App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

73

seelentraum

seelentraum
Mitglied

Beiträge:
72
Themen:
3
Danke erhalten:
59
Mitglied seit:
Ich weiss nicht, ob der Beitrag hier an der richtigen Stelle platziert ist. Ich habe seit einiger Zeit immer wieder ein ganz komisches Gefühl im Kopf, was ich nur schwer in Worte fassen kann. Mir wird dann irgendwie schwindlig, und ich habe das Gefühl dass ich mein Bewusstsein verliere . Das ist noch nie passiert, aber es fühlt sich so an. Es fühlt sich wie ein Krampf im Kopf an oder wie wenn die Blutzufuhr unterbrochen wird und ich nicht richtig "da" bin. Ich gerate dann total in Panik und versuche zu "fliehen" indem ich mich in irgendeine Arbeit stürze oder mich versuche mit etwas abzulenken. bis zur nächsten Attacke, die meist nicht lange auf sich warten lässt. Ich fühle mich dann auch wie in Watte, also teilweise auch depersonaliaiert und derealisiert, habe dann auch Konzentrationsprobleme. .Ich weiß, dass ich unter einer Angststörung leide, aber dieses Gefühl fühlt sich sehr körperlich an, so dass ich nicht glauben kann dass es "psychisch" ist. Es ist auch keine klassische Panik Attacke, die kurz andauert und dann wieder vorbei ist, sondern eher ein schwelender Panikzustand, der sich von einer Attacke zur nächsten zieht. Die Angst vor diesem schrecklichen Gefühl ist einfach dauerhaft präsent.
Kennt das hier vielleicht auch jemand?

07.05.2026 x 3 #1


32 Antworten ↓
Winny-lein

Winny-lein
Mitglied

Beiträge:
5123
Danke erhalten:
13893
Mitglied seit:
Zitat von seelentraum:
Ich weiss nicht, ob der Beitrag hier an der richtigen Stelle platziert ist. Ich habe seit einiger Zeit immer wieder ein ganz komisches Gefühl im ...

Ich hab das leider auch wieder......Seit ca. 4 Wochen mit ganz vielen anderen Symptomen .....es ging mir jetzt ca. 1 1/2 Jahre um einiges besser......du musst es akzeptieren und trotzdem raus gehen z.b. ein Spaziergang .....nicht dagegen ankämpfen, sonst wird es schlimmer......


Hier mal ein paar Sätze dazu,die helfen können:
Ich lasse es da sein und bewege mich trotzdem“
„mich sicher bewegen, auch wenn er da ist“
Und genau dadurch verschwindet er langfristig.
„Das ist mein Nervensystem. Nicht gefährlich.“
„Heilung passiert nicht dadurch, dass das Gefühl sofort weggeht –
sondern dadurch, dass ich anders damit umgehe.“
Wenn Symptome kommen:
„Ah, mein System“
„Darf da sein“
weiter machen
„Egal was heute kommt – ich kann damit umgehen.“
„Aufmerksamkeit ist wie ein Scheinwerfer – das, worauf ich ihn richte, wird stärker.“
Wenn du merkst „Ich checke wieder“:
Stop (kurz bewusst werden)
sag dir: „Ich bin gerade im Scan-Modus“
lenk Fokus nach außen (z. B. 5 Dinge sehen)


Alles gute ......

18.04.2026 20:14 • x 8 #2


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Komisches Gefühl im Kopf

x 3


Abendschein

Abendschein
Mitglied

Beiträge:
45561
Themen:
30
Danke erhalten:
61190
Mitglied seit:
Zitat von Winny-lein:
meine Familie hilft mir auch sehr......

Das freut mich sehr. Wirklich. Mein Mann hat Damlas, als wir geheiratet haben gesagt. Ich weiß nicht was Du hast,
ich kenne das nicht, aber ich helfe dir. Mittlerweile sind weit über 35 Jahre vergangen und er ist immer noch an meine
Seite. Bei Deinem Satz, war ich sehr berührt und hätte weinen können.

