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Zitat von Lillibeth:
Mir geht es gerade ganz genau so. Ich nehme jeden Abend 25 mg Opipramol seit ein paar Tagen weil ich es nicht mehr aushielt. Habe ich vom Psychiater bekommen. Jetzt schlafe ich vernünftig und bin dadurch im Ganzen etwas ruhiger. Die Endlösung ist das für mich aber auch noch nicht



Ja das verstehe ich ... Ist schon komisch auf einmal so aus der Bahn geworfen zu werden Sad

x 1 #101


S
Zitat von Nour:
Den Gedanken, mich einweisen zu lassen hatte ich auch schon und das hat mir Sicherheit gegeben. Ich habe aber natürlich versucht, so viel wie möglich zu dem Thema zu Erfahren und bisher habe ich ein paar Dinge rausgefunden, die mich enorm beruhigen.Anscheinend kommen solche Zwangsgedanken oft, wenn das Stresslevel extrem hoch ist und es einem schwerfällt, sich zu entspannen. Vielleicht hast du ja auch schon erlebt, dass die Gedanke nicht so stark oder verängstigend sind, wenn du in entspannten Situationen bist.Außerdem habe ich gehört, dass diese Gedanken häufig bei Menschen ...


Oh ich danke dir sehr für deine Antwort, vieles davon habe ich schon gemacht.. und du hast in allen Punkten Recht, ich bin sehr strukturiert und Perfektionistisch, und habe auch ein sehr großes Herz. Und genau das wird es sein was mich aus der Bahn wirft, weil ich es so nicht kenne, ich habe viele Schicksaals Schläge erlitten, in den letzten 20 jahren und musste es immer mit mir selbst aus machen, das Ende vom Lied war wohl das es irgendwann einfach aus einem raus bricht und die Psyche einfach nicht mehr kann weil das Fass voll ist .. in meinem Leben ging es bis heute eigentlich nur darum einem ideal zu entsprechen, es allen Recht zu machen und meinem strukturierten Alltag zu bewältigen, sei's putzen sei's Arbeit sei's frieden bewahren obwohl man dabei eigentlich mehr verzeiht als einem eigentlich lieb ist. Ich habe mich selten mit mir selbst beschäftigt selbst auf der Arbeit mache ich mir Druck wegen Umsatz anderen Mitarbeitern und Dingen die eigentlich nicht meine Aufgabe sind. Für viele Dinge war ich auch zu jung aber ich musste trotzdem immer eine Lösung für alles finden. Mit 16 musste ich mich alleine Versorgen und hatte eigentlich niemanden mehr. Jetzt habe ich zwar alles was ich mir je erträumt hätte habe aber nicht mehr alle Tassen im Schrank und bin unglücklich. Wahrscheinlich weil ich eigentlich nie darauf geachtet habe das es mir nicht gut geht oder ruhiger sein muss viele Aufgaben habe ich mir auch dreifach auferlegt, das wird wohl der Grund sein. Ich hoffe das ich es daraus schaffe.. danke für deine Liebe Antwort


LG

#102


G

Depression, Angststörung, Zwangsstörung

Hallo,

ich hoffe irgendjemand kann mir helfen, ich bin echt am Ende.

Ist es möglich, dass man so eine schwere Depression haben kann, wobei man nichts mehr bewusst wahr nimmt?

Ich laufe damit schon seit 5 Monaten rum, war bereits im Krankenhaus und wurde komplett neurologisch untersucht.
Dabei wurde nur eine Glianarbe frontal im Hirn festgestellt.

Es wird davon ausgegangen, dass es durch eine Angststörung und Depression verursacht wird. Bin in psychologischer Behandlung alle 14 Tage und nehme Escitalopram.

Ich ziehe z.B. meine Tochter an und hab kurz danach kein Bild im Kopf, dass ich es gemacht habe. Und das betrifft mich bei jeder Handlung. Ich gebe meinen Kindern trinken, essen und manchmal so unbewusst, wobei ich nicht weiss ob sie sich selber was ins Glas gefüllt haben.

Wenn ich darüber nachdenke, was meine Kinder gerade anhaben, fällt es mir nicht sofort ein. Geschweige denn was ich gerade anhabe. Mein Gehirn macht total dicht. Ich weiss, manchmal nicht ob etwas gestern oder vorgestern war.
Durch den Zwang denke ich ständig zurück, was ich gerade gemacht habe wo ich gerade herkomme und es ist alles total durcheinander. Bringe z.B. was in den Abstellraum, frage ich mich kurz danach was ich da eigentlich gemacht habe. Ich weiss nicht was ich zuletzt gesagt habe, obwohl ich mich auch ständig frage, was ich eigentlich zuletzt gesagt habe, dass macht eigentlich auch kein normaler Mensch. Das bringt mich komplett durcheinander. Ich zweifel alles an, ob ich gerade gehustet habe oder mein Kind, ob ich gerade wirklich auf Toilette war.

