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Hallo

Ich leide ja seit Ende März an Panikattacken, gestern ist mir mal bewußt folgendes passiert.
Ich saß als Beifahrer im Auto und auf einmal ging mir hinten in der linken Schulterblatthöhe richtung Arm, Kopf und Brustkorbbereich ein heißes Gefühl. Daraufhin bekam ich kurz Atemnot und mein Herz schlug schneller. Kann das sein, wenn im Rücken was abgeklemmt wird, daß dadurch ne Panikattacke ausgelöst wird? Heute habe ich an dieser Stelle wo es losging schmerzen. Und vorne nähe Schlüsselbein links habe ich ein Vibrieren. Irgendwie muß es da einen Zusammenhang geben.


Gruß Tatjana

22.12.2009 10:23 • 02.05.2020 #1


10 Antworten ↓


hallo,

also ein anatomischer zusammenhang zwischen den einzelnen strukturen besteht auf jeden fall, der gesamte schultergürtel hängt ja zusammen: schulterblatt, brustkorb, schulterdach, 1. rippe, schlüsselbein, oberarmkopf... da ist eins mit dem anderen über kleine gelenke verbunden.

mir ist allerdings unklar, was du mit vibrieren meinst. wodurch sollte das ausgelöst werden? ist ja wenn dann ein muskelzucken oder der puls, also nix knöchernes.

ich kann mir auch eher nicht vorstellen, dass eine panikattacke dadurch ausgelöst wird, dass im rücken was abgeklemmt wird. natürlich ist das möglich, halte es aber für naheliegender dass du dir was eingeklemmt hast, dadurch nen schreck bekommen - panik.
durch das einklemmen tut dir die stelle heute wieder weh..

22.12.2009 11:07 • #2



Linkes Schulterblatt & Brustkorb Bereich heißes Gefühl

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Hallo

Mit Vibrieren meinte ich ein schnelles Zucken. Es kann ja auch z.B. die Blutzufuhr zum Kopf abgeklempt werden. Ich habe halt bei mir gemerkt, daß bevor ich ne Panikattacke bekomme, immer der Nacken mehr zu spüren ist und danach halt auch immer alles noch mehr wehtut.


Tatjana

22.12.2009 13:55 • #3


[quote="x."]Hallo

Ich leide ja seit Ende März an Panikattacken, gestern ist mir mal bewußt folgendes passiert.
Ich saß als Beifahrer im Auto und auf einmal ging mir hinten in der linken Schulterblatthöhe richtung Arm, Kopf und Brustkorbbereich ein heißes Gefühl. Daraufhin bekam ich kurz Atemnot und mein Herz schlug schneller. Kann das sein, wenn im Rücken was abgeklemmt wird, daß dadurch ne Panikattacke ausgelöst wird?


Also ich kann nur über meine Erfahrungen berichten. Das was Du gestern gemerkt hast, dieses warme Gefühl, ist eine der Angstsymptome. Wahrscheinlich hattest Du es auch schon früher, hast es aber nicht so wahrgenommen. Erst nach einiger Zeit lernen wir Angsterkrankte unseren Körper sehr genau zu beobachten. Somit kommen wir zu berußten erleben der Angstsymptome und damit steigern wir uns noch schneller in die PAs.
Somit löst es schon unsere PAs.

Die Schmerzen die Du heute verspürst, sind mehr als selbstverständlich. Würdest Du extrem viel Sport heute machen, hättest Du Schmerzen morgen (Muskelkater) So muss Du dir das auch mit den PAs vorstellen, man verkrampft sich unglaublich und wenn die Verspannung aus dem Muskeln weg ist, was bleibt...ein Schmerz.

Diese vibrieren was Du beschreibst, ist auch eine der Symptome. Manchmal hat man es am ganzen Körper, manchmal an irgend eine Stelle. Völlig ungefährlich. Das kann ich dir versichern. Die letzten 5 Monate hatte ich es jeden Tag am ganzen Körper, dann hab ich mich mit Atemübung bisschen beruhigen können und analisierte ich , wovor hab ich gerade Angst. Erst seit 2 Wochen bin ich es los.

Also alles typisch für Panikstörung.
Unangenehm aber ungefährlich.

LG

22.12.2009 14:10 • #4


Hallo Angsthase

Ich mußte heute morgen zur Krankengymnastik, hatte natürlich wieder Herzrasen und beim Autofahren hat es mich mittig in die linke Brust reingestochen, dachte natürlich sofort wieder an mein Herz, das laut Ärzte gesund ist.
Bei der einen Übungen, wobei man die Brustwirbelsäule nach hinten abbiegt, auf einmal im Brustkorbbereich das Gefühl wie wenn eine Luftblase zerplatzen würde und danach so ein Leergefühl und Schwindel.
Mein Psychotherapeut sagt ich stell das körperliche vor das seelische, aber genau das ist was mir Angst macht, die Ausstrahlungen in die Vorderseite. Bevor dies alles losging, habe ich schon durch vielem Weinen bemerkt, daß mir einiges in meinem Leben nicht in den Kram passt, aber wenn ich gewußt hätte was ich dadurch weil ich alles so nahe an mich rangelassen hatte, mal bei mir auslösen würde, hätte ich mich in vieles nicht so reingesteigert, weil man es meistens eh nicht ändern kann. Und nun habe ich meine PAs und habe zur Zeit keine Hoffnung, daß ich das jemals wieder losbekomme. Ich wüßte nicht was ich machen würde wenn ich kein Kind hätte, denn so zu Leben, nein danke!
Man ist damit so gefangen, vor allem weil keiner in meinem Umfeld es verstehen kann, weil sie mich anderst kennen und vor allem weil die meisten denken, man denkt zuviel und führt das selber herbei. Ich glaube nicht daß einer von uns freiwillig diesen Zustand liebt.
Habe heute kein so guter Tag, mach mir mal wieder zu viele Gekanken.


