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Hallo zusammen

Ich war gestern beim Orthopäden, weil ich seit einigen Monaten einen Tinnitus im Ohr habe, ich höre meinen Puls bzw, das Blut rauschen. Alles wurde bisher abgeklärt, ich hatte zwei MRTs vom Kopf, mit und ohne Kontrastmittel, ich war beim Kardiologen, beim Gefäßspezialisten, beim HNO, nun wurde ich zum Orthopäden geschickt, um die HWS untersuchen zu lassen.

Der Orthopäde sagte mir, dass meine HWS eingerenkt werden muss, ein Wirbel soll so stark verschoben sein, dass er auf Nerven und Gefäße drückt, daher wohl auch mein Tinnitus.

Nun habe ich echt Panik!
Einerseits bin ich froh, dass endlich etwas gefunden wurde, andererseits hatte ich schon immer eine riesen Angst davor, mal an der HWS eingerenkt werden zu müssen!

Er hatte mir den Griff schon gezeigt, ganz vorsichtig angewendet, so langsam, dass gar nichts passieren konnte, nur damit ich weiß, wie es nächste Woche gemacht wird, doch schon da habe ich meinen Nacken so stark verkrampft, mein Körper hat sich automatisch dagegen gewehrt.

Ich sollte mich auf einen Hocker setzen, mich mit ganzem Gewicht zu ihm nach hinten lehnen, die Arme locker baumeln lassen und er Griff mir mit seiner Armbeuge unter mein Kinn, schwang den Kopf von links nach rechts oben.
Zumindest versuchte er es, ich fühlte mich so unwohl dabei, obwohl ich wusste, dass nichts passiert, dass ich dennoch überhaupt nicht locker blieb.

Nächste Woche Montag ist der Termin, um 15 Uhr soll ich da sein, laut ihm "völlig harmlos" , doch im Internet lese ich ganz andere Sachen, dass es Fälle gibt, wo noch ziemlich junge Menschen direkt danach einen Schlaganfall bekamen etc.
Ich mag gar nicht hingehen, obwohl meine jetzigen Beschwerden mich total belasten.

Ist es wirklich so gefährlich, wie es überall steht? Hat es hier jemand schonmal machen lassen?

18.02.2021 22:05 • 22.02.2021 #1


17 Antworten ↓


Hey,
Einen medizinischen Rat kann ich dir leider nicht geben, bin kein Arzt und habe mich damit nicht beschäftigt.
Aber mach dich nicht verrückt. Dr Google ist leider das schlimmste was man machen kann! Der Orthopäde wird wissen was zu tun ist und es wird dir nichts passieren.

Drücke dir die Daumen und sprich auf jeden Fall mit ihm noch einmal darüber, dass du etwas Angst hast. Er wird dich bestimmt beruhigen.

Alles Gute dir

18.02.2021 23:05 • x 1 #2



Große Bedenken meine HWS einrenken zu lassen

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Anna1993
Solange die Bewegung langsam ausgeführt wird, kann da nichts passieren. Schlimm sind die schnellen und ruckartigen Bewegung, die man aus dem Fernsehen kennt.

Wahlweise kannst du ja nochmal zu einem osteopathen gehen. Die sind nochmal sanfter in ihren Handgriffen.

18.02.2021 23:08 • x 3 #3


Wenner
Man sollte seine HWS grundsätzlich nicht einrenken lassen.
Hier ist als erste Wahl eine Behandlung beim Physiotherapeuten mit manueller Ausbildung besser
noch ein Osteopath.
Diese sind darauf geschult mit sanften Techniken die Blockaden zu lösen.

18.02.2021 23:18 • x 4 #4


Acipulbiber
Bei mir wurden einige Blockaden mit
ruckartigen Bewegungen gelöst.
Bereits nach der ersten Behandlung
waren die Beschwerden fast komplett weg.

18.02.2021 23:45 • x 2 #5


Zitat von maus4455:
Hey, Einen medizinischen Rat kann ich dir leider nicht geben, bin kein Arzt und habe mich damit nicht beschäftigt. Aber mach dich nicht verrückt. Dr Google ist leider das schlimmste was man machen kann! Der Orthopäde wird wissen was zu tun ist und es wird ...