Mein Mann mußte auch auf vieles verzichten. Angefangen mit dem Fliegen. Letztens hat er gesagt, er wäre gerne mal
ins Ausland geflogen, in den Urlaub, aber es geht ja nicht. 😪 Ich habe für ihn mich schon einiges getraut., Z.B.
Gondel fahren. Bin ich mit. Dann zum Reinfall von Schaffhausen, mit einem kleinen Bötchen. Konnte man hinter dem Wasserfall fahren,. Bin ich mit. Aber jedesmal klatschnasse Hände.

Ach es war immer die Leichtigkeit die fehlte. Immer. Die Angst war immer mit dabei. Auf der Arbeit.Im Urlaub, als wir jung waren, in der Disco, im Lokal, zu Besuch, bei Verwandten, Freunden, Familie. Ich bin oft in ein Zimmer gegangen, mußte mich hinlegen, im Urlaub. Immer wurde gefragt, was ich habe. Manchmal habe ich gelogen und gesagt, der Magen.

Ja es war ein Leben mit Verzicht. Im Urlaub, Nachts, raus, weil ich so Angst hatte. Im Wald, beim spazieren gehen,
mit Tüte in der Hand, wegen der Atmung und das sind alles nur Beispiele. Beim Friseur. Nichts war leicht, immer mußte
ich abpassen, wann es ging, aber oft war ich irgendwo und es ging nicht.

Heute bin ich 63 Jahre alt, die Angst vor Krankheiten ist geblieben. So plötzlich ist sie manchmal da, die Angst,
trotz mehrmalige Therapien. Letztens hat mein Psychologe gesagt, was solange in mir ist, wird nie ganz weg
gehen, aber ich helfe ihnen das es leichter wird. Da habe ich fast geweint. 😔

Trotz allem bin ich dankbar für mein Leben und ich weiß das das manche hier auch sind. Ich bin froh dieses
Forum gefunden zu haben. Hier sind Menschen, die verstehen, wo nicht lange erklärt werden muß.
Auch dafür bin ich dankbar. 💕

Das ich meinen Glauben kennengelernt habe, das gibt mir Kraft und Zuversicht. 🙏
Und die Natur, mit ihren Tieren. Das Fahrrad fahren. Alles ist schön, den Wind um die
Nase wehen lassen, kann ich Heute genießen. Trotz der Angst. Trotz den Gedanken.

18.04.2026 23:11 • x 7 #16


Zum Beitrag im Thema ↓


Winny-lein
Zitat von seelentraum:
Ich weiss nicht, ob der Beitrag hier an der richtigen Stelle platziert ist. Ich habe seit einiger Zeit immer wieder ein ganz komisches Gefühl im ...

Ich hab das leider auch wieder......Seit ca. 4 Wochen mit ganz vielen anderen Symptomen .....es ging mir jetzt ca. 1 1/2 Jahre um einiges besser......du musst es akzeptieren und trotzdem raus gehen z.b. ein Spaziergang .....nicht dagegen ankämpfen, sonst wird es schlimmer......


Hier mal ein paar Sätze dazu,die helfen können:
Ich lasse es da sein und bewege mich trotzdem“
„mich sicher bewegen, auch wenn er da ist“
Und genau dadurch verschwindet er langfristig.
„Das ist mein Nervensystem. Nicht gefährlich.“
„Heilung passiert nicht dadurch, dass das Gefühl sofort weggeht –
sondern dadurch, dass ich anders damit umgehe.“
Wenn Symptome kommen:
„Ah, mein System“
„Darf da sein“
weiter machen
„Egal was heute kommt – ich kann damit umgehen.“
„Aufmerksamkeit ist wie ein Scheinwerfer – das, worauf ich ihn richte, wird stärker.“
Wenn du merkst „Ich checke wieder“:
Stop (kurz bewusst werden)
sag dir: „Ich bin gerade im Scan-Modus“
lenk Fokus nach außen (z. B. 5 Dinge sehen)


Alles gute ......

x 8 #2


Abendschein
Zitat von seelentraum:
Kennt das hier vielleicht auch jemand?

