Hallo
Ich habe auch zumindest Anfänge von Panikattacken auf Autobahnen und bei mir hat es zwei Gründe.
Zum einen habe ich aktuell und schon länger ziemlich viel Stress und auch oft Panikattacken, aber wegen einer anderen Sache.
Das hat meinen Körper und auch die Nerven für alles Andere anfälliger gemacht.
Und der zweite Grund ist meine Angst der Wagen könnte iwie, wieso auch immer stehenbleiben oder einen Unfall verursachen, weil ich jemandem hinten drauf fahre. Sobald ich stark bremsen muss kriege ich klitschnasse Hände.
Und die Vorstellung mein Wagen könnte mitten auf der Autobahn stehenbleiben ist der reinste Horror für mich.
Es wäre mir schrecklich peinlich, ich wüsste nicht, wie ich reagieren sollte und würde wahrscheinlich eine richtige Panikattacke kriegen. Bin aktuell gar nicht stressresistent.
Es gibt eine Stelle auf der Autobahn an der ich jeden Tag lang fahren muss, die mich jedes Mal total nervös macht. Vor allem morgens und dann noch wenn es regnet. Da kriege ich richtig starke Angst.
Es liegt daran, dass ich meinem Wagen nicht mehr traue. Er hatte mal ein zwei Sachen die repariert werden mussten und er ist nicht mehr der Jüngste. Leider kann ich mir aber im Moment keinen neueren Wagen leisten, deshalb habe ich versucht irgendwie dmit klarzukommen.
Zuerst muss man sich überhaupt bewusst werden wodurch die Ängste kommen. Hast du vielleicht aktuell woanders viel Stress der dich belastet? Es muss ja nicht mal starker Stress sein, sondern es reicht, wenn es ein dauerhafter Stress ist. Irgendwie kann man das nicht mehr abbauen und man reagiert auch auf kleinste Dinge direkt überempfindlich.
Hast du unbewusste vllt auch Sorge wegen deines Autos? Vllt vor kurzem einen Unfall gehabt oder viele Unfälle gesehen?
Versuche dich mal selbst zu hinterfragen und dann kannst du direkt gegenlenken, wenn du eine Panikattacke bekommst.
Es helfen die Kleinsten Änderungen. Ich z.B. halte auf der Autobahn, damit die Gefahr mal eine Vollbremsung machen zu müssen geringer ist, mehr als ausreichend Abstand. Bin keine Autobahnschleicherin, aber ich fahre auch schon mal langsamer als erlaubt. Dann fahre ich mit meinem Wagen einfach extra hinter dem langsamsten auf der rechten Spur, meistens LKWs. So behindere ich keinen und kann entspannter Autofahren.
Dann kannst du dir auch mal bewusst machen, dass du trotz Panikattacken bis jetzt immer an dein Ziel gekommen bist und wieder zurück. Das heißt die Ängste (z.B. Ohnmächtig zu werden etc.) die die PA auslösen, haben sich bis jetzt keinmal bewahrheitet. Also sind sie Humbug.
Und so musst du das auch während der Fahrt machen.
Wenn sich mal wieder eine PA ankündigt mache dich lächerlich darüber. Und wenn du mit dir selbst redest...nach dem Motto: "Och Körper nicht schon wieder. Gibt keinen Grund zur Sorge also komm mal wieder runter.".
Zumindest beim Autofahren oder in anderen Situationen hilft mir das schon ziemlich. Man muss sich immer nur sagen, dass bis jetzt nichts passiert ist, also auch nichts passieren wird und, dass der Körper einem nur Streiche spielt.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg! Das kriegst du sicher hin!