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Jaspi

Jaspi
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Ich habe mir mal gedacht wäre gut einen Thread zu eröffnen für alle Schwindelgeplagten.
Ich kenne das ganze seit Jahren und momentan ist es wieder sehr heftig. Es ist ein ständiges Karusell, Schwindel Panik, Schwindel Panik Sad Hatte vor Wochen einen kurzen Drehschwindel und bin immer noch am rumdoctoren woher der kam. Weil ich mich gedanklich nur damit beschäftige ist nun der alles heißgeliebte Schwankschwindel dazu gekommen. Ich bin so verspannt, das ich sehr oft das Gefühl habe ich laufe auf Watte, alles wankt nach, ich fühle mich wie benebelt, dusselig wie nicht in der Welt, alles um mich herum wirkt so unreal.

Wie ergeht es Euch mit dem Schwindel, wie oft habt ihr ihn, in welcher Form, wie lange etc. Kennt ihr auch kurzen Drehschwindel? hab gelesen wenn nicht vom Ohr, kann dieser tatsächlich auch durch Verspannung ausgelöst werden, das das Gleichgewichtsorgan irritiert wird, aber...die blöden Gedanken, die Panik in mir will es einfach nicht glauben Sad

LG

03.12.2015 x 1 #1


117 Antworten ↓
HeikoEN

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Nunja, genau das versuche ich mehr oder weniger prophetisch hier und an anderen Stellen zu predigen...

Man muss verstehen, wie das alles zusammenhängt und irgendwann selber auch erkennen, dass das ganze ständige "wälzen" von einzelnen Symptomatiken NICHT zum Ziel führt, ganz im Gegenteil, es manifestiert eher, als es irgendetwas bringt (nur die Foren, auch dieses hier, sind randvoll davon).

Mit zum Verständnis gehört, was auch in einer kognitiven Verhaltenstherapie gelehrt wird, dass die ganzen Körpersymptome wirklich provoziert sind. Provoziert von der eigenen Psyche, um auf ein inneres Ungleichgewicht hinzuweisen. Wie soll denn so eine Psyche sonst auf etwas hinweisen? Wohlgemerkt sind die körperlichen Symptome schon die vorletzte Stufe. Genügend kleinere Symptome beginnen schon Jahre, u.U. Jahrzehnte vorher! Aber der Mensch sieht einfach nicht ein, warum er sich, seinen Lebenswandel, sein Umfeld etc. ändern sollte, OHNE DRAMA.

Das DRAMA ist das, was ein Mensch braucht, damit er über sich nachdenkt und sich verändert.

Drama kann ganz unterschiedlich sein: Jobverlust, Scheidung, Dro., Alk., organische Erkrankungen und eben auch psychische Erkrankungen oder wenn es um das "kleine Drama" geht, Schwindelattacke, Panik, Schweissausbruch, Herzrasen usw.

Macht man sich das klar und hat körperliche bzw. organische Ursachen ausgeschlossen (siehe Angsterkrankung und der x-te Besuch beim Facharzt), dann ist es nicht mehr weit mit: "das hat keine körperliche Ursache". Exakt SO funktioniert kognitive Verhaltenstherapie. Anfangs braucht es noch Kraft, Energie, Sekunden und Minuten des Nachdenkens, dass das ja mal wieder Angstsymptome sind, die mir nur helfen wollen. Trainiert man aber tapfer weiter, automatisiert sich das. Es wird sozusagen eine neue Synapsenbahn im Hirn gelegt. VORHER ging die noch über die angstauslösende Amygdala (Bereich des Hirns wo die Angst herkommt) und die machte Alarm (HILFE! ICH STERBE!)...danach aber, wenn man es überhaupt noch wahrnimmt, ist der Schwindelanfall, den man vorher ausgeschlachtet hat über Minuten, ggf. Stunden, in Millisekunden vorbei, bis man ihn irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen wird (mein Eigenversuch beweist das).

