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Peekay

Peekay
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Hallo, eigentlich sollte der 20.6. ein toller Tag sein, denn mein Sohn heiratet.
Aber ich habe Angst diesen Tag nicht zu schaffen.
Stehen vor dem Standesamt, meine Gangunsicherheit, massive Rückenschmerzen, Schwindel und Blutdruckangst.
Die Feier findet im Garten statt, für mich viel zu viele Menschen auf kleinem Raum. Fluchtinstinkt, Schwindel, Unruhe, das Gewusel rund um mich rum, die Lautstärke und Kinder.
Ich weiß wirklich nicht was ich machen kann um die ganzen Stunden durchzustehen ohne komplett durchzudrehen oder umzukippen.
Mich macht es auch unendlich traurig daß ich so ein schönes Ereignis nicht einfach genießen kann.

05.06.2026 x 5 #1


32 Antworten ↓
Moelli80

Moelli80
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Zitat von Peekay:
habe kPTBS. Deswegen ist alles so schlimm geworden.

Die Diagnose hab ich auch und weitere.

Als mein Bruder geheiratet hatte vor paar Jahren.
Stand ich meist immer ein Stückchen weiter weg von den ganzen Leuten.
Hatte aber wenigstens meine frau direkt bei mir.
Alleine wäre es für mich noch schwieriger gewesen.

Im Standesamt konnte man wenigstens sitzen und durften nicht so viele mit rein, war eine kleine Erleichterung.

Kirche gehe ich eh nicht rein und warte draussen.

Bei der Feier sasse ich mit meiner frau auch eher ein bisschen abgelegener.
Wenn es mir zuviel wurde, bin ich für 20 bis 30 min bisschen durch die Gegend gelaufen um doe Anspannung runter zu bekommen.

Bis ganz zum Schluss bin ich eh nicht geblieben, hätte ich auch nicht gekonnt.

Da dein Sohn dich kennt, weiss er ja wie schwer es dir fällt.
Da wird er bestimmt sehr stolz sein, dass du kommst und es versuchst.
Glaube nicht das du ihn irgendwas kaputt machen wirst.
Er wird sich eher freuen, dass du trotz deiner Krankheit und Problemen gekommen bist.
Und selbst wenn es nur für paar Std wäre.

Gestern 07:25 • x 6 #18


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A


Angst vor Familienfeier

x 3


A

Angst_90
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Insofern deine Beschwerden nicht von einer Krankheit kommen, sondern psychischer Natur sind, kann ich deine Probleme in gewisser Weise nachvollziehen. Eine Zeit lang ging es mir immer so, bevor ich mit Freunden verreist bin. Eigentlich ja etwas extrem Angenehmes. Speziell wenn wir uns ein Fußballmatch angesehen haben, für das wir extra angereist sind. Wie auch immer, hatte ich immer das Problem, dass mir die ganze Zeit sehr übel war und Bauchschmerzen vorlagen. Vom ersten Tag der Reise bis zum Ankommen zu Hause. Das hat meine Reisen immer komplett zerstört, ich war einfach nur froh, wieder zu Hause angekommen zu sein. Irgendwann habe ich es einfach akzeptiert und mir gesagt, was soll es schon: Wenn ich mich übergeben muss, dann passiert das halt eben. Außerdem habe ich einfach versucht, immer das Schöne an dem Ereignis hervorzuheben und über die Ängste zu stellen. Bei den letzten Reisen hat es wirklich gut funktioniert und die Bauchprobleme waren weg. Teilweise hatte ich diese Probleme auch schon, wenn ich mich einfach so mit mehreren Leuten getroffen habe. Momentan geht es mir echt besser damit. Könnte aber auch damit zusammen hängen, dass ich aufgrund von Depressionen mittlerweile in Behandlung bin und medikamentös behandelt werde.

02.06.2026 20:56 • x 4 #7


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Finchen1985
Hallo.

Hast Du vielleicht einen Rollator, den Du mitnehmen kannst?
Nur, damit Du was zum Festhalten hast beim Standesamt.

Wegen Schwindel würde ich ein Getränk mitnehmen in der Tasche, vielleicht ein bisschen Traubenzucker oder Kekse oder Bonbons.
Je nach Wetter, vielleicht auch einen Sonnenhut.

Dass die Feier im Garten is, is doch gut. Is das eine vertraute Umgebung für Dich?

Wenn es zu viel wird, kannst Du vielleicht rein gehen, Dich kurz hinsetzen?