Ja, ich kenne das. Ich fühlte in meinen Angst und Panik Attacken, oftmals dieses komische Gefühl im Kopf
und habe auch ein Gefühl des nicht richtig Dasein gespürt und als wenn ich das so wie Watte gefühlt habe
und ein Unwirklichkeitsgefühl. Ich habe mich oft gekniffen. Um zu spüren, das ich noch da bin. Es ist die Angst.

x 5 #3


Laurentius85
@seelentraum

Genau wie es die anderen eigentlich benennen, es geht um Achtsamkeit und Akzeptanz. Nehme deine Gefühle und deine körperlichen Zustand wahr. Sag dir, da sind die Gefühle und das sind die Symptome. Das kann ja auch psychosomatisch sein. Nimm alles wahr, die Gefühle wollen dir etwas mitteilen genauso dein Körper das er vielleicht erschöpft ist und eine Pause braucht. Dein Körper schreit wie ein kleines Kind nur mehr, wenn man die Gefühle nicht wahr haben will oder ignoriert. Da bist du das Gefühl der Angst und Panik. Ich nehme dich wahr. Du gibst dem Gefühl Platz. Jetzt darf es da sein und dir etwas sagen. Es will dich informieren, das stimmt etwas nicht. Dabei reguliert der Körper eigentlich dann die Gefahr oft herunter und die Gefühle können wieder gehen. Denn du bist nicht deine Gefühle. Du gibst Ihnen Raum, sie dürfen da sein. Danach haben sie ihren Funktion getan. Achtsamkeit der Gefühle recherchieren. Ich habe es leider auch nicht im Detail in Erinnerung. Akzeptanz der Gefühle ist etwas anderes glaube ich, aber ähnlich verarbeitet oder auch gerade mit inkludiert.

Tur mir leid, mir geht es derzeit extrem schlecht und ich warte auf die Aufnahme meiner Klinik. Ich bin immer mehr benebelt und stehe auch total neben mir. Alles wie ein schlechter Traum, es ist mir nicht egal, aber ich fühle mich ausgebremst und betäubt.

Was immer sinnvoll ist, Atemübungen! Ja es ist schwer sie zu erlernen und anzuwenden. Das geht nicht immer und man verlernt es wieder.

Aber schaut mal bei YouTube zu allen Themen und hierzu nach der 4-7-8 Atmung und dem Parasympathikus bzw. dem vegetativen Nervensystem.

Gerade bei Panik auch dasselbe Prinzip, dass man durch langsames Atmen dem Nervensystem wieder vorspielt, dass alles in Ordnung ist. Wie der Körper reflexartig reagiert kann man das auch indirekt zurückfahren. Dazu muss man auch nicht die Zeit der Atemtechnik genau einhalten. Dagegen steuern egal wie ist ein Erfolg, wenn man es schafft und nicht schlimm, wenn es nicht umsetzbar ist.

Alles genauere besser in den Videos nachsehen, also gerade bei etablierten Medizinsendungen.

Vielleicht kann ich zumindest dafür sorgen, dass ihr es besser anwenden könnt wie ich.

Ich weiß wie schwer es ist weiter zu kämpfen. Wir sind nicht alleine, auch wenn wir das oft glauben. Wir alle sind stark!

Liebe Grüße aus Hannover
Lars

x 4 #4


T
Ich reihe mich auch in den Kreis der Betroffenen ein. Mittlerweile geht das Ganze schon seit mehr als 6 Jahren. Dazwischen gab es auch stabile Phasen. Bei mir ist es so, dass parallel zu den Empfindungen im Kopf, grundsätzlich starke Verspannungen insbesondere HWS/LWS bestehen. Hinzu kommen Gangunsicherheit, Ohnmachtsgefühle und Panikattacken. Leider ist es so, dass ich mir immer wieder vornehme, beim nächsten "Anfall" stark zu bleiben und mir klar zu machen: "Es ist nur die Psyche" - aber mich dann doch von diesem Sog wieder mitreißen lasse. Wenn ich bedenke, wieviel Lebenszeit mich dieser Sch... schon gekostet hat, könnte ich heulen!

x 5 #5


Winny-lein
Zitat von Tooly:
Ich reihe mich auch in den Kreis der Betroffenen ein. Mittlerweile geht das Ganze schon seit mehr als 6 Jahren. Dazwischen gab es auch stabile ...