Gruß Tatjana

22.12.2009 14:28 • #5


Freiwillig lebt keine von uns in diesem Zustand, das ist wahr.

Die Erkenntnis jedoch, dass wir durch unsere Gedanken diesen Zustand herbei rufen, ist glaube ich die schmerzhafte Erkenntnis.

Unsere Denkweise wurde uns jedoch in der Kindheit, beigebracht und im laufe unseres Leben haben wir es perfektioniert. Was nicht bedeutet, dass wir schlecht oder unfähig sind.

Unsere Gedankenabläufe laufen meist automatisch ab, es ist auch sehr schwer unsere Gedanken zu ändern. Wenn Du deinen Kindern beibringst (als Beispiel) das macht man nicht, weil was werden die Nachbarn sagen. Werden deine Kinder bevor sie was tun ihr Leben lang sich zu erst fragen, wenn ich das tue was sagen die anderen dazu. Werde ich dann abgelehnt?

Ist nur ein Beispiel, aber sehr treffend. Da Du erst kurze Zeit an PAs leidest, kann ich dir zwei Bücher empfehlen

- Angstfrei leben
-Ängste erkennen und überwinden

Durchs lesen wirst Du nicht geheilt sein, aber es hilft dir zu verstehen.
In den Büchern sind auch Übungen die sehr hilfreich sind.

Der erste Schritt für mich war, sich einzugestehen, dass nicht meine Mutter, nicht alle Menschen die mir in der Vergangenheit was getan haben, für meine Krankheit verantwortlich sind. Sondern, dass die Verantwortung in meinen Händen liegt.

Und zum Satz "wenn nicht deine Kinder wären, dann..."

Ich glaubte lange Zeit, ich muss gesund werden für meine Kinder. Sie brauchen mich. Falsch, ich will für mich gesund werden. Nur wenn ich gesunder und glücklicher werde (für mich), dann werden meine Kinder auch glücklicher. Zu lernen etwas für sich zu tun, nur für sich. Wie gesund werden, hat nichts mit Egoismus zu tun, auch ne ganz neue Erfahrung für mich. Auch sich selbst durch die Erkrankung zu ändern, bedeutet man begradigt die Gedankenabläufe die uns unsere Eltern beibringen. Dadurch ist es uns möglich unseren Kindern es zu ersparen, mit den gleichen Ängsten leben zu müssen.

Denn wenn wir ängstlich sind, Angst vor Ablehnung, Kritik, Verantwortung, Fehlern...usw. So werden unsere Kinder auch, egal wie sehr wir uns wünschen es ihnen zu ersparen. Aber wie soll man den etwas beibringen, was man selbst nicht wirklich kann.

Und ich kann dir echt Hoffnung machen, wenn man es wirklich will, nicht nur für andere sondern für uns, weil wir es verdient haben etwas für uns zu tun. Dann wird man gesunder vom Schritt zu Schritt.

Hab keine Angst deinen Ängsten in die Augen zu schauen, auch wenn es im ersten Moment schrecklich ist, aber mit der Zeit wirst Du sehen, dass Du dir deine Ängste schlimmer vorgestellt hast als die es wirklich sind.

LG

22.12.2009 15:11 • #6


Ich habe keine Angst vor Ablehnung, Kritik oder Verantwortung. Ich hatte im März diesen Vorfall mit dem komplett pelzigen Arm, eisige Kälte im Körper und Herzrasen. Dies war ja meine erste Panikattacke und seitdem dieser Ärztemarathon , wo außer HWS Syndrom nichts gefunden wurde. Ich habe einfach jetzt nur Angst doch irgendwas schlimmeres zu haben. Ich habe dann natürlich angefangen zu denken, was wäre wenn mir was passieren würde, was wäre mit meiner Tochter? Mein Mann würde daran zu grunde gehen das weiß ich, der hat in der Arbeitslosigkeit heimlich getrunken der würde sich dem Alk. verfallen. Gut dieses Problem war vorher ja auch schon da, aber da war ich 100 Prozent da und dann passiert sowas, kämpfst dich wieder zurück und trotzdem immer wieder diese PAs und die Phobien (nicht einkaufen, Herz) die sich im laufe der Zeit entwickelt habe. Wenn man dies nur abstellen könnte, ich frage mich dauernd was habe ich verbrochen weil ich so leiden muß!


Tatjana

22.12.2009 16:33 • #7


02.05.2020 11:20 • #8


Schlaflose
Das wird eine nervliche Missempfindung durch einen eingeklemmten Nerv sein. Dafür spricht umso mehr, dass du es durch Druck auf den Bizeps hervorrufen kannst.

02.05.2020 11:30 • x 1 #9


Zitat von Schlaflose:
Das wird eine nervliche Missempfindung durch einen eingeklemmten Nerv sein. Dafür spricht umso mehr, dass du es durch Druck auf den Bizeps hervorrufen kannst.


Vielen lieben Dank für deine Antwort. Kann so etwas wirklich über eine Woche andauern?
Kenne mich da null aus

02.05.2020 11:43 • #10


Schlaflose
Kann noch viel länger dauern. Wenn da eine Muskelverspannung ist, die den Nerv reizt, bleibt das solange, bis die Verspannung weg ist.

02.05.2020 12:53 • x 1 #11



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Dr. Hans Morschitzky