Hey Tulpe,
Danke für deine Nachricht.
Weißt du mich irritiert immer alles sehr schnell. Ich bin (war) sonst immer ein Mensch dass wenn ich ein Problem habe, egal in welche Richtung, brauche ich am besten jetzt sofort eine Lösung, egal wie. Ich kann allgemein keine Probleme beiseite schieben. Ich muss sofort dadran arbeiten und es lösen.
So gehe ich grad auch mit der Krankheit um. Ich habe die Krankheit, also sofort die Lösung mit der Konfrontation (weil hat ja Therapeut gesagt dass es nur damit zu bekämpfen ist) und schwups bin ich innerhalb von paar Tagen geheilt....
Abeeeeer ich sehe in dem Fall bringt mir meine lösungsorienrierte Art nix. Im Gegenteil es machts nur noch schlimmer. Bin absolut kein geduldiger Mensch.
Somit dachte ich immer, also raus irgendwie immer raus und konfrontieren. So oft es geht. An den Tagen, an dem die Depression mich wirklich nur ins Bett gedrückt hatte, habe ich mir dann nur noch ein schlechtes Gewissen gemacht. Nach dem Motto schei... heute komme ich nicht aus dem Bett, wie soll ich raus, habe vor meinem eigenen Schatten ja schon Angst usw. dann kamen noch die Katastrophen Gedanken. Ich werde für immer so bleiben, werde nur noch an das Bett gefesselt sein... usw. die typische Angstgedanken gepaart mit dem Druck den ich mir selbst mache.
Und jaaaaaaa, alles kam mir soooooo was von bedrohlich vor. Selbst das Aufstehen zur Toilette hat mir Angst gemacht.
Ich konnte das nicht einordnen woher diese Angst oder Bedrohung kommt aber ich denke die Depression spielt hier eine große Rolle oder?
Ich hatte noch nie Depressionen, zumindest nicht in dem Ausmaß, deswegen komme ich ja mit den Symptomen nicht ganz klar.
Habe die Bedrohung immer auf die Angst vor einer Panikattacke geschoben. Deswegen wollte ich mit der Konfrontation üben.
Dann gibt es Tage so wie gestern und heute da macht mir die Umwelt weniger Angst. Ist jetzt nicht alles toll aber ich muss mich eben nicht vor meinem eigenen Schatten fürchten.
Oh jetzt geht mir ein Licht auf... jetzt weiß ich was los ist. Das heißt wenn die Depression so richtig drückt dann kommt mir alles sooooo sehr bedrohlich vor?!
Das heißt es ist nicht unbedingt meine Angst vor einer Panikattacke?!
Ist das so?
Könnt ihr das bestätigen?
Die Umwelt ist deshalb so bedrohlich weil die Depression grad besonders arg drückt?!
Habe ich das richtig verstanden?
Oh man.. und ich dachte immer ich drehe noch ganz durch. Wieso sagt mir das denn mein Doc nicht dass einiges an Bedrohung die Depression mit sich bringt. Wenn das so ist dann bin ich doch nicht am durchdrehen

@tulpe du bist ein Schatz. Danke, danke, danke dir so sehr! Jetzt hats grad Klick gemacht bei mir.
Eben, wenn ich raus gehe habe ich einfach Angst vor der ganzen Umwelt, alles kommt mir so fremd und bedrohlich vor. Ich kann das nicht so beschreiben aber das ganze macht mir die Angst. Vielleicht verstehst du was ich meine. Natürlich habe ich auch noch den Gedanken an einer Panikattacke aber diese enorme Bedrohung ist noch präsenter wie die Panikattacke.
An solchen Tagen denke ich dann, also wenn ich eh schon enorme Angst einfach so vor der Umwelt habe und dann kommt oben drauf noch eine Panikattacke dann drehe ich auf der Stelle durch, wie soll ich dann dieses Gefühl der Panikattacke noch mit auf die Bedrohung drauf packen.
Dann weiter gesponnen: kommt der Krankenwagen und bringt mich gegen meinen Willen ins Krankenhaus und da will ich auf gar keinen Fall hin weil da machen sie mit einem was sie wollen.
Das ist meine ganze Angst, denke ich.
Klar bei einer Panikattacke kommen die typischen Symptome wie Unruhe, Herzrasen, Schwindel, Atemprobleme und wie wenn mir jemand eine Käseglocke drüber stülpt und ich dann die Kontrolle über mich verliere.