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B
Hallo erstmal

beim Rumsurfen bin ich auf dieses Forum gestossen und dachte mir, hier melde ich mich an und hoffe auf Hilfe oder Unterstützung bei PA.

Ich bin 33 Jahre alt, komme aus NRW und leide seit ca. einem halben Jahr unter Angstzuständen und Panikattacken.
Angefangen hat alles im Mai/Juni. Meine Oma ist verstorben und danach ging es dann los.

Die Angst überkommt mich immer dann, wenn ich aus dem Haus muss. Bus und Bahn fahren kann ich so gut wie gar nicht mehr. Und wenn, dann nur mit ganz, ganz starkem Bauchgrummeln und Kurzatmigkeit. Wenn ich in der Stadt bin, habe ich Angst, ich bekomme eine Panikattacke und muss dann auch ganz schnell aus der Situation raus und nach Hause flüchten oder ich renne im Kaufhaus auf die Toilette, damit ich zu Atem komme. Habe auch immer Angst, nicht rechtzeitig auf die Toilette zu kommen und mich vor allen Leuten zu blamieren, weil ich mir in die Hose mache. Ist noch nie passiert, aber diese Angst ist halt immer da.

Vom Psychiater hatte ich auch Antidepressiva verschrieben bekommen (Fluoxetin). Diese habe ich 3 Tage genommen und davon wurde alles noch viel schlimmer.
Ich habe nur noch geheult, auf der Couch gesessen und gedacht, ich sterbe. Da ich jahrelang nicht beim Zahnarzt war, hatte ich Angst, ich bekomme durch die schlechten Zähne eine Blutvergiftung und sterbe daran. Habe dann vor lauter Angst den Krankenwagen gerufen. In der Klinik haben sie dann EKG gemacht etc pp, alles i.O. Habe Tavor zur Beruhigung bekommen und sollte die Antidepressiva absetzen. Bin auch nicht mehr zum Therapeuten wegen neuen Medis gegangen, weil ich viel zu viel Angst vor den Nebenwirkungen habe.
Nachdem dann die Fluoxetin nicht mehr in meinem Körper waren, ging es etwas bergauf. Angst und Panik zwar immer noch da, aber ich habe es sogar geschafft, zum Zahnarzt zu gehen und bin diese Angst tatsächlich jetzt losgeworden! Und ich hatte auch keine Blutvergiftung oder so schlechte Zähne, wie ich dachte. Es mussten tatsächlich nur 2 Dinge gemacht werden.
Wahnsinn, dass die eine Angst dabei hilft, die andere zu bekämpfen! Darauf bin ich wirklich stolz und freue mich jetzt sogar, wenn ich zum Zahnarzt gehe! Verrückt!

Körperlich ist bei mir auch wirklich alles soweit i.O. EKG ist spitze, Blutdruck ok, nur nachts erhöht, da ich leichte Atemaussetzer in der Nacht habe. Dafür gehe ich am 03.02. auch in ein Schlaflabor, um es genauer untersuchen zu lassen. Da ich Übergewicht habe, ist das natürlich auch ein Grund für die Atemaussetzer. Allerdings habe ich nur ca. 15 Aussetzer/Stunde. 10 ist wohl Normalwert. Dementsprechend ist es jetzt nicht so akut bei mir.

Und trotzdem bin ich seit dem 23.12. in heller Aufregung und habe jeden Tag mindestens 1 Panikattacke, weil ich Angst habe, ich kriege nicht richtig Luft. Konzentriere mich immer viel zu sehr auf meinen Herzschlag und den Kloß im Hals und wenn mir etwas komisch vorkommt, dann gerate ich immer tiefer in die Panik hinein. Beruhigen ist dann nur noch schwer möglich. Nehme seitdem täglich mindestens 1 halbe Tavor, damit ich ruhig werde und nicht nur weine und dadurch noch weniger Luft bekomme.
Und ich gerate auch immer öfter nach dem Essen in eine Panikattacke. Ich habe dann das Gefühl, mein Herz schlägt viel zu schnell, weil ich gerade gegessen habe und dass es ja nicht gut für mich ist, wenn ich esse...habe auch in der Zeit jetzt schon 2 kg abgenommen, weil ich mich nicht traue, zu essen. Sogar die Weihnachtstage habe ich nicht richtig genießen können.
Nicht, dass es schlecht ist, abzunehmen. Bin sowieso dabei, das Gewicht zu reduzieren. Aber wenn man sich dann so gar nicht traut, zu essen, ist es natürlich auch nicht gut.

