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Hallo, ich schreibe nun erst zum 2. mal, weil ich nie genau weiß wo ich überhaupt anfangen soll! Ich leide nun fast seit 15 Jahren an einer Angst-Panikstörung. In den letzten Jahren ging es ständig auf und ab. Und ich hatte sogar 6 Jahre lang eine erträgliche Angst. Ich konnte allein zu Hause sein, allein einkaufen, selten mal Panik!
Doch seit Mai ist es wieder unerträglich. Ich bekomme plötzlich so PA, dass ich kaum damit umgehen kann. Unruhe, Herzstolpern, hoher Puls, Benommenheit, Taubheitsgefühle, usw. Das schlimme ist, dass es nicht in einer gewissen Situation auftritt, sondern einfach so. Ich habe solche Angst vor dem Tod!
Ich habe einen tollen Mann und tolle Kinder.... alles könnte so schön sein! Doch die Angst macht alles kaputt. Sie schränkt mich so ein!
Alle meine Lieben halten zu mir, sind immer für mich da.
Nehme seit 4 Monaten Insidon 2x tägl. 50 mg. Doch die helfen nicht. Und wenn der Doc mir was anderes verschreiben will, traue ich mich nicht, diese einzunehmen! Ich habe solche Angst vor Nebenwirkungen. Da ich Insidon vor Jahren schonmal eingenommen habe, habe ich vor diesem Medi keine Angst. Ich würde gern auch etwas einnehmen zur Entspannung bzw. zur Beruhigung. Der Doc gab mir dann Atosil und Tavor. Aber auch diese habe ich bis heute nicht eingenommen.
Ich hoffe, es kann mir jemand helfen oder Tip´s geben.
Liebe Grüße

20.09.2010 21:03 • 07.10.2010 #1


18 Antworten ↓


Zuckerschnute33
Hallo!

Ich kann Dich sehr gut verstehen! Ich habe auch Angst vor Nebenwirkungen bei Tabletten.
Ich denke Du wirst da wohl einmal durch müßen und den Versuch mit einem neuen Medikament wagen.....was bringen Dir Tabletten die Du gut verträgst aber Dir nicht helfen?

Wenn Dich die Angst so stark einschränkt solltest Du es wirklich mit was neuem versuchen!

Natürlich ist das leicht gesagt, ich kenne das, kaum hat man die neue Pille intus wartet man darauf das es einem von den Nebenwirkung schlecht geht und bekommt Panik. Jede kleinste Veränderung im Körper lößt noch mehr Panik aus.....

Ich denke das ist etwas das Du abwägen mußt.....

Halt die Ohren steif!!

LG Zuckerschnute

20.09.2010 21:11 • #2



Ich habe sooooo Angst ----vor fast allem!

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Hallöchen
Versuch es doch mal mit natürlichen Mitteln und nicht mit Medikamenten. Da gibt es nämlich keine bedenklichen Nebenwirkungen. Ich zB nehme Johanniskraut. Wenn man davon jeden Tag 1-2 Dragees nimmt wirkt es echt beruhigend. Man hat zwar Angst, aber der Körper bleibt ruhiger.

21.09.2010 19:56 • #3


jadi
wie sieht es aus mit therapie..........seit 15jahren...da muss doch eine therapie mal sein....als nur medis.........??hast du darüber mal nachgedacht?tagesklinik oder stationär...oder verhaltentherapie.....bei einem ambulanten thera?

21.09.2010 20:09 • #4


Ja stimmt, eine Therapie solltest du wirklich machen, wenn du das nach 15 Jahren noch nicht gemacht hast...?! Ich hab sofort damit angefangen und es hilft wirklich!!

21.09.2010 20:23 • #5


Hallo, erstmal finde ich es sehr schön, dass ihr mir geschrieben habt. Das gibt mir das Gefühl nicht allein zu sein mit dieser ANGST!
Also ich habe schon mehrere Therapien gemacht!. Gruppen- Einzel- und Verhaltenstherapie. Zur Zeit gehe ich in einer Angstgruppe und bald auch wieder Einzel!
Stationär geht leider nicht wegen meiner Kinder! Ich wüßte nicht wie!?
Außer meiner Einzeltherapie vor 9 Jahren(damals konnte ich das Haus nicht mehr verlassen) hat mir bisher nichts wirklich geholfen.
Ich hatte eine Kur mit meinen Kindern beantragt, aber die ist leider abgelehnt worden.
Naja, ich hoffe bald kommt wieder der Sonnenschein

