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Hallo Leute,
Ich leide seit ca einem Jahr an einer generalisierten Angststörung in Verbindung mit einem 'Bauchhirn'. Diese Angststörung schränkt meinen Bewegungsradius massiv ein weil ich immer ein Klo in der Nähe haben muss (jedenfalls sagt mir das mein Kopf ).
Ich habe jetzt trainiert meinen Radius zu erweitern und würde bald gerne in einen nahegelegenen Freizeitpark fahren.
Ich wollte mal Fragen wie sich Achterbahn fahren auf meine Angststörung auswirken könnte bzw ob ihr evtl schon Erfahrungen damit gesammelt habt?
Ich habe Angst davor, dass mein Kopf Adrenalin etc missdeutet und Panik ausgelöst wird. Angst vor Achterbahnen hatte ich vor meiner Angststörung auch nicht, eher im Gegenteil ich habe mich immer total darauf gefreut.

29.07.2021 22:11 • 03.08.2021 #1


8 Antworten ↓


AlexF
Öhm ich kann da nur für mich sprechen:
Im Vorfeld nervös, das legt sich währenddessen und danach fand ichs ganz cool.
Von daher: probiers doch ruhig aus.

29.07.2021 22:44 • x 1 #2



Mit generalisierter Angststörung Achterbahn fahren?

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cube_melon
Zitat von Juliii:
Ich wollte mal Fragen wie sich Achterbahn fahren auf meine Angststörung auswirken könnte bzw ob ihr evtl schon Erfahrungen damit gesammelt habt?


Das ist bei jedem Menschen so individuell, das dir da keiner eine Antwort geben kann ob das zuträglich oder suboptimal ist.

Was Du bewusst denkst kann sich von dem was wie dein Angstzentrum programmiert ist komplett unterscheiden.

Der Schlüssel bei der Expostion ist, das man sich selbst oder eine andere Person dich aus der Konfrontation heraus holen kann.
Niederschwellige Expostitionen sind zu beginn absolut anzuraten, welche dann gesteigert werden können.

Im Klartext, nicht gleich in den wildesten Rollercoaster einsteigen, sondern erst mal mit langweiligen Fahrgeschäften anfangen. Dann wirst sehen, was dein Angstzentrum treibt.

Bist beim Radius erweitern auch nicht gleich einmal um die Welt gesegelt, sondern hast es bestimmt Schrittweise angegangen.

29.07.2021 23:12 • x 1 #3


@cube_melon
Das stimmt natürlich, dass das bei jedem individuell ist und ihr mir hier nicht sagen könnt wie genau ich reagieren werde
Ich hatte nur gehofft dass vielleicht irgendjemand in einer ähnlichen Situation war und mir berichten kann wie es abgelaufen ist.. ausprobieren werde ich es natürlich trotzdem und vielleicht sogar ein Update geben!
Danke für eure Antworten!

30.07.2021 01:08 • #4


Ich merke bei mir, dass ich das langsam differenzieren kann.
Wenn ich wegen positiven Dingen aufgeregt bin (z.B. bei einer Achterbahnfahrt, aber auch bei anderen positiven Dingen), dann bekomme ich keine Angst auch keine Panikattacke, aber bin trotzdem aufgeregt, (habe höheren Puls, etc.)

Bei eher negativen Dingen, z.B. kurz vor einer Klausur, bei kleineren Konfrontationen, etc. wandelt sich die Aufregung viel schneller in Angst um und ich bekomme oft auch eine Panikattacke.
Ich hoffe, es hilft dir ein bisschen. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du es schaffst!

30.07.2021 02:28 • x 1 #5


@flowergirl
So habe ich es bei mir bis jetzt auch beobachtet!
Hoffentlich bleibt das auch bei extremeren Dingen wie Achterbahn so

30.07.2021 10:06 • #6


MariaManchester
Zitat von Juliii:
Hallo Leute, Ich leide seit ca einem Jahr an einer generalisierten Angststörung in Verbindung mit einem 'Bauchhirn'. Diese Angststörung schränkt ...

Hallo. Ich kann dich da total verstehen. Ich habe früher Achterbahnen geliebt. Traue mich aber auch nicht mehr wirklich mit irgendwas zu fahren weil ich da ja nicht so schnell raus komme. Habe auch immer das Problem, dass ich ein Klo in der Nähe haben muss.
Ich habe tatsächlich langsam begonnen. Kleinere Geschäfte die relativ harmlos sind. Das ging dann ganz gut. Vorher war natürlich Panik on top aber als es dann los ging war es ok.
Habe dann festgestellt, dass ich doch kein großer Fan von schnellen Fahrten mehr bin
Probier dich am besten aus. Ich drücke dir die Daumen

30.07.2021 11:21 • x 1 #7


Meteora
Ich habe Höhenangst und bin einmal damit ein Fahrgeschäft gefahren. Ich hatte eine Panikattacke, weil ich die ganze Zeit dachte, ich falle gleich in den Tod. Aber da war ich auch sehr instabil. Ich würde also anraten, lieber was weniger wildes zu fahren. Wenn du psychisch länger stabil bist, kannst du ja was Härteres ausprobieren.

03.08.2021 16:05 • #8


Ich kann nur für den Sohn sprechen er liebt Freizeitparks, Achterbahnen etc. je schlimmer desto lieber. Er liebt den Adrenalinkick da weil er eben genau weiß woher das Adrenalin dann kommt nämlich vom Ride. Vermutlich fühlt er sich nach einem Ride endlich mal ganz normal und die ewige künstliche Anspannung ist für einen kurzen Moment weg.

03.08.2021 16:11 • #9





Dr. Christina Wiesemann