Vielen Dank!
Stimmt, googlen sollte man eigentlich nicht, da macht man sich nur noch mehr verrückt, leider konnte ich wieder nicht anders und schon vorher hatte ich irgendwo mal davon gehört.
Ich werde es auf jeden Fall nochmal ansprechen. Danke dir!

Zitat von Anna1993:
Solange die Bewegung langsam ausgeführt wird, kann da nichts passieren. Schlimm sind die schnellen und ruckartigen Bewegung, die man aus dem Fernsehen kennt.

Wahlweise kannst du ja nochmal zu einem osteopathen gehen. Die sind nochmal sanfter in ihren Handgriffen.


Ohje, der Orthopäde hatte mir aber gesagt, nachdem er mir diesen Griff gestern zeigte, dass er es am Montag "Zügig und mit Ruck" machen wird, dass es dann nur eine Sache von Sekunden wäre! Das beruhigt mich jetzt weniger, ich dachte eigentlich auch, dass diese ruckartigen Bewegungen beim einrenken normal sind bzw, dass es gar nicht anders geht.
Vielleicht sollte ich doch nochmal woanders hingehen, am besten zum Osteopathen? Jetzt bin ich wirklich verunsichert

Zitat von Wenner:
Man sollte seine HWS grundsätzlich nicht einrenken lassen.
Hier ist als erste Wahl eine Behandlung beim Physiotherapeuten mit manueller Ausbildung besser
noch ein Osteopath.
Diese sind darauf geschult mit sanften Techniken die Blockaden zu lösen.


Dankeschön für die Tipps!

Jetzt überlege ich, am Montag wirklich nicht hinzugehen und mir woanders einen Termin zu holen, auch wenn es dann wahrscheinlich nochmal lange dauern wird, aber jetzt bin ich doch noch mehr verunsichert, vorallem, weil er ja genau diese ruckartige Bewegung ansprach, dass es so eben schnell vorbei und harmlos sei, ich mir keine Gedanken machen brauche, er wollte mir damit wohl die Angst nehmen. Ich weiß es gerade nicht...

19.02.2021 00:01 • #6


Ich habe immer wieder mit Tinnitus, Pulshören im Ohr und Kieferverspannungen /HWS BEschwerden zu tun und trotz Chiropraktik kommen die BEschwerden wieder . Mir hilft sanftes Dehnen. Die Muskeln müssen erstmal gelockert werden dann Chiropraktik ansonsten bist du Dauergast.

Mir hat ein HNO Arzt erklärt, dass ein bestimmter Muskelstrang auf die Nerven/ Arterie drückt und das es nicht schlimm sei für mich. Physiotherapie täte es auch . Bei mir fand das Pulshören im Ohr nach der letzten HWS Manipulation statt und seither würde ich es nur noch machen, wenn ich echte Blockaden habe und nicht mehr bei Muskelverspannungen. Da ich meinen Kopf frei bewegen kann und schmerzfrei bin, habe ich auch keine akuten Blockaden. Es wurde leiser, nachdem ich schwimmen war und das hing auch mit Nacken/Schulterverspannnungen zusammen. Ich selber würde nur noch zum amerikanischen Chiropraktiker gehen, Da wird der Kopf nicht unter dem Arm genommen=)

Du könntest versuchen, deine Schulter zu lockern (Trapeziusmuskel zieht sich bis zum Hinterhaupt) mit Wärme, sanften Dehnungen -täglich .
Beobachte morgens im Spiegel, ob du an der Wange und Lippenrand Zahnabdrücke hast .Falls ja würde ich auch CMD abklären (hängt oft auch mit HWS zusammen) und vlt. hiflt auch eine SCHiene. Wenn du dich so unsicher fühlst und kein Vertrauen in den Orthopäden hast, dann wirst du dich auch unbewusst verspannen.

19.02.2021 01:33 • x 1 #7


Angor
Hallo, vielleicht hilft Dir dieses Video

19.02.2021 02:26 • x 2 #8


Calima
Ich würde das auch nicht tun lassen. Zu viel Risiko bei wenig Nutzen. "Eingerenkt" werden muss ein luxiertes Gelenk, z.B. am Finger oder der Schulter. Wirbel können sich nicht "ausrenken" sondern verklemmen sich lediglich. Ruckartige Manipulationen richten da oft einiges an Schaden an.