Hab keine Angst. 🌷

x 8 #2


Peekay
@Finchen1985 meinen Rollator muss ich hier lassen, der passt nicht ins Auto, ist extra breiter.
Mineralwasser stecke ich mir ein, Traubenzucker geht nicht, hab Diabetes.
Die Umgebung ist mir vertraut, aber auch so wenn ich meinen Sohn besuche werde ich in allem unsicher. Eigentlich ist es immer so wenn ich meine Wohnung verlasse.
Ich hab schon angekündigt das ich des öfteren mal drinnen verschwinden werde.
Tavor nehme ich derzeit morgens und mittags 0,5mg, aber davon merke ich fast nix.

x 2 #3


Dunkelbunte
Zitat von Peekay:
meinen Rollator muss ich hier lassen, der passt nicht ins Auto,

Ist da kein anderer Gast, der dich samt Rollator mit nehmen könnte? Wenn du vielleicht im Status von WhatsApp zb einen Aufruf machst?
Oder habt ihr eine WhatsApp Gruppe für die Familie?

Der bietet ja rein psychologisch schon viel Sicherheit und vor allem Unabhängigkeit.

x 4 #4


sensibelchen98
Hi @Peekay , kann mir vorstellen wie du dich fühlen musst. Das ist echt ein Dilemma. Inwiefern weiß dein Sohn von deinen Schwierigkeiten bzw wie verständnisvoll ist er? Es sollte für dich immer die Möglichkeit geben Pause zu machen und dich raus zu nehmen. So eine Feier ist auch für Gesunde Menschen sehr anstrengend, dass es dich viel kostet steht außer Frage.
Könntest du theoretisch auch einfach gehen wenn es dir nicht gut geht? Gibt es jemanden der dich heim bringen könnte? Alleine das Wissen dass das eine Option wäre kann schon beruhigend sein.

x 3 #5


Finchen1985
Zu Tavor kann ich nicht sagen.
Damit hab ich keine Erfahrungen.

x 1 #6


A
Insofern deine Beschwerden nicht von einer Krankheit kommen, sondern psychischer Natur sind, kann ich deine Probleme in gewisser Weise nachvollziehen. Eine Zeit lang ging es mir immer so, bevor ich mit Freunden verreist bin. Eigentlich ja etwas extrem Angenehmes. Speziell wenn wir uns ein Fußballmatch angesehen haben, für das wir extra angereist sind. Wie auch immer, hatte ich immer das Problem, dass mir die ganze Zeit sehr übel war und Bauchschmerzen vorlagen. Vom ersten Tag der Reise bis zum Ankommen zu Hause. Das hat meine Reisen immer komplett zerstört, ich war einfach nur froh, wieder zu Hause angekommen zu sein. Irgendwann habe ich es einfach akzeptiert und mir gesagt, was soll es schon: Wenn ich mich übergeben muss, dann passiert das halt eben. Außerdem habe ich einfach versucht, immer das Schöne an dem Ereignis hervorzuheben und über die Ängste zu stellen. Bei den letzten Reisen hat es wirklich gut funktioniert und die Bauchprobleme waren weg. Teilweise hatte ich diese Probleme auch schon, wenn ich mich einfach so mit mehreren Leuten getroffen habe. Momentan geht es mir echt besser damit. Könnte aber auch damit zusammen hängen, dass ich aufgrund von Depressionen mittlerweile in Behandlung bin und medikamentös behandelt werde.

x 4 #7


Peekay
Zitat von Dunkelbunte:
Ist da kein anderer Gast, der dich samt Rollator mit nehmen könnte?

Nein, mein Schwiegervater holt mich ab.

Zitat von Angst_90:
Außerdem habe ich einfach versucht, immer das Schöne an dem Ereignis hervorzuheben und über die Ängste zu stellen

Mein Hirn sieht in solchen Situationen nichts schönes. Es nützt mir nichts mich den Ängsten zu stellen, solche Situationen retraumatisieren mich nur und dann lässt sich nichts steuern.
Zitat von sensibelchen98:
Inwiefern weiß dein Sohn von deinen Schwierigkeiten bzw wie verständnisvoll ist er?

Ja sicher kennt er alles von mir, hab den Mist ja schon seit 38 Jahren. Aber an seinem besonderen Tag möchte ich ihm die Stimmung nicht verderben.
Wurde immer auf GAS therapiert, Fehldiagnose.... habe kPTBS. Deswegen ist alles so schlimm geworden.

x 3 #8


Gaulin
Zitat von Peekay:
Aber an seinem besonderen Tag möchte ich ihm die Stimmung nicht verderben.

