genau wie viele hier, ich hab das thema zwangsgedanken gegoogelt, voll bescheuert eig, aber naja, war einfach zu neugierig und iwie au wissbegierig was ich gegen machen kann, aber dann les ich das wenn man nichts gegen die zwangsgedanken macht, man sie iwann in de tat umsetzt (z.b. durch verzweiflung), das würde ja heißen ich müsste mir oder anderen iwann was antun,Nein, so ist das ganz und gar nicht. Wahr ist, dass Zwangsgedanken extrem quälend werden können und dass es möglich ist, deswegen suizidal zu werden. Das hat aber nichts damit zu tun, die Zwangsgedanken umzusetzen, sondern ist ein Versuch, der Qual ein Ende zu bereiten. Und es betrifft eher Menschen, die sich nicht darüber im Klaren sind, dass sie eine Zwangsstörung haben, die durchaus behandelbar ist. Die erleben nur sich selbst mit ihren schrecklichen Gedanken, die immer schlimmer werden, je mehr sie versuchen, sie zu unterdrücken. Die wissen nicht, dass es unglaublich viele Menschen gibt, die dasselbe durchmachen. Die versuchen alles, ihr Problem zu vertuschen, weil es ihnen peinlich ist. Die stehen allein da, ohne Hilfe, ohne Behandlung und ohne Hoffnung. Manche Betroffene vertrauen ihre Zwangsgedanken erst nach einem missglückten Suizidversuch dem Arzt an.
aber das will ich doch garnich, will die gedanken nur gut steuern konn und von mir aus müssn die nich ma weggehen, möchte nur keine angst mehr vor haben und gut mit ihnen umgehen können, aber jetz hab ich natürlich noch mehr angst, das was passiert, boah wie mich das nervt.Steuern kannst du weder diese Gedanken noch andere. Du kannst dir immer wieder klar machen, dass die Gedanken normal sind und dass du durch die Angst nur ihre Häufigkeit erhöht hast. D.h., du musst dich um eine realistische Einschätzung der Bedeutung dieser Gedanken bemühen. Und sie haben keine Bedeutung. Wenn du die Gedanken wieder als bedeutungslos bewerten kannst, wird die Angst verschwinden. Der zweite Punkt, an dem du ansetzen kannst, ist der, dass die Gedanken ja umso häufiger werden, je mehr du versuchst, sie nicht zu denken. Das kannst du umkehren. Schreib dir alle deine Horrorvorstellungen auf. Mal sie aus und führe die Geschichten zu Ende, mit allen schrecklichen Konsequenzen. Lies dir die Geschichte kritisch durch und streiche alles, was dich beruhigen könnte. Dann sprich es dir auf Band. Die Aufnahme hörst du dir nun mindestens einmal täglich an, wobei du die aufkommende Angst aushalten solltest. Das machst du so oft, bis die Aufnahme dir nur noch ein gelangweiltes Gähnen entlockt. Quasi das Buch dazu: Der Kobold im Kopf von Lee Baer. Übrigens bezeichnet man Zwangsstörungen auch als die Krankheit des Zweifelns (... an sich, den eigenen Entscheidungen, auch wenn sie völlig banal sind).
Liebe Grüße
Christina