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J
Hallo Malou,
was du beschreibst klingt schon nach einer generalisierten Angststörung, hypochondrischen Ängsten und Panikattacken.
Ich denke, dass bei dir das Thema Angst schon klar ist und nicht im Froum weiter differenziert zu werden braucht.
Hier wird man wohl kaum ein Facharzt finden.
Wichtiger finde ich es Strategien zu finden, in Krisensituationen gut zu Recht zu kommen und langfristig eine Lösung zu finden.
Du könntest dich z.B. mit dem Thema Tod auseinandersetzen und versuchen dir klar zu machen, dass am Tod an sich nichts schlimmes dran ist und es etwas natürliches ist, nur das Sterben kann schmerzhaft sein. Außerdem könntest du dir Gedanken darüber machen, wie wahrscheinlich es ist, dass du, nach all den Untersuchungen, die gut verliefen, doch eine schwere Erkrankung hast. Aber auch hierbei gilt, dass wir nicht unsterblich sind und es durchaus sein kann, dass du schwer krank bist, nur wie du mit diesen - nur - Wahrscheinlichkeiten umgehst liegt in deinen Händen.
Kurzum: Ich finde, dass deine Diagnosen klar genug sind und du mehr damit verbringen solltest deine konkreten Probleme, ganz egal wie sie medizinisch heißen, angehst.
Gruß

#61


Astaratio
Hallo,
bitte beantworte einmal diese Frage:

Wodurch wurden deine Ängste damals ausgelöst?
Hattest du diese bereits schon in der Kindheit?

Was sind deine Gedankengänge dabei?

#62


A


Die Angst mein ständiger Begleiter

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Malou-Mystique
Ich bin mit einer Behinderung groß geworden, durch die eine Sozialphobie entwickelt habe. Außerdem hatte ich einen verbal aggressiven Vater, um dessen Liebe ich immer buhlen musste, also war ich mir immer unsicher, ob ich so wie ich bin, in Ordnung bin. Ich bin deswegen sehr auf Perfektion aus.

#63


Malou-Mystique
*ich habe außerdem immer das Gefühl, dass ich die Angst brauche. Also auf der einen Seite ist so eine Angststõrung was ganz Schlimmes für mich, auf der anderen Seite will ich sie auch irgendwie nicht verlieren. Es ist eine Art Schutzmechanismus.

#64


Astaratio
Deine Angst scheint tieferliegende Ursachen zu haben. Hättest du Chance auf eine Psychotherapie?

#65


Malou-Mystique
Ich bin leider bereits seit ich klein bin ich therapeutischer Behandlung.. ich war auch schon in Kliniken.. aber richtig geholfen hat nichts. Mittlerweile hab ich das Vertrauen in Therapien verloren und bin deswegen besonders verzweifelt.

#66


R

Angst, mein ständiger Begleiter

Hallo ihr Lieben da draußen,

Ich bin neu hier.
Heute ist wieder einmal einer dieser Abende an denen ich das Internet nach Lösungen durchforste, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Leider habe ich keine Patentlösung gefunden... Darum bin ich hier gelandet.

Ich bin 27 Jahre, seit etwa 3 Jahren leide ich Mal mehr, Mal weniger an Depressionen und Angstgefühlen. Angst vor allem dann, wenn es um andere Leute oder um etwas Neues geht. Richtig wohl und sicher fühle ich mich nur zu Hause. Oft sage ich Einladungen ab und denke mir fadenscheinige Ausreden aus, um nicht erscheinen zu müssen. Ich sitze dann zu Hause auf der Couch mit einem schlechten Gewissen und einer extremen Nervosität im Bauch - ich könnte ja etwas verpassen, durch mein Absagen den Zugang zu meinen wenigen Freunden noch ganz verlieren.
Selbst Treffen mit meinen Freunden sind für mich eine Überwindung. Ich mag meine Freunde, aber allein der Gedanke daran, das Haus zu verlassen um "andere Menschen" zu treffen stresst mich oft schon am Tag davor. Wenn ich meine Freunde treffe, habe ich Angst, keine Gesprächsbasis mehr zu haben, da wir uns lange nicht gesehen haben.

Durch meine Angst verbringe ich den Großteil meiner Zeit zu Hause. Ein Treffen mit einem meiner Freune findet höchstens etwa einmal im Monat statt, manchmal auch seltener.

Eigentlich gibt es keinen Tag, an dem ich beinahe durchgehend ein Gefühl der Nervosität im Bauch verspüre (ich vergleiche es immer mit der Nervosität, die ich damals in der Schule vor wichtigen Prüfungen hatte) - jedoch kann ich meist keinen Grund dafür finden. Sie ist einfach da.