Und genau das kann es schon sein. Eine Erwartungshaltung, die du gar nicht erfüllen kannst, stattdessen löst es nur mehr Druck aus, noch mehr Angst. Ein Teufelskreislauf...
Ich kenne das zu gut. Befürchtungen im Kopf, die wahrscheinlich nie eintreten werden und wenn nie so schlimm, wie wir uns das ausmalen. Aber der Kopf ist eben sehr dramatisch und kreativ. Die Erschöpfung danach auch schon vorprogrammiert, weil alleine dieses Szenario im Kopf unheimlich anstrengend ist.
Hast du paar Skills zur Hand, die du zur Not anwenden kannst? Wie du dich beruhigen kannst, wie du eine evtl. Panikattacke aushältst bzw abschwächen lässt? Atemübungen sind ganz hilfreich für akute Situationen. Langfristig gesehen könntest du versuchen dieses Thema anzugehen.

x 4 #9


Z
Hallo ich kann deine Sorgen und Bedenken sehr gut nachvollziehen. Ich habe, aus anderen Gründen, ähnliche Probleme beim langen Stehen etc. Ich bin jetzt bei Anlässen, die das erfordern, dazu übergegangen, einen kleinen Teleskophocker mitzunehmen. Die gibt es sehr günstig im Internet. Zusammen geschoben, ist er nur so groß, wie eine Scheibe und lässt sich gut in einer etwas größeren Tasche unterbringen. Und wenn es eben nicht mehr geht, dann suche ich mir eine Ecke und setze mich kurz hin. Das ist so eine große Erleichterung und Hilfe. Da Du ja ansonsten mit Rollator unterwegs bist, dürfte es niemand überraschen, wenn du dich mal setzen musst. Allein schon die Tatsache, dass es die Möglichkeit gibt sich zu setzen, beruhigt mich ungemein.

Schau mal im Internet, das gibt es für kleines Geld und ist zb auch für schwerere Menschen ausgelegt.

x 2 #10


Tintan
Zitat von Peekay:
Mich macht es auch unendlich traurig daß ich so ein schönes Ereignis nicht einfach genießen kann.

Ich stelle einmal eine Frage in den Raum: Wer wäre mehr enttäuscht, wenn du nicht gehen würdest – dein Sohn oder du?

Ich kenne solche Situationen aus dem eigenen Leben. Manchmal muss ich mir immer wieder die Frage stellen, was und wem es dient, mich einer belastenden Situation auszusetzen. Gleichzeitig gibt es Ereignisse, die im Leben nur einmal stattfinden. Die Hochzeit des eigenen Kindes gehört für viele Menschen dazu.

Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, den ganzen Tag perfekt durchzustehen oder alles genießen zu müssen. Vielleicht reicht es, dort zu sein, solange es möglich ist. Du musst nicht die ganze Feier meistern. Du darfst Pausen machen, dich zurückziehen oder früher gehen, wenn es zu viel wird.

Dass du traurig bist, weil du ein so schönes Ereignis nicht unbeschwert erleben kannst, kann ich gut verstehen. Aber vielleicht misst sich dieser Tag nicht daran, wie entspannt du bist, sondern daran, dass du trotz aller Schwierigkeiten für deinen Sohn da bist.

x 7 #11


Sonja77
Zitat von Tintan:
Ich stelle einmal eine Frage in den Raum: Wer wäre mehr enttäuscht, wenn du nicht gehen würdest – dein Sohn oder du? Ich kenne solche ...

Das nenne ich mal einen wirklich netten und vorallem hilfreichen Beitrag
danke dafür ich hoffe die TE kann ihn auch als dieses annehmen und daraus viel lernen

x 2 #12


Peekay
Zitat von Gaulin:
Und genau das kann es schon sein. Eine Erwartungshaltung, die du gar nicht erfüllen kannst, stattdessen löst es nur mehr Druck aus, noch mehr Angst. Ein Teufelskreislauf...
Ich kenne das zu gut. Befürchtungen im Kopf, die wahrscheinlich nie eintreten werden und wenn nie so schlimm, wie wir uns das ausmalen. Aber der Kopf ist eben sehr dramatisch und kreativ. Die Erschöpfung danach auch schon vorprogrammiert, weil alleine dieses Szenario im Kopf unheimlich anstrengend ist.

