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Hallo ihr lieben
ich schreib mir mal was von der seele.

als ich 22 war fing alles an.
ich hatte prüfungsstress und einen freund mit kind. ich war viel zu jung für diese rolle
aber schließlich machten sich das erste mal panikattacken und angstzustände bemerkbar.
ich hab damals leider auch eine reaktive bulemie entwickelt,
bin dann ins KH gekommen (in eine klinik habe ich mich gwehrt, aber jetzt weiß ich das es ein fehler war) ein paar wochen ruhe. und es ging weiter. konnte meine ausbildung zuende machen.

mit 28 feierte eine freundin von mir. sie hatte meinen erz feind eingeladen der mich damals auf übelster weise bloss stellte. als ich von dem gast erfahren habe ging es wieder los mit den panikattacken.
als der tag da war, war ich ganz cool und ich habe es geschafft den abend zu genießen.

Mit 30 Jahren hatte ich sehr starken liebeskummer, ich wurde benutzt, war naiv,
meine angststörungen verschlimmerten sich. das ging von oktober - dezember so.
nahm zum ersten mal ein beruhigungsmittel. das war alles sehr schlimm. ich dachte das hört nie auf.
ein glück war es dann nach 3 monaten vorbei. sehr sehr schlimmes gefühl, ich dachte ich dreh durch.

mit 33 bin ich nach 7 jahren wieder eine beziehung mit einem lieben mann eingegangen.
dann schossen bindungsängste in mir hoch. wieder jede menge angstzustände, auch richtig schlimm,
hab das erste mal ein AD verschrieben bekommen.
es wurde besser mit der zeit. es hat wirklich geholfen. ich konnte wieder durchatmen fand meine innere ruhe
und konnte meine beziehung genießen.

im märz schlich ich das ganze langsam aus.
im mai diesen jahres war ich tablettenfrei. es war ok.
dann kam berufliche negative nachrichten, dann kam stress mit einer freundin
und diesmal kamen verlustängste.
wieder panik - angst jemanden zu verlieren.
jetzt nehme ich wieder die AD und bin froh das meine therapie nächste woche weiter geht.

es zerrt so an mir. ich wünsche mir nur innerliche ruhe. das sehe ich als geschenk. das ist für mich lebensqualität.
es ist so schwer das dauerhaft hinzukommen.
es kann doch nicht sein das mich jede situation so flasht, das es mein ganzes leben auf den kopf stellt.
ich will einfach mein leben genießen, ganz normal leben nach hause kommen und in RUHE schlafen gehen.
warum ist das so schwer ?
ich kann doch jetzt nicht immer tabletten nehmen.

;(

28.07.2015 14:33 • 29.07.2015 #1


5 Antworten ↓


Silke777
Hallo Du,
Lass Dich erst einmal drücken. Du bist nicht alleine! Ich kenne dieses Gefühl leider nur zu gut. Ich versuche nicht mehr dagegen anzukämpfen sondern es als einen Teil von mir zu akzeptieren.... So wie Heuschnupfen... Kann man sich ja auch nicht aussuchen.
Wie gesagt ich arbeite daran und bilde mir ein so geht es mir zumindest ein bisschen besser. Wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg

Lg Silke

28.07.2015 18:43 • #2



Kennt ihr das ? die immer wiederkehrende Angst ?

x 3


Danke silke ! Ja zulassen ist glaub ich sehr wichtig...

28.07.2015 19:54 • #3


Icefalki
Hallo Alina, versuche mithilfe der AD, also wenn es dir soweit gut geht, deine Problematik zu verarbeiten. Das dauert. Und solange nimmst du eben die medis.

Ich bin jetzt seit ca..11 Jahren Symptomfrei und gehe trotzdem noch, inzwischen alle 3 Monate zu meinem Psychiater. Und das werde ich auch beibehalten. Ich hatte letztes Jahr eine extrem belastende Situation, von der ich nicht wusste, ob ich sie ohne Unterstützung aushalten würde.

Da ich immer noch Patientin bin, bekam ich sofort einen Notfalltermin und sofort wurde die Einnahme meines AD begonnen. Und ich konnte meine Situation ohne panikattacken überstehen.

Das AD ist auch schon wieder weg.

Du wirst ein Leben lang auf dich achten müssen. Dazu musst du dich aber kennenlernen.

So funktioniert das.
Und das Annehmen und akzeptieren dieser Erkrankung ist das a und o. Hast du das erstmals wirklich erfasst, kann man damit langsam umgehen.

28.07.2015 22:15 • #4


Danke icefalke für deinen beitrag. Ja sich richtig kennenlernen ist wohl wichtig obwohl man dachte man kennt sich am besten. Schön dass du die Situation gut überstanden hast !
Es wäre einfach toll wenn man ohne AD genauso denken würde wie mit. Das wäre viel einfacher. Aber ich muss es so akzeptieren wie es ist.

29.07.2015 19:51 • #5


Hallo,
Kenne die Gefühle nur zu gut. Habe seit dem Tod meines besten Freundes vor ca. 1 1/2 Jahren eine Herzphobie. Habe auch eine Nacht im Kh verbracht. wurde komplett durchgecheckt mit Ekg, Belastungs Ekg, Herzecho, Blutwerte,... Alles in Ordnung. Hat mich aber nur kurzfristig beruhigt. Bin jetzt seit ca einem Jahr in psychologischer Behandlung und denke es hilft mir damit umzugehen. Hatte auch schon längere Phasen ohne Beschwerden. Sobald ich aber irgendwas ueber einen Herzinfarkt lese, reagiere ich mit vollem Umfang drauf. herzstechen, Herzrasen, Todesangst usw. Nehme keine Medikamente hoffe ich bekomme es so in den Griff. Verrückt was die Psyche für eine Macht haben kann. Trotzdem muss ums klar sein organisch sind wir gesund Liebe Grüße

29.07.2015 20:38 • #6




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