Aber (das darf natürlich nicht fehlen), hat man den Schwindel sozusagen "besiegt", wird was passieren?

Genau!

Das Ungleichgewicht besteht ja weiterhin. Somit kommt es auch zu weiteren, aber u.U. völlig anderen Symptomen. Weil Du weisst ja, ohne Drama, keine Veränderung. Aber Veränderung will die Psyche, also braucht es ein Drama und das erzeugt sie.

Es gibt Menschen, die brauchen es ganz ganz dicke! Sowas wie Burn-Out, wo Leute mit der Trage aus dem Büro herausgetragen werden.

Es gibt Menschen, die brauchen es noch dicker! Die brauchen eine Autoimmunerkrankung, sowas wie Rheuma oder die gesamte Palette an chronischen Darmerkrankungen (ja auch die Schulmedizin hat nach 150 Jahren erkannt, dass die Psyche im Darm sitzt Smile

Und, wie sollte es anders sein, natürlich gibt es Menschen, die brauchen es superheftig! Krebs & Co., reine Systemerkrankungen des Körpers, basierend auf völligem Ungleichgewicht. Dann haben Sie sozusagen noch eine Chance, endlich mal in sich zu gehen und zu fragen, was tue ich so im Leben, wie bin ich, warum ist das so. Tun sie das nicht, ist Ende.

Ich kann jedem nur raten zu versuchen, mal etwas links und rechts der Symptome zu schauen, um endlich zu erkennen, dass der Schwindel nur auf etwas hinweisen möchte. Die Frage ist auf was und warum.

07.11.2014 11:51 • x 5 #45


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A


Schwindelthread

x 3


HeikoEN

HeikoEN
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Danke für die lobenden Worte.

Viel wichtiger ist mir aber, dass "Ihr" versteht, dass nichts ohne Grund da ist. Auch keine Angsterkrankung und vor allem, nicht bei den ersten 10% Denkvorgang Stopp macht und immer wieder auf Null geht. Das ist nicht als Vorwurf gemeint, nur finde ich, dass ein Großteil der Betroffenen sich in einer Schleife befndet (siehe meine Ausführungen oben) und so über Monate und Jahre nicht vorwärts kommt und das sehr gut unterstützt vom hiesigen schulmedizinischen System in Deutschland.

Ich persönlich nutze verschiedene Dinge, die ich auf meinem Weg für mich persönlich entdeckt und als gut empfunden habe.

Mit dazu gehörte ein tiefes Verständnis dafür, warum das alles in meinem Leben so gekommen ist und welche Rolle ich dabei eingenommen habe. Damit einher ging die Erkenntnis, dass es nie um mich ging. Ich musste früh Verantwortung übernehmen, um das moralisch und gesellschaftlich sanft auszudrücken.

Heute kümmere ich mich also um mich, in dem ich z.B. fühlen gelernt habe. Ich kann alles fühlen, sämtliche Sätze, Aussagen, Situationen, Bedürfnisse usw., was einen unglaublich weiterbringt und eine neue Lebensauffassung eröffnet.

Und ja, oft am Tag frage ich mich, ob es wirklich um MICH geht. Wenn nicht, ändere ich das. Das führt u.a. zu einer deutlich (!) gesünderen und vor allem (!) bewussteren Lebensweise.

Natürlich klappt das mal gut, mal weniger gut, was aber völlig normal ist. Aber Angst, Panik und alles (!) was damit einher ging, ist seit langen Jahren nicht mehr in meinem Leben.

Auch der damit einhergehende Perfektionismus schwindet bei mir ebenfalls so langsam. Begibt man sich auf den Weg, sind es ganz viele kleine Schritte, in denen man ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge gewinnt. Auf meinem Weg habe ich persönlich extrem viel Mut benötigt, um dahin zu schauen, was dazu geführt hat, dass es mir damals so schlecht ging. Dieser Mut wurde belohnt, war aber wirklich z.T. harte Arbeit, viele Tränen, viel Veränderung im kleinen und im großen Lebensalltag.

