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yash
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Hallo Leute,

wie ich euch gestern schon geschrieben haben (in einem anderem Thema) ging es mir bei der Einnahme von Citalopram wohl ziehmlich schlecht. Die Angst und Panik ist viel größer geworden ich war ungemein Unruhig und hatten Herzrasen, den ganzen Tag (110-150puls, was GRAUSUAM anstrengend ist). Sehstörungen und Benommenheitsgefühl war auch da.

Ich hatte dann Dipiperon genommen, erst ne halbe dann ne ganze dann noch ne ganze....
Resultat: Es hat nix gebracht.

Ich hab mich so richtig verloren gefühlt.
Bin dann wie im anderen Thema bereits gsagt, zur Notdienstzentrale, der netten Arzt hat mit dan Tavor verschrieben und selbst das hat nicht perfekt geholfen sondern nur am oberen Rand. Also für mich steht fest DIESE Tabletten NEIN danke.
Mir egal ob man es seine Zeit dauert oder nicht, bis die Wirkungen aufhören.
Ich mein ich versteh ja bissel Übelkeit, Müdigkeit sind ja zu aktzeptieren, aber nen Dro. trip von dem du nichtmehr runterkommst, das kann man keine 1-2 wochen aushalten.

JA deshalb zur urspünglichen Frage zurück:
Ich bin jetzt stark am überlegen ob es ÜBERHAUPT Sinn macht Tabletten zu nehmen, auch wen andere vllt verträglicher sind.

Ich bin ja in 2 wochen in einer psychosmatischen Klinik stationär, wo intensiv gearbeitet wird. Ich schwanke die ganze Zeit, "gehts auch ohne?"....

Grüße
André

11.05.2010 #1


29 Antworten ↓
Deelight

Deelight
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Doch auch der Todesangst kannst Du Dich stellen.

Ich hatte das früher auch ganz schlimm. Bin zitternd und weinend im Bett gelegen, wollte die Augen nicht zumachen, weil ich angst hatte am nächsten morgen tot zu sein. Konnte mich auch generell nicht mit dem Thema auseinadersetzen usw.
Das war ne ganz, ganz, schlimmer Zeit für mich damals.

Aber i-wann kam ich zu der Erkenntnis, das der Tot aunausweichlich ist. Für jeden einzelnen. Mir wurde bewusst das ich eigentlich nichtmal so sehr vor dem Tod ansich angst hatte, sondern vor dem sterben. Nicht zu wissen wann, wo und wie. Das hat mich wahnsinnig gemacht.

Heute denke ich mir: Wenn meine Zeit hier abgelaufen ist, dann ist es so. Ich kann nichts daran ändern. Und wenn es mein Schicksal sein sollte jung zu sterben, dann muss ich das akzeptieren und die Zeit die ich habe, mit leben füllen.

Ich habe damals das Buch "Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist: Eine Art Anleitung zum Glücklichsein" gelesen, auch wenn ich mich lange davor gedrückt habe.
Aber es hat meine Sichtweise in vielerlei Dingen geändert.

Du wirst eines Tages sterben, das ist so sicher wie das Armen in der Kirche, aber mach Dich deswegen nicht verrückt. Und lebe und genieße Dein Leben!

11.05.2010 13:27 • #26


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A


Gesund werden ohne Antidepressiva?

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C

crazy030
Gast

Eben, Insolin kann man da nicht vergleichen. Als Vergleich würde ich da aber Blutdruckmedikamente nehmen, allerdings muss man da auch unterscheiden. Es gibt natürlich Patienten, die kommen nicht drumherum. Aber es gibt eben da dann doch auch Patienten, die mit ein paar Änderungen im Leben auch ihren Blutdruck senken könnten.

Und da kann ich mich als gutes Beispiel nehmen. Vor 1 Jahr lag ich im Krankenhaus (Innere). Zu der Zeit nahm ich ca. 9 Monate lang schon Blutdrucktabletten (Blopress), Betablocker (Metoprolol) und Wassertablette. Der hohe BD wurde zufällig im Sommer 2008 festgestellt, lag immer so um die 160/110, Herzschlag 100, alles in Ruhe! Im Krankenhaus wollte man mir dann auch noch Cholesterinsenker geben, da sagte aber ein netter Doc, die haben übelste Nebenwirkungen und vielleicht muss ich einfach mal was ändern und das nahm ich mir zu Herzen.

15 kg abgenommen, Hund angeschafft, etliche km am Tag laufen bei Wind und Wetter, keinen Alk. mehr. Und das senkte meinen BD auf Normalwerte in so kurzer Zeit. Auch der Herzschlag hat sich um 15-20/Minute gesenkt.

Ich kenne aber viele Leute, die ändern nichts und nehmen mit um die 40 lieber 2-3 Medis für Herz und Blutdruck.

Es gibt jedenfalls genug Krankheitsbilder, da kann man erstmal was ändern und wenn das nichts hilft, dann kann man sich immer noch Chemie mit übelsten Nebenwirkungen reinschaufeln.

