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Sprotte

Sprotte
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Guten Morgen, ich habe über das Thema schon einige Male geschrieben - jetzt eröffne ich das Thema hier nochmal. Zuvor, ich schlafe seit ein paar Jahren wegen Tinnitus mit einer low dose Zopiclon. Das ist nicht gut, aber andere Medikamente vertragen sich nicht gut mit Escitalopram. Ich wache meistens früh auf. Direkt zusammen mit dem Aufwachen folgt ein heftiger … ja, so etwas wie ein Schuss, ein Schub, ein Stoß, eine Flut von vielleicht Adrenalin oder Cortisol oder was auch immer. Es geht durch den ganzen Körper und lässt mich erstarren. Manchmal kann ich wieder einschlafen, dann passiert das gleiche wieder beim Aufwachen; sehr oft aber kommen weitere Schübe bei dem Versuch, weiter zu schlafen. Dieses Phänomen habe ich seit ich den Tinnitus bekam und sich daraus eine Angststörung entwickelt hat. Es ist ein rein körperliches Phänomen, dieses Aufwachen - keine Panikattacke. Es hat Einfluss auf den ganzen Morgen, oft auf den ganzen Vormittag, manchmal auf den ganzen Tag, weil es sehr viel Energie nimmt und frustriert macht, auch Angst macht und Verzweiflung. Ich habe ja noch andere Baustellen; Colitis und eine scheinbar schwer einzustellende Schilddrüse. Nebennierenschwäche? Ich weiß es nicht. Kennt das jemand von euch ? Ich freue mich auf Austausch.

• • 25.08.2026 x 7 #1


26 Antworten ↓

RK1986
@Sprotte oh jaaaaa jeden verdammten Tag. Das erschwert den Morgen so extrem. Bin eigentlich ein früh aufsteher. Mittlerweile komm ich gar nicht mehr hoch seit ich das habe. Und die Angst vor dem Tag.
Wenn ich mittags etwas ruhe und mich hin lege ist das auch so.

• x 3 #2


A


Das Aufwachen

x 3


Sprotte
@RK1986 Echt? Kennst du das?

• x 2 #3


FredM
Huhu Sprotte,

ich kenne das auch seit Jahren. In dem Moment wenn man aufwacht, fühlt es für mich so an, als ob sich der Körper innerhalb von Sekunden "auffüllt" mit negativen Gefühlen, besonders mit Angst (habe eine Angststörung).

Eigentlich ist die Erklärung recht einfach: Das Gehirn schaltet im Moment des Aufwachens in einen anderen Zustand. Das passiert innerhalb von Sekundenbruchteilen. Das hat nichts mit dem landläufigen "ich brauche 10 Minuten um wachzuwerden" zu tun, sondern ist ein neurobiologischer Effekt.

In diesem Moment des Aufwachens schüttet das Gehirn hunderte von Botenstoffen aus, und zwar plötzlich und zügig.

Beim "gesunden" Menschen führt dass dazu, das er oder sie ganz einfach aufwacht, sich gesund fühlt und den Tag beginnt.

Bei und "kranken" Menschen werden schon beim Start des Gehirns diese Botenstoffe nicht in der richtigen Zusammensetzung ausgechüttet. Die falsche Zusammensetzung ist ja ein Grund von vielen, warum wir krank sind. Und genau deshalb gibt es morgens beim Aufwachen bei uns schon das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, das wir Angst haben oder uns Verzweifelt fühlen oder niedergeschlagen.



lg

lachen

• x 4 #4


Sprotte
@FredM Ja, genauso ist es. Danke für deinen Beitrag. Nimmst du Medikamente?

• #5


Greta__
Ich kenne das nicht, allerdings würde ich dir, gerade im Hinblick auf Schilddrüse und Cortisol empfehlen zu einem Nuklearmediziner sowie Nephrologen zu gehen. Das müssen sich Fachärzte anschauen, kein Hausarzt, kein Internist sondern die, die das tagtäglich machen.

Schilddrüse kann auch Tinnitus verursachen, umso wichtiger die Abklärung.

• x 3 #6


FredM
@Sprotte Ich bin jetzt seit ber 20 Jahren krank, und habe alles an Medikamenten und Therapien durch. Nichts, aber auch gar nichts hat auch nur ansatzweise geholfen.

Ich nehme jetzt nur noch für Notfälle, wenns mal ganz schlimm oder nicht auszuhalten ist, Alprazolam. Aber das, wie gesagt, nur ausnahmsweise.

• #7


-juli
@Sprotte nimmst du regelmäßig Cortison? Ich frage nur, weil ich ebenfalls eine Colitis habe und sich Corti leider ganz massiv auf meine Psyche auswirkt, wenn ich es mal brauche und ich dann auch so seltsame Angstspitzen habe, die ich sonst eigentlich nicht kenne.

Ansonsten kann es bei dir ja leider auch ein komplexes Zusammenspiel aus allem sein.