Zum tiefen Verständnis gehört auch, dass es nicht "die Pille", "die Maßnahme" oder "die Therapie" geben wird, um das Problem zu lösen, egal wie es heisst: Angst, Depressionen, Burn-Out, Borderline & Co.

Man muss Pillen, Therapie, Ärzte und Therapeuten als Mittel zum Zweck sehen und sie schlichtweg und ohne Hemmungen bewusst nutzen! Vor allem, man muss Fachmann in eigener Sache werden und sich, und das meine ich als grundlegendsten Tipp, NICHT verlassen auf die genannten Dinge. Die Verantwortung für die eigenen Probleme müssen auch selber getragen werden. Ich beobachte auf meinen prophetischen Weg (da ich in meiner Freizeit fast therapeutisch im echten Leben tätig bin), dass der Großteil der Betroffenen das nicht kann und es hart lernen muss.

Bis eine gewisse Einsicht dafür da ist, muss viel Überzeugungsarbeit geleistet werden Smile

07.11.2014 15:51 • x 4 #48


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littlewingels
Huhu,

Finde diesen Thread super, denn auch ich gehöre zu den Schwindel geplagten. Bei mir hat die Angstgeschichte auch mit dem Schwindel angefangen. Es gibt selten Tage, wo ich Schwindelfrei bin. Echt schlimm. Manchmal so schlimm, das ich mich nicht mehr traue zu gehen. Sobald der Schwindel da ist, kreisen auch meine Gedanken den ganzen Tag um diesen blöden Schwindel. Die meiste Zeit hab ich einen Schwankschwindel, manchmal auch der Drehschwindel und die neuste Form die ich jetzt habe, ich weiss gar nicht wie sie heißt, ist wenn ich längere Zeit still stehe, fühlt es sich plötzlich so an, als würde man zu Boden gezogen werden.
Kennst du das auch so?
Wünsch dir alles liebe
Bianca

#2


Jaspi
Ja sowas hatte ich heute mal wieder. Stand draußen und hatte mich mit jemanden unterhalten und auf einmal hatte ich das Gefühl es zieht mich nach links. Hab aber gemerkt das mir sowas oft passiert wenn ich sehr verspannt bin und dann auch noch dabei irgendwie so verdreht stehe.
Wie erlebst Du den Drehschwindel? tagsüber, Nachts? Wie lange? Ist momentan mein Thema und suche immer noch Gleichgesinnte damit mich das erlebte beruhigt irgendwie Embarassed

LG

#3


R
Zitat von Jaspi:
Ja sowas hatte ich heute mal wieder. Stand draußen und hatte mich mit jemanden unterhalten und auf einmal hatte ich das Gefühl es zieht mich nach links. Hab aber gemerkt das mir sowas oft passiert wenn ich sehr verspannt bin und dann auch noch dabei irgendwie so verdreht stehe.

LG


Mir ist auch oft Schwindelig, eigentlich fast täglich. So wie jetzt auch.
Kenne das Gefühl wie du es beschreibst, meistens wenn viele Leute um mich sind, habe ich das.
Selbst im Sitzen.

#4


Jaspi
Huhu, noch jemand unter uns Smile
Im Sitzen habe ich sowas auch manchmal, oft auch wenn ich mich mit jemanden unterhalte. Ich denke bzw. frage mich dann auch, ob es nur die Verspannung ist, oder es aus der Angst heraus kommt, eben weil man unter Leute zb ist. Wahrscheinlich eine KOmbi von Beidem.

