App im Playstore
Pfeil rechts
125

Afraid
Da ist doch jetzt dieser Grundgedanke „Ich darf auf gar keinen Fall Ängste zeigen in der Therapie, weil ich sonst in die geschlossene kommen könnte“…. Kann mir doch niemand erzählen, dass das etwas bringen soll. Da bekomme ich ja hier zuhause nur beim lesen schon Panik.

x 2 #41


T
@Afraid

Zumal das nicht einfach so geht.

Die außerordentlichen Sicherungsmaßnahmen der Geschlossenen müssen richterlich genehmigt werden und mit was, soll das denn gerechtfertigt werden? Wegen Panik? Das ist doch Quark. Wo soll da ne schwere Fremd oder Eigengefährdung vorliegen.

x 4 #42


A


Ständiges Fluchtgefühl - wie loswerden?

x 3


Darkshadow
Ich denke auch, dass der Therapeut mit dem Spruch etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Es kann natürlich sein, dass er den Eindruck hat, dass du sehr instabil bist, aber ohne Eigen- oder Fremdgefährdung wäre da wohl eher eine offene Station der nächste Schritt.

Ich kenne die Stufen Tagesklinik - psychosomatische Klinik vollstatinär - Psychiatrie offen - Psychiatrie geschlossen.

Was ich konkret erlebt habe, ist die Verlegung von vollstationär psychosomatische Klinik auf die geschlossene Psychiatrie (bei extremer Instabilität).

Das Problem ist ja oftmals, dass die meisten psychosomatischen Kliniken Wartezeiten haben. Darum ist dann die Psychiatrie bei akuter Instabilität die nächste Anlaufstelle.
Wenn also Patienten, die teil- oder vollstationär sind, sehr instabil werden, ist dann halt oftmals die Psychiatrie der nächste Schritt, aber um auf die Geschlossene zu kommen, muss halt Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen.

Aber wenn die teil- oder vollstationäre psychosomatische Klinik der Meinung ist, dass der Patient gerade nicht von der Therapie profitieren kann, kann es durchaus passieren, dass die Behandlung dort erstmal beendet wird und eine Empfehlung oder Überweisung für eine andere Klinikform (z.B. eine Psychiatrie) ausgestellt wird.

Aber ich denke nicht, dass das hier schon der Fall ist. Ich glaube auch eher, dass der Therapeut auf sehr ungünstige Art und Weise Druck machen möchte.

x 4 #43


Afraid
@Tekton ja, das war nur um Druck auszuüben und sie quasi dazu zu zwingen das auszusitzen. Natürlich kann das dazu führen, dass sie das schafft und merkt, dass alles nicht so schlimm ist. Aber es kann auch das Gegenteil auslösen und ich finde, wenn man sich nicht zu 100% sicher ist, wie das beim Patienten wirkt, muss man ganz vorsichtig mit sowas sein. In meiner schlimmsten Angstphase hätte das bei mir so viel kaputt gemacht und ich wäre wahrscheinlich zu gar keinem Therapeuten mehr gegangen.. Ich finde das absolut unprofessionell

x 3 #44


E
Zitat von Celinamary:
@Greta__ die wissen das doch alle, aber der Therapeut sagt ständig, ich kann jetzt nicht immer raus, sonst muss ich in die geschlossene wenn’s gar nicht mehr geht weil dann kann ich ja gar nichts mitmachen dann bringt die Tagesklinik auch nichts und er sagt ich komm dann in diese vermeidenden Haltung was ja auch ...

Der droht dir mit der geschlossene, super wenn man sonst schon Ängste hat, vielleicht sollte der Herr den Beruf wechseln, habe das Gefühl er geht nicht Sinnvoll auf dich ein, also er bekommt es wohl nicht hin mit deinem Problem richtig um zu gehen und du musst nicht in die geschlossene.

x 4 #45


Darkshadow
Sehe ich auch so.

Ich habe leider auch schon viel zu viele Therapeuten kennengelernt, die mit ihren sogenannten „therapeutischen Interventionen“ völlig übers Ziel hinausgeschossen sind.

Wenn ein vernünftiger Therapeut wirklich der Meinung ist, dass ein Patient eine geschlossene Unterbringung braucht, wählt er andere Worte. Dann heißt es eher „Fühlen Sie sich denn in diesem Rahmen noch sicher?“ „Glauben Sie vielleicht, dass Sie gerade mehr Hilfe brauchen, in einem Rahmen, der Ihnen mehr Sicherheit bieten kann?“
So hört sich das an, wenn da echte Sorgen sind.

Solche Kommentare (wie von der TE beschrieben wurden) hört man meistens eher von Therapeuten, die frustriert sind und sich selber gerade etwas überfordert und hilflos fühlen, wenn sie mit einem/r Patient:in nicht weiterkommen.

Das habe ich leider auch schon oft erlebt und ist oftmals echt nur völlig kontraproduktiv. Und ich kann die Rechtfertigungen unter dem Deckmantel der „therapeutischen Intervention“ inzwischen auch nicht mehr hören, wenn klar auf der Hand liegt, dass da ein Therapeut nur seine eigene Unsicherheit überspielt.

x 5 #46


T
Zitat von Afraid:
Ich finde das absolut unprofessionell


Bin ich vollkommen deiner Meinung.

Frag mich, ob's überhaupt einen Menschen gibt, der ne Panikstörung hat und auf Druck positiv reagiert. Schließlich hat man ja ne PS, weil sich selbst so viel Druck gemacht wird.