Dann bilde ich mir ein, ich habe eine Lungenentzündung. War auch beim Arzt am Mittwoch, aber es ist alles gut - war ja klar! Trotzdem ist die Angst weiterhin da, dass der Arzt einfach etwas übersieht und ich irgendwann einfach nicht mehr aufwache. Was, wenn ich nun doch was am Herzen habe und davon so schlecht Luft bekomme?!
Es macht mich wirklich wahnsinnig! Wieso können diesen Gedanken nicht mal Ruhe geben? Wieso fühle ich mich dann tatsächlich auch körperlich total mies? Habe sogar immer eine belegte Zunge und wenn ich morgens aufstehe, fühle ich mich total krank und schwindelig.

Am 04.01. bin ich wieder beim Psychiater, denn ich habe eingesehen, dass es ohne Medikamenten so einfach nicht weitergeht. Ich warte jeden Tag quasi darauf, dass die nächste Panikattacke kommt. Und da holen mich dann auch alle guten Tipps nicht so schnell raus. Ohne Medis werde ich einfach nicht zur Ruhe kommen und an der Genesung arbeiten können.
Ich habe aber wieder Angst davor, dass die Nebenwirkungen mich so schlimm treffen wie beim letzten Versuch.
Aber ich will wieder raus aus dem Ganzen! Will wieder so sein, wie noch vor ein paar Monaten!

Das war dann jetzt mal eine etwas längere Vorstellung. Tut mir leid, wenn es vielleicht etwas verworren und durcheinander ist. Aber so ist es in meinem Kopf momentan auch.

LG
Becky

31.12.2015 13:05 • 06.01.2016 #1


31 Antworten ↓


PsychoZwerg92
Hey Becky0982,

Ich hoffe ich kann dir weiterhelfen.... meine Anfänglichen Ängste begannen genauso wie deine in den Oberen Zeilen konnte ich mich sofort wiedererkennen.... Medikamente sind nicht immer nötig Konfrontation ist das A und O was natürlich deutlich schwieriger ist.
Ich leide mittlerweile seit 4 Jahren unter Angst und Panikattacken , Sozialphobie und mittlerweile auch totaler Agoraphobie...
Mir half in den ersten Jahren wirklich die Konfrontation, warten bis die Angst verschwindet... in Kaufhäusern und auch in der City hatte ich immer so meine Probleme.. da ich auch den Kontakt zu Menschen immer ziemlich schwierig fand... doch einige Aufgaben meiner Psychologin halfen mir aus dem Schlamassel wieder raus zu kommen.

Ich finde Psychopharmaka sind nur dann nötig wenn man sich garnicht mehr aus dem Haus traut...trotz meiner Unruhe und meiner Angst habe ich bisher nie den weg dazu gefunden mich damit auseinander zu setzen..grade nachdem Ereignis das ich nach Antibiotika zum Kreislaufkollaps kam..das war vor zwei Monaten und seitdem hatte ich auch wieder einen Rückfall.


Ich finde es gut das Du dich darum bemühen willst schnell wieder auf die beine zu kommen. Doch versuche es doch erstmal mit einer Verhaltenstherapie... vielleicht kann diese dich wieder auf einen rechten weg führen. Wenn Du wirklich so große Angst hast Medikamente zu nehmen dann lerne vielleicht erstmal deinem Körper wieder zu vertrauen...

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und hoffe das es dir bald besser geht! Fühl dich gedrückt*

Lg

31.12.2015 14:59 • x 1 #2


A


Atemnot, Schwindel, fühle mich krank - nur psychisch?

x 3


Icefalki
Hallo Becky, willkommen bei uns.