Im Mai hab ich meinen Kater überfahren, hab ihn noch beim eingsteigen mit den Kindern gesehen. War also abgelenkt und hab vergessen innerhalb von Minuten, dass er hinterm Auto sass. Seitdem denke ich Demenz zu haben, weil ich es vergessen habe. Alle sagen mir, dass es keine Demenz ist,da ich auch erst 36 Jahre bin. Ich vergesse keine Termine hole meine Kinder ab, ich mache alles korrekt. Aber diese ständige Angst verrückt zu werden oder Alzheimer/Demenz zu haben.

Manchmal denke ich, dass dieses für mich traumatische Erlebnis irgendwas kaputt gemacht hat, dass ich irgendwie nicht mehr in Bildern denken kann.

Kann es wirklich sein, dass die Psyche sowas mit einem macht?
Ich bin wirklich am Ende, manchmal wünsche ich mir einfach einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen.
Aber ich hab ja diese wundervollen Mädchen( 5 und 9 Jahre). Ich muss ja hierbleiben, aber ich kann bald nicht mehr, jede Sek.ist eine Qual.

#103


Anuschka1102
Hallo

Keine Panik es ist kein Alzheimer.
So was hatte ich auch. Ich habe z.B. mitten beim reden aufgehört und meine Kollegin gefragt was ich gerade gesagt habe weil ich nicht wusste was mein letztes Wort war.
Ganz schlimm war als ich beim Auto fahren nicht mehr wusste wozu die Pedale da unten sind. Bei Neurologen habe ich ein Test für Alzheimer gemacht bekommen. War gut.
Es nennt sich pseudodemenz. Ursachen dafür sind Unter anderen Depressionen oder Stress.

Nicht verrückt machen sondern für Entspannung sorgen.

Lg

#104


J
Es gibt psychogene Pseudodemenz. Habe ich auch in schweren depressiven Episoden. Geht wieder vorbei, sobald es einem besser geht! Also keine Bange!

#105


G
Aber es geht ja schon so lange.

#106


P
Hallo alle. Ich kenne das auch . Hatte vor 3 Monaten einen kurzen Black out ohne Vorwarnung ( außer nur die üblichen Panikattacken ) in der Form , dass ich während einer Unterhaltung beim Spaziergang plötzlich ein komisches Gefühl im Kopf gekriegt habe, so wie eine kommende Ohnmacht und nicht mehr weiterreden konnte und für eine kurze Zeit auch nicht mehr wusste wo ich war und was ich grade gesagt hatte. Sehr beängstigend. Meine Partnerin die neben mir lief hat nichts gemerkt - erst als ich danach ( dauerte Max 5 sec ) totale Panik bekommen habe . Danach das ganze Programm mit Schädel MRT, EEG, Blut , ultraschall und Herz- Check . Seit dem bin ich in ständiger Sorge in einem Gespräch dem Faden zu verlieren oder was zu vergessen. Kenne auch diese ständige Selbstkontrolle, was hast du grade gemacht , was wolltest du , etc und stelle wirklich jeden Tag fest dass ich total verpeilt, meine mama ist letztes Jahr an Demenz gestorben .... hab totale Angst dass ich auch Dement bin ........Mache ständig irgendeinen sch. - bin total unkonzentriert und unsicher .... Suche mit z.B. was von einer Speisekarte aus und wenn der Kellner kommt hab ich totales Blackout und muss überlegen was ich wollte .....gehe aber normal Arbeiten und führe nach außen hin ein normales Leben ......... ist das wirklich zur die Psyche ? Nehme seit über 20 Jahren floxetin . LG

#107


G
Hallo, mir wurde von so vielen Ärzten gesagt, dass ich nicht an Demenz erkrankt bin. Ich wäre auch viel zu jung (36) für so eine Erkrankung. Es gibt auch keine Kranlheitsfälle in der Familie. Auf der anderen Seite hatte mein Mann vor zwei Jahren, ein bösartiges Nierenkarzinom,was rechtzeitig entdeckt wurde. Und niemand in seiner Familie hatte bisher Krebs. Ich hatte schon immer grosse Angst vor Krankheiten und nun hatte ich so eine Erkrankung direkt in meinem Umfeld.

