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30

Nora5
Zitat von Flame:
So bekämst Du Abstand und Unterstützung zugleich.

Unterstützung habe ich. Vom Traumainstitut, ein bisschen von meiner früheren Therapeutin, ein zusätzlicher wird vorr. noch hinzu kommen, von ganz vielen Freunden. Tabletten nehme ich seit ~4 Jahren zweifache Ant.depre., mehr wäre schon crazy. Bedarfsberuhigungsmittel sind hier. Zu meinen Eltern habe ich keinen Kontakt

14.08.2021 17:45 • #21


Nora5
Zitat von Flame:
Abstand

Das geht nicht, weil durch den plötzlichen Bruch das Trauma getriggert ist und deshalb ist permanente Todesangst da. In der Konstellation ist keine Beruhigung und gesunder Abstand möglich

14.08.2021 17:47 • #22



Angst wird täglich neu getriggert

x 3


Flame
Ah o.k. entschuldige,dann habe ich den kompletten Zusammenhang falsch verstanden.

Dann bist Du denke ich auf einem guten Weg mit der therapeutischen Aufarbeitung.

14.08.2021 17:49 • #23


Nora5
Zitat von Flame:
Dann bist Du denke ich auf einem guten Weg mit der therapeutischen Aufarbeitung.

ja ich mache wirklich ultra viel seit neun Wochen, Skills von morgens bis abends, Medikamente, Therapie, Freunde, Sport, Sauna

14.08.2021 18:00 • x 1 #24


Flame
Hört sich gut an.
Versuch,Dich nicht unter Druck zu setzen und Dir selbst Zeit zu geben.

Wunden heilen nicht von heute auf morgen aber es wird besser werden.

Kennst Du Peter Beer?
Er ist Experte für Resilienz und Achtsamkeit,vielleicht hilft Dir das hier:





Er hat auch einige Tutorials zu allen möglichen Lebensthemen auf YouTube.

14.08.2021 18:04 • #25


Nora5
Zitat von Flame:
Kennst Du Peter Beer?

Ja der lief bei meinem Freund täglich.... triggert mich im Moment ein bisschen, befürchte ich, die Stimme. Ich hab aber Vergleichbares. Trotzdem Dir GANZ lieben Dank für alle superlieb gemeinten Wünsche und versuchte liebe Tipps

14.08.2021 23:22 • x 1 #26


Flame
Das Tragische ist,dass man sich manchmal anderen Menschen gegenüber unfair verhält,weil die destruktiven Muster in einem so stark sind.
Wenn man das aber weiss,kann man doch auch was dagegen tun.
Ich weiss jetzt nicht,in wieweit Dein Freund Therapie macht aber er scheint ja schon sehr daran interessiert zu sein,voran zu kommen und sich positiv zu entwickeln.

Er könnte z.B. lernen,es rechtzeitig in sich zu spüren,wenn er sich in irgendeiner Form bedrängt oder überfordert fühlt.
Bevor das Fass überläuft meine ich.
Es rechtzeitig zu bemerken ist schon die halbe Miete,weil man dann noch reagieren kann bevor das Muster "abgespult" wird.
Er könnte dann sagen:"Es tut mir leid aber mir ist das zuviel gerade" und erstmal die Situation verlassen (als Beispiel).

Das erfordert aber intensive Bewusstseinsarbeit seinerseits,er würde lernen,zum Beobachter seiner selbst zu werden,so dass er regelmässig eine "Innenschau"/Stimmungsbarometer betreibt.
Dazu gehört auch, die Gedanken zu beobachten (ohne sie zu bewerten),Du kennst das aus Deiner Therapie bestimmt.

Ich sage nicht,dass es einfach ist oder von heute auf morgen geht aber es ist möglich die emotionalen Reaktionsmuster zu durchbrechen.


Von mir selbst kann ich sagen,dass in meiner Akutzeit mein komplettes Gefühlsleben und die Gedankenwelt völlig durcheinander geraten ist.
Ich hatte Angst,Panik und auch Depressionen.