Durch das ständige Gedankenkreisen, Ängste und Nervosität kann ich mich kaum noch an Dingen erfreuen. Ich kann nicht sagen, wann ich zuletzt richtig glücklich war, ohne im Hinterkopf einen schlechten Gedanken oder Nervosität zu verspüren.

Gibt es hier vielleicht jemanden, dem es ähnlich geht, wie mir? - bestimmt.
Ich bin bestimmt noch eine Zeit wach und würde mich über einen Austausch freuen.

LG

#67


vvolv
Hallo und willkommen im Forum.
Ja, hier gibt's einige, die das gut nachvollziehen können.
Die Angst ist ein sehr fieser Begleiter.
Unternimmst du denn konkret etwas, um deine Situation zu verbessern?
Therapie, Medikamente, oder beides?

Beste Grüße

#68


R
Hallo vvolv,
ich habe vor etwa 1,5 Jahren konkret etwas unternommen, seit daher läuft es so dahin.
Ich habe mich lange geweigert dagegen, Tabletten einzunehmen.. jedoch hat der Facharzt, den ich vor 1,5 Jahren aufgesucht habe gemeint, es wäre unbedingt notwendig. Seitdem nehme ich Cipralex ein.
Ich war einmal bei einer Psychologin, wobei ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt habe und auch nie wieder hingegangen bin.
Ich versuche ausreichend Sport zu machen, mich im Freien aufzuhalten. Mehr mache ich nicht und zu mehr "fühle ich mich auch nicht in der Lage" zum derzeitigen Zeitpunkt. :-/
LG

#69


vvolv
Naja, Psychologen sind auch nur Menschen, und manche mag man, manche nicht.
Da solltest du nicht gleich aufgeben, vielleicht klappt's beim nächsten Versuch Smile
Sport ist auf jeden Fall gut.
Und vielleicht definieren versuchen, was du gern erreichen möchtest, und wie.
Zu den Tabletten: auch wenn man sich gern dagegen wehrt (bin ja auch so), eigentlich ist nichts dabei, und man darf sich ruhig auch ein wenig chemisch unterstützen lassen, wenn es den gewünschten Effekt bringt.

#70


R
Meine Angst vor Tabletten ist, dass ich ohne diese irgendwann nicht mehr fähig sein werde, selbständig glücklich zu sein, da meine Rezeptoren nur mehr auf chemische Botenstoffe reagieren. Ich möchte nicht mein ganzes Leben abhängig sein von Psychopharmaka. Daher weigere ich mich immer noch vehement gegen Trittico am Abend. Die liegen seit über einem Jahr unangetastet zu Hause, obwohl ich abends oft Einschlafschwierigkeiten habe.
Ich finde es einfach "unnatürlich" mit fremden Menschen über so persönliche Dinge zu sprechen. Meine soziale Phobie ist hierbei auch nicht gerade förderlich, wie man sich denken mag... Die Psychologin hat mir damals Fragen gestellt, mit denen ich einfach nichts anfangen konnte.

#71


vvolv
Kann ich gut nachvollziehen, was du dir da so denkst.
Aber ich muss/möchte dir doch ein wenig widersprechen:
Medikamente sind nicht als permanente Lösung gedacht. Sie sollen dir in einer schweren Zeit helfen, deine Balance zu finden. Wenn du stabil bist, und das über eine gewisse Zeit, wird so ein Medikament auch wieder abgesetzt. Abgesehen davon: alle deine Botenstoffe sind chemisch. Falls du synthetisch meinst, auch das stimmt ja so nicht wirklich bei den Medikamenten: die versuchen ja nur zu beeinflussen, wie schnell oder stark gewisse Botenstoffe in deinem Gehirn abgebaut werden etc. (je nach Medikament, ich will nicht ins Detail gehen, das bringt ja auch recht wenig gerade).
Versuch das etwas entspannter zu sehen.
Beispiel: du brichst dir den Fuß. Arzt sagt: da muss 2 Monate ein Gips ran. Dann sage ich: nein, kein Gips. Ich möchte nicht, dass mein Fuß sich an Substanzen gewöhnt, die im Stabilität geben. Sonst kann ich vielleicht nie mehr ohne Gips gehen...
Klar, sehr plakativ, aber du verstehst sicher, worauf ich raus will...

