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Mupfi
Hallo ihr Lieben,

Ich habe einen Benzoentzug hinter mir und bin seit 2 Wochen wieder Zuhause. Das Alleinsein ist furchtbar für mich. Mein Mann arbeitet und wenn er von der Arbeit kommt, geht er in die Kneipe Unser Sohn (7) ist wegen ADHS in einer Wohngruppe. Er war bisher mein Dreh- und Angelpunkt. Wir können ihn alle 2 Wochen besuchen, aber die Vorstellung als Beifahrerin 1 Stunde Autobahn auszuhalten, ist für mich zur Zeit der Horror. Ich habe Zwangsgedanken obwohl ich nichts machen würde. Was macht ihr da? Ist hier im Forum jemand, der aus Bad Homburg kommt und sich mit mir treffen würde. Danke schön und liebe Grüße

05.07.2021 15:39 • 05.07.2021 #1


17 Antworten ↓


Orangia
Zitat von Mupfi:
Hallo ihr Lieben, Ich habe einen Benzoentzug hinter mir und bin seit 2 Wochen wieder Zuhause. Das Alleinsein ist furchtbar für mich. Mein Mann arbeitet und wenn er von der Arbeit kommt, geht er in die Kneipe Unser Sohn (7) ist wegen ADHS in einer Wohngruppe. Er war bisher mein Dreh- und Angelpunkt. Wir können ihn ...

Nimmst du denn jetzt gar nichts mehr an Psychopharmaka ?
Hast du eine Bedarfsmedikation für " besondere Situationen " ?

Dann hast du ja kein Familienleben in dem Sinne.
Dein Sohn ist im betreuten Wohnen, das wird sicher die richtige Entscheidung gewesen sein.
Aber wenn dein Mann nach der Arbeit in die Kneipe geht..... da würde ich auch krank werden, ehrlich gesagt.

Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, kannst du bei den Forenspielen mitmachen und ein bißchen Zerstreuung finden.

05.07.2021 16:48 • x 1 #2



Angst als Beifahrer auf der Autobahn

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Mupfi
Hallo Orangia,

Vielen lieben Dank. Ich nehme 150 mg Opipramol und 150 mg Pregabalin pro Tag. Ansonsten nehme ich bei Bedarf Truxal oder Promethazin. Der Entzug war heftig und momentan suche ich eine Kognitive Verhaltenstherapie.
Was hilft Dir denn?
Liebe Grüße

05.07.2021 17:58 • #3


Orangia
Zitat von Mupfi:
Hallo Orangia, Vielen lieben Dank. Ich nehme 150 mg Opipramol und 150 mg Pregabalin pro Tag. Ansonsten nehme ich bei Bedarf Truxal oder Promethazin. Der Entzug war heftig und momentan suche ich eine Kognitive Verhaltenstherapie. Was hilft Dir denn? Liebe Grüße

Achso, dann bist du noch ganz gut versorgt mit Medis.
Nach dem Tavorentzug hab ich auch Lyrica / Pregabalin bekommen.
Bedarf brauche ich nicht.
Bist du krankgeschrieben, berufstätig, in Rente oder wie ?

05.07.2021 18:11 • #4


Howy33
Hallo,

mit Zwangsgedanken kenne ich mich zwar nicht aus aber dafür fallen mir sonst immer Alternativen ein und in erster Linie geht es dir ja vermutlich auch um Soforthilfe, damit du deinen Sohn wiedersehen kannst.

Gibt es keinen anderen Weg zu deinem Sohn z. B. mit der ÖPNV?

Wäre denn Landstraße für dich erträglicher?

Gibt es keine Möglichkeit, dass dein Mann euren Sohn für ein paar Stunden abholt?

Oder jemand anderes fährt dich. Vielleicht liegt es ja auch an der Fahrweise deines Mannes.

05.07.2021 19:33 • #5


Mupfi
Nein, bin nicht krankgeschrieben. Wie lange hat es bei Dir gedauert, wieder halbwegs ohne Benzos klar zu kommen? Liebe Grüße

05.07.2021 20:56 • #6


Mupfi
Hallo, vielen lieben Dank. Ich könnte auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Angst habe ich zur Zeit trotzdem vor so vielen Dingen. Leider können wir uns nur im Umkreis der Wohngruppe aufhalten. Landstraße wäre für mich weitaus erträglicher. Mein Mann fährt sehr gut, kann sich aber nicht in meine Situation versetzen. Ich bräuchte jemanden, der mich da versteht.
Liebe Grüße

05.07.2021 21:03 • #7


Orangia
Zitat von Mupfi:
Nein, bin nicht krankgeschrieben. Wie lange hat es bei Dir gedauert, wieder halbwegs ohne Benzos klar zu kommen? Liebe Grüße

Das war 2014. So genau weiß ich das nicht mehr.
Man kann das sowieso nicht verallgemeinern, da es auch vom individuellen Krankheitsbild abhängig ist.
Es hat länger gedauert, weil ich das Lyrica auch nicht gleich bekam sondern erst darum betteln mußte.