Gestern unter der Dusche wurde mir auch mega komisch, sofort die Panik vor Dregschwindel, Angst wurde immer mehr. Wobei die Angst größer als der Schwindel war.
Hab dann alles geschehen lassen und hab mich hingesetzt und mit meinem inneren Kind gearbeitet, hatte damals die Therapeutin mit mir gemacht. Erstaunlicherweise ging es mir direkt besser.

LG

#5


filigrantechniker
Gibt ja unterschiedliche Arten von Schwindel, leide auch unter mehreren.

Kreislaufschwindel:
Kommt gerne mal, wenn ich zu warm Bade, oder zu schnell aufstehe. Oder wenn man mal richtig grippig krank ist. Bin dabei auch schon umgekippt.

Drehschwindel:
Kettenkarussel fahren, oleeee, im Kreis drehen, waaaaaaaaaaaaa. Da wird mir immer richtig schwindlig.

3D-Schwindel oder Autofahren früher:
Als Kind konnte ich nicht hinten drin sitzen beim Autofahren, mir wurde immer schwindlig und ich musste mich übergeben. Das Problem hab ich heute noch, wenn ich Ego-Shooter in 3D auf dem Rechner zocke, nach 5 Minuten ist mir so schlecht, dass ich kotzen muss Wink

HWS-Schwindel
Auch die Halswirbelsäule verursacht einen ganz komischen Schwindel. Ist der Nacken verspannt und man bewegt den Kopf schnell mal zur Seite (vorzugsweise beim Autofahren), dann wird mir auch oft sehr schwindlig

Und Last But Not Least:
Der Panikschwindel. Tja, der unterscheidet sich grundlegen von den ganzen anderen Schwindeln. Beschreiben kann ich das nicht, aber umgekippt bin ich da noch nie. Der Schwindel ist das einzige, was bei jeder PA gleich ist. Brustschmerzen, Puls, Atmung, Taubheitsgefühle, Derealisation, weiche Knie, Kälte/Hitze, Magen etc. die Symptome unterscheiden sich bei PAs häufig, der gemeinsame Nenner ist aber der Schwindel

#6


littlewingels
Huhu,

Ja den l Drehschwindel hab ich auch abends wenn ich ins Bett geh. Plötzlich dreht sich alles, als wenn man Karusell fährt. Ich denk mir immer schön langsam musst du ja wissen, das dir der Schwindel nichts macht und musst keine Angst davor haben. Aber immer wieder bekomm ich Angst davor und denke jetzt fällst gleich um oder bekommst einen Herzinfarkt. Diesmal muss es was schlimmes sein.. Lauter solche Gedanken kommen dann. Und man is so hilflos, gegen diese Gedanken kommt man irgendwie nicht an. Echt schlimm...
Wie meinst du dad " mit deinem inneren Kind arbeiten" , was kann ich mir darunter vorstellen? Vielleicht probiere ich das dann such mal aus.
LG und einen schönen tag

#7


littlewingels
Sorry für die ganzen Rechtschreibfehler aber dieses blöde Handy

#8


martin170de
Huhu, Jaspi!
Danke für Deine Ausführungen.
Ich "gehöre auch zum Club". . .ich möchte hier nicht meine ganze Geschichte wiederholen, falls jemand sie lesen möchte, hier mein Thema:
agoraphobie-panikattacken-f4/meine-30jaehrige-angst-panik-co-karriere-t60832.html

