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Hallo,

ich bin 22 Jahre und habe folgende Diagnosen (seit 4 Jahren): Depressionen, Impulskontrollstörung, Persönlichkeitstörung, generalisierte Angststörung mit Panikattacken.

Ich bin heute zweimal beim Internisten gewesen, bei dem ersten Mal, hatte ich das Gefühl, die Angst vor einer Blinddarm-Entzündung.

Zwei Stunden danach spüre ich Herzrasen und rufe die Leitstelle an, und bitte den Disponenten am Telefon zu bleiben, bis ich an der 200 Meter entfernte Hauspraxis angekommen bin, es wurde ein Elektrokardiogramm geschrieben, sowie der Blutdruck gemessen - ohne Befund, wie die Blutwerte, die mir einige Stunden zuvor abgenommen wurden.

Jetzt erneute Angst, diesmal Angst vor einem Schlaganfall, bewusstlos zu werden, einen Herzinfarkt zu bekommen oder zu sterben.

Bin kurz davor wieder einen Rettungswagen zu alarmieren, ich halte die Andauerndenden Angstzustände nicht mehr aus.

Was soll ich in einem Angst- "Notfall" machen? Außerdem suche ich jemanden mit dem ich mich Austauschen kann über E-Mail, SMS oder Telefon, allgemeine Erfahrungen und Tipps.

30.04.2013 19:57 • 07.05.2013 #1


15 Antworten ↓


Hallo!
Ich bin 29 Jahre alt und kann deine Angst gut verstehen! Hatte so einen "Zustand" vor 2 Monaten wo ich auch dachte ich muss sofort ins Krankenhaus weil ich ersticken könnte! Hätte sowas nie für möglich gehalten das ich so in Panik geraten kann!

30.04.2013 20:03 • #2



Andauernde Angstzustände - was im Notfall machen?

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Und aktuell fühle ich mich auch gerade wieder nicht gut. Leide unter extremen Verlustängsten und da mein Partner übermorgen für 4 Tage verreist habe ich jetzt schon lauter schlimme Ideen was mir passieren könnte wenn er nicht bei mir ist! ER hat gerade das Haus verlassen und schon habe ich eine Enge in meinem Hals, weil ich mich so verkrampfe.... Aber genau wie bei dir ist es bei mir nichts anderes als die Angst die uns so zum rasen bringt!

30.04.2013 20:07 • #3


Und was machst du in dem Moment, wo die Angst kommt?

30.04.2013 20:31 • #4


Nabend... Ich bin mit meiner freundin der angst nun schon seit über zehn jahren zusammen und denke so gut wie alles zu wissen... Sicher gibt es auch bei mir tage, wo sie mir ein absolut neues gesicht von sich zeigt aber letztlich lass ich mich nicht mehr unter kriegen von ihr. Wenn ich dir also irgendwie helfen kann ...ich höre gerne zu oder gebe dir denkanstösse in eine andere richtung. Du darfst eins nie vergessen, angst ist nur ein gefühl, welches versucht dich aufmerksam zu machen auf etwas, was in deinem leben gerade nicht richtig läuft und dich somit schützen will... Sei ehrlich zu dir selbst und lass dich nicht von den durch sie hervorgerufenden symptomen unterkriegen... Du hast die fesseln in der hand... Du allein...

30.04.2013 20:33 • #5


Also im MOment ist sie ganz akut da die Angst. Aber ich versuche, hin zu schauen. Was passiert gerade..... Ok, ich habe ein Gefühl der Enge im Hals.... bekomme ich vielleicht keine Luft mehr? Schwachsinn..... das denke ich bereits seit 10 Minuten. Wenn ich wirklich keine Luft bekommen würde, wäre ich schon erstickt.
Es ist lediglich eine Enge im Hals, weil ich gerade Angst habe und ich mich so verkrampfe, dass meine ganzen Halsmuskeln angespannt sind. Und dann versuche ich mir zu überlegen, wann es mir jetzt besser gehen würde, bzw. was meinen Zustand jetzt verbessern würde. Das wäre wenn jemand bei mir wäre... am liebsten mein Partner, der vor einer Stunde das Haus verlassen hat. Seither ist die Angst auch da.
Ich versuche also, das ganze mit etwas mehr Vernunft zu sehen. Und ich weiß, dass es mir nichts bringt mich jetzt von diesem Gefühl in Panik bringen zu lassen. Denn es wird wieder vorbei gehen, sobald ich es schaffe mich wieder zu entspannen und mit diesen unrealistischen GEdanekn aufhöre!
Versuche gerade mich etwas abzulenken.... gelingt mir aber auch nur bedingt....
Wie geht es dir jetzt? Etwas besser? Wohnst du alleine?

30.04.2013 20:37 • #6


Momentan sind es nur noch Ängste, also Gedanken, die sich mit den Symptomen beschäftigen, die mir sagen es könnte ein Schlaganfall sein.