Ich hatte auch diese Angstzustände, allerdings wusste ich, dass das psychisch ist und nicht körperliche Ursachen hatte.

Pass ein bisschen mit dem Tavor auf, weil es abhängig macht.

Und weil du mit dem benzo ruhig wirst, liegt es an deiner Psyche.

Raus aus der Angst ist ein langer Prozess.

Es liegt viel an der eigenen Grundeinstellung. Aber um das zu verstehen, braucht man sehr viel Selbstbeobachtung und eigentlich die Anleitung eines Therapeuten.

Kann es sein, dass du während einer Attacke hyperventilierst und dadurch schlecht Luft bekommst?

31.12.2015 15:03 • x 1 #3


B
Zitat von PsychoZwerg92:
Hey Becky0982,

Ich hoffe ich kann dir weiterhelfen.... meine Anfänglichen Ängste begannen genauso wie deine in den Oberen Zeilen konnte ich mich sofort wiedererkennen.... Medikamente sind nicht immer nötig Konfrontation ist das A und O was natürlich deutlich schwieriger ist.
Ich leide mittlerweile seit 4 Jahren unter Angst und Panikattacken , Sozialphobie und mittlerweile auch totaler Agoraphobie...
Mir half in den ersten Jahren wirklich die Konfrontation, warten bis die Angst verschwindet... in Kaufhäusern und auch in der City hatte ich immer so meine Probleme.. da ich auch den Kontakt zu Menschen immer ziemlich schwierig fand... doch einige Aufgaben meiner Psychologin halfen mir aus dem Schlamassel wieder raus zu kommen.

Ich finde Psychopharmaka sind nur dann nötig wenn man sich garnicht mehr aus dem Haus traut...trotz meiner Unruhe und meiner Angst habe ich bisher nie den weg dazu gefunden mich damit auseinander zu setzen..grade nachdem Ereignis das ich nach Antibiotika zum Kreislaufkollaps kam..das war vor zwei Monaten und seitdem hatte ich auch wieder einen Rückfall.


Ich finde es gut das Du dich darum bemühen willst schnell wieder auf die beine zu kommen. Doch versuche es doch erstmal mit einer Verhaltenstherapie... vielleicht kann diese dich wieder auf einen rechten weg führen. Wenn Du wirklich so große Angst hast Medikamente zu nehmen dann lerne vielleicht erstmal deinem Körper wieder zu vertrauen...

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und hoffe das es dir bald besser geht! Fühl dich gedrückt*

Lg


Danke für deinen Beitrag!

Konfrontation ist so eine Sache...dafür bin ich einfach nicht bereit momentan. Fühle mich durch die ganzen Attacken so ausgelaugt und kraftlos.
Aus dem Haus gehe ich wirklich nur noch in Begleitung und wenn ich mit jemandem im Auto fahren kann.
Und das ist auch erst die letzten Wochen so richtig schlimm geworden.

Verhaltenstherapie wird auch einer meiner nächsten Schritte sein. Ich hoffe, dass der Psychiater mir am Montag da ein wenig mehr zu sagen kann bzw mir auch mal eine genaue Diagnose stellen kann.
Habe ich nämlich bisher auch noch keine erhalten.
Mein erster Besuch dort war ziemlich am Anfang. Da war mir selbst noch nicht so ganz klar, was da los ist und was passiert. Das ist jetzt klarer für mich und so kann er sicher dann auch mehr damit anfangen.

Der Psychologe meint, es seien Verlustängste, die sich so äußern. So wirklich glaube ich daran aber auch nicht. Naja...


Ich wünsche dir hiermit einen guten Rutsch ins das neue Jahr! Auf das dann alles wieder besser wird! *drück*

31.12.2015 16:06 • #4


B
Zitat von Icefalki:
Hallo Becky, willkommen bei uns.

Ich hatte auch diese Angstzustände, allerdings wusste ich, dass das psychisch ist und nicht körperliche Ursachen hatte.

Pass ein bisschen mit dem Tavor auf, weil es abhängig macht.