Bin in psychologischer Behandlung und nehme Escitalopram seit einigen Wochen. Der Psychologe meinte, die Psyche kann ganz tolle Sachen mit einem machen, aber auch ganz Schlimme.

So genau, weiss wohl keiner, was ich habe.

#108


MarStar86
Bei mir ist es so, dass die Angst die Zwangsgedanken als Ventil verwendet und die Zwangsgedanken wiederum durch die gefühlte Machtlosigkeit zu Depressionen führen können.
Wenn man die Gründe der Angst welche immer in der Vergangenheit liegen abarbeitet kann sich das andere auch auflösen.
Bin hier auch erst am Anfang, habe aber regelmäßig Psychotherapie und nehme AD.

x 1 #109


V

Depression, Angststörung, Zwang?!

Hallo zusammen,

schon lange lese ich hier immer mal wieder rein und möchte nun selbst zu Wort kommen, da ich Rat und Hilfe suche.

Es fällt mir sogar schwer das hier zu schreiben, weil ich soviel im Kopf habe, dass ich gar nicht mehr weiß wo ich anfangen oder wie ich meinen Zustand beschreiben soll.

Es fing alles damit an, dass ich von Arzt zu Arzt rannte auf Grund diverser körperlicher Symptome. Erst waren es undefinierbare Unterleibsschmerzen, dann war es ständige Benommenheit und Schwindel. Ich versuchte monatelang krampfhaft eine Lösung für meine Symptome zu finden. Als ich mich in ein Krankenhaus einliefern lies und mich komplett durchchecken lies, kam zum ersten mal das Wort "Angststörung auf". Ich googelte alles über die Angststörung, über Depressionen über sämtliche psychische Krankheiten und geriet wohl immer mehr in die sogenannte Abwärtsspirale. Irgendwann hörte ich auf zu arbeiten, suchte verschiedene Gesprächstherapeuthen auf und lies mich immer wieder beim Hausarzt blicken. Der diagnostizierte irgendwann Angst mit Depressionen gemischt. Ich überlegte immer wieder und mir fielen auch Situationen in diesem Jahr auf, die vielleicht erste Anzeichen waren. Ich war ständig lustlos, hatte Schwindelattacken in Besprechungen auf der Arbeit etc. Soweit so gut, aber ich konnte mich nie mit meinem Zustand abfinden. Immer wieder versuchte ich raus zufinden, was zu erst da war - die Angst oder die Depression, las vieles nach, las zu viel nach, wurde immer verunsicherter, fühlte mich gefangen und hoffnungslos, wollte die perfekte Lösung für meine Situation finden um bloß keinen Fehler zu machen, die meiner Genesung im Weg steht. Ich habe mir an einem schlimmen Tag Citalopram verschreiben lassen, habe aber natürlich schon zu jedem Antidepressiva im Vorfeld alles gelesen, was es nur zu lesen gab. Habe das Mittel dann nicht genommen aus Angst vor den Nebenwirkungen und in dem Bewusstsein, dass ich sie alle bekomme weil ich schon alles im Kopf abgespeichert hatte. Ich redete mir immer wieder ein, dass alles eine Depression ist und diese ja stückweit besser wird, solange man durchhält. Meine Gedanken hörten aber nicht auf zu kreisen. Ich stelle mir immer wieder die Frage woran alles liegt und wie es zu stoppen ist. Dann fing ich vor 3 Tagen an Ohrwürmer zu hören den ganzen Tag. Außerdem registrierte ich, dass ich alles was zu einer Situation passt mir immer wieder im Kopf vorsagte, ohne es auszusprechen. Auch hierüber machte ich mir wieder Gedanken, versuchte rauszufinden wo das herkommt, ob es Zwänge sind, eine Psychose oder Schizophrenie. Erneut aus Angst ließ ich mich von einem neuen Arzt beraten, der mir sagte, dass meine Zwangsgedanken teil der Depression sind und diese Depression eben die Zwangsgedanken verstärken würde. Da ich auch Nachts keine Ruhe mehr finde, hat der Arzt mir Amineurin verschrieben, damit ich wenigstens wieder schlafe. Nach diesem Gespräch war ich bestärkt, dachte ich kenne den Weg, nahm das Mittel Abends und schlief mal wieder ein paar Stunden am Stück. Am nächsten Tag war der Gedankenstrudel weg, ich war nur müde und fühlte mich traurig. Das war für mich in Ordnung weil ich wusste, dass das Mittel mir nun helfen würde und alles besser werden würde Schritt für Schritt. Am selben Abend kamen wieder verstärkt die Ohrwürmer und das Gedankenkarrussel zurück. Ich versuchte alles gleich zu machen wie am Vorabend, nahm das Medikament, kam aber null zur Ruhe und nun sitze ich hier und bin wieder so verzweifelt und wirr im Kopf als zu vor. Dieser ganze Zustand hält nun intensiv seit 3 Wochen an. Ich bin total verzweifelt und versuche mich immer wieder zur Ordnung zu rufen, aber ich kann mich kaum ablenken. Ich denke den ganzen Tag nach und fühle mich teilweise so verwirrt, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich mich eigentlich fühle oder was abgeht.