Speziell zu dem Schwindel:
Es ist so "doof". . .eigentlich ist man sich der Ursache und auch den detaillierten Prozessen und Symptomen völlig (rational) bewusst - aber immer mal wieder schafft es die Panik, die Angst, die Beobachtung, einen "zu fangen, zu foltern".
Natürlich wirken sich Angst & Co u.a. aufs vegetative Nervensystem aus - und können über diesen Kanal zusätzlich den Schwindel steuern - aber es sind daneben auch noch die anderen Mechanismen; Entfernung von der "natürlichen" Körperwahrnehmung, Verkrampfung, Fokussierung, rationaler Eingriff in unbewusste Abläufe, etc.
Da steht man dann - kontrolliert, "wie schlimm es ist", schließt die Augen - und schwankt wie wild eierig herum und hält es nicht aus, da man "beginnt zu stürzen" und bricht ab.
Dabei ist es eigentlich so auffällig; man versucht angstvoll, angespannt, bewusst und rational gesteuert einzugreifen - und steuert gegen; man nimmt die "normalen Schwankungen" vollkommen übertrieben wahr - und man lässt nicht "den Körper das Gleichgewicht halten" - sondern den Geist; "oh, jetzt schwanke ich nach vorn - jetzt muss ich mich also mit dem Oberkörper nach hinten bewegen. . .ohhh. . .und nun. . .". . .mannmann. . .
Das Thema Duschen ist auch so eine Sache, genau. . .und - welch ein Zufall - wenn die Angst nicht da ist. . .alles ok. . .(so z.B. wenn man "schlimmerweise" mal eine Valium genommen hat - oder eine Flasche Wein genoss. . .und es einem etwas "egaler" ist) - Augen zu, stehen. . .kein Problem. . .
Naja - das als kleiner unsortierter und spontaner Einwurf von mir!
Seid sehr gegrüßt!
Martin

#9


Jaspi
Hallo ihr Lieben,

mit dem Wein hatte ich auch mal probiert vor Jahren, da gings mir dann aber sowas von dreckig von, das ich seit dem Antialkoholikerin bin Wink

Das ist es genau was Du sagst Martin, man nimmt alles viel intensiver wahr, wenn ich zb irgendwo stehe und wer stupst mich an, dann nehm ich das völlig anders wahr, selbst das löst ein Bewegungsgefühl in mir aus, obwohl ich selbst ja stehe. Oder ich hatte schon mal solch schlimme Phasen, das mir schwindelig wurde als ich mich nur an der Coch angelehnt hatte, und der Stoff im Rücken vom Sofa nachgegeben hat, selbst das war wie ein Schwindelgefühl.
Die letzten Monate war ich so abgelenkt und mir ging es so gut, das ich gar keine Angst hatte, demnach auch keinen Schwindel.

Zum inneren Kind. Meine Therapeutin hat gezielt mit mir daran gearbeitet, sie hat mich in eine Meditation hineinversetzt, gebt dazu mal bei Youtube Meditation inneres Kind ein, da gibt es geführte Meditationen, wenn man die ein paar Mal gemacht hat, kann man das irgendwann super schnell alleine im Alltag anwenden.
Hintergrund der Sache ist diese: Laut Therapeutin, haben wir Ängste aktuell, weil wir unbewusst an Verletzungen, Ängste, Scham, Wut etc aus der Kindheit erinnert werden, die damals nicht verarbeitet worden sind. Wenn uns dann jetzt aktuell eine Situation triggert, dann kommt das "innere Kind" also die Angst wieder in einem hoch und möchte gehört werden, deswegen soll man ja auch immer in die Angst hinein gehen. Bei der Therapie hatte ich mich dann vorm geistigen Auge selbst gesehen als ich noch klein war, dann soll man als erwachsener auf das Kind zu gehen und dem Kind erklären warum das damals so war ect. schwer alles jetzt hier auszuführen. Lege aber jedem der unter Ängsten leidet diese Art von arbeit ans Herz.
Sorry auch für meine Tipfehler, Handy Very Happy

LG

#10


martin170de
Huhu, Jaspi!
Ja - das Sofa-Stoff-Nachgeb-Syndrom ist nur eine von diversesten Facetten des Schwindel-Geistes. . .
Da gibt es parallel den Bürostuhl, der leicht zur Seite wankt - die Tür, an der man sich leicht aufstützt mit gedrückter Klinke macht auch gerne was, der Beistelltisch, den man aus Versehen etwas verschiebt. . .die Bettkante, die etwas schräg/unterschiedlich federt. . .usw. . .usw. . .
Mit den inneren Kindern beschäftigte ich mich auch schon mal. . .
Viele Grüße!
Martin

#11


Jaspi
Ich hab mal gelesen, das liegt wohl daran weil bei uns Angstpatienten alles hypersensibilisiert ist, normale Menschen würden das wohl gar nicht so empfinden.