Stimmt, das ständige overthinking macht es alles nur schlimmer.
Skills funktionieren bei mir nicht, die sind eher bei Panik hilfreich.
Wenn ich fix und alle bin hilft mir nur mich hinzulegen und Ruhe zu halten.

Zitat von Zita:
Ich bin jetzt bei Anlässen, die das erfordern, dazu übergegangen, einen kleinen Teleskophocker mitzunehmen

Daran hatte ich auch schon gedacht, aber das Problem ist, dass ich nur die kleine Sitzfläche ohne Lehne habe, da wird's kippelig und das macht wieder Angst. Ich kann nicht einmal auf meinem Duschhocker sitzen vor dem Waschbecken.

x 2 #13


E
Mir hilft manch mal wenn ich das ganze durch den Kopf gehen lasse, mir den Ort Vorstelle, manch mal google ich auch da nach schaue mir die Bilde an oder mit etwas üben. Wenn du mal alleine zum Standesamt fahren könntest dir alles anschauen kannst, vielleicht bekommst du das Standesamt dann hin und wie es danach weiter geht schaust du einfach und wenn es dann nicht geht dann gehst du einfach.

Ich glaube man kann manch mal dem Wind etwas aus den Segel nehmen wenn man zu vor sich die Ortschaften oder Plätze anschaut. Sicher geht das nicht immer, aber ein Versuch könnte helfen. Man bekommt dann irgend wie mehr echte Informationen wenn man es übt.

x 4 #14


Peekay
@Elemente ich kenne die Örtlichkeit schon. Das bringt mir leider keinerlei Sicherheit. Üben , hm, wenn ich da ins Schwanken komme, dann ist das von Vornherein schlecht belegt.

x 1 #15


Peekay
Ich war wegen dem Schwindel heute beim Neurologen. Ich müsste einige Übungen machen und dann schlussvfolgerte er irgendwas mit vestibulär ? Das sendet wohl Fehlinformation an mein Kleinhirn.
Habe Tbl bekommen, ein Antiepileptika. Das soll ich schwach dosiert ausprobieren und jedesmal notieren wenn Schwindel auftaucht.
Hat jemand von euch auch so ein Medi?

x 1 #16


Schlaflose
Ist es denn nicht möglich, dass vor Ort ein Rollator oder ein Rollstuhl für dich organisiert wird?

x 3 #17

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Moelli80
Zitat von Peekay:
habe kPTBS. Deswegen ist alles so schlimm geworden.

Die Diagnose hab ich auch und weitere.

Als mein Bruder geheiratet hatte vor paar Jahren.
Stand ich meist immer ein Stückchen weiter weg von den ganzen Leuten.
Hatte aber wenigstens meine frau direkt bei mir.
Alleine wäre es für mich noch schwieriger gewesen.

Im Standesamt konnte man wenigstens sitzen und durften nicht so viele mit rein, war eine kleine Erleichterung.

Kirche gehe ich eh nicht rein und warte draussen.

Bei der Feier sasse ich mit meiner frau auch eher ein bisschen abgelegener.
Wenn es mir zuviel wurde, bin ich für 20 bis 30 min bisschen durch die Gegend gelaufen um doe Anspannung runter zu bekommen.

Bis ganz zum Schluss bin ich eh nicht geblieben, hätte ich auch nicht gekonnt.

Da dein Sohn dich kennt, weiss er ja wie schwer es dir fällt.
Da wird er bestimmt sehr stolz sein, dass du kommst und es versuchst.
Glaube nicht das du ihn irgendwas kaputt machen wirst.
Er wird sich eher freuen, dass du trotz deiner Krankheit und Problemen gekommen bist.
Und selbst wenn es nur für paar Std wäre.

x 6 #18


P
Zitat von Peekay:
Stimmt, das ständige overthinking macht es alles nur schlimmer.

Es gibt Methoden, das zu mildern oder zu unterbinden.
Mit dem Wissen, dass du selber ein gutes Stück weit in der Hand hast, wie du den Tag erleben wirst, schaffst du es vielleicht, eine Strategie zu entwickeln, die dir ein Dabeisein erlaubt, dass dich nicht zu sehr belastet.
Dein Sohn wünscht sich sicher auch, dass seine Hochzeit seine Mutter nicht über Gebühr strapaziert.

x 4 #19


Peekay
@Schlaflose nein die gibt es nicht, aber ich habe die Idee mit dem Teleskophocker aufgegriffen und mir den bestellt. Kommt morgen an, da hab ich noch Zeit zu üben drauf zu sitzen.

x 2 #20


A


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