Und weil du mit dem benzo ruhig wirst, liegt es an deiner Psyche.

Raus aus der Angst ist ein langer Prozess.

Es liegt viel an der eigenen Grundeinstellung. Aber um das zu verstehen, braucht man sehr viel Selbstbeobachtung und eigentlich die Anleitung eines Therapeuten.

Kann es sein, dass du während einer Attacke hyperventilierst und dadurch schlecht Luft bekommst?


Hallo Icefalki,

danke für dein Willkommen!

Eigentlich weiß ich auch, dass es psychisch ist...eigentlich...
Aber wenn es dann so fest sitzt mit der Angst...dann ist es egal, dass man weiß, dass man körperlich gesund ist.

Bin auf jedn Fall vorsichtig mit den Tavor. Mein Freund ist Pfleger von Beruf und schaut da auch immer drauf. Mehr als eine halbe kriege ich von ihm nicht.

Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich ohne Medikamente einfach gar nicht dazu komme, diese Selbstbeobachtung zu machen. Bin viel zu unruhig und nur auf die Sache konzentriert dann.
Erhoffe mir da vom Therapeuten gute Hilfestellung am Montag...
Der wird mich wahrscheinlich auch erstmal ausschimpfen, weil ich nicht mehr bei ihm war.

Ja, ich hyperventiliere auf jeden Fall während der Attacke und bekommen deshalb schlecht Luft.
Anfangen tut es dann mit dem Kloß im Hals und steigert sich dann immer mehr dazu hoch, dass ich schlecht Luft bekomme.
Obwohl ich eigentlich auch immer ganz normal weiteratmen kann...
Ach, das ist alles so schwer zu beschreiben...

Auch dir wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ich verabschiede mich für heute mal und wir lesen uns sicherlich dann nochmal wieder.

31.12.2015 16:12 • #5


PsychoZwerg92
Becky0982 , ich erkenne wirklich aus einigen Details das Du mir in einigen Punkten irgendwie ähnelst.
Es wird alles gut werden ich weiß Konfrontation ist echt mies.. ich kenne das ja selber.. aber es ist leider der einzige weg um sich wieder ein Stück näher zu kommen.
Ich kenne das zu gut fühl dich gedrückt das wird wieder


Bei mir sind in der Umgebung schon viele im Silvester Fieber.. doch irgendwie kann ich mich garnicht daran erfreuen ...
NAJAAA... es wird irgendwann auch wieder besser

Wie ist es eigentlich bei dir...hast Du den ganzen Tag über Symptome oder gibt es auch Momente wo du ruhiger wirst?

31.12.2015 16:59 • #6


B
Zitat von PsychoZwerg92:
Becky0982 , ich erkenne wirklich aus einigen Details das Du mir in einigen Punkten irgendwie ähnelst.
Es wird alles gut werden ich weiß Konfrontation ist echt mies.. ich kenne das ja selber.. aber es ist leider der einzige weg um sich wieder ein Stück näher zu kommen.
Ich kenne das zu gut fühl dich gedrückt das wird wieder


Bei mir sind in der Umgebung schon viele im Silvester Fieber.. doch irgendwie kann ich mich garnicht daran erfreuen ...
NAJAAA... es wird irgendwann auch wieder besser

Wie ist es eigentlich bei dir...hast Du den ganzen Tag über Symptome oder gibt es auch Momente wo du ruhiger wirst?


Hi PsychoZwerg,

hoffe du bist gut ins neue Jahr gekommen?
Mir hat es wirklich sehr geholfen, mich hier anzumelden und zu sehen, dass es Menschen mit den gleichen bzw ähnlichen Problemen gibt. Bin ohne Ängste ins neue Jahr gekommen.
Nun halten sie mich dafür aber wieder wach...

Ja, wir ähneln uns in einigen Punkten schon sehr.