Da bekommt der Begriff Seelenklempner ne vollkommen neue Bedeutung, was. Mit der Rohrzange behandeln

x 2 #47


Celinamary
@Tekton ich hab es umformuliert wie schlimm tut mir leid ‍️

x 1 #48


Celinamary
Es tut mir leid es war mein Fehler ich dachte zwischen geschlossene und stationär gab es Nix mehr. Er sagte stationär ich dachte es wäre sowas wie die geschlossene. Natürlich hat er das Wort geschlossene nicht benutzt

x 3 #49


Greta__
Zitat von Celinamary:
Es tut mir leid es war mein Fehler ich dachte zwischen geschlossene und stationär gab es Nix mehr. Er sagte stationär ich dachte es wäre sowas wie ...

Sowas ähnliches habe ich mir dann auch gedacht, das er stationär meinte.

Vielleicht wäre das derzeit die bessere Möglichkeit für dich statt TK?

x 1 #50


T
Zitat von Celinamary:
Es tut mir leid es war mein Fehler ich dachte zwischen geschlossene und stationär gab es Nix mehr. Er sagte stationär ich dachte es wäre sowas wie ...


Ich hatte ja damals auch die Wahl zwischen stationär und Tagesklinik, aber hatte mich dann für letzteres entschieden. War rückblickend ein Fehler, weil ich nachmittags immerwieder in die Ursache zurückgeworfen wurde. Jetzt nehme ich einen zweiten Anlauf, über ne stationäre Reha.

x 6 #51


Celinamary
Ihr habt recht. Die Tagesklinik war ja nur eine Überbrückung, bis ich in eine psychosomatische Reha kann. Da suche ich momentan einen Platz

x 3 #52


T
Zitat von Celinamary:
Kennt das jemand ? Habt ihr ähnliche Erfahrung gemacht ?


Ja.

Nicht in den gleichen Situationen, aber einkaufen, Termine in der Schule meiner Tochter, arbeiten, Auto fahren usw war praktisch nicht mehr möglich ohne Begleitung, weil ich permanent das Gefühl hatte, dass ich die Situation nicht kontrollieren kann und die Menschen meine Schwäche sehen und ausnutzen könnten.

Es ging mir durch die Depression körperlich so schlecht, dass es mich angreifbar gemacht hatte und kurz darauf kam dann die Panik, nichts dagegen tun zu können.

Es war in der Zeit auch nicht unbedingt hilfreich, Menschen um mich zu haben, die Druck aufgebaut haben, wieder funktionieren zu müssen und die meinen Zustand permanent negativ bewertet haben.

Das war so eine Abwärtsspirale aus Hilflosigkeit, die von außen auch noch gespiegelt und aufgezogen wurde, im Sinne von, du kannst gerade weder dir, noch mir helfen.

Wie ich aus der akuten Panik rausgekommen bin?

Ich fand ein Gespräch mit dem Therapeuten besonders aufschlussreich. Als es darum ging, dieses Gefühl der Hilflosigkeit zuzulassen.

Er meinte, dass Nervensystem des Menschen, ist darauf ausgelegt Emotionen durchleben zu müssen. Sie zuzulassen. Sonst können sie nicht ausklingen, sondern werden vom Körper wie festgehalten.

Er hatte mir dann eine Übung auf der Liege gezeigt, indem ich eine Hand auf den Bauch und die andere auf die Brust lege. 4 Sekunden durch die Nase einatmen, und 6 Sekunden durch den Mund ausatmen. Und beim ausatmen, betet man dann ein Mantra runter.

Es ist okay, dass ich mich hilflos fühle. Ich darf die Angst zulassen.

Das haben wir dann ein paar Mal geübt, bis es zum gedanklichen Alltag geworden ist, mir immerwieder ins Gedächtnis zu rufen, dass egal was ich denke, es okay ist, mich so zu fühlen.

Dadurch sind die Panikattacken dann irgendwann komplett verschwunden, auch wenn die gespeicherte Grundanspannung im Körper (die über Jahrzehnte normal war) leider immernoch unangenehm hoch ist, aber auch das wird sich mit der Zeit und mehr Therapie klären.

Den meisten Druck mach ich mir selbst, um Unzulänglichkeiten zu verstecken, die jeder Mensch hat, aber die ich an mir selbst nicht dulde. Bzw es so gelernt habe, sie nicht dulden zu dürfen.

x 5 #53


Schlaflose
Zitat von Celinamary:
Es tut mir leid es war mein Fehler ich dachte zwischen geschlossene und stationär gab es Nix mehr. Er sagte stationär ich dachte es wäre sowas wie die geschlossene. Natürlich hat er das Wort geschlossene nicht benutzt

Aber was würde dir stationär mehr bringen? Der Unterschied zur Tagesklinik liegt darin, dass man auch über Nacht dort bleibt. Was am Tag abläuft ist im Wesentlichen identisch. Stationär eignet sich besonders für Leute, die ein Problem mit der täglichen Fahrerei hätten, sich zuhause nicht alleine versorgen können, zuhause zuviel Stress haben u.ä.

#54


Celinamary
@Schlaflose ja dann nichts aber mir wurd das ja gerade empfohlen.

#55


Celinamary
Heute Abend gehe ich mit meiner Mama essen gegen 18 Uhr. Das fällt mir auch sehr schwer wegen diesen fluchtgedanken und den ständigen Panik Schüben. Ich hoffe ich schaffe das. Ich werde es durchziehen ich kann ja jetzt nicht auf alles verzichten .

x 1 #56


A


x 4





Youtube Video

Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore