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125

E
Zitat von Celinamary:
Aber ich hab ja auch manchmal alleine dieses Fluchtgefühl und diese Angst deshalb denke ich nicht, dass das damit was zu tun hat.

Das Fluchtgefühl kommt weil man ja die Situation nicht mehr aushält und im Körper selber so viel passiert, bei mir ist es dann auch so, dass ich die Menschen um mich nicht aushalten kann in so einem Zustand, es ist wie Platzangst und man muss einfach weg weil alles zu viel wird und am schlimmsten ist es bei mir wenn Menschen dann noch versuchen auf mich ein zu reden, dann dreht mein Gehirn durch und fühle mich von den Menschen eingeengt, ich fühle mich dann auch innerlich von meinem Körper getrennt und nehme nur noch mich wahr, alle Andern sind dann ausgeschlossen und können mir in dem Moment nicht Helfen und dann ist natürlich die Fluchtgefahr enorm gross.

x 3 #21


Celinamary
@Elemente genauso wie du das beschreibst, hab ich das auch der Therapeut oder Psychologe hat auch versucht auf mich einzureden und zu sagen können sich nicht versuchen bla bla bla und dann wird’s einfach nur noch schlimmer

x 1 #22


A


Ständiges Fluchtgefühl - wie loswerden?

x 3


N
@Celinamary ja, es wird erst einmal schlimmer aber falls du es durchziehst, wird es nach einiger Zeit abnehmen, unglaublich schwer auszuhalten, ich weiß. Aber nur so lernt dein Gehirn, dass keine Gefahr besteht. Mit Vermeidung hälst du die Angst am Laufen

x 1 #23


Greta__
Werden dir keine Skills gezeigt in der TK? Habt ihr Entspannung, Journaling, Gestaltungstherapie, Sport? Bist du medikamentös eingestellt? Was sagen die Therapeuten dazu?

Ich war auch in der TK und keiner hat da irgendwen verurteilt, gerade da kann man super darüber reden.

Eine Mitpatientin hat in der Gruppe eine üble Panikattacke gehabt und hat sie in der Gruppe durchlebt. Danach ging es ihr um Welten besser.

x 4 #24


Peekay
Dieses Fluchtgefühl kenne ich auch zu gut. Ich habe es sogar wenn ich ganz lieben Besuch habe auf den ich mich eigentlich gefreut habe. Dann sitz ich da, verkrampfen mich immer mehr und die Gedanken gehen nur noch das der Besuch endlich geht oder ich muss raus.
Habe es schon oft Ausgesessen, danach bin ich völlig erschöpft und muss weinen. Es ist so anstrengend.

x 3 #25


Gaulin
Zitat von sensibelchen98:
Ich habe das auch, nur bin ich dann nicht mehr fähig zu flüchten, ich 'erstarre' dann und traue mich nicht etwas zu sagen oder zu gehen weil es mir auch so mega peinlich ist. Aber fühlen tue ich das gleiche.


Zitat von Peekay:
Dieses Fluchtgefühl kenne ich auch zu gut. Ich habe es sogar wenn ich ganz lieben Besuch habe auf den ich mich eigentlich gefreut habe. Dann sitz ich da, verkrampfen mich immer mehr und die Gedanken gehen nur noch das der Besuch endlich geht oder ich muss raus.
Habe es schon oft Ausgesessen, danach bin ich völlig erschöpft und muss weinen. Es ist so anstrengend.

Genauso kenne ich das auch.

Allerdings beziehen sich meine Fluchtgedanken nicht nur auf andere Menschen, höchstens indirekt. Stau auf der Autobahn zb. Ein anstehender Urlaub, ein Termin beim Arzt, ein Seminar, eine Feier usw usf. Je flexibler ich handeln kann umso angstfreier bin ich.

Meine Therapeutin meinte mal (und so handhabe ich es auch). In die Situation erstmal reinzugehen, dabei Gedanken kontrollieren, nicht gleich flüchten, aber handeln (nicht aushalten!) Es gibt so viele Möglichkeiten, was man in so einer akuten Situation tun kann. Man muss weder flüchten, noch aushalten... Zuvor überlegen, was man im Notfall tun könnte. Skills anwenden. Je mehr man das übt, umso entspannter wird es. Das dauert und klappt nicht immer so gut, nicht aufgeben. Die Ängste nicht bekämpfen, sondern sie nutzen.

x 3 #26


sensibelchen98
@Peekay das klingt doof aber es erleichtert mich sowas zu lesen, sonst denke ich immer ich bin der einzige Mensch auf der Welt dem es so geht. Habe sowas sogar bei meiner eigenen Familie, oft kann ich nur meinen Mann ertragen. Verrückt was der Kopf alles anstellen kann. Aber da sieht man mal, wie vielen Menschen es so geht. Fühle dich gedrückt!

x 3 #27


Celinamary
Guten Morgen. Ich nehme mir eure Tipps zu Herzen. Ich werde ich mach mich gerade fertig zur Tagesklinik und wir haben direkt so. Gruppengespräch bin ich mal gespannt ob ich da sitzen bleiben kann weil mir wird es auch langsam unangenehm immer aufzustehen auch wenn mir das nicht unangenehm sein Brauch Aber naja ich versuche es einfach mal auszuhalten auch wenn es ganz ganz schlimm ist

x 2 #28


Celinamary
Sorry für das deutsch

#29


Greta__
Zitat von Celinamary:
Guten Morgen. Ich nehme mir eure Tipps zu Herzen. Ich werde ich mach mich gerade fertig zur Tagesklinik und wir haben direkt so. Gruppengespräch bin ...

Sprech es doch direkt in der Gruppe an. Das kann sehr erleichternd sein.

#30


Celinamary
@Greta__ die wissen das doch alle, aber der Therapeut sagt ständig, ich kann jetzt nicht immer raus, sonst muss ich in die geschlossene wenn’s gar nicht mehr geht weil dann kann ich ja gar nichts mitmachen dann bringt die Tagesklinik auch nichts und er sagt ich komm dann in diese vermeidenden Haltung was ja auch stimmt aber das gibt mir alles irgendwie unterbewusst noch mehr Druck

#31


Schlaflose
Zitat von Elemente:
Das Fluchtgefühl kommt weil man ja die Situation nicht mehr aushält und im Körper selber so viel passiert, bei mir ist es dann auch so, dass ich die Menschen um mich nicht aushalten kann in so einem Zustand, es ist wie Platzangst und man muss einfach weg weil alles zu viel wird und am

Bei meiner ersten PA bin ich auch wie von der Tarantel gestochen aus dem Buchladen gerannt, wo ich gerade vor einem Regal stand, als sie mich überfiel. Ich hatte das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen, wenn ich stehenbleibe. Ich bin dann zweimal wie irre durch die Fußgängerzone rauf und runtergerannt. Probeweise habe ich dann langsamer gemacht und bin auch kurz stehen geblieben, um zu testen, ob etwas passiert, ist es aber nicht. Nach dieser ersten PA bin ich dann nicht mehr davongerannt, egal, wo mich eine PA überfiel, weil mir klar wurde, dass ich nicht Ohnmacht fallen oder sterben würde, weil das keine Rolle spielt, ob man bleibt oder wegrennt. Wenn der Puls rast, ist der Kreislauf auf Hochtouren und man kann nicht in Ohnmacht fallen.

x 4 #32


sensibelchen98
Zitat von Celinamary:
Guten Morgen. Ich nehme mir eure Tipps zu Herzen. Ich werde ich mach mich gerade fertig zur Tagesklinik und wir haben direkt so. Gruppengespräch bin ...

Du schaffst das! Ich denke an dich

x 1 #33


Greta__
Zitat von Celinamary:
@Greta__ die wissen das doch alle, aber der Therapeut sagt ständig, ich kann jetzt nicht immer raus, sonst muss ich in die geschlossene wenn’s gar ...

Was ist denn das für eine Aussage mit der geschlossenen?
Wenn, dann stationäre Psychotherapie, aber doch keine geschlossene!

Auch wenn es alle wissen, egal, dafür sind Gruppen da um an seinen Problemen zu arbeiten.

x 4 #34


T
Zitat von Greta__:
Was ist denn das für eine Aussage mit der geschlossenen?
Wenn, dann stationäre Psychotherapie, aber doch keine geschlossene!


