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pokefan222
Mitglied

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Hallo ihr lieben,
Wie es schon im Titel steht habe ich im Moment sehr starke Probleme wegen meinem Alter. Ich bin nun 30 Jahre alt und habe das Gefühl, dass das Leben bald vorbei ist. Wenn ich darüber nachdenke bekomme ich immer wieder Panikattacken 😞
Ich habe seit meiner Kindheit psychische Probleme. Mit 15 hatte ich mal eine Phase in der ich auch immer wieder Panikattacken hatte. Damals sagte ich mir aber immer wieder dass ich erst 15 bin und ich mir mit 30 vielleicht Gedanken machen muss aber jetzt nicht. Jetzt bin ich 30 und die Gedanken sind wieder da, noch stärker als vorher. Zudem hatte ich dieses Jahr mehrmals gesundheitliche Probleme, was meine Angst noch verschlimmert. Leider bin ich auch noch nicht wirklich im Leben angekommen und ich fühle mich nicht anders als damals mit 15 oder mit 20. Die Zeit zwischen 20 und 30 ist auch so schnell vergangen ohne dass wirkliche etwas passiert ist. Die Corona Zeit hat auch dazu beigetragen, weil ich in den Jahren nur zuhause war. Jetzt denke ich daran, dass ich dann bald schon 40 bin. Ich müsste im Leben eigentlich schon viel weiter sein, alle in meinem Umfeld heiraten und bekommen Kinder, aber ich fühle mich dafür noch gar nicht bereit. Es macht mir alles so Panik und ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll. Ich bin in Therapie aber bei Thema bringt mich das auch nicht weiter.
Gibt es hier vielleicht jemanden dem es ähnlich ging oder geht?

Liebe Grüße.

03.12.2025 #1


15 Antworten ↓


Kedici
Ja mir geht's genauso. Ich weiß nicht ob dir das ne Hilfe ist Very Happy
Leider kann ich daher nicht viel gute Ratschläge geben.
Muss mir auch jeden Tag sagen dass ich noch viel erreichen kann.
Kinder kriegen habe ich für mich abgehakt. Habe mich auch nie bereit dafür gefühlt. Für mich ist es mittlerweile aber in Ordnung.
Ich fühle mich zumindest von meinem inneren her auch noch wie Anfang 20. Fühle mich nicht erwachsen. Körperlich zeigen sich langsam die ersten Alterserscheinungen. Bin aber auch etwas unfit was ich wieder in den Griff bekommen muss mit Sport.
Ich habe aufgehört mir diesen Druck zu machen dass ich irgendwie Familie haben muss oder irgendwas erreichen muss. Und wenn ich Lust habe Sachen zu machen die eher unreif für andere sind ist das auch ok. Zum Beispiel neue Hobbys ausprobieren etc. Man muss ja sein Leben nach seinen Vorstellungen leben und nicht wie andere es von einem erwarten. Mir hilft das die meiste Zeit.
Habe auch mehr Angst vor Alterskrankheiten als vor dem Altern an sich. Mit Sport kann man sich schon ganz gut fit halten.

x 3 #2


A


Komme mit meinem Alter nicht zurecht

x 3


N
Mir geht's jeden Tag so und mit jedem Jahr, das vorbei ist, wird es schlimmer

#3


Fravely
So dachte ich schon mit 8 Lebensjahren, inzwischen bin ich ü50.

x 3 #4


sensibelchen98
Hi! Du, ich bin vielleicht nicht die ideale Ansprechpartnerin bei diesem Thema, ich bin 27, verheiratet und erwarte mein erstes Kind, aber ich kann dennoch zu 100% deine Gefühle nachvollziehen.
Ich leide auch seit meiner Kindheit an psychischen Problemen. Das hat dazu geführt dass ich schulische irgendwann total versagt habe, obwohl theoretisch Potenzial da gewesen wäre. Ich habe gerade so mit viel Aufwand eine Ausbildung gemacht aber danach beruflich auch nie richtig Fuß gefasst. Seit einem Jahr bin ich nur noch Hausfrau. Ich dachte immer ich wäre zu mehr bestimmt. Manchmal sitze ich da und habe das Gefühl meine guten Jahre komplett verschwendet zu haben, weil ich auch kaum Freunde habe und nicht wirklich raus gehe. Ich glaube letztlich müssen wir uns darauf konzentrieren was wir haben und nicht was wir denken wie oder was sein sollte.