21.09.2010 22:33 • #6


Hallo alle zusammen
ich bin ganz neu hier und lese einiges mit grossem Interesse.Ich habe seit mehr als 4 Jahren Panikattacken,also Agoraphobie (Angst vor der Angst ) ..mittlerweile ist es so krass das ich seit ein paar monaten noch nichtmal alleine meine Wohnung verlassen kann .Wenn ich Einkaufen muss geht mein bester Freund für mich oder ich nehme eines meiner Kinder mit .Ich würde so gerne wieder ein halbwegs normales Leben führen ,ich weiss nur nicht wie ich mir auch die teilweise falsch angewöhnten Marotten wieder abgewöhnen soll .Ich kann zum Beispiel keine Treppen steigen ,selbst zuhause kann es plötzlich aus heiterem Himmel dasein ,dieses vernichtende Gefühl ...und sobald man auch nur kurz darüber nachdenkt ist man schon wieder voll drin ..
ich habe Angst davor (auch wenn es bekloppt klingt ) das mein Herz zu schnell schlagen könnte und es sich nicht wieder beruhigt dann krieg ich keine Luft mehr ,weiss nicht mehr wie man atmet und muss dann richtig abgelenkt werden aber das funktioniert nicht immer ....gibt es noch mehr Menschen hier die vielleicht sogar das gleiche Problem haben ? Ich bin frog das ich nicht alleine bin ,das es auch anderen Leuten so geht ,meine Hoffnung ist auch das man sich gegenseitig vielleicht helfen kann oder austauschen ...
ich würde mich über freuen wenn mir jemand schreibt
bis dahin liebe Grüsse
meli

01.10.2010 00:23 • #7


Hallo!

Mir geht es genauso, vielleicht ist es ein Trost? Auch wenn ich momentan fast untröstlich bin.

Ich habe Angst- und Panikattacken seit über 20 Jahren... sehr sehr heftig zum Teil (mit Notarzt, KH etc. pp), dann auch wieder bessere Phasen. Zeiten mit und ohne Tabletten, mit und ohne Therapie udn Selbsthilfegruppen etc. pp.

Seit ein paar Monaten fühle ich mich um Jahre zurückgeworfen... Angst und Panik in so vielen Situationen, dass ich mich auch fast nicht mehr aus dem Haus traue. Dabei weiß ich, welchen Teufelskreis ich damit in Gang setze.... Momentan schaffe ich vieles nur mit Unterstützung von Taf*l und seit Anfang des Jahres zusätzlich 1/2 Betablocker täglich.
Ich habe auch immer Angst, dass mein Herz das alles net mehr aushält, dass ich mich mit meiner Panik selbst zugrunde richte, vor Angst am Herzinfarkt sterbe.

Weiß auch noch nicht so recht, wie ich da wieder rauskommen könnte... ich versuche mal wieder, mehr darüber zu lesen.

Ich möchte nächstes Jahr so gerne wieder mal in Urlaub an die Nordsee, habe aber noch keine Ahnung, wie ich das schaffen könnte....

Wie schafft ihr das, euch durch den Tag zu retten?

Grüße
TinaLina

03.10.2010 21:55 • #8


marissa82
Hallo!
Habe seit 7 Jahren dieses Leiden! bin zur Zeit wieder in einer sehr schlimmen Phase. HAt seit 2 Wochen wieder stark angefangen.
Kenne das auch das mit dem, das mein Herz zu schnell schlägt und ich mich nicht mehr beruhigen kann. Oder das ich meinen Atem ganz staark kontrolliere.

Wenn ich ganz ruhig werde und ganz langsam atme meine ich mein Herz bleibt stehen. Und wenn ich versuche den Puls irgendwie hochzutreiben glaube ich ich bekomme einen Herzinfarkt.
Diese Denkweise ist doch echt ned normal oder?
Kann seit Tagen auch nicht mehr richtig schlafen und meine dann immer ich müsste doch so müde sein das ich umfallen müsste, ist aber noch nie der Fall gewesen.
Man muss sich wirklich ablenken. Aber wenn man mal wieder in so einer akuten Phase drin is, ist des echt schwer.