Kann mir nicht vorstellen, dass ein Therapeut das Wort Geschlossene benutzt, weil der eigtl wissen müsste, was der Unterschied zwischen ambulant, stationär und forensisch ist.

#35


Darkshadow
Ich kenne das auch sehr gut, ich habe auch sehr damit zu kämpfen.

Ich kann z.B. zu Hause nicht mal Besuch haben, also so gar nicht, weil ich dann das Gefühl bekomme, nicht aus der Situation rauszukönnen oder so ähnlich.

In Gruppentherapien kenne ich das auch sehr gut, und viele Mitpatienten haben das auch so erlebt, es ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Patienten haben.
Auf der Station haben die Therapeuten dazu oft Folgendes gesagt:
- Bitte in der Einzeltherapie thematisieren und ganz dringend Skills erproben und trainieren
- Die Gruppe nicht ganz meiden, sondern hingehen, und dann, wenn es nicht mehr geht, den Raum verlassen, eine kleine Pause machen, sich Skills holen / skillen und dann wieder reingehen
- einen Skill finden, den man auch in der Gruppe anwenden kann, um die Zeit, die man im Raum verbringen kann, zu verlängern
- Es stört die Gruppe nicht, wenn man den Raum verlässt. Bei uns war die Regel immer: Wenn es passiert, den Raum verlassen, sich Skills holen oder gegebenenfalls bei einem anderen Therapeuten oder bei der Pflege Hilfe/Unterstützung holen.
Auf diese Weise können die anderen Gruppenteilnehmer weiter an dem Thema arbeiten, das gerade Thema ist, und man kann sich regulieren.
Und man soll mit dem Bezugstherapeuten weiter im Gespräch darüber bleiben, welche Skills helfen und aktiv daran arbeiten, passende Skills zu finden

Die Aussage mit der Geschlossenen würde ich differenziert betrachten.
War das wirklich ernst gemeint oder sollte die Aussage den Druck auf dich erhöhen, aktiver nach passenden Skills zu suchen?
Ich kann dazu sagen, dass ich es sehr oft erlebt habe, dass Patienten mal für eine gewisse Zeit in die Psychiatrie verlegt worden sind, wenn es gar nicht mehr ging, das war alles andere als selten. Manchmal ist vielleicht gerade alles zu viel und der geschütztere Raum der Psychiatrie kann dann helfen.
Aber insgesamt kann ich aus Erfahrung berichten, dass es recht normal ist, dass Patienten dieses Problem haben und dass es auch normal ist, dass Patienten Gruppen immer mal wieder verlassen und wieder reinkommen.
Trotzdem zur Gruppe zu gehen, das Zeitfenster zu erweitern, in dem man dort sein kann und den Raum zu verlassen, wenn es nicht mehr geht, war genau das, was wir machen sollten. Ich kenne Mitpatienten, die immer nur 5 oder 10 Minuten in der Gruppe waren.

Vielleicht sind es auch aktuell einfach zu viele Gruppen für dich, du kannst ja auch mit deiner/m Bezugstherapeut:in besprechen, dass du vielleicht ein paar Gruppen weniger machst und dich dafür intensiver auf weniger Gruppen konzentrierst.
Vielleicht fällt es dir dann leichter, dein Toleranzfenster für den Verbleib in der Gruppe zu erweitern.
Ich habe es zumindest so erlebt, dass das eine recht gängige Maßnahme ist.

Bei mir war es auch schon so, dass mein Therapieplan deutlich geschrumpft worden ist, weil meine Ängste einfach zu groß waren, um mehrere Gruppen aushalten zu können. Stattdessen sollte ich dann wirklich intensiv an meinen Skills arbeiten und ganz viele Sachen ausprobieren. Und als es dann etwas besser wurde, sind dann wieder mehr Gruppen auf den Plan gekommen.

Und manchmal ist es auch leider so, dass es einem manchmal nicht gut genug geht, um das Programm einer Tagesklinik durchhalten zu können. Das kann passieren. Manchmal kann es dann auch notwendig sein, in eine andere Klinik-Form zu wechseln, also vielleicht doch vollstationär zu gehen, das muss ja nicht gleich die Geschlossene sein, da gibt es ja noch andere Möglichkeiten.
In einer Tagesklinik wird ja vom Patienten ein gewisses „Funktions-Niveau“ abverlangt, und vielleicht ist das gerade zu viel für dich.