Bis zum 23.12. hatte ich viele gute Tage ohne Panikattacke. Die traten dann nur auf, wenn ich aus dem Haus musste.
Seitdem bin ich täglich angespannt und warte auf die nächste Attacke, ich bin nur noch zu Hause, traue mich nicht raus. Wirklich ruhig ist da kein Moment leider. Ich horche immer in mich rein, mache mich mit Pulsmessen am Handy verrückt usw.
Zu Hause war sonst immer der sichere Hafen, wo ich meist von PA sicher war. Das ist jetzt ja leider anders...aber raus will ich auch einfach nicht. Was, wenn ich draußen eine PA kriege?!

Ich möchte so gern wieder normal sein...

01.01.2016 05:02 • #7


PsychoZwerg92
Hey becky0982 Ich kann das sehr gut nachvollziehen.. mittlerweile bin auch voll am ende meiner Kraft jedentag auf einen Anfall zu warten kenne ich zu gut und auf dauer ist es gift für dich und deine Seele... trotzalleeem nicht aufgeben.. versuche es mit kleinen schritten geh raus erfreue dich am Leben.. das ist ganz wichtig versuche deiner angst zu zeigen das du es schaffst.. auch wenn ein Anfall kommt versuche nicht dagegen anzugehen sondern lass die angst mit der Zeit vergehen.
Ich hätte gestern einen sehr heftigen Anfall hatte nur angst ohne ende.. und ich merke das ich mich in meinem zuhause auch garnicht mehr wohlfühle.. sich zu isolieren ist das schlimmste.. du gehst irgendwann kaputt..

Draußen habe ich auch Anfälle aber ich fühle mich wirklich wohl wenn ich in den Wald gehe .die sonne scheint und ich mich ohne Stress frei bewegen kann.. vielleicht solltest du auch erstmal ruhige orte wählen

01.01.2016 21:24 • x 1 #8


PsychoZwerg92
fühlst du dich an manchen tagen erschöpft?..ich kann mir vorstellen dass das dauerhafte unter Strom stehen sehr zur Erschöpfung führen kann. jedenfalls ergeht es mir heut so

01.01.2016 22:07 • #9


B
Zitat von PsychoZwerg92:
Hey becky0982 Ich kann das sehr gut nachvollziehen.. mittlerweile bin auch voll am ende meiner Kraft jedentag auf einen Anfall zu warten kenne ich zu gut und auf dauer ist es gift für dich und deine Seele... trotzalleeem nicht aufgeben.. versuche es mit kleinen schritten geh raus erfreue dich am Leben.. das ist ganz wichtig versuche deiner angst zu zeigen das du es schaffst.. auch wenn ein Anfall kommt versuche nicht dagegen anzugehen sondern lass die angst mit der Zeit vergehen.
Ich hätte gestern einen sehr heftigen Anfall hatte nur angst ohne ende.. und ich merke das ich mich in meinem zuhause auch garnicht mehr wohlfühle.. sich zu isolieren ist das schlimmste.. du gehst irgendwann kaputt..

Draußen habe ich auch Anfälle aber ich fühle mich wirklich wohl wenn ich in den Wald gehe .die sonne scheint und ich mich ohne Stress frei bewegen kann.. vielleicht solltest du auch erstmal ruhige orte wählen


Hi PsychoZwerg (darf ich nach deinem richtigen Namen fragen?)
Meine Kraft ist auch völlig erschöpft. Könnte nur heulen, weil ich es einfach nicht mehr ertrage und am Liebsten würde ich auch einfach im Bett oder auf der Couch vegetieren, aber da kann es dann wieder passieren, dass ich einen PA kriege, weil ich mich zu sehr auf Herzschlag oder Atmung konzentriere.
Die Nacht bzw der Morgen war wieder ganz schlimm. An Schlaf war gar nicht zu denken. Heute morgen habe ich dann aber nur 1 Baldrian genommen und mich nach einer Stunde oder so auf die Couch schlafen gelegt. Bis 13 Uhr lag ich dann da auch.
Danach ging es dann, weil ich mich aufgerafft habe, Wäsche gewaschen und gekocht habe.
Aber eben hat es mich dann wieder total erwischt. Konnte mich trotz Tavor auch nur schwer beruhigen. Jetzt fange ich schon an, mir einzubilden, mein Hals sei ganz dick von außen und dass ich deswegen schlecht Luft bekomme...
Mein Freund tut dann alles, damit ich wieder runterkomme. Er atmet mit mir usw. Da er Pfleger ist, kennt er sich da ja gut aus.
Wir haben uns dann zusammen auf die Couch gelegt, er hat mich in den Arm genommen und wir sind dann irgendwann beide erschöpft eingeschlafen.