Und es ist nicht unnatürlich, mit einem fremden Menschen über Probleme zu reden. Das ist ein Spezialist, und du hast ein spezielles Problem. Daran arbeitet ihr gemeinsam. Was sich da in dir dagegen sträubt, sind Anteile der Phobie, auf die du nicht hören solltest Smile

x 1 #72


R
Dass ich in schwierigen Lebensphasen auf Medikamente zurückgreifen muss, hab ich ja schlussendlich dann doch eingesehen - da ich ja seit einiger Zeit Cipralex einnehme. Jedoch ist das noch eher die "Light-Version" im Vergleich zu anderen Psychopharmaka, sprich mit geringem Suchtpotential. Bei anderen habe ich schon des öfteren gelesen, dass man nach Absetzen (auch bei ausschleichendem) in ein tiefes (oder noch tieferes) Loch fällt - ein Teufelskreis.
Klar, es verhält sich bei jedem anders. Und nur weil manche diese Erfahrung gemacht haben, heißt es nicht, dass ich auch so reagiere. Aber die Möglichkeit besteht. :-/
Andererseits ist da der Gedanke, dass das Problem besser jetzt gelöst werden sollte, da es noch kleiner ist. (also für mich persönlich nicht klein, für mich ist es RIESIG - aber wenn ich mich hier im Forum umsehe und man liest, wozu sich so eine Phobie entwickeln kann, würde ich mein Problem allgemein als "keiners Problem" bezeichnen). Denn je größer ein Problem wird und je länger es andauert, desto schwieriger ist es, es in den Griff zu bekommen.

Dein letzter Beitrag war sehr hilfreich und informativ. Und ja, auch sehr plakativ.. Smile Aber du hast recht. Bei Schmerzen nimmt man Schmerztabletten, warum auch nicht, wenn's weh tut. Aber wenn die Seele wehtut, dann versucht man durchzuhalten, bis nichts mehr geht...