• x 1 #8


Sprotte
@-juli Nein, ich komme mit Pentasa klar. Ich sprühe ein Asthmaspray, aber das ist zu wenig. Cortison habe ich lange nicht genommen.

• x 1 #9


Sprotte
@Greta__ Ja, ich weiß. Ich habe am Montag ein Gespräch mit meiner Internistin - die hat Kontakt zur Endo in der Uni Kiel. Ich war ja in HH bei einem Endokrinologen, der alles doof fand, was ich nehme und wollte bei meiner Unterfunktion mir noch l Thyroxin wegnehmen…. da hatte ich nicht so viel Vertrauen, ehrlich gesagt. An Kassenendokrinologen kommt man nicht ran. Geschallt wurde meine SD vor kurzem - Unterfunktion, etwas klein, aber in Ordnung. Mein ft3 Wert ist so niedrig und der ft4 zu hoch. Das hat sicher was damit zu tun, aber so genau weiß das keiner scheinbar

• x 2 #10


Greta__
Zitat von Sprotte:
@Greta__ Ja, ich weiß. Ich habe am Montag ein Gespräch mit meiner Internistin - die hat Kontakt zur Endo in der Uni Kiel. Ich war ja in HH bei ...

Lass dir eine Überweisung mit Vermittlungscode für Nuklearmediziner geben. Aufgrund deiner Problematik muss das ein Nuklearmediziner sehen. Ich weiß ich nerve damit, dass aber nicht mit böser Absicht.
Ein Endokrinologe ist nicht der richtige Ansprechpartner dafür. Der ist für Hormone zuständig (guckt auch nur auf Blutwerte bei der Schilddrüse), ist aber nicht der Facharzt für Schilddrüse.

• x 3 #11


-juli
@Sprotte okay, das ist schon mal super. Das wäre nur eine Idee von mir gewesen.

• #12


Sprotte
Guten Morgen, seit einiger Zeit kommen diese Adrenalin oder was auch immer - Schübe auch nachts, wenn ich aufwache. Heute um halb drei, um halb sieben und halb acht. Es kostet sehr viel Energie. Ich hab auch die Nebennieren in Verdacht.

• x 2 #13


Greta__
Guck mal. Du könntest mit der Vermutung Nebennieren (Hormone) richtig liegen:

• x 1 #14


Sprotte
@Greta__ Ja, danke. Ich bin auf der Suche nach einer Fachperson. Nicht leicht.

• x 2 #15


RK1986
@Sprotte achte mal darauf ob du noch ne Sekunde Zeit hast bis der Kopf an geht. Du wachst wahrscheinlich nicht wegen den Schub auf sondern du wachst auf. Halbe Sekunde später geht’s los.
So ist es jedenfalls bei mir.

Und man darf nicht vergessen wenn irgendwas aufgrund von Angst und Stress nicht stimmt bleibt die Ursache Angst. Nicht das Hormon.

Mein cortisol wurde mehrfach getestet. Ohne medikamt zu hoch. Mit medikamt war es ok.
Und cortisol ist nun mal vor Angst und Stress zu hoch.

Klar führt das irgendwann zu Probleme aber die zu beheben bleibt weiterhin ein Versuch Symptome zu behandeln. Nicht die Ursache.

• x 4 #16


RK1986
Mit Medikament meine ich Escitalopram

• x 3 #17

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L
Ja, ich kenne das auch, jeden Tag:(
Ich hab mal gelesen dass man beim Aufwachen einen Kortisolschub hat.
Meiner Meinung nach haben wir Angstpatienten sowieso immer ehöht Kortisol im Kreislauf...
Bei mir ist es auch so, dass es mich mit einem Schub aufwachen läßt und dann bin ich wirklich wie unter Adrenalin vom ersten Moment an.
Manchmal ist es wirklich wie ein Knall im Kopf. Klingt bescheuert, aber ist so:(

• x 5 #18


Sprotte
@luciana Ja, dann kennen das ja doch einige. Ich habe eher zu wenig Cortisol - alles schon verbraucht…😆😩

• x 4 #19


kadisha
Oh ja, das kenne ich auch. Ich hatte das tatsächlich mal immer wieder zwischendurch als ich das escitalopram noch in voller Höhe nahm. Seit ich im Entzug vom escitalopram bin, ist es extrem. Quasi fast jeden Morgen. Und natürlich bekomme ich dann Angst wie der Tag wird. Weil manchmal das Gefühl den ganzen Tag hält.
Wie lange hast du das schon? Ich meine du hattest doch auch escitalopram reduziert und bist dann wieder etwas hoch. Hattest du das auch vor dem reduzieren und erhöhen? Ich meine gelesen es hat mit dem Cortisol zu tun. Unser sensibles Nervensystem reagiert da extrem drauf. Vor allem wenn man was an der Dosis geändert hat.

• x 5 #20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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