x 2 #5


Elly79
@pokefan222 Hey du, als ich 30 wurde hatte ich das erste und einzige Mal doofe Gedanken wegen meines Alters, dachte damals "ach du s cheiße, Jugend vorbei".
Es ist aber mittlerweile cool was älter zu sein. Ich bin ruhiger und weiser. 😂😅😅
Mein kind habe ich mit 29 bekommen, geheiratet mit 44 Jahren.
Beruflich bin ich erst mit 42 durchgestartet und mit studieren habe ich erst mit 45 begonnen.

Ich will dir Mut machen, ich bin jetzt 46 Jahre und im Leben angekommen. Natürlich hat man ein paar mehr Zipperlein und die Psyche spinnt auch ab und zu, aber im Großen und Ganzen ist es gut älter zu werden.

Versuche den Blickwinkel etwas zu ändern. Du darfst älter werden und noch ganz viele tolle Sachen erleben. Trauere nicht der Vergangenheit nach, das kannst du eh nicht mehr ändern.

x 6 #6


Yuber
Immer daran denken, es ist ein Privileg "alt" zu werden. Dazu ist 30 noch gar nix. Für einen 90 Jährigen bist du erst frisch gschlüpft und noch so ziemlich Grün hinter den Ohren.

x 3 #7


Perle
Wir lassen uns alle immer viel zu sehr vom Außen leiten und unter Druck setzen.

Wo steht geschrieben, dass ich mit 25 Jahren heiraten, ein Kind kriegen, ein Haus bauen und Karriere machen muss?

All das ist gesellschaftlicher Druck. Müssen wir denn wirklich mit der Masse schwimmen? Wo bleibt denn da die Individualität? Wir meinen, das Leben hat nur auf eine bestimmte Art und Weise zu laufen oder weil der Nachbar das auch so macht. Das setzt uns so unter Druck, dass wir darüber krank werden.

Leben ist nicht planbar. Wir werden geboren und wir sterben. Was dazwischen passiert, liegt nicht unbedingt in unserer Hand. Wir können aber doch trotzdem versuchen, glücklich zu sein. Tränen kommen manchmal. Gehört dazu.

Und das Alter selbst - ist wirklich nur eine Zahl. Das sagt Euch Eine, die jetzt 57 Jahre alt ist und Samstags Vormittags immer noch gerne die "Pfefferkörner" im Fernsehen guckt 😉

LG, Perle

x 6 #8


Islandfan
@Elly79 genauso ist es. Man ist nie für irgendwas zu alt. Klar hat man manchmal gesundheitliche Grenzen, aber solange man noch kann, ist es niemals zu spät. Ich habe auch noch spät (mit 35) studiert und mit Mitte 40 mein Leben umgekrempelt. Man kann noch mit 80 das Leben neu beginnen. Für mich endet das alles erst endgültig mit dem Tod, davor lasse ich mich vom Leben überraschen.

x 4 #9


Pyrojay
Wenn man weiß warum man auf der Erde ist und wozu man überhaupt lebt und erschaffen wurde, dann spielt das alles keine Rolle. Nicht einen Gedanken würdest du daran verschwenden.

So wie du habe ich auch mal gedacht.
Dieses Jahr bin ich 40 geworden und es war mir völlig egal.

x 1 #10


Micha2
Zitat von pokefan222:
Jetzt denke ich daran, dass ich dann bald schon 40 bin. Ich müsste im Leben eigentlich schon viel weiter sein, alle in meinem Umfeld heiraten und bekommen Kinder, aber ich fühle mich dafür noch gar nicht bereit.

