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Claudi281
Hallo ihr alle hier,
Ich bin Claudi, 29 Jahre und ich leide seit 4 Monaten an Panikattacken, Angstzuständen und Depressionen

Eigentlich ist das nicht ganz richtig. Meine erste Panikattacke bekam ich mit 14 auf einer Klassenfahrt. Auf diese eine folgte am nächsten Tag die näschten und so ging das bis zur Abreise. Fortan redete ich mir ein dass ich das jetzt immer bekomme wenn ich weg fahre und so war es auch. So ging das ca 2 Jahre und irgedwie hat es sich ausgeschlichen, vlt auch abgelöst. Denn mit 16 wurde ich magersüchtig und hatte damit Bis vor 3 Jahren sehr schwer zu tun. Immer wieder Klinikaufenthalte usw. Seit 3 Jahren bin ich symptomfrei und alles ist gut.
Vor einem Jahr begann ich bei meinem neuen Arbeitgeber der mir fortan mein Leben zur Hölle machte. Bis dahin liebte ich mein Beruf aber ab da fing ich ihn immer mehr an zu hassen. Ich wurde sehr schlimm gemobbt von meinem.Chef, persönlich wie auch beruflich nieder gemacht. Irgendwann war ich nur noch angespannt und ängstlich habe trotzdem versucht durchzuhalten. Bis ich dann meine erste Panikattacke bekam.
Das änderte mein Leben schlagartig.Ich wurde krank geschrieben und habe gekündigt. Aber es blieb nicjt bei der einen Panikattacke. Plötzlich bekam ich eine Panikattacke an einer vollen Kasse, beim Frisör, beim Spaziergang einfach überall. Ich hsb seit Monaten keine Freunde mehr getroffen, geh nicjt mejr aus, kann keine Besuche mehr empfangen und bin arbeitslos . Dadurch leide ich mitlerweile auch an Depressionen und ich kann kaum noch essen weil mir ständig übel ist und 24h am Tag angespannt bin. Ich habe immer wieder Expos gemacht aber kam ein Erfolgserlebnis o kam der nächste Niederschlag und es wurde noch schlimmer. Ich trinke keinen Alk. mehr hab angst vor Tabletten , einach vor allem was vorher ganz normal war
Nun hab ich mich entschieden in eine Klinik zu gehen damit ich wieder dir lebensfrohe Claudi werde die ich mal war

01.08.2015 22:09 • 02.08.2015 #1


19 Antworten ↓


Hallo Claudia,

Erstmal, herzlich Willkommen hier bei uns im Forum, so zusagen nachträglich
Wir haben ja schon miteinander geschrieben.

Danke für Deine Geschichte,
ich bin mir sicher, dass Du es schaffen wirst auch wenn der Weg zur genäsung manchmal lang und schwer ist.

Lieben Gruß
Lockenkopf

01.08.2015 22:29 • #2



Ich stell mich vor - von lebensfroh zu isoliert

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Claudi281
Danke Lockenkopf, es freut mich sehr solche positiven Nachrichten zu lesen.
Jawohl ich werde es schaffen, ich habs schon mal geschafft. Jetzt ist eben alles intensiver und krasser wie damals in meiner Jugend.
Aber die Panik kann uns nichts, sie ist nicht gefährlich und nicht schädlich , sie fühlt sich nur schrecklich an.

01.08.2015 22:32 • #3


Kilaa
Liebe Claudi281

deine Geschichte ist wirklich heftig. Aber ich glaube es ist eine gute Idee, sich mit anderen auszutauschen, die das gleiche oder ähnliche Problem haben wie du.
Gut dass du nun in die Klinik gehen willst, ich glaube das ist der einzig richtige Weg. Ich hoffe du hältst uns auf dem Laufenden.

alles Liebe, Kilaa

01.08.2015 22:38 • #4


RicoBee
Herzlich willkommen

Nebenbei: Keinen Alk. mehr zu trinken, geht schon fast als positive Nebenwirkung durch

01.08.2015 22:40 • #5


Claudi281
Das mache ich sehr gerne.
Habe sehr lange mit mir gehadert mich in einem Form anzumelden aber ich kann jetzt schon sagen dass es die richtige Entscheidung war.
Hier fühle ich mich nicht verrückt oder hilflos sondern angenommen und vertraut vor allem mit dem Wissen dass es noch so vielem anderen genauso geht.

Danke für deine Worte Kilaa

01.08.2015 22:41 • #6


Claudi281
Ich hab schon auf das Kommentar gewartet der mit dem Alk.. Ist ja nicht so dass ich viel getrunken hab vorher. Es ging eben eher darum dass ich plötzlich vor allem was mein Körper irgendwie verändern könnte, angst hab.

01.08.2015 22:42 • #7


RicoBee
Zitat von Claudi281:
Ich hab schon auf das Kommentar gewartet der mit dem Alk.. Ist ja nicht so dass ich viel getrunken hab vorher. Es ging eben eher darum dass ich plötzlich vor allem was mein Körper irgendwie verändern könnte, angst hab.

Na hey, wer bin ich denn, dass ich einen solchen Steilpass nicht annehmen würde

Bin ja auch kein Antitrinker. Ein Glas Whisk. am Wochenende muss immer drinliegen.

01.08.2015 22:45 • #8


Claudi281
Ja ich würde gern mal wieder ein Glas Wein am Abend trinken - das ist Lebensqualität und die fehlt mir ganz gewaltig im Moment

01.08.2015 22:48 • #9


RicoBee
Aber das kommt wieder. Stückchen für Stückchen.