Könnte von mir sein.....hat bei mir 2018 angefangen.......Gute Besserung 🍀

x 4 #6


T
@Winny-lein Das Frustrierende daran ist, dass ich über die Jahre so gut wie alles ausprobiert habe, um das wieder loszuwerden. Nichts war von dauerhaftem Erfolg. Hilft nur noch ein Wunder....

x 3 #7


Winny-lein
Zitat von Tooly:
@Winny-lein Das Frustrierende daran ist, dass ich über die Jahre so gut wie alles ausprobiert habe, um das wieder loszuwerden. Nichts war von ...

Mir hat Sport sehr viel geholfen.....konnte anfangs nur 5 Minuten raus ......momentan kann ich kaum Spazieren oder Fahrrad fahren, da der Schwindel durch die Verspannungen extrem ist.....Ich warte momentan immer auf eine gute Phase und dann geh ich raus Spazieren bzw. Radfahren.....einkaufen geht seit 2 Wochen überhaupt nicht mehr .........es ist wirklich sehr anstrengend, aber ohne Bewegung wird alles noch schlimmer.......Es ist "nur" unser Nervensystem das total über reagiert......Der Schlüssel 🔑 ist Bewegung (nicht zu viel),Atemübung, Meditation, Therapie , Medikamente und viel Kraft......meine Familie hilft mir auch sehr......

x 2 #8


seelentraum
@Winny-lein danke für deine Tipps, manchmal einfach so schwer diese umzusetzen

x 1 #9


seelentraum
@Laurentius85 danke für deinen Zuspruch. Atemübungen funktionieren bei mir aufgrund hypochondrischer Ängste leider nicht, sondern verstärken eher meine Panik

x 1 #10


seelentraum
@Tooly bei mir ist es auch nicht das erste Mal, aber aktuell ist es stärker denn je und jedes Mal bringt es mich wieder um den verstand. Verspannungen habe ich auch enorm. Meinst du damit könnte das auch zusammen hängen bzw getriggert werden? Genau wie du nehme ich mir immer vor besser damit umzugehen, aber dennoch klappt es dann nicht. Theoretisch weiß man so viel eigentlich, aber dann kann man das ganze in so einer Extremsituation trotzdem nicht umsetzen.....

x 1 #11


seelentraum
@Tooly was hast du alles ausprobiert?

#12


seelentraum
@Winny-lein sind bei dir auch die Verspannungen ein Trigger? Ja ich merke auch dass Bewegung, egal welcher Art oft helfen kann. Ich verfalle immer in irgendeine Art von Aktionismus nach so einer Situation. Ja das Nervensystem spielt einfach verrückt. Du meinst Medikamente gegen die Angst helfen dir auch?

x 1 #13


Winny-lein
Zitat von seelentraum:
@Winny-lein sind bei dir auch die Verspannungen ein Trigger? Ja ich merke auch dass Bewegung, egal welcher Art oft helfen kann. Ich verfalle immer in ...

Das ist ein Kreislauf....
Verspannungen= Schwindel = Angst= mehr Verspannungen/Schwindel und Symptome ...........dein Nervensystem fährt hoch,schlägt Alarm.....Panikgefühl.....dein Körper möchte flüchten.....zumindest regiert jede Zelle in dem Moment darauf.........der Fehler wäre jetzt:Vermeidung sich zurück ziehen,nicht rausgehen......ist einfacher gesagt als getan......Ich sitz oft auch stundenlang mit dem Wärmekissen auf der Couch, bis ich es wieder schaffe raus zu gehen.....auch während dem Soaziergang ist es eine Herausforderungen.....danach ist es aber so gut wie immer etwas besser und je öfters du dich der Angst stellst umso besser wird es .....dein Gehirn muss neu angelernt werden.....es gibt keine Gefahr....du bist sicher.....irgendwann werden die "Fehlinformationen" eliminiert und die Symptome werden weniger......Ich hatte jetzt 1 1/2 Jahre eine ganz gute Phase, aber immer mit Höhen und Tiefen.....momentan bin ich fast bei Null angekommen und es ist sehr schlimm.....aber vom "Sitzenbleiben" ändert sich nichts.....die unangenehmen Gefühle sind grausam, aber es sind eben nur Gefühle, die dir dein Körper auf eine Gefahr vorgaukelt, die nicht real ist......Wir müssen unser System neu anlernen.......