Zitat von PsychoZwerg92:
fühlst du dich an manchen tagen erschöpft?..ich kann mir vorstellen dass das dauerhafte unter Strom stehen sehr zur Erschöpfung führen kann. jedenfalls ergeht es mir heut so


Ja, die Erschöpfung zeigt sich immer mehr. Gerade jetzt nach den 10 Tagen mit täglicher PA.

01.01.2016 23:32 • #10


B
Zitat von PsychoZwerg92:
und ich merke das ich mich in meinem zuhause auch garnicht mehr wohlfühle.. sich zu isolieren ist das schlimmste.. du gehst irgendwann kaputt..

Draußen habe ich auch Anfälle aber ich fühle mich wirklich wohl wenn ich in den Wald gehe .die sonne scheint und ich mich ohne Stress frei bewegen kann.. vielleicht solltest du auch erstmal ruhige orte wählen


Wohlfühlen zu Hause ist so eine Sache. Momentan fühle ich mich am Wohlsten, wenn ich nicht alleine bin. Wenn aber keiner da ist, fängt der Stress an...

Ich werde morgen mit meinem Freund mal eine Runde um den Block gehen. Sehen, wie sich das anfühlt.
Ich vermeide die letzten Tage einfach alles, was mich anstrengen könnte, weil ich so Angst habe, dass ich dann noch schlecher Luft kriege bzw das Gefühl habe, es wird noch schlimmer.

02.01.2016 00:02 • #11


PsychoZwerg92
Hey Becky0982, versuche dich zu beruhigen, es ist schön das Du einen Partner hast der dich in solchen Situationen beruhigen kann, aber ich kann dir echt nur empfehlen jedentag ein stück zu gehen, ich bin vielleicht kein vorbild für sowas doch weiß ich das Du nach einem Spaziergang ruhiger wirst.. heute hatte ich z.b keinen anfall da ich mich nur um meinen Haushalt und meine Tiere gekümmert habe, vielleicht solltest Du dir auch eine Beschäftigung suchen. Es ist schwierig für sich selber eine Beschäftigung zu finden grade wenn man so auf sich fixiert ist das weiß ich aber versuche einfach an nichts zu denken, vielleicht machst Du dir nebenbei einen Film an ich für meinen Teil mache das gerne während des Putzens etc. Disney Filme sind da meine Favoriten ...

Hab keine Angst, fakt ist Dir kann Garnichts passieren, Du fixierst dich einfach nur zu sehr auf dich und deinen Körper...
Ich werde eventuell heute auch alleine eine kleine Runde drehen und wenns es nur wenige Meter sind das ist schei. egal.. Hauptsache raus frische Luft schnappen .
Wenn dein Partner zuhause ist dann mach es mit ihm oder sage ihm das Du alleine raus möchtest und dich meldest falls es für dich schwierig wird.
Nur Mut.


Um ehrlich zu sein ist für mich Anstrengung das beste, da ich meinen Körper intensiv wahrnehme und ich mag das Gefühl total
Du wirst aufjedenfall merken das Du ruhiger wirst glaub mir
Fühl dich gedrückt

02.01.2016 16:01 • x 1 #12


B
Zitat von PsychoZwerg92:
Hey Becky0982, versuche dich zu beruhigen, es ist schön das Du einen Partner hast der dich in solchen Situationen beruhigen kann, aber ich kann dir echt nur empfehlen jedentag ein stück zu gehen, ich bin vielleicht kein vorbild für sowas doch weiß ich das Du nach einem Spaziergang ruhiger wirst.. heute hatte ich z.b keinen anfall da ich mich nur um meinen Haushalt und meine Tiere gekümmert habe, vielleicht solltest Du dir auch eine Beschäftigung suchen. Es ist schwierig für sich selber eine Beschäftigung zu finden grade wenn man so auf sich fixiert ist das weiß ich aber versuche einfach an nichts zu denken, vielleicht machst Du dir nebenbei einen Film an ich für meinen Teil mache das gerne während des Putzens etc. Disney Filme sind da meine Favoriten ...