30.04.2013 21:18 • #7


Wieso solltest du mit 22 einen Schlag Anfall bekommen?
Vor allem warst du doch heute schon 2 mal beim Arzt!

30.04.2013 21:22 • #8


Ja, in einer akuten Krise, einem Angstzustand kann ich schwer rationale Entscheidungen treffen, es sind dann impulsive, schon automatisierte Handlungen, den Rettungswagen zu alarmieren um Absicherung durch medizinische Untersuchungen zu bekommen. In den letzten vier Wochen, verdoppelte sich die Intensität der Angstzustände.

30.04.2013 23:06 • #9


mach dir bewusst das die angst alles mögliche verursachen kann, ich hatte auch schon überall krebs, ms, schlaganfälle, hirnhautentzündungen, taubheitsgefühle überall und es kann so intensiv werden das man wirklich glaub man hätte was.

und was du weiter machen solltest schnellst möglich zum psychiater, es gibt medikamente die diese ängste und gedanken reduzieren bzw ausschalten können...notfalls lass dich in die psychiatrie einweisen...

01.05.2013 09:41 • #10


@ blubel

Ich hab mit gelesen:)
Welche Medis sind das denn ?
Interessenfrage

Lg Luise

01.05.2013 09:58 • #11


bei mir sertralin+seroquel aber das muss der arzt individuell entscheiden

01.05.2013 10:01 • #12


Zum thema ausschalten durch medikamente möchte ich mich nochmal zu worte melden. Sicher ist es hilfreich eine kleine stütze zu haben, dennoch liegt die eigentliche arbeit bei jedem selbst und das beste medikament der welt ist nicht in der lage... Die verantwortung für euer leben zu übernehmen. Ich spreche da wirklich aus erfahrung und lehne mich nur deshalb mit meiner äusserung so weit aus dem fenster. Ich habe sogar zwei jahrelang diazepam in hohen dosen genommen weil absolut nichts mehr ging. Das ende vom lied war eine benzoabhängigkeit und ein sehr sehr harter entzug. Das ganze ist jetzt fast zehn jahre her und seit dieser zeit nehme ich nichts mehr. Was ich eigentlich sagen will ist, dass medikamente vielleicht einiges an symptomen unterdrücken aber mit sicherheit nicht deine probleme lösen, nämlich den grund erkennen warum es ist wie es ist. Da musst du ganz alleine hinschauen und das verlangt ein hartes stück arbeit, denn es setzt ehrlichkeit sich selbst gegenüber voraus. Wer dazu nicht bereit ist, dessen leidensdruck ist in meinen augen nicht groß genug. Daher mein rat... Medikamente für eine gewisse zeit als unterstützung vielleicht ja, aber nicht auf lange sicht. Denn das ändert leider überhaupt nichts... Alles gute an alle... Und noch nen schönen abend;-)

01.05.2013 21:24 • #13


Ich habe über einen längeren Zeitraum Benzodiazepine genommen. Ich bin auch schon mehrmals, in einer psychiatrischen Klinik gewesen, mehrmals und mittlerweile habe ich das Gefühl, keine Unterstützung mehr von denen zu bekommen.

In den nächsten Wochen habe ich einen Termin bei einem Psychiater. Ich habe mir außerdem vorgenommen zweimal monatlich an einem Treffen "Angst - Zurück ins Leben" teilzunehmen, eine Selbsthilfegruppe.

02.05.2013 13:28 • #14


Guten Abend,

Im Restaurant habe ich heute gemerkt, dass ich beim Bestellen ziemlich nervös wurde. Ich fing an zu zittern und bekam Herzrasen, umso länger ich versuchte in der Situation zu bleiben, umso stärker wurden die Symptome. Als wird dann zu Tisch saßen und ich meinem Cousin davon berichtete und den Sorgen, nahm die Intensität langsam ab.

06.05.2013 21:40 • #15


Guten morgen! ich kann gut verstehen das es dir besser ging als du angefangen Hast über deine Ängste zu sprechen!
oft ist es ja so, das wir Angst haben aufgefallen und uns eventuell zu blamieren wenn wir Panik bekommen.
in dem Moment wo du anfängt darüber zu sprechen kannst du ein teil dieser last los lassen und du Hast jemandem der weiß,warum du vielleicht gerade nicht so entspannt bist oder zitterst!mir fällt es auch viel leichter mit Menschen zusammen zu sein die von meinen Problemen wissen und nicht blöd schauen würden wenn ich plötzlich raus muss oder sonstiges!
allerdings ist es bei mir noch nie so weit gekommen das ich wirklich geflüchtet bin! bisher konnte ich es immer aushalten!

und diese Erfahrung Hast du ja auch gestern gemacht! du kannst es aushalten! es ist nichts passiert!
leicht helfen dir kleine selbstgespräche im kopf wenn gerade niemand da ist mit dem du dich austauschen kannst!

07.05.2013 07:53 • #16



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