04.10.2010 09:33 • #9


Hallo Ivi

Liebe Mella , als erstes um deinem kopf etwas erleichterung zu geben gehe zum arzt und lasse deine schilddrüse untersuchen die kann auch solche beschwerden auslösen sollte da alles ok sein , sage ich dir aus jahrelanger erfahrung panikattacken auch diese beklemmung atemnot ist das selbe nur einen anderen weg gesucht hat , ich könnte dir jetzt etwas schreiben was aber sehr kompleziert ist so zu verstehen , aber online nicht möglich , habe ich in einer tagesklinik gelernt, für angstpatienten, es geht um verschiedene symptome der dir dein hypothalamus der im kopf sitzt und jedesmal wenn du probleme verdrängst oder über etwas negatives stundenlang grübelst sendet er dier signale, die von schwindel, bis herzrasen, bis taubhaut , bauchkrämpfe etc reichen können, und er sucht sich immer neue wege, um dir zu zeigen da läuft gerade etwas schief in deinem leben. Und es wird nicht aufhören bis du dieses nicht mehr ignorieren kannst, und dann was ändern mußt. das ist kein Quatsch was ich schreibe , stelle dir vor du fährst mit dem auto auf der autobahn, nun passiert ein schlimmer unfall, was passiert also dein hypathalamus sendet in deinem kopf an den körper gefahr!Du bekommst einen schnellen pulsschlag , bekommst panik etc totesangst , und so läuft das auch mit der seele und psyche, eigentlich ein gesundes verhalten deines körpers was dich auf gefahren und angst hinweißt.!!Lg Lydi hoffe konnte etwas helfen

VON TAVOR RATE ICH DRINGEND AB , MACHT ABHÄNGIG IN KÜRZESTER ZEIT !!
Bitte wende Dich An Diese Kliniken , Sind echt gut Hannover sehnde wahrendorf Kuschelweg6 , Göttingen Rostdorf auch tiefenpsychologie, oder tagesklinik für angstpatienten in goslar sehr gut


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04.10.2010 10:35 • #10


Hallo!

Es stimmt, dass manche Medikamente gegen Ängste abhängig machen... aber im Notfall sind sie meine Rettung, über die ich sehr froh bin. So manches könnte ich gar nicht machen oder durchstehen ohne sie... aber ich nehme sie wirklich nur im Notfall bzw. sehr unregelmäßig oder nur für ganz kurze Zeit (mal bis zu 3 Tage hintereinander, wenn ich ein absolutes Tief habe).

Ablenkung ist auch für mich ein wichtiges Thema, meine Gedanken nicht nur um die Angst kreisen lassen, denn so etwas verselbständigt sich gerne... und taucht auch dann auf, wenn eigentlich sonst alles in Ordnung ist. Ich glaube definitiv nach langjähriger eigener Erfahrung nicht daran, dass die Panikattacken und Ängste einfach so aufhören, wenn man den Grund weiß oder etwas in seinem Leben geändert hat; klar, sie werden mehr, wenn man viele Baustellen in seinem Leben hat, aber auch wenn es einem eigentlich gut geht oder gut gehen könnte, kann die Angst einfach da sein. Manches ist so tiefliegend geprägt aus frühester Kindheit und manches ist auch durch jahrelange Fehlkonditionierung einfach falsch erlernt, das löst sich nicht einfach in Luft auf. Es bedarf viel Training und auch Mut, sich ein neues Denken und Handeln anzutrainieren.. und dann ändern sich langsam auch die Gefühle.

Ein langer Weg, mit Schritten vor und zurück, die mich auch manchmal wirklich verzweifeln lassen....

Grüße
TinaLina

04.10.2010 11:49 • #11


ich kann aus eigener erfahrung sagen das es geht , man muss halt aber immer am ball bleiben, was ich leider die letzten 2 jahre versäumt habe lg

04.10.2010 12:06 • #12


hallo ivy1978,

ich drueck dich ganz doll...!!

hoffentlich geht es dir gerade etwas besser, ich leide auch schon 17 jahre unter dieser angst. habe auch schon alles versucht. bei mir ist es sogar noch so, was anderen gut hilft bewirkt bei mir meist das gegenteil, z.b. habe ich mal autogenes training versucht. als ich dann da so auf der matte lag und mich auf den herzschlag konzentrieren sollte, ging bei mir ploetzlich die post ab, herzrasen, schweissausbruch u.s.w. . trotzdem bleibt es bei mir immer ein auf und ein ab aber es hilft dir ja vielleicht schon ein bischen zu wissen das hier viele das gleiche haben. hier versucht halt jeder fuer sich das beste aus seiner situation zu machen, um den kopf ueber wasser zu halten also strampeln, strampeln,strampeln.......
sei froh das du deinen mann und die kinder hast, da hat man was wo fuer sich das leben lohnt. ich habe niemanden ( ausser meine mutter die ist auch schon 78)

alles, alles liebe fuer dich,
angsthaeschen

04.10.2010 15:18 • #13


hallo du,

ich hab seit ich von meiner benzo sucht weiss, agoraphobie. jetzt hofe ich das entzug mir hilft, ob ich das durchstehe weiss ich noch nicht.