Hab keine Angst, fakt ist Dir kann Garnichts passieren, Du fixierst dich einfach nur zu sehr auf dich und deinen Körper...
Ich werde eventuell heute auch alleine eine kleine Runde drehen und wenns es nur wenige Meter sind das ist schei. egal.. Hauptsache raus frische Luft schnappen .
Wenn dein Partner zuhause ist dann mach es mit ihm oder sage ihm das Du alleine raus möchtest und dich meldest falls es für dich schwierig wird.
Nur Mut.


Um ehrlich zu sein ist für mich Anstrengung das beste, da ich meinen Körper intensiv wahrnehme und ich mag das Gefühl total
Du wirst aufjedenfall merken das Du ruhiger wirst glaub mir
Fühl dich gedrückt


Huhu PsychoZwerg

Heute geht es mir auch wirklich bessser. Die Nacht konnte ich entspannt schlafen, nachdem ich eine Meditation gehört habe.
Auch habe ich das erste Mal mit meiner Angst gesprochen und ihr gesagt, sie soll mich doch bitte mal endlich zur Ruhe kommen lassen.
Scheint geklappt zu haben, lag bis Mittags im Bett und habe alles an Schlaf nachgeholt, was ich die letzten Tage nicht bekommen habe.

Und nachmittags waren wir spontan auf einem Geburtstag und danach sogar kurz mal im dm.
Auf dem Geburtstag habe ich eine Baldrian genommen, weil ich die Unruhe schon wieder gemerkt habe.
Aber das geht jetzt auch wieder.

Versuche mich zu Hause auch immer irgendwie zu beschäftigen. Aber merke, dass ich mich auf Filme/Serien nicht so konzentrieren kann.
Hoffe das legt sich wieder. Versuche es dann mit Candy Crush oder ähnlichen Spielen auf Facebook oder Musik hören, lesen.
Vielleicht packe ich auch mal wieder die Buntstifte und mein Malbuch aus.

Schön, dass du heute auch ohne Anfall durch den Tag gekommen bist! Da fühlt man sich direkt ein wenig erleichtert!

02.01.2016 18:04 • #13


PsychoZwerg92
Hey Becky0982, boah das hört sich doch super an das freut mich sehr.. versuche desöfteren rauszugehen dann wird es immer besser freu mich total für dich. Ich war heute auch mit meinem Partner unterwegs es war zwar nicht lang aber merke das ich ruhiger werde als ich vorhin war...

ach übrigens um auf deine Frage zurück zu kommen, Ich heiße Lisa
Sei stolz auf dich. Liebe grüße

02.01.2016 18:25 • x 1 #14


B
Hi Lisa!

Ja, ich bin auch mächtig stolz, dass ich es heute so gut hinbekommen habe!
Und ich bin sogar noch immer PA frei bisher!
Zwar ist da dieses komische Gefühl im Hals wieder...aber ich kann es heute gut unter Kontrolle halten.

Denke morgen werden wir auf jeden Fall dann die Runde spazieren gehen, die ja dann heute durch den Geburtstag weggefallen ist.
Und Montag dann endlich der Termin beim Psychiater...

Hoffe dein Abend war auch noch gut!