Weitere Symptome:

Innere Unruhe
Appetitlos
Schlaflos
Unkonzentriert
Hoffnungslos
Gefangen fühlen
Kloß im Hals
Starkes Schwitzen Nachts
Stimmungsschwankungen ("Ich schaffe das" "Ich schaffe es nicht" "Hilfe")

Gibt es irgendjemanden der mir helfen kann oder ähnliches durchlebt?

Ich bitte dringend um Beteiligung. Sad

#110


N
[quote="verwirrtesich"]Hallo zusammen,schon lange lese ich hier immer mal wieder rein und möchte nun selbst zu Wort kommen, da ich Rat und Hilfe suche.Es fällt mir sogar schwer das hier zu schreiben, weil ich soviel im Kopf habe, dass ich gar nicht mehr weiß wo ich anfangen oder wie ich meinen Zustand beschreiben soll.Es fing alles damit an, dass ich von Arzt zu Arzt rannte auf Grund diverser körperlicher Symptome. Erst waren es undefinierbare Unterleibsschmerzen, dann war es ständige Benommenheit und Schwindel. Ich versuchte monatelang krampfhaft eine Lösung für meine Symptome ...[/quote

Hey erstmal frohes neues, das was du schilderst, hört sich schon sehr nach zwängen gepaart mit Angst an. Kann bspw von mir sagen, dass die Zwänge oft bzw eigentlich immer mit Angst einher gehen. Logisch ohne Ängste, würden die Zwänge ja nicht bestehen. Kann aber auch sagen, dass ich schon oft in Phasen war, wo die Gedanken so schlimm wurden, dass ich auch an Psychosen usw dachte. Das wird aber schnell verwechselt. Gerade dir zwänge reden uns ja immer das Gegenteil ein, von dem was wir eigentlich wollen. Da würde ich mir nicht so große Sorgen machen, wenn sogar die Ärzte sagen, dass es keine Psychose ist. Der Schwindel, die Benommenheit treten gerne nebenbei auf. Ich denke das kommt davon, dass wir einfach permanent unter Druck stehen und der Körper sich sozusagen eine Schutz Barriere aufbaut. In meinem Fall derealisation. ( sprich es evtl mal an) tritt gerne mit den genannten Symptomen auf. Wenn du von Grund auf ein sehr nachdenklicher Mensch bist, hat die Angst ein gutes Ventil. Was natürlich aber auch positiv ist, du reflektierst deine Probleme gut, was wiederum auch gegen eine Psychose spricht. Viele Grüße

#111


I
Ganz ehrlich gesagt, möchte ich dir raten, es mit dem Citalopram doch zu versuchen. Hast du das von einem Psychiater bekommen ?
Hat dir noch niemand gesagt, wie wichtig es wäre, eine Gesprächstherapie /Verhaltenstherapie zu beginnen ?
Medikament und Gespräche können viel bewirken.
Du musst das Medi ja nicht den Rest deines Lebens nehmen, aber um mal aus dem Sumpf herauszukommen kann es helfen.
Begleitend zu einer Psychotherapie kannst du es dann vielleicht langsam wieder absetzten.

x 1 #112


V
Vielen Dank für deine Antwort. Das Citalopram wollte ich nicht nehmen, da es ja heißt, dass es zu Beginn sehr aktiviert. Da ich aber bereits 7 Tage schlaflos war, wollte und konnte ich diese Vorstellung nicht ertragen, da ich ja ohnehin den ganzen Tag und Nacht mehr oder weniger "aktiviert" bin.