Sanfte Mobilisation ist der viel sinnvollere Weg, um Blockaden zu lösen und auch um zu verhindern, dass sie wieder entstehen.

19.02.2021 12:44 • x 4 #9


ronjacaitlin
ich denke auch das eine sanfte mobilisation besser ist. Habe auch seit Jahren mit H'WS Athrose ,Nacken und Kopfschmerzen zu tun. Nach einen Einrenken beim Orthopäden hatte ich etwa ein halbes Jahr nervige Schwindelattatcken ,die dann erst durch bestimmte Übungen und langsame Mobilisation veschwanden.Gerade an der HWS sollte man extrem vorsichtig sein. lg ronja

19.02.2021 14:46 • x 1 #10


july1986
Also bei meinem Orthopäden muss man vorher einen aufklärungsbogen unterschreiben bevor man sich einrenken lässt .
Dort steht alles drauf was passieren kann ,man wird also vorher darüber aufgeklärt was ich auch richtig finde .
Und ja da muss ich ja ehrlich sein ,da standen schon Dinge drauf die gefährlich waren sprich es hätte wohl auch zu einem Schlaganfall führen können wenn ich das richtig verstand .

Einmal hab ich eingewilligt und meine bws einrenken lassen , das letzte mal hab ich es aber abgelehnt ,da wollte er auch meine hws einrenken. Das Risiko war mir zu groß und das einrenken davor hatte mir auch nicht viel gebracht . Ich hab das dauerhaft einfach .

19.02.2021 16:56 • x 1 #11


Schlaflose
Mir ist vor ca 35 Jahren meine HWS vom Orthopäden ruckartig eingerenkt worden, ohne Vorwarnung und Aufklärung. Das war damals wohl so üblich. Es war gar nicht schlimm und hinterher war ich wie befreit. Ich konnte den Kopf ohne Schmerzen zu beiden Seiten weit nach außen drehen. Aber den Tinnitus, weswegen ich dort war und es gemacht wurde, habe ich bis heute behalten.

19.02.2021 17:35 • x 2 #12


Acipulbiber
Sag ich doch auch, bei mir waren es allerdings mehrere Rucks oder Rücke?

19.02.2021 17:54 • x 1 #13


Orangia
Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich alte Frau schon im HWS und BWS-Bereich eingerenkt wurde als junge Frau.
Bei mir hat es geheißen, ich sei hypermobil und so war ich bestimmt alle 2 Monate da.
Ich lebe immer noch und habe keine Schäden davongetragen, bin beschwerdefrei.
Wirklich geholfen hat Physiotherapie, um Muskulatur aufzubauen, damit die Wirbel gehalten werden und nicht mehr gleiten.
Wenn dein Arzt sagt, das Einrenken geht ganz schnell und dauert nur Sekunden und dir auch noch zeigt, wie das gemacht wird...
da frage ich mich, warum er das Einrenken dann nicht gleich gemacht hat und dich stattdessen nochmal antanzen läßt ?
Klar, daß du dann damit schwanger läufst.
Vielleicht versuchst du es erstmal mit Physiotherapie oder Osteopathie. Wenn alles nicht hilft, kannst du immer noch zum einrenken gehen.

19.02.2021 17:57 • x 1 #14


Maleficient
Zitat von Enni:
Hallo zusammen Ich war gestern beim Orthopäden, weil ich seit einigen Monaten einen Tinnitus im Ohr habe, ich höre meinen Puls bzw, das Blut rauschen. Alles wurde bisher abgeklärt, ich hatte zwei MRTs vom Kopf, mit und ohne Kontrastmittel, ich war beim Kardiologen, beim Gefäß...


Du kannst dir die halswirbel auch schonend korrigieren lassen... ich würde niemals mit ruckartigen bewegungen an der hws fummeln lassen. Es gibt therapeuten welche die hws mit Mass. einrenken... ich empfehle dir diese variante wenn du so angst hast. Wenn du nämlich der typ bist der zu stark angespannt ist kanns nach hinten los gehen....