11.05.2010 15:05 • #30


Zum Beitrag im Thema ↓


jadi
das musst du leider für dich selber entscheiden...ich habe mich für ohne entschieden....und kenne auch genügend die es ohne geschafft haben...........es kann aber passieren das sie dich in der klinik auch ans herz legen welche zunehmen...das tun sie wohl sehr gerne........aber das musst du wissen............

#2


C
Ich hab mich in den nun fast 1,5 Jahren auch gegen Medikamente entschieden, von 5 Wochen Trazodon und 1 Woche Cipralex mal abgesehen. In der Tagesklinik vor 11 Monaten gab man mir 50 mg Stangyl und als ich sagte, ich hab keine Schlafstörungen, denn nur die mit Schlafstörungen bekamen die, da wollte man mir dann 125 mg geben. Die Psychiater sind nun mal Ärzte und die wollen Pillen geben, um schnelle Erfolge zu haben.

Meine Therapeutin ist aber auch gegen Medikamente.

War heute bei meiner neuen Ärztin in der psychiatrischen Ambulanz und als ich ihr mein Leid klagte (rund um die Uhr Kopfschmerzen), da hatte ich das Gefühl, sie nimmt mich nicht für voll und meinte dann auch, ich hab ja schon etliche Medikamente verschrieben bekommen und nehme nichts. Gegen die chronischen Kopfschmerzen sollte ich seit Februar Trimipramin nehmen. Ich sagte ihr aber heute, ich hatte letztes Jahr Stangyl (selbe wie Trimi.) und bekam davon Ausschlag. Hat sie nicht interessiert.

Bei mir dreht sich alles nur noch um Kopfschmerzen und starke Kreislaufprobleme. Gefunden wird nichts, los werde ich das aber auch nicht. Selbst gerade 2 Wochen Urlaub bei meinen Eltern im Grünen und totale Entspannung änderte nichts. Hatte mit meiner Therapeutin telefoniert und ihr das gesagt und sie ist irgendwie auch ratlos.

#3


Christina
Hallo André,

wenn du in zwei Wochen in eine Klinik gehst, solltest du m.E. mit medikamentösen Versuchen warten. Grundsätzlich sind Angststörungen ohne Medikamente gut behandelbar, es hängt im Einzelfall davon ab, wie sehr man durch Symptome beeinträchtigt ist. In der Klinik wird sich schnell herausstellen, wie gut du dich auf Expositionen einlassen kannst und ob der mögliche Nutzen eines ADs den Aufwand, die Risiken und Nebenwirkungen wert ist. Falls du dich dann doch für ein AD entscheidest, ist es sowieso günstig, das in der Klinik einzuschleichen.

Liebe Grüße
Christina

#4


Y
Hallo Leute,

danke erstmal für die Beiträge.
Ich bin halt am überlegen die ganze Zeit, was das Richtige ist (bzw. schon seit Wochen welcher weg der richtige ist, was mich in ner Angstspirale als hinundher wirbelt.)

Citalopram hat ja mal sowas von eckelhaft gewirkt, ich hätte es null aushalten können!!
Ich bin jetzt noch geschwächt davon und total Angespannt teils wegen der Erinnerungen an die letzen 2 Tage teils auch weil ich den Stoff noch etwas im Körper habe.

Genrell bin ich ja vielleicht gar nicht dagegen, wenn die Nebenwirkungen aber einigermaßen erträglich sind und nicht noch komplett Herzrasen, Unruhe, Angst und Panik auslösen, aber ich denk mir dass es auch ohne gehen kann.

Was ich nur merke, was auch der Grund ist warum ich mir darüber so die Gedanken mache, OB ich überhaupt Tabletten nehmen möchte ist, dass ich gar nicht mehr aufhören kann über die Angst nachzudenken, ich verbringen jeden Tag damit viel Zeit die negativen aber auch teilweise positiven Dinge im Kopf rumgehen zu lassen, kennt ihr das?
Und kennt ihr ne alternative mal wirklich abzuschalten? An manchen Tagen fällts mir sehr schwer und ich bin die ganze Zeit angespannt.
(Wie gehts weiter, wird es besser, wie wird es besser, welchen weg muss ich gehen, ist der weg den ich gehe der richtige, wenn das nicht der richtige ist welcher dann, bin ich verloren wenn es auch nicht der richtige ist?) Deswegen ja wieder diese starke Nachfrage und nachdenken über Antidepressiva.

Was würdet ihr sagen?



Grüße
André

#5


Deelight
Ich denke nicht, das man da eine pauschale Aussage treffen kann. Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Die einen schaffen es ohne Tabletten die anderen brauchen sie. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn Du der Meinung bist, Du schaffst das ohne. Dann mach das....

Ich leide jetzt insgesamt 12 Jahre an meiner Angststörrung und habe nur als ich mal ne ganz schlimme Zeit hatte, Johanniskraut genommen. Das hat mir geholfen.

Hab aber auch ne Bekannte, die muss seit Jahren Tavor nehmen....

LG

#6


M
Hallo Andre,

das dein Körper nach der Medi einnahme so reagiert tut mir wirklich lied. Also ich kann nur sagen ich bin sehr froh das es diese Medis gibt. Ih nehme nun seit 3 Monaten Doxepin und ich vertrage es sehr gut und es hilft mir ungemein. Ich hatte vorher ständig Weinkrämpfe und schlimme PA's. Jetzt geht es mir wieder sogut das ich in einer Woche sogar wieder anfange zu arbeiten. Vielleicht solltest du einfach noch etwas weiter probieren. Es gibt ja ein ziemlich großes Sortiment an AD's.

lg
Maya

#7


S
Ich nehme seit 6.02.2010 SSRI in Form von Zoloft 25 mg jeden Tag. Ich denke mal ohne die SSRI wäre es für mich sehr schwierig gewesen wieder auf den Damm zu kommen.

Es hilft mir auf einen Basis zu kommen und mit meiner Therapeutin die Sache aufzurollen

#8


C
Meine Therapeutin sagte mir aber, eine Therapie, gerade bei Angst/Panikstörung, kann oder sollte man nur ohne Medikamente beenden.

Und ich hab es letztes Jahr auch in der Tagesklinik gesehen, mit 5 Leuten hatte ich noch danach Kontakt. Die waren dann raus, nahmen aber alle Medikamente. 3 fühlten sich scheinbar so gut und experimentierten mit den Medikamenten rum, nahmen einfach weniger und dann nichts mehr. 2 landeten dann wieder in der Psychiatrie und damit ist für mich sicher, es ging ihnen nicht wegen der Therapie gut, sondern wegen der Medikamente. Pillen weg = Zustand schlecht.

#9


Deelight
Ja, also ich denke schon, das man mit Hilfe seines Therapeuten während der Therapie, die Medis langsam absetzen sollte.
Denn normalerweise sollte es einem ja gut gehen und geheilt sein, wenn man die Therapie beendet.
Finde das auch nicht gut, das da wohl manche Theras nicht darauf achten...

#10


S
ne ich denke ehr die Therapie weisst einem den Weg wohin es gehen soll.
Eine Therapie kann glaube ich ich nicht zur entgültigen Heilung leiten.

#11


C
Kommt auch immer darauf an, ob der Therapeut ein Arzt oder ein Psychologe ist.

Man muss es ja auch mal von der Seite des Therapeuten sehen. Wenn es darum geht, die Angst auszuhalten oder sie in bestimmten Situationen mit Hilfe der Therapie anders zu verarbeiten oder eben auch gezielt Angst zulassen, wie soll das denn gehen, wenn ich wegen Medis keine Angst mehr hab? Ich schätze, Medis erschweren die Arbeit des Therapeuten enorm.

#12


S
Meine Therapeutin ist Neurologin und Psychologin.
Ich meine die SSRI unterstützen mich nur. Wenn ich keine Angst bekomme kann ich mein Leben wieder aufbauen. Mit den kleinen Nebenwirkungen kann ich leben.
Klar ist es das es egal mit oder ohne Medikamente Zeit braucht. Ist keine Sache von schnell schnell

#13


Deelight
Also ich finde es schon wichtig das die Medis von der Dosierung her wärend der Therapie herabgesetzt werden.

Wenn jemand die ganze Therapie über die gleiche Dosis nimmt und sich dann gut fühlt, ist das ja kein wunder.
Nur man kann ja nicht sein ganzes Leben lang Medis nehmen.
Man sollte lernen mit Hilfe der Therapie ohne Medis zu leben, deswegen finde ich es nicht gut das die Therapie beendet ist und man die Medis immer noch in gleichen Dosis nimmt wie zu beginn.

Wie gesagt, ich finde es vollkommen legitim wenn man welche nimmt, nur das sie eben während der Thera langsam aber sicher immer nideriger Dosiert werden sollten, bis man schließlich damit umgehen kann ohne das man Tabletten schlucken muss.
Das ist für mich der Sinn einer Therapie.

#14


S
Zitat von Deelight:
Nur man kann ja nicht sein ganzes Leben lang Medis nehmen.



Was machen Diabethiker ?

So sehe ich auch die Einnahme meiner 1/2 Tabletten SSRI, also Minimal Dosis. Es hilft mir zu leben, egal wie lang ich die nehmen muss

#15


Deelight
Ja, aber ein Diabetiker sirbt wenn er sein Insulin nicht nimmt.

Auch wenn es teilweise recht schwer ist mit den Symptomen einer Angststörrung klar zu kommen (mich eingeschlossen), keiner stirbt daran. Bzw. eine Ansgtstörrung ist keine tödliche Krankheit.
Und ich persönlich finde es einfach wichtig, das man mit Hilfe der Therapie wieder ein normales Leben führen kann ohne Medis

#16


C
Du kannst doch Insulin nicht mit Medis vergleichen....

#17

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Deelight
Zitat:
Du kannst doch Insulin nicht mit Medis vergleichen....


Der Diabetiker vergleich stammt nicht von mir.....

#18


C
nein,nein ich weiss....

#19


Deelight
Gut, ich wollte das nur nochmal erwähnt haben

#20


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