Ich merkte,dass ich keine Gefühle mehr für meinen Mann aufbringen konnte (worüber ich sehr verzweifelt war) und glaubte,deswegen keine Berechtigung mehr zu haben bei ihm zu sein und ihn verlassen zu müssen.
Es gibt hier einen Strang,der in dem Zusammenhang vielleicht für Dich interessant sein könnte:

beziehungsaengste-bindungsaengste-f64/angst-den-partner-nicht-zu-lieben-teil-2-t66307.html

Es stellte sich heraus,dass mit dem Abklingen der Depression auch die Gefühle für meinen Mann zurück kamen.
Also lag es nicht daran,dass ich ihn nicht mehr geliebt habe,es lag daran,dass ich in der Depression ausser Angst,Leere,Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit nichts mehr in der Lage war zu fühlen.
Die negativen Gefühle,die mit meiner Depression einhergingen,hatten alles überdeckt.

Es gab sogar eine Phase,in der ich dachte,mein Mann wolle mich absichtlich klein halten.
Also das ging schon fast in Richtung Paranoia.
Wie gesagt,das Denken und Fühlen war völlig durcheinander geraten.

Heutzutage geht es mir dank Therapie,Medikamenten und erlernten Entspannungsverfahren wieder gut und mein Mann und ich sind glücklich miteinander,sogar glücklicher als je zuvor denn gemeinsam überwundene Krisen schweissen zusammen.


Wenn Du Deinen Freund noch liebst,würde ich erstmal abwarten,wie er sich verändert,wenn die akute Krise überwunden ist.
Bei mir hat das zwei Jahre gedauert,sowas braucht Zeit.
Natürlich steht Dein eigenes Wohlergehen an allererster Stelle aber wenn man weiss,warum sich der Partner so komisch verhält,muss man es nicht mehr so persönlich nehmen und es verletzt einen dann auch nicht mehr (so stark).

Ich nehme an,Dein Partner ist auch sehr verzweifelt,weil er gerade nicht aus seiner Haut kann,ich kenne das Gefühl und bin froh und dankbar,dass mein Mann mich damals nicht abgeschrieben hat.
Ich war wirklich nicht mehr ich selbst und hab wie schon erwähnt zwei volle Jahre gebraucht,um mich rauszukämpfen.
Mein Mann hat immer daran geglaubt,dass es irgendwann wieder besser wird und das wurde es schliesslich auch.

Wenn man starke Ängste hat oder/und Depressionen ist man nicht mehr man selbst.
Deswegen sollten Betroffene in solchen Phasen auch keine wichtigen Entscheidungen treffen.
Und damit man aufnahmefähig ist für eine Therapie muss erstmal eine Grundstatbilität rein,das geht gut mit Medikamenten,man muss allerdings erstmal ein geeignetes Medikament für sich finden,,was eben auch seine Zeit dauern kann...( das wäre jetzt für Deinen Partner wichtig),

Jedenfalls kann immernoch alles gut werden,am besten kümmerst Du Dich weiterhin gut um Dich selbst und machst auch so toll weiter mit Deiner Selbstfürsorge.

Ich wünsch Dir viel Kraft und vergiss nie,dass nach einem Tief unweigerlich ein Hoch kommt.

Alles Liebe

15.08.2021 08:44 • x 1 #27


MariaManchester
Zitat von Nora5:
Hallo zusammen, leider bin ich in eine akute Angstphase gerutscht, nachdem ich lange Zeit auch sogar ohne Psychotherapie sehr gut zurecht kam. ...

Kenn ich zu gut. Bin aktuell auch in einer Phase wo ich eigentlich nur versuche den Tag zu überstehen mit allen möglichen Skills. Es ist so schade, da das Leben so viel zu bieten hat aber eigentlich hoffe ich immer nur der Tag geht schnell vorbei. Konntest du es denn mittlerweile überwinden?

15.08.2021 09:01 • x 2 #28


Nora5
Zitat von Flame:
Das Tragische ist,dass man sich manchmal anderen Menschen gegenüber unfair verhält,weil die destruktiven Muster in einem so stark sind.