Ich war auch schon in der Situation, dass von Klinikseite überlegt worden ist, ob ich dort bleiben konnte, weil es mir so schlecht ging und ich eben auch am Programm nicht richtig teilnehmen konnte. Da war dann im Gespräch, mich zu verlegen und den Aufenthalt dort dann zu einem anderen Zeitpunkt wieder aufzunehmen.
Zum Glück habe ich die Kurve noch gekriegt, mit einem kurzfristig reduzierten Therapieplan und angepassten Therapiezielen.

Und es wurde besser. Zuerst bin ich aus den Gruppen abgehauen und auch nicht wieder zurückgekommen, bin teilweise sogar für Stunden aus der Klinik abgehauen, und nach einigen Wochen konnte ich dann länger in den Gruppen bleiben, bin nicht mehr ganz weggelaufen, sondern im Umkreis vom Gruppenraum geblieben, habe mir Hilfe bei anderen Therapeuten oder der Pflege geholt.
Und das war dann halt mein neues Therapieziel. Zuerst habe ich mich damit überhaupt nicht gut gefühlt, ich wollte halt genauso sein wie die Mitpatienten und einfach eine Gruppe ganz „normal“ durchhalten können. Ich musste dann einsehen, dass meine Voraussetzungen halt andere sind und darum auch meine Therapieziele andere sind als die meiner Mitpatienten.
Und ich habe dann irgendwann gelernt, mich auch über kleine Fortschritte zu freuen.
Solange es bergauf ging und sich Fortschritte eingestellt haben, war das in Ordnung.

Ich kann dir nur sagen: Mach‘ dich nicht fertig deswegen, du bist mit dem Problem nicht allein! Du machst das gut, du bemühst dich, und das ist die Hauptsache. Bleib‘ im Gespräch mit deiner/m Bezugstherapeut:in.

Ich wünsche dir alles Gute, viel Mut und ganz viel Kraft ! LG

x 3 #36


F
Ich kenne das selbst von mir. So eine Situation ist auch eine Art von Fremdbestimmtheit, man kann seinen Intuitionen nicht nachgeben und muss die Situation aushalten. Ich drücke dir die Daumen für den weiteren Aufenthalt dort.

x 3 #37

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Schlaflose
Zitat von Celinamary:
sonst muss ich in die geschlossene wenn’s gar nicht mehr geht weil dann kann ich ja gar nichts

Wie bitte? In die Geschlossene kommt man, wenn man sich umbringen will oder eine Gefahr für andere darstellt.

x 1 #38


F
Zitat von Celinamary:
@Greta__ die wissen das doch alle, aber der Therapeut sagt ständig, ich kann jetzt nicht immer raus, sonst muss ich in die geschlossene wenn’s gar nicht mehr geht weil dann kann ich ja gar nichts mitmachen dann bringt die Tagesklinik auch nichts und er sagt ich komm dann in diese vermeidenden Haltung was ja auch ...

Interessant, was will er denn in der Geschlossenen machen? Da würde ich noch einmal konkret nachfragen. Will er dich zwingen, brechen, durchdrehen lassen? Mir scheint, der Therapeut hat überhaupt kein Empfinden für Angsterkrankungen.

x 4 #39


Afraid
Zitat von Celinamary:
ich kann jetzt nicht immer raus, sonst muss ich in die geschlossene wenn’s gar nicht mehr geht

Spätestens bei dem Satz hättest du mich bei diesem Therapeuten nicht mehr gesehen. So einen Blödsinn habe ich ja noch nie gehört. Mit der geschlossenen drohen, Druck aufbauen, Ängste schüren. Da gibt es doch 10000 andere Möglichkeiten um dich zu konfrontieren, aber bestimmt nicht sowas. Wenn er das wirklich gesagt hat, ist das keine professionelle Hilfe, die du da bekommst und in meinen Augen kann das alles nur noch schlimmer machen

x 5 #40


A


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