20.02.2021 00:35 • x 1 #15


Wofür hast du dich nun entschieden? Wirst du es heute machen lassen? Falls ja, ich drücke die Daumen, berichte uns doch später mal, wie es gelaufen ist!

Ich habe meine Halswirbelsäule vor etwa zwei Wochen einrenken lassen, ich mag ungerne weitere Angst machen, aber ich persönlich werde es nie wieder machen lassen. Ich bin im Gegensatz zu dir ganz ohne Angst hin, noch während dem einrenken, ging es mir aber plötzlich wahnsinnig schlecht, mir wurde schwarz vor Augen, ich bekam Schweißausbrüche, ich bin fast vom Stuhl gekippt, man musste mich zur Liege tragen. Etwa 10 Minuten später musste ich mich übergeben, gar nicht toll! Ich habe noch mindestens eine Stunde beim Orthopäden gelegen, weil es einfach nicht besser werden wollte, da habe auch ich wirklich Angst und Panik bekommen. Der Orthopäde sagte mir aber, dass das durchaus vorkommen kann, irritierte Nerven seien der Grund.

Irgendwann ging es dann und ich durfte langsam nach Hause gehen.
Seitdem habe ich aber Nackenschmerzen, ein Gefühl, als würde mir etwas durchgehend auf die Halswirbelsäule drücken, auch Kopfweh bis in die Stirn. Laut Orthopäden kann dies mehrere Tage dauern, aber wenn ich ehrlich bin, da ging es mir vorher viel besser!
Da mal eine Frage an alle, hat hier jemand ähnliche Beschwerden danach gehabt oder hatte ich einfach nur Pech?

22.02.2021 13:29 • #16


Das finde ich schon heftig und finde das nicht normal. DEin Orthopäde ist sehr relaxed! Ich würde wechseln...schwarz vor Augen, Übel, brechen- sollte nicht sein. Leichte Kreislaufprobleme wurden mir bei Chiropraktik vorhergesagt und stand im Aufklärungsbogen mit Müdigkeit etc. Alles andere hätte ich nicht unterschrieben.


Ich vertrage keine manuelle Therapie an der BWS und HWS, da bekam ich übelste Adrenalinschübe (was sich die Physiotherapeutin nicht erklären könnte). Komischerweise wussten andere Physiotherapeuten Bescheid, wenn ich nur KG haben wollte um diese "Symptome". CHiropraktik- da hatte ich nur neue Muskelkater und neue Beschwerden und die Ursprungsblockade kam immer wieder. Ich würde das nur noch im Notfall machen (Hals steif, starke Nervenschmerzen). Needeln ist besser aber da gibt es nur wenige Experten.

Ich glaube, du hast nicht den richtigen Behandler getroffen. Schaue eher in die amerikanische Chiropraktik.

Ich habe mich leichtsinnig von einer Freundin (Kosmetikerin) an der HWS knacken lassen (mit Kopf ruckartig drehen) und meine Güte, ich hatte Glück, es ist nichts passiert und ich war noch jung. Wenn ich daran denke, merk ich ,dass ich damals viel Glück gehabt habe.

Gute Besserung!

22.02.2021 14:11 • x 1 #17

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Teddyursa97
Hey!

Also ich habe tatsächlich schon beides hinter mir, ein ruckartiges Einrenken vom Hals durch einen Chiropraktiker und die sanfte Version von einem Osteopathen.
Soweit ich es verstanden habe, kann in ganz, ganz seltenen Fällen ein Schlaganfall hervorgerufen werden oder ähnliches, aber nur, wenn man sowieso schon kurz vor einem steht oder ein Risikopatient ist.

Trotzdem würde ich von einem ruckartigen Einrenken abraten, weil die sanftere Methode sicherer ist und genauso hilft.
Wenn du dich nicht sicher oder wohl fühlst, würde ich dir raten, einen Osteopathen zu suchen der eine andere Technik anwendet. Wichtig ist auch, dass der Behandler sich deine Unterlagen und MRTs gut anschaut und nicht drauflosruckelt!


Es kann immer zu Komplikationen kommen und die müssen aufgeklärt werden, genauso wie es z.b bei einer Blutentnahme zu einer Entzündung der Einstichsstelle gibt. Die wollen sich nur absichern.

22.02.2021 17:18 • #18



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