x 3 #14


Laurentius85
Zitat von Tooly:
@Winny-lein Das Frustrierende daran ist, dass ich über die Jahre so gut wie alles ausprobiert habe, um das wieder loszuwerden. Nichts war von ...


Tooly, mir halfen die angeblichen Helfer auch viele Jahre nicht und haben alles schlimmer gemacht.

Wir wissen nicht was morgen kommt und das kann auch mal ein Tag sein, der uns vielleicht mal helfen könnte. Alle appellieren immer nicht die Hoffnung zu verlieren. Vielleicht ist diese uns etwas zu weit entrückt, weil es auch eine erwartete immense Veränderung verheißen sollte.

Wir sollten jeden kleinen Erfolg und jeden kleinen Schritt feiern. Wenn man es nur mal schafft wenige Sekunden an etwas gutes zu denken oder nur eine Kleinigkeit, die man an schlechten Tagen erledigen kann.

Kleine Schritte! Es geht nicht um die Geschwindigkeit, es geht darum jeden Tag einen Schritt oder nur einen Tat zu vollbringen.

Wir gehen unser Tempo, nicht das der anderen.

Erholt euch gut!

Wir sollten halt die negativen Gedankenmuster versuchen zu überschreiben. Dann dauert es halt bei uns länger. 😜

Für jede Kleinigkeit gefeiert! 👏☺

Schlaft gut!

Liebe Grüße aus Hannover
Lars

x 6 #15


Abendschein
Zitat von Winny-lein:
meine Familie hilft mir auch sehr......

Das freut mich sehr. Wirklich. Mein Mann hat Damlas, als wir geheiratet haben gesagt. Ich weiß nicht was Du hast,
ich kenne das nicht, aber ich helfe dir. Mittlerweile sind weit über 35 Jahre vergangen und er ist immer noch an meine
Seite. Bei Deinem Satz, war ich sehr berührt und hätte weinen können.

Mein Mann mußte auch auf vieles verzichten. Angefangen mit dem Fliegen. Letztens hat er gesagt, er wäre gerne mal
ins Ausland geflogen, in den Urlaub, aber es geht ja nicht. 😪 Ich habe für ihn mich schon einiges getraut., Z.B.
Gondel fahren. Bin ich mit. Dann zum Reinfall von Schaffhausen, mit einem kleinen Bötchen. Konnte man hinter dem Wasserfall fahren,. Bin ich mit. Aber jedesmal klatschnasse Hände.

Ach es war immer die Leichtigkeit die fehlte. Immer. Die Angst war immer mit dabei. Auf der Arbeit.Im Urlaub, als wir jung waren, in der Disco, im Lokal, zu Besuch, bei Verwandten, Freunden, Familie. Ich bin oft in ein Zimmer gegangen, mußte mich hinlegen, im Urlaub. Immer wurde gefragt, was ich habe. Manchmal habe ich gelogen und gesagt, der Magen.

Ja es war ein Leben mit Verzicht. Im Urlaub, Nachts, raus, weil ich so Angst hatte. Im Wald, beim spazieren gehen,
mit Tüte in der Hand, wegen der Atmung und das sind alles nur Beispiele. Beim Friseur. Nichts war leicht, immer mußte
ich abpassen, wann es ging, aber oft war ich irgendwo und es ging nicht.