x 1 #73


Nicki26

Die Angst ein ständiger Begleiter

Hallo ihr lieben mein Name ist Nicole , ich bin 26 und muss euch auch schon direkt nen Roman hin Tiggern Es muss raus .
ich Kreif heute gleich das Thema auf mich nicht in Ruhe lässt . Und den Rest mal in einem neuen Thema .
Es gibt sicher einige die Sie kennen die Angst vor dem Zahnarzt,manche lachen vielleicht darüber und denken sich so schlimm ist es doch nicht ,
Aber doch .... ist es
Diese panische Angst ist seid ich denken kann mein Begleiter, ein Schatten den ich immer bei mir habe selbst wenn ich keine Zahnschmerzen habe ist ständig diese Angst im Nacken .
Es fing an als ich ca 5/6 Jahre alt war
Ich erinnere mich als währe es gestern gewesen
Ich hatte zwei kleine Löcher und musste zum Zahnarzt schon damals hatte ich Riesen schiss gor dem bösen Mann mit der Bohrer
Das ging soweit das ich ihm in den Finger gebissen habe so fest ich konnte und wollte weg rennen.
(So wie im Moment auch Aber dazu gleich )
Das weg rennen hat nicht ganz geklappt und ich wurde mehr oder weniger auf dem Stuhl von festgehalten und musste das über mich ergehen lassen . HORROR ich bin wirklich innerlich fast gestorben so war das Gefühl .
Das war natürlich ein einschneidendes Erlebnis .
Ich ging jaaaaahre lang nicht mehr zum Zahnarzt hab Zahnschmerzen mit dem größten Talent vor meiner Mutter versteckt und mich lieber mit sämtlichen Medikamenten zu gepumpt
Mit ca 15 war es wieder soweit . Ich hab es nicht mehr ausgehalten.
Meine Weisheitszähne sind schon schief raus gewachsen und haben die Wurzeln meiner Backenzähne regelrecht kaputt gemacht
Und wenn das noch nicht schlimm genug is hat sich auf der Linken Seite zwischen Backe und Kiefer auch noch die mega eiterbeule entwickeln
Mir wurde in der Klinik die Spritze verpasst doch die half nichts , kein bisschen weil es ja vereitert war
Ich hab nichts gesehen durch das Tuch ,
Hab mich festgekrallt ,geheult und hab gefühlt 2 Kilo an Wasser verloren vor lauter schwitzen
Und dann sagt der Arzt es gickst Jetz mal kurz ...
Ja ne , is klar mit nem Skalpell hat er bis runter zum Knochen geschnitten ca. 1.5 cm lang und spritze wirkte null ...
Ich war noch nie so am Ende .
Ihr Haltet es vielleicht für verrückt, aber Mir wurde schlecht , ich musste mich übergeben , Kreislauf alles war im Keller .
Ich war richtig apathisch , Atemnot,hab gezittert und fühlt mich mich gar nicht mehr bei mir .
Nach ner Weile hat es etwas nachgelassen Sodas ich wenigstens wieder aber ich fühlte mich wie benebelt
Zu Ende war das ganze auch noch nicht , die Wunde würde auch nicht zugenäht sondern da wurde ein langer Antibiotika streifen REINGESTOPFT...
Ich hätte eine Woche jeden Tag Dahin Gemusst um das Ding zu Wechseln...
Aber nicht mit mir , es ging nicht und mich hat das Tage lang nicht in Ruhe gelassen sodass ich Alpträume hatte usw .
Ich hab es zuwachsen lassen und hatte auch Glück das es gut gut hatte ohne weitere Infektionen.
So aber kurz darauf mussten nun die Weisheitszähne raus inkl 3 Backenzähne.
Der Horror . Es gab keinen Tag dazwischen an dem ich lachen konnte imme diese schei. Angst .
Aber die Schmerzen haben mich in die Knie gezwungen also hab ich den Termin gemacht .
Allerdings unter Narkose, ich hätt es niemals anders geschafft , nie ...
Und dann nahm die Zeit wieder ihren Lauf und in mein m Mund begann sich ein Steinbruch zu entwickeln.
Mittler Weile fehlen mir die Hälfte der Zähne , einige wurzelstummel gibts noch .
Das ganze is ständig mega am schmerzen,
Ich war sonst eig immer ein lustiger Mensch und ich habe mein Lachen verloren .
Ich hab mich immer sooo gern hübsch gemacht und und bin unter Freunde und Jetz zieh ich mich nur noch zurück, ich schäme mich Abgrundtief und hasse mich so seh auf dafür
Die Angst hat mir mein Leben verdorben .
Oben vorne hab ich noch 4 Zähne und im eck noch zwei , lachen unmöglich Unten waren Sind noch ein paar mehr , aber nicht mehr lange . Die hintersten beiden Zähne waren auch nur noch abgebroche krüppel aber baja .
Hab schon die ganze Zeit gemerkt durch die ständigen Zahnfleisch Entzündungen usw das mein mein Zahnfleisch zurück geht.
Eine hattt minimal schon spiel und geut morgen wach ich auf noch ein Zahn abgebrochen und die beiden davor sind locker .das Zahnfleisch ist schon soweit teilweise zurück das die Hälse ein ganzes Stück frei liege. Als normal .
Ich könnte schreien , am liebsten sterben
Sterben ... aber alles innerlich mein Freund hat noch nicht mal gemerkt das was nicht stimmt .
Ich bin meist im Bad oder Treib sonst was .
Ich kann mit keinem darüber reden persönlich. Geht nicht ."darum kriegt ihr Jetz alles ab "sorry aber das schreiben tut grad gut ..
Mein Freund weis nicht mal das mir oben die halbe raffel fehlt
Gott ich hasse mein Leben dafür
Und es wird imme schlimmer statt besser
Ich Trau mich kaum mit der Zunge an die Zähne ,
Halten tun sie sicher noch eine Zeit wenn ich aufpasse.. aber ich habe so eine Angst

So ich muss aufhören ,nimmst sonst kein Ende ....
Falls echt jemand den Roman liest
Danke

#74


J
Ich hab auch Angst vorm Zahnarzt. Aber bei mir hat es andere Gründe. Ich habe wahnsinnige Angst mich übergeben zu müssen. Und seit meiner ersten Schwangerschaft hab ich einen sehr starken Würgereiz. Also Zähne putzen ist auch fast unmöglich. Oder gar zum Zahnarzt zu gehen. Dadurch, dass ich meine Zähne also nicht richtig putzen konnte sind sie auch nicht mehr wirklich gut. Hinzu kommt dass ich eine starke Zahnfleischentzündung habe und dadurch tut es beim Putzen furchtbar weh. Oder auch oft beim Essen. Ich werd den Zahnarztbesuch auch nicht mehr lange vermeiden können. Denn ich habe auch viele Löcher die zum Teil auch schon weh tun. Im Moment geht es wieder aber es war schon sehr schlimm mit den Schmerzen. Vielleicht gibt es einen Arzt der mit Hypnose arbeitet so das mein Würgereiz weg ist oder ich bekomme in dem Fall eine Hypnose. Ich weiß es nicht.

#75


J
Vollnarkose hab ich beim zweiten gemeint. Nicht nochmal Hypnose.

#76


A


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Dr. Hans Morschitzky
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