Ich komme vom Gedanken her einfach nicht von dem Drehschwindel weg. Mich nervt das so und ich denke mir man vergeudet den ganzen Tag mit solchen dummen Gedanken. Vor allem ich weiß nicht ob das vom Ohr kam, oder doch von den oberen Nackenmuskeln. Ist das nicht schlimm, das man immer alles gedanklich kontrollieren möchte? Nicht loslassen kann? Ist vielleicht für die Schwindler auch mal eine Frage, was passiert wenn man loslässt, sich fallen lassen ins Leben.....

LG

#12


S
Beim Schwindel kann ich mich auch einklinken...

mir ist ja im Sommer Jemand mit dem Auto in mein Auto gekracht und seitdem hab ich ständig Schwindel.
Hatte 2 Halswirbel angebrochen,Therapie, und sämtliche Maßnahmen,die haben zwar etwas geholfen, aber der Schwindel tritt bei gewissen Bewegungen immer noch stark auf.
Anfangs hatte ich auch Höllenangst vor dem Schwindel und stand wieder kurz vor den Panikattacken deswegen,
aber mit der Zeit vergeht diese Angst....bin gespannt ob ich diesen Schwindel jemals wieder los werde?

#13


martin170de
Ja. . .das ist wahrlich ziemlich schlimm.. .gerade, wenn man sich (rational) der Beschränktheit "bewusst ist" - und erkennt, wie man klarerweise hilflos versucht, alles zu kontrollieren, zu "verstehen". . .aber, man tut es doch. . .
Ich schrieb es irgendwo hier schon. . .ich versuche teils, "es mir egaler werden zu lassen", ohne Resignation, Fatalismus, mit gewissen Leitsätzen, Befehlen, etc.. . .tja. . .da "weiß" man nicht, wo man herkommt, wo man hingeht - taumelt hier durch das Theater, in das man hineingeworfen wurde. . .und hat bei ein bisschen Schwindelgefühl Panik bzw. andersherum. . .
Viele Grüße!
Martin

#14


Jaspi
Wo man herkommt und hingeht? Das hört sich ja fast esoterisch angehaucht an Wink

@Shalimar, das tut mir leid mit Deinem Unfall. Aber schön das Du es so langsam versuchst in den Griff zu bekommen und den Schwindel akzeptierst. Wie fühlt sich der Schwindel denn bei Dir an?

LG

#15


martin170de
Ne. . .nicht esoterisch angehaucht, vielleicht philosophisch o.ä.
Ich wollte nur nochmals betonen, Deine Worte einbeziehend, wie abwegig diese von Dir erwähnte Kontrollsucht, die ja die Ratio als Instrument mit nutzt, doch ist - da "scheitert man an irgendeinem blöden Schwindel". . . wo es viel grundlegendere Felder "gibt", Du uns an die Grenzen bringen könnten bzw. nicht "rational erfassbar" sind.
Viele Grüße!
Martin

#16


Jaspi
Könntest Du mir das nochmal erklären? Mr. Green

#17

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martin170de
Huhu, Jaspi!
Ja!
Also. . .Du warfst ein vorhin "Ist das nicht schlimm, dass man immer alles gedanklich kontrollieren möchte? Nicht loslassen kann?".
Und ich wollte darauf sagen "Ja, das ist schlimm, und teils auch ganz schön unangemessen überhaupt zu meinen, man könne alles gedanklich kontrollieren und festhalten; und 'witzig', dass man es bei einem 'kleinen Schwindel', bei 'Angst', etc. versucht, während man weitaus größere Dinge teils schafft, hinzunehmen, erstmal. . .so etwas wie die Ungewissheit über das Leben an sich - wo wir herkommen - und wohin wir nach dem sogenannten Tode gehen, usw.".
Viele Grüße!
Martin