Hey Du Das ist ja mega lieb von Dir, ich danke Dir so! Ich sehe die Nachricht jetzt erst! Ich fühle mich total verstanden, genau das ist es und genau darum geht es! Mein Freund ist trockener Alk., früher hat er einfach alles weggetrunken und weggedrückt. Dann hat er von einem Tag auf den anderen aufgehört und nie wieder getrunken. Das war ein sehr großer Schritt, das passierte schon zu Beginn der Beziehung. Dann hat er erste Therapieversuche gemacht, das war noch ziemlich holprig, viele Abbrüche. Dann hat er seine Zahnarztangst und Verdrängung überwunden und ist zum Zahnarzt, im dritten Anlauf und hat sich alle Zähne ziehen lassen und ein Gebiss bekommen. Der nächste riesige Schritt. Er konnte wieder frei lächeln. Dann hat er aufgehört zu rauchen, nur noch gedampft. Damit war das Nikotin von einem Päckchen am Tag auf die Menge von zwei Zig. reduziert. Der Geschmacksinn kam zurück und viele andere Vorteile. Dann hat er nach zweimaliger Kündigung wieder Arbeit gefunden und sogar mit seinem Chef über seine Probleme gesprochen und Rückhalt erfahren. Dann 4000 Euro Schulden bei mir zurück gezahlt über 10 Monate. Endlich angefangen, pünktlich und zuverlässig Miete und Schulden an mich zu bezahlen. 100te Emails an Therapeuten geschrieben, bis er jemand gefunden hat endlich. Mit mir eine Paartherapie begonnen. Ein Ritual zu erster Wiedergutmachung gefunden und umgesetzt. Aber er sprach immer wieder von einem Teil in ihm, der alles zerstören will und den er nicht kontrollieren kann, der ihm große Angst macht. Und der ist vor neun Wochen durchgebrochen. Danach folgte eine Art Amoklauf.
Zitat von Flame:
Ich weiss jetzt nicht,in wieweit Dein Freund Therapie macht aber er scheint ja schon sehr daran interessiert zu sein,voran zu kommen und sich positiv zu entwickeln.

ja, war er.
Zitat von Flame:
Es rechtzeitig zu bemerken ist schon die halbe Miete

Ja, genau, das war auf dem Weg. Früher war nur rausrennen und mich angreifen, dann war es acht Monate: sich entschuldigen, Beruhigungstablette nehmen, nach einer halben Std. wieder kommen und Verantwortung übernehmen.
Zitat von Flame:
Ich sage nicht,dass es einfach ist oder von heute auf morgen geht aber es ist möglich die emotionalen Reaktionsmuster zu durchbrechen.

ja, er war wirklich auf dem Weg.

19.08.2021 01:10 • #29


Nora5
Zitat von Flame:
Von mir selbst kann ich sagen,dass in meiner Akutzeit mein komplettes Gefühlsleben und die Gedankenwelt völlig durcheinander geraten ist.
Ich hatte Angst,Panik und auch Depressionen.

Ja, so hat er es beschrieben. Auch schon früher. Dass er, wenn er in diese Zustände gerät, von sich selber abgekoppelt sei und sich kaum mehr fühlen könnte, er sei dann oft wie ferngesteuert und nur noch im Überlebensmodus.
Zitat von Flame:
Es gab sogar eine Phase,in der ich dachte,mein Mann wolle mich absichtlich klein halten.

das denkt er auch und es erschien mir immer wieder wie schwere Wahnvorstellungen
Zitat von Flame:
erlernten Entspannungsverfahren

er hört halt täglich die Videos von Peter Beer
Zitat von Flame:
Wenn Du Deinen Freund noch liebst,würde ich erstmal abwarten,wie er sich verändert,wenn die akute Krise überwunden ist.
Bei mir hat das zwei Jahre gedauert,sowas braucht Zeit.

Ja. Es war schonmal vier Monate, dass er verschwunden ist. Danach wurde es dann besser. Jetzt ist es zwei Monate. Das schlimme ist, dass mein Trauma der plötzliche Kontaktabbruch ist und ich dafür noch keinen Weg gefunden habe für mich, damit umgehen zu können.