Ich möchte weiter auch auf jeden Fall eine Therapie machen, leider ging es jetzt über die Weihnachtszeit gar nicht mit Gesprächen.
Ich habe morgen nochmal einen Termin bei einem Psychologen und werde das auch nochmal als neuen Anlauf sehen.

Ich möchte bitte nochmal auf folgendes eingehen. Zusätzlich zu meiner Schlaflosigkeit und meinen Stimmungen kamen ja nun diese Ohrwürmer und "wirren" Gedanken. Ich weiß nicht, ob ich hier von Zwängen sprechen kann. Die Ohrwürmer drängen sich immer dann auf, wenn ich versuche, mich auf etwas zu konzentrieren und dann frustriert feststelle, dass sie mir "alles" versauen. So fühle ich mich zusätzlich zu meiner momentane Lage total ausgeliefert. Sad

Das mit den Gedanken ist so:

Den ganzen Tag kommen wir Wörter in den Sinn, die mit meiner derzeitigen Lage zutun haben. Z.b. wenn ich mich unterhalte, schießt mir "Citalopram" als Wort in den Kopf. Dies nur als Beispiel. Danach folgt meistens wieder ein Ohrwurm. Auch sage ich mir im Kopf Konversationen vor, die ich evtl. später oder gleich führen werden. Wenn ich beispielsweise aufstehe morgens, kommt mir in den Kopf, wie ich unten zu meiner Familie "Guten Morgen" sage. Das macht mich alles total ängstlich und irre und ich denke mir momentan folgendes: "Oh nein, zusätzlich zu meiner Depression muss ich jetzt auch noch das ertragen".

Versteht jemand, was ich meine oder hat mal ähnlich gefühlt?

Ich versuche auf ständig durch das Internet herauszufinden, welches meiner Symptome zu welcher Krankheit passt, um mich irgendwie zu beruhigen. Ich denke, dass das bestimmt auch ein Teil des Problems ist, aber ich kann es nicht lassen.

Jetzt wo ich hier sitze, denke ich z.B. "Ohman was machst du denn jetzt heute noch? Deine sch. Situation begleitet dich überall hin, egal was du versuchst zu tun."

DANKE nochmal an alle, die mir weiter antworten.

#113


I
Zitat von Orangia:
Ganz ehrlich gesagt, möchte ich dir raten, es mit dem Citalopram doch zu versuchen. Hast du das von einem Psychiater bekommen ?Hat dir noch niemand gesagt, wie wichtig es wäre, eine Gesprächstherapie /Verhaltenstherapie zu beginnen ?Medikament und Gespräche können viel bewirken.Du musst das Medi ja nicht den Rest deines Lebens nehmen, aber um mal aus dem Sumpf herauszukommen kann es helfen.Begleitend zu einer Psychotherapie kannst du es dann vielleicht langsam wieder absetzten.

Entschuldige...Ich habe nicht bedacht, daß du mit Amineurin ja bereits ein Antidepressivum nimmst. Das ist ja Amitriptylin. Ich kannte den Handesnamen nicht.

#114


Schlaflose
Zitat von verwirrtesich:
Da ich auch Nachts keine Ruhe mehr finde, hat der Arzt mir Amineurin verschrieben, damit ich wenigstens wieder schlafe. Nach diesem Gespräch war ich bestärkt, dachte ich kenne den Weg, nahm das Mittel Abends und schlief mal wieder ein paar Stunden am Stück. Am nächsten Tag war der Gedankenstrudel weg, ich war nur müde und fühlte mich traurig. Das war für mich in Ordnung weil ich wusste, dass das Mittel mir nun helfen würde und alles besser werden würde Schritt für Schritt. Am selben Abend kamen wieder verstärkt die Ohrwürmer und das Gedankenkarrussel zurück. Ich versuchte alles gleich zu machen wie am Vorabend, nahm das Medikament, kam aber null zur Ruhe und nun sitze ich hier und bin wieder so verzweifelt und wirr im Kopf als zu vor.

In welcher Dosis nimmst du es? Das Mittel muss eingeschlichen werden und entfaltet erst nach 2-3 Wochen die wirklich positive Wirkung. Ich nahm früher dauerhaft 75mg. Fing mit 25mg an und steigerte es alle 4-5 Tage jeweils um 25mg. Die ersten Tage konnte ich auch noch nicht richtig gut davon schlafen und mir war tagsüber sehr schwummrig und war total neben der Spur. Das wurde aber immer besser und ich konnte super davon schlafen. Nach 3-4 Wochen wurde ich ich richtig fröhlich wie früher und es ging mir super.

x 1 #115


V
Hallo Schlaflose, danke für deine Antwort. Smile

Ich nehme es seit 2 Tagen, 25mg abends.