01.08.2015 22:49 • #10


Claudi281
Das hoffe ich so sehr. Im Moment hab ich das Gefühl die Panik tobt sich ohne Rücksicht überall aus. Selbst daheim; wenn nichts ist.
Ich würde ihr gerne die Stirn bieten weiß nur nicht wie wenn die immer wieder an neuen Orten und Situationen kommt.
Habt ihr Ideen wie ich diese furchtbare Daueranspannung loswerden kann?

01.08.2015 22:57 • #11


RicoBee
Gegen Anspannung empfehle ich immer, verschiedene Meditationstechniken auszuprobieren und - wenn man eine passende gefunden hat - sie regelmässig (ganz wichtig) zu üben. Das kann die traditionelle Sitzmeditation sein, aber auch Qi-Gong oder ähnliches sind sicher ein Versuch wert.

Wunder darf man natürlich keine erwarten. Das macht natürlich nicht "klick" und man ist entspannt wie ein Hippie beim Love-in. Aber so nach und nach stellt sich Wirkung ein.

01.08.2015 23:02 • #12


Zitat von Claudi281:
Ja ich würde gern mal wieder ein Glas Wein am Abend trinken - das ist Lebensqualität und die fehlt mir ganz gewaltig im Moment


Hallo Claudi,

das find ich ist ein ganz zentraler Punkt.

Gönn Dir ruhig etwas im Leben. Wenn es für Dich ein Stück Lebensqualität bedeutet, dann belohn Dich selbst damit. Mit einem oder zwei Glas Wein machst Du schon nix kaputt.

Bestraf Dich nicht mit Askese. Sei gut zu Dir.

Ich hab letztes Jahr in der Reha von meiner Bezugstherapeutin die Empfehlung mit auf den Weg bekommen, dass ich das "genießen wieder lernen" muss. Und da war in meinem Fall was wahres dran.

Achte Dich selbst. Gönn Dir etwas, schätze Dich selber wert. Das zahlt alles auf Dein Selbstbewusstsein ein und stärkt Dich. Und das wird Dir helfen mit der Erkrankung besser zurecht zu kommen.

Und um Anspannung abzubauen gibt es neben den Klassikern wie Progressive Muskelentspannung oder Qi Gong auch so ganz einfache Dinge wie einfach nur mal moderat spazieren zu gehen oder locker zu radeln oder zu schwimmen. Da wird die im Körper angestaute Energie in Bewegung umgemünzt und abgebaut. Das hilft.

Wünsch Dir alles Gute, viel Kraft und Durchhaltevermögen.

02.08.2015 13:40 • #13


Claudi281
Hallo Paroxetin, danke für deine Antwort.
Naja das mit dem Glas Wein trinken ist so eine Sache. Ich bekomme Panik und Ängste wenn ich was zu mir nehme und steigere mich natürlich dann rein. Warum wieso weshalb - keine Ahnung. Aber ich arbeite dran und werde weiter schauen mir wieder was gutes zu tun bzw wieder zu entdecken was mir gut tun würde

02.08.2015 13:44 • #14


Naja, das Glas Wein ist ja auch nur ein Beispiel. Kann mir das bei deiner Krankheitsgeschichte mit der Magersucht schon gut vorstellen, dass Essen und Trinken genießen nicht unbedingt leicht für Dich zusammen passen. Ich versteh Magersucht auch so, dass es darum geht "Kontrolle" zu behalten. Und da passt es ins Bild, dass Dir das Glas Wein zu trinken als Widerspruch zum Kontrolle behalten oder Kontrolle ausüben unbewusst erscheinen mag.

Und gib Dir Zeit für die nötigen Veränderungen in deinem Leben. Das wird Dir zusätzlich helfen, wenn Du Dich nicht zusätzlich unter Druck setzt. Hoffe Du kannst auch das Genießen können wieder neu lernen.

02.08.2015 14:14 • #15


Claudi281
Also es ist eigentlich so dass ich die Magersucht seit 3 Jahren ganz gut im Griff hab und eigentlich ohne Reue wieder alles essen und trinken konnte.
Tatsächlich geht's bei der Magersucht viel um "Kontrolle" die ich natürlich jetzt bei der Panikstörung gar nicht mehr hab bzw erlernen muss sie wieder zu erhalten.
Und tatsächlich besteht meine Angst viel daraus die Kontrolle zu verlieren, meinen Körper zu verändern( Rausch, Schwindel,) und auch daraus aus einer Situation nicht fliehen zu können, sprich bin ich erst mal angetrunken komme ich aus dem Zustand nicht raus.
Kennt ihr diese Angst auch?
Leider hab ich wieder viel abgenommen da mir ständig schlecht ist und es macjt mich sehr fertig dass viele Leute glaubten ich hätte einfach wieder nen Rückfall und wolle nicht essen.
Was würde ich dafür geben mal wieder mal leckere Pizza essen zu gehen aber es geht nicht.

02.08.2015 14:22 • #16


RicoBee
Ja, das kenne ich mit Medikamenten. Da ist dann der Gedanke: Wenn ich das jetzt einwerfe, ist es drin, und das kriegst du dann auch nicht mehr aus dem System, bis die Wirkung vorbei ist. Deswegen steht bei mir auch nur Aspirin und Vicks

02.08.2015 15:12 • #17

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Claudi281
Beruhigend nicht alleine zu sein und bei mir ist es auch das selbe mit Tabletten.
Och finde es nur erschreckend, beeindruckend oder was auch immer das sich ein Leben plötzlich so ändert. Und mit einmal aus so vielen Ängsten besteht.

02.08.2015 18:21 • #18


RicoBee
Hmmm also mein Ausdruck der Wahl wäre dafür "Schei...be"

02.08.2015 19:10 • #19


Claudi281
Klingt natürlich noch treffender ...

02.08.2015 19:11 • #20



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