19.08.2021 01:15 • #30


Nora5
Zitat von Flame:
Therapie,Medikamenten

inzwischen hat er Therapie, aber gerade erst begonnen und Medikamente schon länger, aber es scheinen jetzt die richtigen zu sein.
Zitat von Flame:
wenn man weiss,warum sich der Partner so komisch verhält,muss man es nicht mehr so persönlich nehmen

Ja genau. Das ist mein großes Problem. Ich beziehe alles auf mich und komme da nicht raus. Ich fühle mich die ganze Zeit real angegriffen und schaffe es nicht, mir zu sagen, das ist die Krankheit
Zitat von Flame:
Ich nehme an,Dein Partner ist auch sehr verzweifelt,weil er gerade nicht aus seiner Haut kann

ja ist er definitiv, er schrieb immer wieder, er habe keine Worte und könne mir auf meine berechtigten Fragen nicht antworten und das würde ihm so Angst machen

19.08.2021 01:18 • #31


Nora5
danke

19.08.2021 01:20 • #32


Flame
Wenn beide Partner psychisch labil sind,wird es halt anstrengend.
Ich weiss nicht,ob sowas überwindbar ist aber warum nicht.

Dass es einfach wird,hat ja niemand behauptet...und was ist schon einfach....

Ich weiss aber,dass alles eine Zeit braucht.
Und dass man sein Herz nicht einfach "abschneiden" kann.

19.08.2021 17:59 • x 1 #33


Nora5
@Flame Das hast Du sehr schön geschrieben

19.08.2021 22:07 • x 1 #34


Nora5
In der letzten Zeit waren sehr viele schlimme Tage und die Trauma-Aktivierung hält weiter an. Ich habe Angst, dass ich als Persönlichkeit ganz gebrochen werde, dass ich meine Lebensfreude verliere und alles, was mich ausmacht. Ich fühle mich so kraftlos und habe so Angst, dass ich es bald einfach nicht mehr schaffe, meinen Alltag zu bewältigen

23.08.2021 23:26 • #35


Flame
Ja,die Versagensängste sind ziemlich belastend weil man ja jeden Tag spürt,dass man nicht mehr so kann wie sonst.

Ich konnte tatsächlich lange Zeit meinen Alltag nicht mehr bewältigen und kann Dir sagen,das ist nicht das Ende der Welt.
Es fühlt sich an,als ob einem das Leben wie Sand durch die Finger rinnt aber das gaukelt Dir Dein Kopf nur vor.

Die Realität ist: In dieser Krisenzeit brauchst Du vor allem eins und das ist Geduld.
Die Zeit ist der beste Heiler,das kann ich Dir sagen und mit der Zeit wirst Du auch herausfinden,welche Art von Medikamenten und Therapie Dir am besten helfen,nur jetzt immer schön eins nach dem anderen.

Du bist auf einem Weg ,dem Heilungsweg und den absolviert man nicht von heute auf morgen.

Setz Dich nicht selbst innerlich unter Druck,Deine Lebensfreude und die Kraft kommen zu gegebener Zeit von ganz alleine wieder,ganz bestimmt.
Und wenn es sich wieder ganz furchtbar anfühlt und die trostlosen Gedanken kommen,kannst Du diesen Text lesen (am besten regelmässig:)

HOFFNUNGSVOLLE GEDANKEN


Alles wird gut werden.Ich kann meine Depressionen überwinden,auch wenn ich im Moment noch nicht so recht daran glaube.
Solange ich lebe,gibt es Hoffnung.
Im Moment erscheint mir vieles sinnos.
Doch hinter den dunklen Wolken ist die Sonne.Sie wird wieder hervortreten und die Wolken vertreiben.
Die Sonne wird auch für mich wieder scheinen.
Ich habe Geduld und erinnere mich daran,dass man Depressionen nicht wie Staub von der Schulter wischen kann.
Ich habe die Fähigkeit und die Kraft.mich aus diesem Gefängnis zu befreien.
Der Tag wird kommen,an dem ich wieder mehr Freude verspüre.
Ich akzeptiere für den Moment,dass es mir schlecht geht und dass negative Gedanken mir das Leben sehr schwer machen.
Diese Zeit wird ein Ende haben.
Ich weiss,dass es meine negativen und pessimiistischen Gedanken sind,die mir das Leben zur Hölle machen.
Deshalb bemühe ich mich darum,sie von mir fernzuhalten.
Das gelingt mal besser und mal schlechter.
Ich werde mich auch bei Rückschlägen immer wieder darum bemühen,meine pessimistischen Gedanken durch hoffnungsvolle Gedanken zu ersetzen.
Ich kann und werde meine Depressionen besiegen.

24.08.2021 14:07 • x 1 #36


Nora5
Zitat von Flame:
Ich konnte tatsächlich lange Zeit meinen Alltag nicht mehr bewältigen und kann Dir sagen,das ist nicht das Ende der Welt.