mir hilft hier zu sehen, dass es so vielen genauso geht wie mir und ich danke euch für eure beiträge!

versucht positiv zu denken, ich versuch es auch

lg
tamarina

04.10.2010 16:30 • #14


Auch mir hilft es zu wissen, dass es da daußen Menschen gibt, die das gleiche Problem haben wie ich ... und sich da auch jeden Tag aufs neue durchkämpfen müssen.

Ich danke euch auch für eure Beiträge, sie geben mir Mut und Kraft.

Grüße
TinaLina

04.10.2010 16:46 • #15


Hallo.

Mir tut es auch sehr gut zu wissen, dass ich nicht allein bin mit meiner Angst! Am Montag war ich in meiner Angstgruppe und habe einen schönen Zettel bekommen von meiner Psyschologin. Ich möchte dies gern an alle weitergeben.

[u]10 Regeln zur Angst- und Panikbewältigung:

1. Denke immer daran, dass deine Angstgefühle und dabei auftretende körperlichen Symptome nichts anderes sind als eine Übersteigerung der normalen Körpereaktion in einer Steßsituation.

2. Solche Gefühle und Körperreaktionen sind zwar sehr unangenehm, aber weder gefährlich noch in irgendeiner Weise schädlich!

3. Steigere Dich in Angstsituationen nicht selbst durch Gedanken wie: was wird geschehen und Wohin kann das führen in noch größere Ängste hinein.

4. Konzentriere dich nur auf das, was um dich herum und mit deinem Körper wirklich geschieht- nicht auf das was in deiner Vorstellung noch alles geschehen kann.

5. warte ab und gebe der Angst Zeit, vorüberzugehen. Bekämpfe deine Angst nicht. Laufe nicht davon! Aktzeptiere die Angst!

6. Beobachte, wie die Angst von allein wieder abnimmt, wenn du aufhörst, dich mit deinen Gedanken (Angst vor der Angst) weiter hineinzusteigern!

7. Denke daran, das es beim Üben nur darauf ankommt, zu lernen, mit der Angst umzugehen- nicht sie zu vermeiden! Nur so gibt man sich selbst eine Chance, Fortschritte zu machen.

8. halte dir innere Ziele vor Augen und welche Fortschritte du schon - trotz aller Schwierigkeiten- gemacht hast. Denke daran, wie zufrieden du sein wirst, wenn du auch dieses mal Erfolg hast.

9. Wenn Du dich besser fühlst, schaue dich um und plane den nächsten Schritt.

10. Wenn du dich in der Lage fühlst, weiterzumachen, dann versuche, ruhig und gelassen in die nächste Übung zu gehen,


ich weiß nicht wie es bei anderen ankommt, aber mir helfen diese Regeln. Das erstens nichts gefährliches passieren kann und das man immer trotz allem am Ball bleiben soll.
Ist natürlich nicht immer einfach. denn wenn ich mich schlecht fühle............
Aber ich fange jeden tag von vorne an!

Liebe Grüße

05.10.2010 20:27 • #16


Danke, dass Du uns diesen Zettel zur Verfügung stellst,

alles Gute Dir!

Lg
Tamarina

05.10.2010 20:30 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich weiß leider nicht wie man eine Panikattake aushalten kann. Wie kann man sich diesen schei. stellen?? Ich habe es selbst bei einer Verhaltenstherpie nicht geschafft. Dadurch wurde es sogar immer schlimmer, da die Gefühühle so negativ waren und es so viel Energie gekostet hat sie zu unterdrücken.
Und je mehr Erfahrung ich mit Panikgefühlen habe, desto unsicherer werde ich.
Kennt das jemand?

06.10.2010 22:20 • #18


@Tanzbär.

Habe 3 Langzeitherapien gebraucht und natürlich mitgmacht und nicht nur zugrhört

Heute gehts mir gut

07.10.2010 12:35 • #19



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