Magen Darm Virus eingefangen zu haben. ich kann das nicht erklären aber ich glaube dass ich Angst davor habe gebraucht zu werden. Manches mal habe ich Angst davor einzuschlafen weil ich mir vorstelle dass er nachts wach wird und was von mir will. Ich hoffe jemand kann mir einen Tipp geben. LG

03.06.2020 19:53 • 03.06.2020 x 1 #1


4 Antworten ↓


Ich denke, dass du möglicherweise unbewusst mit längst vergangenen traumatisierenden Erlebnissen assoziierst. Diese Erlebnisse in deiner Kindheit oder Jugendzeit müssen nichtmal vom selben Charakter gewesen sein. Es können auch "nur" strenge Regeln oder Verpflichtungen gewesen sein, die dir deine Eltern in jungen Jahren aufgehalst haben. Oder Ängste und Sorgen, die an dich weitergegeben wurden. Solche Dinge weißt du aber am besten noch selbst, weil es deine Erlebnisse sind. Nur ein Denkanstoß meinerseits. lg

03.06.2020 20:01 • x 1 #2



Seit 9 Jahren beeinflusst die Angst mein Leben

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Zitat von MathiasT:
Ich denke, dass du möglicherweise unbewusst mit längst vergangenen traumatisierenden Erlebnissen assoziierst. Diese Erlebnisse in deiner Kindheit oder Jugendzeit müssen nichtmal vom selben Charakter gewesen sein. Es können auch "nur" strenge Regeln oder Verpflichtungen gewesen sein, die dir deine Eltern in jungen Jahren aufgehalst haben. Oder Ängste und Sorgen, die an dich weitergegeben wurden. Solche Dinge weißt du aber am besten noch selbst, weil es deine Erlebnisse sind. Nur ein Denkanstoß meinerseits. lg

Wenn man wüsste woran es liegt...Ich kann alles mögliche sein.

03.06.2020 20:10 • #3


Das Schema ist im Wesentlichen oft gleich: Ein Elternteil hat ein geringes Selbstbewusstsein, ist eher ruhig und ängstlich. Der andere Elternteil (Vater) ist dominant, setzt andere Familienmitglieder unter Druck. Erwartet sehr viel, zu viel. Wenn keine Ruhe während der Kindheit ist, dann kann das im späteren leben zu Problemen führen. Muss aber nicht. Wenn beide Elternteile ein geringes Selbstwertgefühl haben, dann geht es oft auch beim Kind schief. Das weiß ich aus eigener Erfahrung und von zumindest 20 anderen leuten, die mir das erzählt haben. Naja, jedenfalls alles Gute für dich.

03.06.2020 20:16 • #4


Gil08
Ich kenne das so ähnlich. Bei mir haben die Ängste aber erst vor ca. 3 Jahren angefangen. Damals fing es an nach einem Restaurantbesuch, bei dem ich persönlich Ekel empfand. Zur gleichen Zeit wurden unsere Schuhe auf der Terrasse von einer Bande Füchse zerbissen (eigentlich witzige Sache). Dann fingen die Ängste an. Angst vor dem Essen, Angst etwas verdorbenes gegessen zu haben und Angst vor Tollwut. Bei mir gab es aber auch privat sehr viel Stress in einer damals schlecht funktionierenden Beziehung. Ich hab auch aus der Kindheit einiges mitgeschleppt.
In einigen Fällen (und das scheint bei mir so zu sein) können Ängste durch ungelöste, auch aktuelle, Konflikte entstehen. Das sind Konflikte die man aus diversen Gründen nicht lösen "will" oder kann, die einen aber stark belasten (wie eine toxische Beziehung). Das Gehirn sucht sich dann etwas anderes, oft "schlimmeres" aus, um sich damit zu "beschäftigen". Ich kann jetzt natürlich nur von mir schreiben. Das Thema ist dermaßen komplex, dass man es natürlich nicht auf 5 Zeilen oder einige Annahmen reduzieren kann.

03.06.2020 20:31 • x 2 #5




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