Erster Tag: Super, am nächsten Tag "nur" traurig gefühlt, abends ging der Schrecken wieder los, null geschlafen

Ich weiß, dass ich allem Zeit geben muss, aber ich bin so panisch da ich nichts falsch machen möchte und diese wirren Gedankenfetzen und Ohrwürmer machen mich total fertig. An manchen Tagen denke ich mir: Okay, das ist eine Depression. Wiederum eine Stunde später denke ich mir: Okay, das kann nicht nur das sein, du bist doch total verwirrt und all diese Gedanken. Zack, ich schaue auf google nach "Psychose" usw und versuche mich einzustufen. Je mehr die Symptome nach und nach passen und dazukommen, desto ängstlicher und unsicherer werde ich. Es ist eine Art Achterbahnfahrt. Wenn ich mich mit einer Diagnose abfinde, dann geht es mir irgendwie kurze Zeit "besser", dann allerdings kippt wieder alles und ich grübele und suche und bin hilflos. Ich bewege mich durch den Tag wie eine Art Zombie, vergesse was ich gerade machen wollte, lasse Dinge irgendwo liegen und das wiederum macht mich auch wieder unsicher und panisch. Sad

Danke an alle bisher!

#116


A
Hallo,ich nehme schon lange Amitriptylin und Citalopram und es dauert tatsächlich eine Zeit bis die Wirkung eintritt,begleitend mache ich eine Therapie wozu ich dir auch rate. Liebe Grüße

#117

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R

Panikattacke / Depression

Hallo,
ich habe glaub schon immer Panikattacken gehabt. Aber nie zu einem Arzt gegangen. Hatte eine nicht so tolle Jugend. Viel Schläge (Heim) und auch sonnst nicht toll.
Vor 3 Jahren bin ich zum Arzt, weil ich kurz vor dem Durchdrehen war. Waren Gedanken da mich umzubringen. Mit Medis und Gesprächen wurde es besser. Jetzt aber seit ca. 2 Wochen der Rückschlag. Zittern wie bei einem Epianfall am ganzen Körper, schwitzen und Angst das man erstickt. Am liebsten nur noch im Dunkeln und ja nichts mit anderen Menschen zu tun haben. Keine Freude an meinen Hobbys, kein Interesse. War nicht mal in der Lage einen Baum zu schneiden.
Kennt jemand von euch so etwas?

#118


saga1978
Zitat von Runa121119:
Hallo,ich habe glaub schon immer Panikattacken gehabt. Aber nie zu einem Arzt gegangen. Hatte eine nicht so tolle Jugend. Viel Schläge (Heim) und auch sonnst nicht toll.Vor 3 Jahren bin ich zum Arzt, weil ich kurz vor dem Durchdrehen war. Waren Gedanken da mich umzubringen. Mit Medis und Gesprächen wurde es besser. Jetzt aber seit ca. 2 Wochen der Rückschlag. Zittern wie bei einem Epianfall am ganzen Körper, schwitzen und Angst das man erstickt. Am liebsten nur noch im Dunkeln und ja nichts mit anderen Menschen zu tun haben. Keine Freude an meinen Hobbys, kein Interesse. War nicht mal in der Lage einen Baum zu schneiden. Kennt jemand von euch so etwas?


So ging es mir letztes Jahr. Nimmst du denn noch Medikamente lg

#119


R

Starke Depression - wie ist das bei euch?

Ich bin vor einigen Wochen an einer Depression und Zwangsgedanken erkrankt.

Ich habe einpaar Fragen dazu, da ich erst vor einigen Wochen daran erkrankt bin und leider noch nicht in Behandlung bin .

1. Ist es möglich, dass man Zwangsgedanken im Zuge einer schweren Depression entwickelt?
2. Ist es normal, dass die Depression in Schüben kommt?
3. Ist es bei euch auch so, dass sich die Depression verstärkt, wenn ihr Streit um euch herum mitbekommt? Dass die Suizid Gedanken etc. Stärker werden, umso unruhige die Umgebung und das soziale Umfeld sind.
4.Geht es euch auch so, dass ihr lieber alleine seid als mit
Menschen? Also zb lieber alleine spazieren geht als mit anderen.
5. FÜHLT ihr euch auch oft und urplötzlich ohne erkennbaren Grund schlecht?

Hoffe man kann mir weiter helfen, danke schonmal.

#120


A


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