Liebe Flame,
danke, dass Du Deine Erfahrung teilst, es hilft! Ich bin in den letzten Tagen am tiefsten Punkt angekommen. Mehrmals von der Arbeit rausgelaufen und weinend zusammen gebrochen, mehrere vollkommen unhaltbare Situationen. Es hat sich so viel an Überforderung und Zusammenbruch angehäuft, ich habe in alle Richtungen nur noch Hilferufe ausgesendet.
Heute war ich bei einem neuen Therapeuten und das war ein Durchbruch. Ein Hypnotherapeut. Die Sitzung war zwei Stunden und ich habe so viel geweint, wie ich gar nicht wusste, dass das geht, auch danach draußen noch. Es ist etwas so dermaßen aufgeplatzt. Und er war so toll und hat mich so gut geführt und so fantastische Methoden angewandt, und zwischen dem Weinen habe ich ganz viel gelacht. Am Montag kann ich wieder hin und jetzt wird es voran gehen.

Danke für Deinen schönen Text, den werde ich noch öfter lesen. Als Du es gepostet hast, war ich so in Dissoziation und Verzweiflung, dass ich alles nur noch wie eine Art Film wahrgenommen habe und nur weiter geweint habe und es dann vergessen. Jetzt bin ich schon ein bisschen klarer.

26.08.2021 22:25 • x 1 #37

Sponsor-Mitgliedschaft

banane2016
Liebe Nora,
auch ich mache leider aktuell wieder eine Angstphase durch. Bei mir allerdings bedingt durch meine Schwangerschaft. Auch ich konnte eine Zeitlang ohne Therapie auskommen.
Es ist einfach sehr schwer zu akzeptieren, dass derartige Phasen immer wieder im Leben auftauchen können. Ich finde es aber wirklich toll, dass du therapeutisch so gut aufgestellt bist. Du scheinst sehr reflektiert und das ist schon einmal die halbe Miete. Die Angst vor dem "totalen Zusammenbruch" kann ich sehr gut nachvollziehen, allerdings kann ich dir auch aus Erfahrung sagen, dass wenn man so gut aufgestellt ist, ein derartiger Zusammenbruch fast nicht stattfinden "kann". Es wird vorher irgendwo eine rettende Situation, Moment oder Person kommen - hier scheinbar die Hypnose.
Ich drücke dich fest und kann dir als Rat nur mitgeben, weiter so reflektiert und ehrlich mit dir zu sein und dies auch so nach außen zu tragen! Zeit mag nicht alle Wunden heilen, aber wir lernen mit ihnen umzugehen.

26.08.2021 22:51 • x 1 #38


Liebe Nora, ich finde auch toll, wie du dich durch diese Phase kämpfst, obwohl es so hart ist! Ich habe vor langer Zeit etwas ähnliches erlebt. Eine Parallele ist auch, dass ich versucht habe, ganz genau zu verstehen, warum er so plötzlich ganz eiskalt und verletzend gehandelt hat, und dass ich immer versucht habe, dafür Verständnis zu haben. Gleichzeitig habe ich immer alles auf mich bezogen. Das hat auch alles seine Berechtigung gehabt, denn sein Verhalten war zum Teil so verwirrend und ungeordnet, dass mir der Kopf schwirrte. Gleichzeitig war es phasenweise eine unvergleichlich innige, intensive Beziehung, was es ja überhaupt nur so schwer zu begreifen machte. Was mir damals sehr geholfen hat, war das Buch "Jein". Vielleicht ist das ja auch etwas für dich...? Ganz liebe Grüße

27.08.2021 00:45 • #39


Nora5
Zitat von banane2016:
wenn man so gut aufgestellt ist, ein derartiger Zusammenbruch fast nicht stattfinden "kann"

Hey Du,
das ist sehr sehr lieb und gibt mir ein bisschen Halt für den Tag. Ich habe das Gefühl, pausenlos immer weiter zu fallen im Moment. Der Hypnotherapeut bzw die Sitzung hat mir so sehr geholfen, aber ich kann ja nicht den ganzen Tag unter Hypnose bleiben. Ich weiß nicht, wie ich den Zugang zu meiner Kraft wieder finden soll.

27.08.2021 08:49 • #40



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