05.07.2021 21:06 • #8


Es ist bestimmt schlimm für dich, dass dein Sohn mit gerade mal 7 Jahren in einer Wohngruppe lebt. Das belastet dich sicher noch zusätzlich

05.07.2021 21:15 • #9


Howy33
Sprich doch mal mit deinem Mann darüber. Ich finde es sehr traurig, wenn er da keine Rücksicht auf dich nehmen würde. Sag das du dir das über die Autobahn aktuell nicht zutraust und bitte ihn über Land zu fahren. Oder ihr einigt euch darauf die Autobahn mal zu testen und sofort an der nächsten Ausfahrt abzufahren, wenn du Panik bekommst oder die Ängste zu groß werden. Ich finde das sollte das Mindeste sein und wenn er das nicht für dich tut dann zumindest für euren Sohn.

05.07.2021 21:17 • #10


Mupfi
Howy, das sind gute Ideen. Hab ich ihm schon vorgeschlagen. Ob er es macht, ist fraglich. Ihm dauert es über Land zu lang. Die Gesamtstrecke auf der Autobahn dauert 1 Stunde und die kann sehr lange sein, wenn man Angst hat. Für den schlimmsten Fall habe ich noch Alprazolam, aber ich will es nicht nehmen müssen.

05.07.2021 21:29 • #11


Perle
Also ich bin auch nicht gerne Beifahrer, auch wenn sich meine Angststörung an sich reguliert hat über die Jahre. Ich setzte mich lieber hinten hin, da nehme ich den ganzen Verkehr um mich herum nicht so konkret wahr.

05.07.2021 21:39 • #12


Mupfi
Hallo Perle, ist eine gute Idee. Vielen Dank. Ich bin früher sogar nach Kroatien als Fahrer gefahren. Bin so wütend auf mich, dass ich das alles nicht mehr schaffe. Da steht mir wohl mein Perfektionismus im Weg.

05.07.2021 21:46 • #13


Mupfi
Hallo Violetta, vielen lieben Dank. Ja, es ist furchtbar für mich. Auch wenn ich weiß, dass er in guten Händen ist, ist es schrecklich ihn nicht zuhause zu haben. Es belastet mich ungemein. Die Ängste sind erträglicher, wenn er da ist, weil ich da komplett auf ihn fokussiert bin.

05.07.2021 21:52 • #14


Hey
Deine Ängste als Beifahrerin erlebe ich auch täglich. Nicht selbst aber meine Mama geht es genauso. Bei mir fühlt sie sich relativ sicher im Auto aber bei meinem Dad - fast unmöglich.

Du kommst aus Bad Homburg? Wie klein die Welt ist, komme aus Friedberg.

Zu der Situation deines Sohnes:
Ich arbeite selbst in einer Wohngruppe & besonders in der Elternarbeit sind wir sehr offen & versuchen uns auch den Umständen der Eltern anzupassen. Besteht die Möglichkeit das du dort mal das Gespräch suchst & fragst ob eine Fachkraft mit deinem Sohn zu euch kommen würde? Bad Homburg hat ja auch einen schönen Park wo man sich aufhalten kann.

05.07.2021 21:53 • #15


Mupfi
Ich hoffe, dass es nicht ewig dauert. Meine Ärztin hat mir das immer verschrieben und dann auf einmal nicht mehr.

05.07.2021 21:56 • #16


Mupfi
Hi, danke für die Rückmeldung. Ja, Die Welt ist klein. Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Ich werde es mal ansprechen.

05.07.2021 22:00 • #17

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Zitat von Mupfi:
Hallo Violetta, vielen lieben Dank. Ja, es ist furchtbar für mich. Auch wenn ich weiß, dass er in guten Händen ist, ist es schrecklich ihn nicht ...
Besteht denn nicht die Möglichkeit, ihn wieder zu euch zu holen?

05.07.2021 22:18 • #18



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