#18


H
Bei dem Thema Schwindel kann ich mich leider auch einklinken. Der begleitet mich jetzt seit ca 2 Jahren. Meist ist es ein Schwankschwindel, zwischendrin ein Drehschwindel. Manchmal ist er tagelang weg, dann kommt er für ein paar Stunden wieder.
Mein Arzt hat es natürlich auf die Psyche geschoben (tät ja auch gut passen). Ich war beim Orthopäden, nach etlichen Untersuchungen hat er dann gesagt dass es kein Wunder sei das mir schwindelig wäre. Meine HWS wäre ziemlich im Eimer. Hab Mass. gekriegt und mache seit einem Jahr Reha- Sport, aber der Schwindel ist nicht ganz verschwunden.Doch die Psyche?
Der HNO- Arzt hat auch ganz viele Untersuchungen gemacht, sogar ein MRT vom Kopf. Und sieh mal an, da wurde eine Zyste gefunden die den Schwindel erklären würde. Ich muss jetzt alle 4 Monate ins MRT um zu gucken ob und wie schnell die wächst. Sollte der Schwindel mehr werden, dann natürlich eher.

Ich habe meinem Arzt gesagt dass es sehr traurig ist, dass erst immer alles auf die Psyche geschoben wird. Er hat sich natürlich rausgeredet dass das ja schließlich bei 95% der Patienten so sei. Leider würden die restlichen 5% keine eindeutige Diagnose erfahren. Der hat mich da auch das letzte mal gesehen.

Letztendlich weiß ich aber immer noch nicht genau ob es jetzt tatsächlich die Zyste ist, die den Schwindel auslöst. Ich werde es weiter beobachten und dann abklären wie ich am besten vorgehe.

Auch führe ich ein Schwindeltagebuch um zu gucken ob der Schwindel ein Muster hat. Aber da ist nix in Sicht.

LG Hola

#19


Jaspi
Zitat von martin170de:
Huhu, Jaspi!
Ja!
Also. . .Du warfst ein vorhin "Ist das nicht schlimm, dass man immer alles gedanklich kontrollieren möchte? Nicht loslassen kann?".
Und ich wollte darauf sagen "Ja, das ist schlimm, und teils auch ganz schön unangemessen überhaupt zu meinen, man könne alles gedanklich kontrollieren und festhalten; und 'witzig', dass man es bei einem 'kleinen Schwindel', bei 'Angst', etc. versucht, während man weitaus größere Dinge teils schafft, hinzunehmen, erstmal. . .so etwas wie die Ungewissheit über das Leben an sich - wo wir herkommen - und wohin wir nach dem sogenannten Tode gehen, usw.".
Viele Grüße!
Martin


Jetzt versteh ich Smile
Ja da hast Du wohl recht. Manchmal sollte man sich fragen, mit was man sich überhaupt aufhält. Man kann nie alles kontrollieren, nur unsere Gedanken Wink Und die machens ja aus.
Heute ist es wieder ganz schlimm, grad in der Küche essen gemacht und ich kann das gar nicht beschreiben, es wankt, ich dreh mich, hab das Gefühl es wankt wenn ich mit dem Bein nur gegen die Küche komme, total ätzend.
Ich weiss ja das es die Panik ist, meinetwegen mit Verspannungen, habe es schon soviele Jahre, mit vielen Jahren Pause auch dazwischen, aber immer wieder bringt es einen aus der Fassung Sad
Werde auf jeden Fall heute weiter meditieren, irgendwas muss man ja machen. Ich bin noch so jung und möchte nicht jeden Tag mit so einem Mist verbringen.

LG

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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