NeonPixie
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Gestern Nacht hatte ich eine Panikattacke beim Sex. Genauer: beim oder kurz nach dem Orga.. Das ist neu. Das kenne ich nicht. Und das macht mir Sorgen, weil Sex für mich eigentlich Entspannung ist, da kann ich ganz in meinem Körper ankommen, den Kopf abschalten, ganz da sein. Das ist für mein Gehirn einer der wenigen Zustände, wo der Lärm im Kopf aufhört. Wenn das jetzt ein Trigger wird, dann. ja. Das wäre wirklich blöd.
Es war ein sehr guter, sehr langer, sehr schöner Tag mit einem Freund. Wir kennen uns lange (sechs Jahre) und es gab schon eine Weile eine Spannung zwischen uns, die wir beide ignoriert haben (okay gut, ich hab ihn schmoren lassen). Ich hab ihn noch auf einen Kaffee eingeladen (ich war ganz stolz, dass ich das mal mit sozialem Feingefühl gemacht habe). Es war schön. Er hat wirklich alles richtig gemacht. Wirklich alles, sogar noch lieb gefragt, ob ich mir sicher bin, dann nicht mehr gefragt, als klar war, dass ich es mir bin, leidenschaftlich, technisch, alles super. Ehrlich gesagt sehr super, besser als erhofft.
Dann hat mein Nervensystem entschieden: Nein. Jetzt *beep* dich. Leider nicht wie gewollt.
Ich weiß, dass starke Erregung physiologisch der Panik ähnelt. Herzrasen, Atemveränderung, Körperfokus usw. Ich weiß das theoretisch. Trotzdem hat es mich erwischt.
Er war sofort besorgt, dass er etwas falsch gemacht hat. Hat er nicht. Überhaupt nicht (vermutlich hätte er sich mal ungeschickter anstellen sollen. ). Aber wie erklärt man das, wenn man selbst noch zittert? Ich hab es versucht, ich hoffe, er glaubt mir wirklich. Er ist jetzt mit einem komischen Gefühl nach Hause gegangen und das tut mir leid. Für ihn war es sexuell natürlich ein Reinfall, obwohl er sich keine Sekunde falsch verhalten hat.
Ich habe jetzt Sorge vor der Angst in genau dem Kontext, der mir normalerweise gut tut. Mein Kopf hat jetzt eine neue Information: "beim Sex ist Panik möglich." Das reicht, um eine Erwartungsangst aufzubauen. Ich kenne mich.
Das ist vielleicht das Autismus-Ding, aber ich bin gerade sehr damit beschäftigt, das zu analysieren und zu verstehen, anstatt einfach "darüber hinwegzukommen". Ich brauche ein Erklärungsmodell. Hat jemand sowas schon erlebt? Insbesondere in Kombination mit ADHS oder Autismus? Ich frage mich, ob das Nervensystem bei der intensiven sensorischen Reizung einfach gekippt ist.
Danke fürs Lesen und ich bin offen für Tipps.
• • 25.05.2026 #1