Und?
Bei mir haben auch alle geheiratet und Kinder aussser ich.

Das wichtige ist doch, fühlst du dich so wohl oder nicht?

Früher dachte ich auch immer die anderen sind viel weiter...

Aber irgendwann hab ich mich gefragt will ich das überhaupt.
Oder will das die Gesellschaft von mir.

Wurde damals auch unter druck gesetzt.

Heute denke ich was passiert, passiert und was nicht halt nicht.

#11


J
Kenne ich ebenso. Das wird alles immer Schlimmer, je älter man wird. Ich kann auch dem Ganzen nicht viel abgewinnen, weil es künstlich in die Länge gezogen wird. Mit 80 bist du hier ein Opfer für die meisten, Respekt vorm Alter gibts hier nicht mehr. Die Altenheime sind Verwahrstationen, da kümmert sich keiner, du wirst behandelt wie ein Möbelstück und hast das Maul zu halten. Du baust total schnell ab und wartest dann, den Schikanen der Pfleger noch ausgesetzt, auf deine Erlösung. Du sitzt den ganzen Tag vorm TV und guckst den immer selben Sender, weil keiner Zeit hat umzuschalten oder sich mit dir zu befassen. Nach 3 Wochen bist du geistig debil. Für die Pfleger ist das eh besser, dann labert man sie nicht zu. Der Staat treibt das immer weiter in die Richtung, am Ende kannst du froh sein, wenn du mit deinen paar Kröten in Rumänien im Altenheim und auf dem Friedhof landest, da gehts dann noch schlimmer ab. Gerade als Sozialphobiker siehts dann mau aus. Weihnachten alleine, während nebenan die Familie da ist. Im Endeffekt sind wir alle im Universum uninteressant, so winzig und unwichtig. Die Erde ist eh überbevölkert und die Natur und Tiere müssen weichen, wieso da mitmachen? Die Erde wurde vom Menschen kaputtgemacht und die Reichen sichern sich schon ihre Arreale auf anderen Planeten. Das wird so aussehen, dass die Armen auf der sterbenden Erde bleiben müssen und draufgehen, während die Superreichen auf anderen Planeten in Saus und Braus leben.

x 1 #12


Yuber
Zitat von Jens870:
Kenne ich ebenso. Das wird alles immer Schlimmer, je älter man wird. Ich kann auch dem Ganzen nicht viel abgewinnen, weil es künstlich in die Länge gezogen wird. Mit 80 bist du hier ein Opfer für die meisten, Respekt vorm Alter gibts hier nicht mehr. Die Altenheime sind Verwahrstationen, da kümmert sich keiner, ...

Ich kann gut verstehen, warum dich solche Gedanken belasten – vieles, was du beschreibst, fühlt sich tatsächlich beängstigend und hoffnungslos an, besonders wenn man negative Erfahrungen mit Menschen, Pflege oder der Gesellschaft im Allgemeinen gemacht hat.

Trotzdem glaube ich, dass das Bild, das du zeichnest, nicht die ganze Realität zeigt. Ja, es gibt Missstände in Pflegeheimen und in unserer Welt. Aber es gibt genauso viele Beispiele von guter Pflege, echter Menschlichkeit und Menschen, die füreinander da sind – auch für diejenigen, die sich sozial oder psychisch schwer tun. In solchen Momenten übersieht man das leicht, weil unser Kopf sich automatisch stärker auf das Negative fokussiert, vor allem wenn man ohnehin in einer schwierigen Phase steckt.

Auch die Vorstellung, dass man „am Ende völlig allein landet“, trifft nicht automatisch auf jeden zu. Viele Menschen bauen im Laufe ihres Lebens neue Kontakte auf, bekommen Unterstützung oder erleben positive Wendungen – selbst spät im Leben. Nichts ist so festgeschrieben, wie es sich in dunklen Momenten anfühlen kann.
Was du über Überbevölkerung, Klimawandel und Ungerechtigkeit sagst, höre ich oft von Menschen, die gerade sehr überfordert sind. Und ich verstehe diese Sorgen. Aber auch dort gibt es viel Positives – es ist nur leiser und fällt deshalb weniger auf.