Heute bin ich 63 Jahre alt, die Angst vor Krankheiten ist geblieben. So plötzlich ist sie manchmal da, die Angst,
trotz mehrmalige Therapien. Letztens hat mein Psychologe gesagt, was solange in mir ist, wird nie ganz weg
gehen, aber ich helfe ihnen das es leichter wird. Da habe ich fast geweint. 😔

Trotz allem bin ich dankbar für mein Leben und ich weiß das das manche hier auch sind. Ich bin froh dieses
Forum gefunden zu haben. Hier sind Menschen, die verstehen, wo nicht lange erklärt werden muß.
Auch dafür bin ich dankbar. 💕

Das ich meinen Glauben kennengelernt habe, das gibt mir Kraft und Zuversicht. 🙏
Und die Natur, mit ihren Tieren. Das Fahrrad fahren. Alles ist schön, den Wind um die
Nase wehen lassen, kann ich Heute genießen. Trotz der Angst. Trotz den Gedanken.

x 7 #16


Laurentius85
@seelentraum


Wir wissen sehe vieles.

Entspannung
Atemübungen
Anspannungsregulation
Bewegung/Sport
...

Ja, ich kann es auch ganz schwer umsetzen und falle schnell in alte Muster und bei vielen Diagnosen vergesst nicht die schwere gegenseitige Wechselwirkhaftigkeit und immer wieder neuen Herausforderungen, wenn die alten nichtmal abgearbeitet sind.

Ich behaupte, dass bei mir alles von den Therapeuten abhängt. Einmal den richtigen zu erwischen, der einem zeigt, wie der Schlüssel gebaut werden kann, um aus dem Gefängnis zu entfliehen. Sonst lass uns weiterhin einen Tunnel graben. Hilfe zur Selbsthilfe. 👍

Schlaft hoffentlich gut!

x 3 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Laurentius85
@Abendschein

Ich habe seid der Kindheit damit zu tun und es wird wohl eine lebenslange Herausforderung.

Ich warte auf die Aufnahme in meine Klinik und ich hoffe, auf kleine oder große Verbesserungen, die schon vieles bewirken könnten.

Es wird wohl nie weg gehen, aber eben das ist ja ein lebenslanges Ziel, das beste daraus zu machen und du gibst wie wir alle unser bestes.

Wir kämpfen gegen die Änsgte, mal mit weniger oder mehr Erfolg.

Wir kämpfen alle und das ist leben! Wir müssen nicht die Welt bereisen, wir dürfen uns nur mit uns selbst vergleichen. Jeder kleine Schritt, egal wie marginal er für Außenstehende ist, ist für uns eine Fahrt durch das Universum. 💪

x 4 #18


Winny-lein
Zitat von Abendschein:
Das freut mich sehr. Wirklich. Mein Mann hat Damlas, als wir geheiratet haben gesagt. Ich weiß nicht was Du hast, ich kenne das nicht, aber ich ...

Danke....da geb ich dir recht, es gibt nichts wichtigeres im Leben.
WEr so einen Menschen an seiner Seite hat,kann sich "von" schreiben.
Die wenigstens Ehen halten einer solchen Belastung stand.Wir haben Glück so einen Menschen gefunden zu haben ..........der zu uns hält,egal was kommt.
Ich habe diese Ängste in diesem Maße,erst seit 2018,war aber vorher schon sehr lange Schmerzpatient.
Schmerzen sind schlimm, aber Ängste sind oft kaum auszuhalten, da es nicht greifbar ist und die Symptome ins unermessliche gehen können.
Alles gute für euch 🍀

x 2 #19


seelentraum
@Winny-lein ich hatte jetzt auch längere Zeit eine halbwegs stabile Phase. Jetzt im Moment hab ich das Gefühl dass ich auch wieder bei 0 anfange. Und trotz dass man kognitiv über die ganze Thematik echt schon viel weiß und gemacht hat, hat man dann in der Akutsituation das Gefühl verloren zu sein.... weil man eben auf der Verstandsebene einfach nicht dagegen ankommt...

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts



Youtube Video

Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore