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S
Hallo!

Ich leider unter PA`s, die mich sehr einschränken und mein Mann hilft mir eigentlich sehr mit Außentermin.
Nur wenn es um meine Gefühle geht, fühle ich mich einsam und überfordert. Zur Zeit fällt alles zusammen. Ich fühle mich in der Wohnung nicht mehr wohl und würde gerne woanders hinziehen, habe aber auch Angst davor. Dann gibt es in der Schule unseres Kindes Probleme (wir fühlen uns dort nicht richtig aufgefordert und schlecht behandelt, es gab auch schon ein paar Vorfälle).
Und schließlich kommt noch die liebe Verwandschaft dazu, die uns so sehr umsorgt, daß es schon wieder erdrückend ist.
Am liebsten würde ich einen Neuanfang für uns alle wünschen, damit wir neu durchstarten können und endlich mal zur Ruhe kommen. Ich sitze aber so oft allein da und weine, weil mein Mann das alles nicht so eng sieht und nur immer mein Problem an erster Stelle sieht. Dabei wäre es für mich bestimmt auch ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Lieber gestern als morgen, wenn da nicht so die Angst wäre ob ich das alles schaffen würde (neue Wohnung, Gegend, etc...)
Abends sitzen wir nebeneinander und wenn ich nichts sage, dann spricht er es auch nicht an.

LG

23.02.2010 21:58 • 23.02.2010 #1


2 Antworten ↓


Christina
Zitat von sunshinecome:
Ich leider unter PA`s, die mich sehr einschränken und mein Mann hilft mir eigentlich sehr mit Außentermin.
Naja, letzten Endes wird er zum Symptomverstärker. Das ist doch schon sehr lange so, dass du nicht rauskannst - oder? Du suchst doch auch schon lange einen Therapeuten und hast dazu viele Tipps bekommen. Woran ist das denn gescheitert?

Zitat von sunshinecome:
Am liebsten würde ich einen Neuanfang für uns alle wünschen, damit wir neu durchstarten können und endlich mal zur Ruhe kommen. Ich sitze aber so oft allein da und weine, weil mein Mann das alles nicht so eng sieht und nur immer mein Problem an erster Stelle sieht. Dabei wäre es für mich bestimmt auch ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Lieber gestern als morgen, wenn da nicht so die Angst wäre ob ich das alles schaffen würde (neue Wohnung, Gegend, etc...)
Ich glaube, dass dein Mann völlig Recht hat, wenn er das Problem deiner Angststörung an erster Stelle sieht. Mir erscheint die Vorstellung eines Neuanfangs als Flucht, und zwar als gedankliche Flucht. Du beschäftigst dich mit einer solchen, zur Zeit wohl gar nicht realisierbaren Möglichkeit, um dich mit deiner Angstproblematik nicht befassen zu müssen. Die wird sich aber woanders nicht in Luft auflösen, nicht einmal ein kleines bisschen besser werden. Sicher kann die Bearbeitung und Überwindung der Angst größere Veränderungen der Lebenssituation mit sich bringen, vielleicht werdet ihr dann auch einen kompletten Neuanfang machen. Aber trotzdem wirst du bei der Angst anfangen müssen...

Liebe Grüße
Christina

23.02.2010 22:08 • #2


S
Vielen Dank für Deine ehrliche Antwort.
Ich weiß, Du hast Recht und trotzdem fühle ich mich alleine gelassen.
Ein kleines Beispiel: Mich beschäftigt den ganzen Tag ein Problem und er sitzt abends einfach nur da und würde mit mir gar nicht darüber sprechen, wenn ich nicht sage wie sehr es mich wurmt und etwas geändert werden muß.
Mir fehlt halt in vielen Situationen der sichere Halt, wo ich mich auch mal fallen lassen kann. Deswegen auch der Gedanke mit dem Neustart.
ICh habe auch mich auch schon oft mit dem Gedanken erwischt, wie es wohl wäre mit Kind alleine in einer Wohnung zu leben.

LG

23.02.2010 22:46 • #3





Dr. Hans Morschitzky