Mir fällt vor allem Deine Verzweiflung zwischen den Zeilen auf. Vielleicht wäre es wohltuender, den Blick weniger auf eine hypothetische, beängstigende Zukunft zu richten und mehr darauf, was du im Hier und Jetzt beeinflussen kannst, um dein eigenes Leben leichter zu machen.

Und noch etwas: In vieler Hinsicht hatte die Babyboomer-Generation tatsächlich wesentlich bessere Ausgangsbedingungen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und sozial. Meine Generation dagegen kämpft mit Unsicherheiten, steigenden Kosten, globalen Krisen und der Frage, ob wir überhaupt noch eine stabile Rente bekommen. Vielleicht hat mich genau das gelehrt, mehr im Moment zu leben, statt in möglichen Zukunftsszenarien, die vielleicht nie so eintreffen.

Lg Yuber

x 4 #13


Abendschein
In keinem Alter ist das Leben vorbei, es kommt drauf an, was man mit seinem Leben macht.
Ich bin jetzt 63 und wenn man danach geht, dem Tod näher, als mit 30. Aber ich denke gar nicht daran,
früher habe ich mir mehr Gedanken gemacht, aber jetzt nicht mehr. Ich lebe mein Leben, so wie ich es mir
mit meinem Mann wünsche und dann ist es gut. Du hast Dein Leben noch vor Dir. In jedem Alter ist es
mal schön und mal nicht schön, aber das hat wahrscheinlich auch nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit +
einem selber. Mach was draus, Du hast nur das eine Leben.

x 1 #14


Yuber
@Abendschein
So ist es. Es kommt nicht darauf an, wie lange man lebt, sondern wie man lebt. Zehn Jahre, die erfüllt, sinnvoll und lebendig sind, wiegen mehr als hundert Jahre, die man gelangweilt und unbeteiligt verbringt.

Der Tod ist in gewisser Weise das einzig Gerechte im Leben – er macht keinen Unterschied zwischen Millionär und einfachem Menschen. Gerade weil unser Dasein einen Anfang und ein Ende hat, wird es kostbar. Die Begrenzung gibt dem Leben Tiefe, Bedeutung und Dringlichkeit.
Und in dieser Perspektive spielt es keine Rolle, ob man 20 oder 70 ist. Entscheidend ist nicht die Zahl der Jahre, sondern das, was wir mit ihnen füllen.

Kenne einen Mann der ging mit 66 noch studieren.Einfach so weil er es kann. 😄

x 4 #15


MatrixBOT
Ich denke, wenn die Menschen den Tod besser akzeptieren würden (er kommt so oder so), würde es vielen deutlich besser gehen und ihre vorhandene Zeit sinnvoller nutzen. Was aber für einen persönlich sinnvoll erscheint, muss jeder für sich selbst entdecken.

Mich betreffend weiß ich schon sehr lange, dass ich nicht sehr alt werde und das ist für mich vollkommen ok. Wäre schön wenn ich meine Eltern noch überlebe, aber wenn es nicht so ist, dann ist es halt so und liegt nicht in meiner Hand. Bis dahin tue ich jetzt aber alles was ich noch tun will und noch kann, sofern es möglich ist und so lange kein anderer dadurch Schaden nimmt.

Wie @Yuber schon schrieb, kommt es nicht auf die Quantität sondern auf die Qualität des Lebens an. Sei nicht neidisch auf das was andere haben, das ist der Pfad zur dunklen Seite der Macht 😉

Frag dich einfach was du noch machen willst und kannst, arbeite die Liste so weit es geht ab und mehr kann mMn. keiner verlangen.

x 1 #16


A


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