LG
Becky

02.01.2016 23:27 • #15


PsychoZwerg92
Hey becky0982, das ist sehr schön ...mir geht es mittlerweile auch besser als vorher, das ständige auf sich achten hat jetzt ein Ende, versuche auch jede Zeit in der Du dich gut fühlst rauszugehen mit der Zeit verschwinden auch unangenehme Gefühle Du musst nur vertrauen haben na siehst Du auch ohne Tabletten kann man gut vorran kommen man muss nur die Zeit abwarten.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag

03.01.2016 13:45 • #16


B
Zitat von PsychoZwerg92:
Hey becky0982, das ist sehr schön ...mir geht es mittlerweile auch besser als vorher, das ständige auf sich achten hat jetzt ein Ende, versuche auch jede Zeit in der Du dich gut fühlst rauszugehen mit der Zeit verschwinden auch unangenehme Gefühle Du musst nur vertrauen haben na siehst Du auch ohne Tabletten kann man gut vorran kommen man muss nur die Zeit abwarten.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag


Hallo Lisa,

ich bin jetzt seit gestern fast Angst frei. Am Morgen hatte ich mal kurz einen Anflug von Angst, aber habe sie nicht zugelassen und einfach weiter ruhig geatmet und mich wieder schlafen gelegt.
Eben nach dem Essen war dann auch nochmal kurz ein wenig Angst da, aber auch die ist wieder flott weggewesen.
Und morgen steht dann ja schon der Psychiater Termin an. Ich habe die Tage tatsächlich gut überstanden! Ich bin sehr froh!

Auch sehr schön, dass es dir besser geht!
Man schafft es doch immer irgendwie über die schlimmsten Phasen hinweg...

03.01.2016 17:14 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

PsychoZwerg92
Hey das hört sich doch supiiii an )) Hast Du auch deinen Spaziergang gemacht? Wichtig ist grad in der Phase sich jedentag zu überwinden etwas außerhalb der Wohnung zu unternehmen und wenn Du nur einige minuten an der frischen Luft bist meine Anfälle sind zum Glück auch sehr selten da..was mich echt erleichtert ich genieße es total..
Wünsche dir viel Erfolg für morgen vielleicht Psychopharmaka zu verzichten .. es geht mehr darum das Du weniger von dir wegkommst denn selbst fixierung ist auf dauer ja ziemlich anstrengend und ist die folge von Panikattacken

Also ich drücke die Daumen und halte mich doch auf dem Laufenden würde mich freuen )

Lg

03.01.2016 17:29 • x 1 #18


Z
Hallo Becky0982,

ich kann es gut nachvollziehen was du durchmachst. Aber du bist auf einem guten Weg, denn du hast erkannt das es psychischer Natur ist. Konfrontation ist zwar nicht einfach, aber letztlich der einzige Weg. Außerdem bist du nicht alleine und hast eine tolle Unterstützung von deinem Freund Das ist sehr wichtig, dass man nicht alleine ist.
Frage deinen Psychiater mal nach einer psychosomatischen Kur, da bist du mit gleichgesinnten zusammen und lernst mit deinen Ängsten umzugehen. Falls Medikamente notwenig sind, das es dir besser geht, ist es auch ein guter Weg dort eingestellt zu werden. Da bist du dann unter ständiger Kontrolle und kannst sofort mit jemandem reden wenn du die Medikamente nicht vertragen solltest. Vielleicht geht es dir aber auch dort viel besser und du schaffst es dort durch die verschiedensten Angebote ohne Medikamente auszukommen und zu lernen, wie du dich bei einer Panikattacke oder Angstzuständen beruhigen kannst.

03.01.2016 20:17 • x 1 #19


B
Sooo, der Psychiater hat mir jetzt Pregabalin verschrieben. 1x75 mg am Tag.
Zusätzlich werde ich bei ihm eine homöopathische Therapie versuchen.

Nachmittags waren wir dann noch beim HNO, damit nochmal genau abgeklärt ist, dass das mit den Schluckbeschwerden etc nichts körperliches ist.
Ja, und es ist alles ok. Hatte ja gehofft, es ist doch irgendwas, was man mit Antibiotika o.Ä. in den Griff kriegt.
Aber stattdessen bin ich einfach total verspannt, der Kehlkopf ist total verkrampft. Soll versuchen, nicht zu Räuspern, was ja mal gar nicht einfach ist.
Dazu dann viel Wärme, inhalieren, Bonbons lutschen...
Mal sehen, ob ich es bald in den Griff kriege.

04.01.2016 18:37 • #20


A


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Dr. Reinhard Pichler